Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

1B_138/2010Tribunal fédéral / Ire division de droit public17 mai 2010Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X. appealed to the Federal Supreme Court against a Bern appellate decision rejecting his recusal request against the trial judge who had convicted him. The court held that the filing did not satisfy the minimum reasoning requirements of Art. 42(2) BGG because it merely repeated criticism of the criminal proceedings and of the judge, without showing in detail why the challenged ruling was unlawful. It therefore refused to enter into the appeal in summary procedure under Art. 108(1)(b) BGG. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde an das Bundesgericht. Das Bundesgericht tritt auf eine Beschwerde nicht ein, wenn die Eingabe die angefochtene Begründung nicht sachbezogen und hinreichend angreift und bloss allgemeine Kritik am vorinstanzlichen Verfahren oder am Entscheidinhalt enthält. Erforderlich ist eine gedrängte, aber konkrete Darlegung, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; die pauschale Wiederholung der bereits vorgebrachten Einwände genügt nicht. Ist der Begründungsmangel offensichtlich, kann im vereinfachten Verfahren entschieden werden (consid. 2).

Texte intégral

{T 0/2}
1B_138/2010

Urteil vom 17. Mai 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gerichtspräsidentin 14 des Gerichtskreises VIII
Bern-Laupen.

Gegenstand
Ausstand,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Anklagekammer, vom 1. April 2010.

Erwägungen:

1.
Gegen einen am 1. April 2010 betreffend Ablehnungsbegehren gegen die Gerichtspräsidentin 14 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen ergangenen Beschluss der Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern führt X.________ der Sache nach Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht. Sinngemäss beantragt er, der Beschluss sei aufzuheben.

Das Bundesgericht hat davon abgesehen, Vernehmlassungen zur Beschwerde einzuholen.

2.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung - unabhängig von der Art des nach BGG offen stehenden Rechtsmittels - in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (s. in diesem Zusammenhang auch BGE 134 I 313 E. 2 S. 315 sowie 134 II 349 E. 3 S. 351 f.; 133 II 249 insb. E. 1.4 S. 254). Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.

Der Beschwerdeführer schildert und kritisiert ausführlich das dem angefochtenen Beschluss zugrunde liegende Strafverfahren. Sodann nennt er die Gründe, weshalb er die Gerichtspräsidentin 14 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen, gemäss deren Urteil vom 9. März 2010 er erstinstanzlich verurteilt worden ist, ablehnt. Dabei kritisiert er auch den angefochtenen Beschluss auf ganz allgemeine Weise. Er legt indes nicht im Einzelnen dar, inwiefern dessen Begründung bzw. der Beschluss im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Mangels einer hinreichenden Begründung ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

3.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Gerichtspräsidentin 14 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen und dem Obergericht des Kantons Bern, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Mai 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Mots-clés

recusalinadmissibilityreasoning requirementsummary procedurecourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42(2) BGG.

Solution extraite

The appeal did not set out in detail why the challenged ruling was unlawful or unconstitutional, so it lacked sufficient reasoning.

Motifs extraits

The appellant mainly repeated criticism of the underlying criminal case and the recusal judge, but did not specifically address the reasoning of the challenged decision. The defect was obvious, allowing summary non-entry under Art. 108(1)(b) BGG.

Question juridique clé

Allocation of federal court costs

Solution extraite

The court costs were imposed on the appellant because he failed in the proceedings.

Motifs extraits

Costs follow the outcome of the case under Art. 66(1) BGG.

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