Art. 314 Abs. 2 ZGB; exceptio plurium in the paternity action. Drittverkehr ausserhalb der gesetzlichen kritischen Zeit (300. bis 180. Tag vor der Geburt) begründet die Einrede nicht ohne weiteres. In diesem Fall muss der Beklagte den Wahrscheinlichkeitsbeweis erbringen, dass nicht seine, sondern die Beiwohnung des Dritten zur Schwängerung geführt hat. Die gesetzliche Vermutung nach Art. 314 Abs. 1 ZGB wird nur durch Drittverkehr innerhalb der kritischen Zeit ohne weiteres ausgelöst; ausserhalb dieses Zeitraums genügt ein blosses Bestehen auf Drittverkehr nicht. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz ist für das Bundesgericht verbindlich, soweit keine Bundesrechtsverletzung vorliegt (consid. 2).
Familienreoht. N0 16. cours de la nuit du l er au 2 aout 1946 sur la foi des seules assertions de la mere. Mais ils ont retenu en particulier que si les deux jeunes gens. s' etaient bornes, comme le pretend le defendeur, a. deambuler a. proximite de la maison de ses parents, un camarade n'aurait pas reussi a. cacher, sans etre aperslU, la bicyclette qu'Adele Deglise avait appuyee contre la fande et que, lorsque le Dr Nicod lui a appris qu'elle etait enceinte, DeWarrat a non pas conteste expressement sa paternite, mais declare que l'enfant pouvait aussi bien etre d'un autre que de lui. En donnant, eu' egard a. ces indices, la preference a la version des faits exposee par la demanderesse, ils n'ont enfreint aucune disposition' federale en matiere de preuve. Aussi est-Ce en vain que le recourant invoque l'arrat Matthey contra Droz du 20 decembre 1917 (RO 43 TI 564). Sans doute le Tribunal federal y a-t-il juge que la violenta 8U8picio fornicationis, avec laquelle il operait des 1899 a. propos d'adultere (RO 25 TI 762), devait aussi servir dans Ie domaine des actions en paternite, la preuve se heurtant aux mames difficultes. Mais Dewarrat se meprend sur la portee de cette notion. Loin de subordonner la preuve a un minimum de conditions et d'inviter le juge a ne tenir les rapports charnels pour constants que lorsqu'ils sont extremement probables -pareille restriction de son pouvoir appreciateur ne se conciIierait pas avec l'art. 310 al. 2 00 -elle Iui enjoint de se contenter d'une teIle probabiIite et de ne pas exiger une preuve absolue (RO 45 TI 247; 52 TI 109/110). Elle tend uniquement a empe- cher que les juridictions cantonales ne rendent illusoire la recherche de la paternite en appliquant trop strictement les regles de Ia procedure probatoire (RO 43 TI 564). TI s'ensuit que jamais un defendeur ne peut s'en prevaloir. 2. -Selon l'arret attaque, aucun fait etabli n'autorise a douter serieusement de Ia paternite du recourant; Le Tribunal federal ne peut que se rallier a. cette opinion, contre laquelle Dewarrat n'eleve aucune critique perti- nente. Familienrooht. N0 17.
