Non-entry on appeal against detention extension

1B_455/2012Tribunal fédéral / Ire division de droit public13 août 2012Inadmissible

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Résumé

X. appealed to the Federal Supreme Court against a Basel-Stadt coercive-measures court order extending pre-trial detention until 5 October 2012. The Court held the appeal inadmissible because the order was not yet a decision of the last cantonal instance; it was still open to challenge before the Appellationsgericht Basel-Stadt, and X. had in fact filed such an appeal. The appeal was therefore not entered into in simplified proceedings. The Court waived court costs.

Regest

Art. 80 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; admissibility of a criminal appeal only against decisions of the last cantonal instance. Where a detention-extension order of a coercive-measures court is still open to appeal before the cantonal appellate court, the Federal Supreme Court does not enter into the matter. The existence of a pending or available cantonal remedy excludes federal review at this stage (consid. 1). Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG where appropriate.

Texte intégral

{T 0/2}
1B_455/2012

Urteil vom 13. August 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001 Basel.

Gegenstand
Verlängerung der Untersuchungshaft,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 12. Juli 2012 des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Basel-Stadt.

In Erwägung,
dass X.________ mit Eingabe vom 27. Juli 2012 eine in englischer Sprache abgefasste Beschwerde gegen eine Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Basel-Stadt vom 12. Juli 2012 beim Bundesgericht eingereicht hat;
dass das Bundesgericht den Beschwerdeführer mit Verfügungen vom 3. August 2012 aufgefordert hat, seine Rechtsschrift in eine Amtssprache zu übersetzen und die der Beschwerde nicht beigelegte angefochtene Verfügung dem Bundesgericht einzureichen;
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. August 2012 eine in deutscher Sprache abgefasste Rechtsschrift eingereicht hat;
dass das Zwangsmassnahmengericht mit der angefochtenen Verfügung die Untersuchungshaft bis zum 5. Oktober 2012 verlängert hat;
dass diese Verfügung innert 10 Tagen mit Beschwerde beim Appellationsgericht Basel-Stadt angefochten werden kann (vgl. Rechtsmittelbelehrung bzw. Art. 222 und Art. 393 ff. StPO);
dass der Beschwerdeführer gemäss Auskunft des Strafgerichts Basel-Stadt denn auch eine Beschwerde beim Appellationsgericht eingereicht hat;
dass die Beschwerde in Strafsachen erst gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen zulässig ist (Art. 80 Abs. 1 BGG);
dass somit auf die Beschwerde gegen die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Basel-Stadt vom 12. Juli 2012 im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;
dass auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft und dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Basel-Stadt sowie Rechtsanwalt Marco S. Marty, Zürich, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. August 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Mots-clés

detentionadmissibilitylast cantonal instancenon-entrycost waiver