BGE 75 II 105
BGE 75 II 105Bge6 mars 1937Ouvrir la source →
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Familienreoht. N0 16.
cours de la nuit du l
er
au 2 aout 1946 sur la foi des seules
assertions
de la mere. Mais ils ont retenu en particulier
que si les deux jeunes gens.
s' etaient bornes, comme le
pretend le defendeur, a. deambuler a. proximite de la maison
de ses parents,
un camarade n'aurait pas reussi a. cacher,
sans
etre aperslU, la bicyclette qu'Adele Deglise avait
appuyee contre la fade et que, lorsque le Dr Nicod lui a
appris qu'elle
etait enceinte, DeWarrat a non pas conteste
expressement
sa paternite, mais declare que l'enfant
pouvait aussi bien etre d'un autre que de lui. En donnant,
eu' egard a. ces indices, la preference a la version des faits
exposee par la demanderesse, ils n'ont enfreint aucune
disposition'
federale en matiere de preuve.
Aussi
est-Ce en vain que le recourant invoque l'arrat
Matthey contra Droz du 20 decembre 1917 (RO 43 TI 564).
Sans doute le Tribunal federal y a-t-il juge que la violenta
8U8picio fornicationis,
avec laquelle il operait des 1899
a. propos d'adultere (RO 25 TI 762), devait aussi servir
dans Ie domaine des actions en paternite, la preuve se
heurtant aux mames difficultes. Mais Dewarrat se meprend
sur la portee de cette notion. Loin de subordonner la preuve
a un minimum de conditions et d'inviter le juge a ne tenir
les rapports charnels pour constants que lorsqu'ils sont
extremement probables -pareille restriction de son
pouvoir appreciateur ne se conciIierait
pas avec l'art. 310
al. 2 00 -elle Iui enjoint de se contenter d'une teIle
probabiIite et de ne pas exiger une preuve absolue (RO
45 TI 247; 52 TI 109/110). Elle tend uniquement a empe-
cher que les juridictions cantonales ne rendent illusoire
la recherche de la paternite en appliquant trop strictement
les
regles de Ia procedure probatoire (RO 43 TI 564).
TI s'ensuit que jamais un defendeur ne peut s'en prevaloir.
2. -Selon l'arret attaque, aucun fait etabli n'autorise
a douter serieusement de Ia paternite du recourant; Le
Tribunal federal ne peut que se rallier a. cette opinion,
contre laquelle
Dewarrat n'eleve aucune critique perti-
nente.
Familienrooht. N0 17.
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3. -Le recours ne diseute pas le montant des presta-
tions arraM par les premiers juges.
Par ces motifs, le Tribunal federal
rejette le recours et confirme l'arret attaque.
17. Auszug aus dem Urteil de. 11. ZivIlabteilung vom 20. Mai
1949 i. S. Tobler gegen Niffeler.
Vater8chaftsklage, Einrede des Mehrverkehr8 (Art. 314 Abs. 2 ZGB).
Nur ein innerhalb der gesetzlichen kritischen Zeit (300.-180. Tag
vor der Geburt) erfolgter Drittverkehr begründet ohne weiteres
die e:reeptio pluriwm ; ein ausserhalb dieses Zeitraums liegender
nur dann, wenn der Beklagte den Wahr8cheinlickkeitsbeweis
dafür erbringt, dass nicht seine, sondern die Beiwohnung des
Dritten zur Schwängerung geführt hat.
Action en paternite. Exceptio plurium (an. 314 al. 2 CC).
Ce n'est que lorsque Ja mere a eu des relations sexuelles avec un
tiers durant Ja periode legale de conception de l'enfant (entre
le trois centieme et le cent quatre-vmgtieme jour avant la
naissance) que cette circonstance suffit pour fonder l' exceptio
plurium, Binon le dMendeur doit encore rendre vraisemblable
que l'enfant est na non de ses reuvres mais de celles du tiers.
Azione di parernitd. Exceptio plurium (an. 314 cp. 2 CO).
Solo quando la madre ha avuto relazioni sessuali con un terzo
durante i1 periodo critico legale (fra il 300
0
e il 1800 giorno
prima della nascita), basta questa circostanza per giustificare
l'exceptio plurium; altrimenti il convenuto deve anche rendere
verosimile
ehe l'infante non e nato dal SIlO concubito, ma da
quello d'un terzo.