e il 1800 giorno prima della nascita), basta questa circostanza per giustificare l'exceptio plurium; altrimenti il convenuto deve anche rendere verosimile ehe l'infante non e nato dal SIlO concubito, ma da quello d'un terzo. Das Kantonsgerich hat, im Gegensatz zum Bezirks- gericht, die Vaterschaftsklage gegenüber dem Beklagten, welcher der Klägerin innerhalb der kritischen Zeit (22. Au-' gust bis 19. Dezember 1946), nämlich am 22. September, beigewohnt hatte, gutgeheissen und ihn zur Zahlung von Fr. 400.-gemäss Art. 317 ZGB sowie monatlicher Unter- haltsbeiträge von Fr. 60.-bis zum erfüllten 18. Alters- jahre des Kindes verurteilt. ' Mit der vorliegenden Berufung hält der Beklagte an der Einrede des Mehrverkehrs fest und beantragt Abweisung
106 Familienreob.t. N0 17. der Klage: Die Berufungsbeklagten beantragen Bestätigung des Urteils. Daa Hundesgericht zieht in Erwä fUng: Es ist festgestellt, dass die Kindsmutter am 21. August 1946, also am Tage vor Beginn der kritischen Zeit bzw. am 301. Tage vor der Geburt, mit einem Dritten namens Dalla Rosa geschlechtlich verkehrt hat. Der Beklagte hält daran fest, dass durch diesen Geschlechtsverkehr, der eventuell nur wenige StundeJ! vor Beginn des 300. Tages vor der Geburt stattgefunden habe und daher als in die Empfängniszeit fallend betrachtet werden müsse, die Ein- rede des Mehrverkehrs begründet werde, zumal nach dem Gutachten Dr. Held für die Zeugung am 21. August eine Wahrscheinlichkeit von 1,6 %, also keineswegs eine äus- serst geringe, bestehe. Die Praxis des Bundesgerichts bezüglich der exceptio plurium geht dahin, dass grundsätzlich ein innerhalb der gesetzlichen kritischen Zeit vom 300. bis zum 180. Tage vor der. Geburt erfolgter Drittverkehr die Einrede ohne weiteres begründet, sofern nicht die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft des Dritten verglichen mit der des Be- klagten so gering ist, dass sie praktisch so gut wie ausge- schlossen erscheint (BGE 69 II 284). Diese Auslegung geht also von der Auffassung aus, dass eine Vaterschaftsver- mutung analog der nach Art. 314 Abs. 1 ZGB zu Lasten des Beklagten platzgreifenden auch mit Bezug auf den Dritten, der der Klägerin zwisohen dem 180. und dem 300. Tag beigewohnt hat, wirkt, sodass zwei gleioh starke Vermutungen einander gegenüberstehen, die sioh gleioh- sam neutralisieren. Die gesetzliche Vermutung gegenüber dem Beklagten aber knüpft sich, wie das Bundesgericht kürzlich in neuer Überprüfung seiner bezüglichen Recht- sprechung ausgesproohen hat, nur an eine Beiwohnung innert dem gesetzlichen Zeitraum vom 300. bis zum 180. Tage vor der Geburt, nioht aber an eine ausserhalb dieser Zeit erfolgte (BGE 70 II 73 fi.). Ebenso wenig vermag
daher ein vor oder nach der kritischen Zeit erfolgter Ver- kehr mit einem Dritten die zu Lasten des Beklagten be- gründete gesetzliche Vermutung ohne weiteren Nachweis aufzuheben. So wie bei vor oder nach der kritisohen Zeit erfolgter Beiwohnung des Beklagten die gesetzliche Ver- mutung nioht Platz greift und die Klage nur gutzuheissen . ist, wenn die Klägerin dessen Vaterschaft nach der allge- meinen Regel des Art. 8 ZGB, soweit dies nach der Natur der Sache möglich ist, zu beweisen vermag (a.a.O. 74), ebenso bildet ein ausserhalb der kritischen Zeit liegender Drittverkehr nUr dann eine erhebliche Zweifel an der Vaterschaft des Beklagten begründende, die gesetzliche Vermutung entkräftende Tatsache, wenn der Beklagte den Wahrscheiiilichkeitsbeweis dafür erbringt, dass nicht seine, sondern die Beiwohnung des Dritten zur Schwängerung geführt hat. Diese verschiedene Beurteilung der Beiwoh- nung in .beweisrechtlicher Beziehung, je nachdem sie inner- halb oder ausserhalb des Zeitraums vom 300. bis 180. Tage vor der Geburt stattgefunden hat, ist nicht nur in Art. 314 Abs. 1 mit Bezug auf den Vaterschaftsbeklagten ausdrück- lich vorgesehen; dass sie allgemein im Sinne des Gesetzes liegt, geht daraus hervor, dass die beiden zeitlichen Grenz- werte -300. und 180. Tag -auch im Recht der Ehelich- keit und ihrer Anfechtung (Art. 252 254, 255) und bei der gesetzlichen Wartefrist für Frauen (Art. 103 ZGB) eine analoge Rolle spielen. Im vorliegenden Falle nun besteht, wie die Vorinstanz verbindlich feststellt, für die mögliche Zeugung des Kindes in der Dekade vom 20. bis 29. August 1946 ( vom 302. biS 293. Tage vor der Geburt) nach den Labhartsehen Tabellen noch eine mittlere Wahrscheinlichkeit von nur 1,6 % (für den 21. August, den 2. Tag der Dekade, liegt sie offen-, bar noch unter diesem Mittel), während die Beiwohnung . des Beklagten vom 22. September 1946 gerade in die errechnete Dekade der gröBsten Wahrscheinlichkeit (19. bis 28. September) von 40 % fällt. Unter diesen Umständen kann der dem Beklagten obliegende Beweis für die Wahr-
