Federal complaint inadmissible for lack of proper reasoning

1B_494/2012Tribunal fédéral / Ire division de droit public5 sept. 2012Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X.________ challenged an appellate criminal decision of the Zurich Cantonal Court that had confirmed the refusal to reopen proceedings after an earlier discontinuance of his fraud and embezzlement complaint. The Federal Supreme Court held that the complaint was only made in general terms and did not engage specifically with the reasoning of the lower court. Because the filing failed to meet the requirements of Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG, the court did not enter into the merits, decided the case under the simplified procedure of Art. 108(1) BGG, and waived costs under Art. 66(1) BGG.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 BGG; admissibility of a federal complaint in criminal matters: a submission must, in a reasoned manner, address the considerations of the challenged decision and show in what respect it is unlawful or unconstitutional. General criticism is insufficient. If the defect is manifest, the Federal Supreme Court may dispose of the matter in simplified procedure without entering into the merits (consid. 1). Under Art. 66 Abs. 1 BGG, costs may exceptionally be waived where the circumstances so justify.

Texte intégral

{T 0/2}
1B_494/2012

Urteil vom 5. September 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________ AG, vertreten durch Herr A.________,
Beschwerdegegnerin,

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8026 Zürich.

Gegenstand
Strafverfahren; Einstellungsverfügung; Wiederaufnahme,

Beschwerde gegen Beschluss/uP-Verfügung
des Obergerichts des Kantons Zürich,
III. Strafkammer, vom 2. August 2012.

In Erwägung,
dass X.________ am 20. Oktober 2009 gegen die Y.________ AG, A.________ (Senior Vice President) und B.________ (Stellvertretender Direktor), Strafanzeige wegen Veruntreuung und Betrugs erstattete;

dass die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl das Verfahren am 30. Juni 2009 einstellte, woraufhin der Anzeiger beantragte, es sei wiederaufzunehmen;

dass die Staatsanwaltschaft die Wiederaufnahme mit Verfügung vom 8. März 2012 ablehnte;

dass X.________ hiergegen ans Obergericht des Kantons Zürich gelangte, dessen III. Strafkammer indes seine Beschwerde mit Beschluss vom 2. August 2012 abgewiesen hat, ebenso mit Verfügung desselben Datums sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bzw. amtlichen Verbeiständung;

dass er mit Eingabe vom 26. August (Postaufgabe: 28. August) 2012 gegen Beschluss und Verfügung vom 2. August 2012 beim Obergericht eine Beschwerde eingereicht hat;

dass dieses die Beschwerde mit Schreiben vom 31. August 2012 zuständigkeitshalber als solche in Strafsachen (Art. 78 ff. BGG) ans Bundesgericht weitergeleitet hat;

dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen zur Beschwerde einzuholen;

dass der Beschwerdeführer den angefochtenen Beschluss und die uP-Verfügung nur ganz allgemein beanstandet, dabei aber nicht im Einzelnen darlegt, inwiefern die zugrunde liegende Begründung bzw. der Beschluss und die Verfügung selbst im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein sollen;

dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 und 65 E. 1.3.1 S. 68, mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;

dass daher schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, weshalb es sich erübrigt, auch noch die weiteren Eintretensvoraussetzungen zu erörtern;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, vorliegend keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. September 2012

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Mots-clés

inadmissibilityreasoned appealcriminal procedurereopeninglegal aidsimplified procedurecourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal criminal complaint met the formal reasoning requirements.

Solution extraite

No. The complainant merely objected in general terms without showing in detail how the challenged reasoning or decision was unlawful or unconstitutional.

Motifs extraits

Under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG, the complaint must specifically address the contested reasoning. The filing did not do so, so there was no need to examine further admissibility requirements.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged for the federal proceedings.

Solution extraite

No costs were imposed in view of the circumstances.

Motifs extraits

The court considered it justified not to levy costs.

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