Das Kantonsgerich hat, im Gegensatz zum Bezirks-
gericht, die Vaterschaftsklage gegenüber dem Beklagten,
welcher der Klägerin innerhalb
der kritischen Zeit (22. Au-'
gust bis 19. Dezember 1946), nämlich am 22. September,
beigewohnt
hatte, gutgeheissen und ihn zur Zahlung von
Fr. 400.-gemäss Art. 317 ZGB sowie monatlicher Unter-
haltsbeiträge von Fr. 60.-bis zum erfüllten 18. Alters-
jahre des Kindes verurteilt. '
Mit
der vorliegenden Berufung hält der Beklagte an der
Einrede des Mehrverkehrs fest und beantragt Abweisung
106 Familienreob.t. N0 17. der Klage: Die Berufungsbeklagten beantragen Bestätigung des Urteils. Daa Hundesgericht zieht in Erwä{fUng: Es ist festgestellt, dass die Kindsmutter am 21. August 1946, also am Tage vor Beginn der kritischen Zeit bzw. am 301. Tage vor der Geburt, mit einem Dritten namens Dalla Rosa geschlechtlich verkehrt hat. Der Beklagte hält daran fest, dass durch diesen Geschlechtsverkehr, der eventuell nur wenige StundeJ! vor Beginn des 300. Tages vor der Geburt stattgefunden habe und daher als in die Empfängniszeit fallend betrachtet werden müsse, die Ein- rede des Mehrverkehrs begründet werde, zumal nach dem Gutachten Dr. Held für die Zeugung am 21. August eine Wahrscheinlichkeit von 1,6 %, also keineswegs eine äus- serst geringe, bestehe. Die Praxis des Bundesgerichts bezüglich der exceptio plurium geht dahin, dass grundsätzlich ein innerhalb der gesetzlichen kritischen Zeit vom 300. bis zum 180. Tage vor der. Geburt erfolgter Drittverkehr die Einrede ohne weiteres begründet, sofern nicht die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft des Dritten verglichen mit der des Be- klagten so gering ist, dass sie praktisch so gut wie ausge- schlossen erscheint (BGE 69 II 284). Diese Auslegung geht also von der Auffassung aus, dass eine Vaterschaftsver- mutung analog der nach Art. 314 Abs. 1 ZGB zu Lasten des Beklagten platzgreifenden auch mit Bezug auf den Dritten, der der Klägerin zwisohen dem 180. und dem 300. Tag beigewohnt hat, wirkt, sodass zwei gleioh starke Vermutungen einander gegenüberstehen, die sioh gleioh- sam neutralisieren. Die gesetzliche Vermutung gegenüber dem Beklagten aber knüpft sich, wie das Bundesgericht kürzlich in neuer Überprüfung seiner bezüglichen Recht- sprechung ausgesproohen hat, nur an eine Beiwohnung innert dem gesetzlichen Zeitraum vom 300. bis zum 180. Tage vor der Geburt, nioht aber an eine ausserhalb dieser Zeit erfolgte (BGE 70 II 73 fi.). Ebenso wenig vermag_ Familienrecht. N° 17. 107 daher ein vor oder nach der kritischen Zeit erfolgter Ver- kehr mit einem Dritten die zu Lasten des Beklagten be- gründete gesetzliche Vermutung ohne weiteren Nachweis aufzuheben. So wie bei vor oder nach der kritisohen Zeit erfolgter Beiwohnung des Beklagten die gesetzliche Ver- mutung nioht Platz greift und die Klage nur gutzuheissen . ist, wenn die Klägerin dessen Vaterschaft nach der allge- meinen Regel des Art. 8 ZGB, soweit dies nach der Natur der Sache möglich ist, zu beweisen vermag (a.a.O. 74), ebenso bildet ein ausserhalb der kritischen Zeit liegender Drittverkehr nUr dann eine erhebliche Zweifel an der Vaterschaft des Beklagten begründende, die gesetzliche Vermutung entkräftende Tatsache, wenn der Beklagte den Wahrscheiiilichkeitsbeweis dafür erbringt, dass nicht seine, sondern die Beiwohnung des Dritten zur Schwängerung geführt hat. Diese verschiedene Beurteilung der Beiwoh- nung in .beweisrechtlicher Beziehung, je nachdem sie inner- halb oder ausserhalb des Zeitraums vom 300. bis 180. Tage vor der Geburt stattgefunden hat, ist nicht nur in Art. 314 Abs. 1 mit Bezug auf den Vaterschaftsbeklagten ausdrück- lich vorgesehen; dass sie allgemein im Sinne des Gesetzes liegt, geht daraus hervor, dass die beiden zeitlichen Grenz- werte -300. und 180. Tag -auch im Recht der Ehelich- keit und ihrer Anfechtung (Art. 252~ 254, 255) und bei der gesetzlichen Wartefrist für Frauen (Art. 103 ZGB) eine analoge Rolle spielen. Im vorliegenden Falle nun besteht, wie die Vorinstanz verbindlich feststellt, für die mögliche Zeugung des Kindes in der Dekade vom 20. bis 29. August 1946 (= vom 302. biS 293. Tage vor der Geburt) nach den Labhartsehen Tabellen noch eine mittlere Wahrscheinlichkeit von nur 1,6 % (für den 21. August, den 2. Tag der Dekade, liegt sie offen-, bar noch unter diesem Mittel), während die Beiwohnung . des Beklagten vom 22. September 1946 gerade in die errechnete Dekade der gröBsten Wahrscheinlichkeit (19. bis 28. September) von 40 % fällt. Unter diesen Umständen kann der dem Beklagten obliegende Beweis für die Wahr-