scheinlichkeit der Schwängerung durch Dalla Rosa nicht als geleistet betrachtet werden. Die Feststellung der Vorinstanz, dass es zwischen der Klägerin und Loher weder am 1. September auf dessen Zimmer noch an der Horner Chilbi am 22. September während einer Ballpause zum Geschlechtsverkehr kam, ist für das Bundesgericht verbindlich. Demnach erkennt das Bundesgericht: j Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Kan- tonsgerichts St. Gallen vom 4. Dezember 1948 bestätigt. III. ERBRECHT DROIT DES SUCCESSIONS 18. Arrnt de la IIe Cour eivlle du 7 juWet 1949 dans Ia cause dame Barras contre dames Pasquier et Brasey. Droit 8Ucee88oral paysan. Art. 620 et suiv. ce modifies par l'art. 94 de Ja loi federale du 12 dooembre 1940 sur le desendettement des domaines agricoles. Cession par certains coheritiers a tous les autres de leurs droits stU' les biens successoraux : les heritiers demeures en indivision sont recevablas a exercer Jas uns contre les antres les droits doooulant de l'art. 620 (consid. 2). Quand l'attribution du domaine doit-elle etre ordonnoo ? (Consid. 3) Bäuerliches Erbrecht. Art. 620 ff. ZGB, abgeändert durch Art. 94 des Bundesgesetzes über die Entschuldnng landwirtschaftlicher Heimwesen, vom 12. Dezember 1940. Falls einzelne Miterben ihre Rechte an den Erbschaftssachen allen übrigen Miterben abgetreten haben, können die in der Erben- gemeinschaft verbliebenen die aus Art. 620 hervorgehenden Rechte gegen einander ausüben (Erw. 2). In welchen Fällen ist die Znweisung an einen einzelnen Erben geboten? (Erw. 3.) DinUo 8Ucee8sorW rurale. Art. 620 e seg. CC modificati dall'art. 94 della legge-federale 12 dicembre ,1940 sullo sdebitamento dei poderi agricoIi.
Cessione, da parte di certi coeredi a tutti gli altri, dei loro diritti sui beni della successione: gli eredi rimasti nell'indivisione hanno veste per esercitare, gli nni contro gli altri, i diritti deri- vanti dall'art. 620 (consid. 2). Quando l'attribuzione dell'azienda agricola dev'essere ordinata ? (Consid. 3.) A. -Dame Marie Delabays, femme de Joseph, posse- dait dans la commune de Romanens (Fribourg) un domaine agricole avec divers batiments servant de logement, OOurie, grange, etc. d'une superficie totale de 703,16 ares. Le domaine est actuellement constitue par les articles 48, 75, 86 et H3 du registre foncier de la commune deRoma- nens. Dame Delabays est decedee en ao-at 1936, laissant comme Mritiers son mari, cinq mIes mariees et les enfants d'une smeme fille prtSdtScedee. Par acte authentique du 6 mars 1937 intituIe cession tenant lieu de partage , tous les Mritiers autres que les filles Anna Brasey, Lucie Barras et Julie Pasquier ont dtSclare cooer le domaine paternel aux trois prtSnommees. Cette cession tStait faite pour le prix de 26500 francs. Un droit d'habitation et de jo:uissance etait en outre constitue en faveur de Joseph Delabays. Ce dernier est decede le 6 novenibre 1943. B. -Par exploit du ler mai 1947, Dame Barras et Dame Brasey ont ouvert action contre leur sreur Dame Pasquier devant la Justice de paix de Vaulruz an concluant a. ce que le domaine f-at attributS en entier a. la premiere, subsidiairement a. ce qu'll f-at vendu de gre a. gre entre les interessees. Dame Pasquier a conclu au dtSboutement des deman- deresses et reconventionnellement a. ce que le partage f-at ordonne, les terres qu'elle cultivait alors, a. savoir l'art. 86 et la moitie de l'art. H3 du registre foncier, lui tStant toutefois attribuees, subsidiairement a. ce que ces memes terres lui fussent attribuees a. leur valeur de rendement et plus subsidiairement encore a. ce que le domaine f-at vendu aux encheres publiques ...