Art. 2 lit. b MStG; revision and refund of military exemption tax paid under a final assessment. Tax amounts paid pursuant to a legally binding assessment may be reclaimed only if the assessment can be revised and the refund claim is brought within the limitation period (consid. 1). Revision is admissible where military records, which the tax authority should have obtained ex officio, reveal facts establishing exemption from the tax, in particular that the taxpayer was exempt under Art. 2 lit. b MStG because the relevant disability resulted from service-related injury (consid. 2).
. Staatsrecht. d'6tablir une tallation6lectrique empruntant le domaine public (arret du 25 juin 1943 dans la causa Steinindustrie Rozloch). L'arret du 7 f6vrier 1936 dans 181 cause Hergiswil et consorts, qu'invoque le Conseil d'Etat dans sa reponse,. ne s'est pas 6carte de la jurisprudence susrappel6e. TI s'agis- sait alors de savoir si le canton de Nidwald pouvait, en vertu de sa 16gislation, obliger les communes de Hergiswil et de Stansstad 8. d6noncer les concessions qu'elles avaient passOOs avec l'Elektrizitätswerk Luzern-Engelberg ou denoncerlui-meme ces concessions en lieu eil place de ces communes. Le Tribunal fed6ral n'avait pas alors a trancher la question de savoir si le canton de Nidwald eilt et6 fond6 a annuler ces concessions sans indemniM alors meme que 1es conventions n'auraient pas prevu un droit de resiliation ou avant l'expiration du d6lai de resiliation stipul6. Dans une affaire qui presente certaines analogies avec l'espece actuelle, le Tribunal federal a, il est vrai, refuse d'admettre l'existence d'une obligation d'indemnisar Ies interesses. (RO 37 1503 ss). Cet arret ne saurait toutefois etre invoque en l'espece, non seulement parce que I'art. 6 Cst. vaud. est connm en d'autres termes que l'art. 9 al. 4 de 1a consti- tution grisonne sur la base duquel 1a contestation devait etre tranchee, mais pour cette autre raison encore qua cette decision part d'une premisse erron6e, a savoir qua le principe de l'inviolabiliM de la propriete ne garantit qua contre des atteintes a. des droits immobiliers et non pas contre des atteintes a d'autres droits acquis (cf. KmcH- HOFER, 1. c. p. 148 note 23; FLEINER, Institutionen des deutschen Verwaltungsrechts, ge edition, p. 294, note 16). f) L'art. 2 a1. 2 devant etre annu16 comme contraire au principe de l'inviolabilite de la priete, il n'est pas necessaire de se demander s'il est 6galement contraire a l'art. 4 Cst. Bundesreohtliohe Abgaben. N° SO. B. VERWALTUNGS UND DISZIPLINARRECHT DROIT ADMINISTRATIF ET DISCIPLINAIRE
BUNDESRECHTLICHE ABGABEN CONTRIBUTIONS DE DROIT FEDERAL
Urteil vom 10. Dezember Ut48 i. S. Steiner gegen Hilttär- direktion des Kantons Zilrieh. M 1itä'l'pfliehtersatz.
Ersatzbeträge, die lluf Grund rechtskräftiger Vera.nla.gungen entrichtet worden sind, können nur zurückerstattet werden, wenn die Voraussetzungen für eine Revision jener Veranla- gungen gegeben sind. . . . . :2. Revision einer Veranillgung, weun aus militaramtlichen Akten, welche die Steuerbehörde von Amtes wegen hätte beiziehen sollen, hervorgeht, dass nach Art. 2 lit. b MStG keine Ersatz- pflicht besteht. Taxe d'exemption du 8ervice militaire.
Les taxes d'exemption qui ont et6 pert;ues sur la base d'un taxation passee en force ne peuvent etre renbours6es t; SI les eonditions pour une revision de eette taxatIon sont reumns. :2. Revision d'une taxation dans le cas OU les actes du dOSSIer militaire, que l'autorit6 fiscale aurait du. prendre d'one. en consideration, etablissent que le eontrIbnble dt;lV lt etre exonere du paiement de la taxe en vertu de I art. 2 ht. b LTM. Tassa d'esenzione dal 8emzio militare.
Le tasse d'esenzione ehe sono state percepite in base ad una tassazione divenuta. definitiva possono essere restituite soltanto se ricorrano i presupposti per la revisione deI.la tassazione. :2. Revisione di una tassazione nel caso in CUl l'esonero dalla tassa militare a norma dell'art. 2 lett. b LTM risulti da;gli atti deIl'inserto militare che l'a;utorita fiscale avrebbe dovuto prendere in considerazione d'ufficio.