108 Erbrecht. N° 18. scheinlichkeit der Schwängerung durch Dalla Rosa nicht als geleistet betrachtet werden. Die Feststellung der Vorinstanz, dass es zwischen der Klägerin und Loher weder am 1. September auf dessen Zimmer noch an der Horner Chilbi am 22. September während einer Ballpause zum Geschlechtsverkehr kam, ist für das Bundesgericht verbindlich. Demnach erkennt das Bundesgericht: j Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Kan- tonsgerichts St. Gallen vom 4. Dezember 1948 bestätigt. III. ERBRECHT DROIT DES SUCCESSIONS 18. Arr~t de la IIe Cour eivlle du 7 juWet 1949 dans Ia cause dame Barras contre dames Pasquier et Brasey. Droit 8Ucee88oral paysan. Art. 620 et suiv. ce modifies par l'art. 94 de Ja loi federale du 12 dooembre 1940 sur le desendettement des domaines agricoles. Cession par certains coheritiers a tous les autres de leurs droits stU' les biens successoraux : les heritiers demeures en indivision sont recevablas a exercer Jas uns contre les antres les droits doooulant de l'art. 620 (consid. 2). Quand l'attribution du domaine doit-elle etre ordonnoo ? (Consid. 3) Bäuerliches Erbrecht. Art. 620 ff. ZGB, abgeändert durch Art. 94 des Bundesgesetzes über die Entschuldnng landwirtschaftlicher Heimwesen, vom 12. Dezember 1940. Falls einzelne Miterben ihre Rechte an den Erbschaftssachen allen übrigen Miterben abgetreten haben, können die in der Erben- gemeinschaft verbliebenen die aus Art. 620 hervorgehenden Rechte gegen einander ausüben (Erw. 2). In welchen Fällen ist die Znweisung an einen einzelnen Erben geboten? (Erw. 3.) DinUo 8Ucee8sorW rurale. Art. 620 e seg. CC modificati dall'art. 94 della legge-federale 12 dicembre ,1940 sullo sdebitamento dei poderi agricoIi. Erbrecht. N° 18. 109 Cessione, da parte di certi coeredi a tutti gli altri, dei loro diritti sui beni della successione: gli eredi rimasti nell'indivisione hanno veste per esercitare, gli nni contro gli altri, i diritti deri- vanti dall'art. 620 (consid. 2). Quando l'attribuzione dell'azienda agricola dev'essere ordinata ? (Consid. 3.) A. -Dame Marie Delabays, femme de Joseph, posse- dait dans la commune de Romanens (Fribourg) un domaine agricole avec divers batiments servant de logement, OOurie, grange, etc. d'une superficie totale de 703,16 ares. Le domaine est actuellement constitue par les articles 48, 75, 86 et H3 du registre foncier de la commune deRoma- nens. Dame Delabays est decedee en ao-at 1936, laissant comme Mritiers son mari, cinq mIes mariees et les enfants d'une smeme fille prtSdtScedee. Par acte authentique du 6 mars 1937 intituIe « cession tenant lieu de partage», tous les Mritiers autres que les filles Anna Brasey, Lucie Barras et Julie Pasquier ont dtSclare cooer le domaine paternel aux trois prtSnommees. Cette cession tStait faite pour le prix de 26500 francs. Un droit d'habitation et de jo:uissance etait en outre constitue en faveur de Joseph Delabays. Ce dernier est decede le 6 novenibre 1943. B. -Par exploit du ler mai 1947, Dame Barras et Dame Brasey ont ouvert action contre leur sreur Dame Pasquier devant la Justice de paix de Vaulruz an concluant a. ce que le domaine f-at attributS en entier a. la premiere, subsidiairement a. ce qu'll f-at vendu de gre a. gre entre les interessees. Dame Pasquier a conclu au dtSboutement des deman- deresses et reconventionnellement a. ce que le partage f-at ordonne, les terres qu'elle cultivait alors, a. savoir l'art. 86 et la moitie de l'art. H3 du registre foncier, lui tStant toutefois attribuees, subsidiairement a. ce que ces memes terres lui fussent attribuees a. leur valeur de rendement et plus subsidiairement encore a. ce que le domaine f-at vendu aux encheres publiques ...
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