478 Verwaltungs. und Disziplinarrecht. A. -Der Beschwerdeführer hatte im Jahre 1943 ein FIab.-Rekrutenschule bestanden, in welcher er als Kano- nier ausgebildet worden war. Sodann hatte er wiederholt Aktivdienst mit seiner Einheit, der Flab. Bttr. 88, gelei- stet. Am Schlusse des letzten Ablösungsdienstes, bei der- sanitarischen Austrittsmusterung vom 6. März 1945,. beklagte er sich über Hörbeschwerden. Am 15. März 1945- wurde er der Militärversicherung durch den Ohrenarzt Dr. Ackermann in Winterthur wegen Schwerhörigkeit gemeldet. Der Arzt bezeichnete in der Mitteilung den Zu- sammenhang des Leidens mit dem Militärdienst als wahr- scheinlich, nachdem ihm der Patient erklärt hatte, er sei schon früher nach Artillerieschiessübungen vorübergehend schwerhörig gewesen und höre nun, seit einer Beschiessung fremder Flugzeuge im Februar 1945, bei welcher er ein Geschütz habe bedienen helfen, ständig schlecht. Die. Militärversicherung anerkannte den Beschwerdeführer als Militärpatienten. In einem Zwischenbericht vom 10. April 1945 stellte Dr. Ackermann ( mit fast absoluter Sicherheit eine akustisch-traumatische Ohrschädigung (Schädigung durch 7,5 cm Flab.-Kanone ) fest. Auf seine Empfehlung wurde der Beschwerdeführer am 1. Juni 1945 von einer- Ter. U. C. für 6 Monate vom Dienst dispensiert, gestützt auf einen Spezialbericht der Militärversicherung vom 23. Mai 1945, worin festgehalten wurde, der Facharzt führe das Gehörleiden auf ein Schiesstrauma zurück. Am 3. Dezember 1945 erklärte die a. o. U. C. I den Beschwerde- führer wegen Schwerhörigkeit (IBW Ziff. 250/77, trau- ma ) hilfsdiensttauglich (unbewaffnet). Im zugrunde lie- genden Zeugnis vom 1. Dezember 1945 führte Dr. Acker- mann aus: . Der Ohrschaden .t mit grosser Wahr- scheinlichkeit auf ein akustisches 1 auma zurück. )) B. -In der Folge wurde der Beschwerdeführer zum Militärpflichtersatz herangezogen. Er füllte eine Ersatz- erklärung aus und wurde für 1946, 1947. und 1948 einge- schätzt. Er focht die Veranlagungen nicht an und bezahlte. die geforderten Ersatzbeträge. Bundesroohtliche Abgaben. N° 80.
Nachträglich, am 9. September 1948, stellte er bei der Militärdirektion des Kantons Zürich das Begehren um Befreiung vom Militärpflichtersatz nach Art. 2 lit. b MStG und um Rückerstattung der für 1946-1948 bezahlten Steuerbeträge, mit der Begründung, das Gehörleiden, das zur Umteilung in den Hilfsdienst geführt habe, sei eine Folge des geleisteten Militärdienstes. Die Militärdirektion enthob den Gesuchsteller für 1949 und die folgenden Jahre vom Ersatz ; dagegen lehnte sie die Rückerstattung der bezahlten Ersatzbeträge ab, weil die betreffenden Veranlagungen rechtskräftig und daher unabänderlich seien (Verfügung vom 16. September 1948). O. -Gegen die Verweigerung der Rückerstattung richtet sich die vorliegende Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Die kantonale Militärdirektion und die eidg. Steuerver- waltung beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen. Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
Verwaltunga-und Disziplinarrecht. militäramtlichen Akten ergeben, welche von Amtes wegen hätten beigezogen werden sollen (BGE 71 I 106, Erw. 2 und Zitate). Mit einem solchen Falle hat man es hier zu tun. Es ist nicht bestritten, dass die Voraussetzungen der Ersatzbefreiung nach Art. 2 lit. b MStG gegeben sind. In der Tat geht aus den von keiner Seite angezweifelten Feststellungen des behandelnden Ohrenarztes eindeutig hervor, dass die Schwerhörigkeit, die zur Umteilung in den Hilfsdienst geführt hat, auf ein Schiesstrauma zurückgeht, welches der Beschwerdeführer im Militärdienst erlitten hatte. Dieser Befund ist in den Akten der Militärversi- eherung enthalten. Die Militärversicherung nahm denn auch im Spezialbericht vom 23. Mai 1945 zuhanden der U, C. auf ihn Bezug. Weil indes damals nur die vorüber- gehende Dispensation des Beschwerdeführers vom Dienst empfohlen und auch verfügt wurde, hatten vorerst weder die Militärversicherung noch die U. C. Anlass, von sich aus, in dem in Ziff. 51 IBW vorgesehenen Verfahren, die Er- satzbefreiung nach Art. 2 lit. b MStG zu beantragen. Dagegen wäre später, als der Beschwerdeführer zum Hilfs- dienst versetzt wurde, ein solcher amtlicher Antrag ange- zeigt gewesen. Er unterblieb jedoch. Gleichwohl hätte aber die kantonale Militärsteuerbehörde unter den gegebenen Umständen der Frage, ob Art. 2 lit. b MStG anwendbar sei, von Amtes wegen sogleich nach der Umteilung des Beschwerdeführers nachgehen sollen ; konnte sie doch aus dem Dienstbüchlein entnehmen, dass der Beschwerdeführer in der Rekrutenschule als Kanonier ausgebildet, bei der sanitarischen Austrittsmusterung vom 6. März 1945 wegen Hörbeschwerden vorgemerkt, st'l.ann bei der Militärver- sicherung angemeldet und schliesnch wegen traumatischer Schwerhörigkeit hilfsdiensttauglich erklärt worden war. Diese Eintragungen hätten sie veranlassen sollen, bei der Militärversicherung die ergangenen Akten oder wenigstens einen Bericht einzuverlangen. Dann wäre sie darauf ge- stossen, dass es sich um ein dienstliches Schiesstrauma Bundeerechtliche Abgaben. N0 81.
handelt, und hätte infolgedessen den Beschwerdeführer, obwohl er keinen dahingehenden Antrag gestellt hatte, auch schon für die Steuerjahre 1946-1948 vom Militär- pflichtersatz befreien müssen. Demnach erkennt da8 Bundesgericht: Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Kanton Zürich wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die für 1946, 1947 und 1948 bezahlten Ersatzbeträge zurückzuerstatten.