BGE 74 I 1
BGE 74 I 1Bge15 oct. 1941Ouvrir la source →
LVC. OCC. OCDA OEB • OIPR OJ ••• ,OJPPM. OM •• OOF. ORe. ORF. ORI •• ORM. OSEC OT. PCF PPF RA. RO. . ROLF RSJ • StF • Tarif. ce. CF. co. CPS Cpc Cpp DCC LCA. LCAV LEF • LF •• LTM. OGF. RFF • StF • Loi f6derale sur les voyageurs de eommerce (du 4 octobre 1930). Ordo1lllance Bur la eommunaute des cxeanciers dans les emprunts par obligations (du 20 f6vrier 1918). Ordonnance riglant le commerce des denroos alimentalres, ete. (du 26 mal 1936). Ordonnance &ur l'engagement du b6tail (du 30 oetobre 1917). Ordonnanee du Tribunal fM6ra1 eoneernant l'inseription des paetes de r6serve de propriete (du 19 d6cembre 1910). Lol fM6rale d'organisation judiciaire (du 16 d6eembre 1943). Organisation judiciaire et procMure. p6nale pour l'armoo fM6rale (lot du 28 juin 1889). Organisation militalre de la ConfMeration snisse (101 du 12 avriI1907). Oroonnanee surl'administration des offices de faillite (du 13 jnillet 1911). Ordonnanee sur le registre du eommerce (du 7 Julu 1937). Ordonnanee sur le registre foncier (du 22 f6vrier 1910). Ordonnance sur la r6allsation forcOO des immeubles (du 23 avril 1920). Ordonnanee sur le registre des r6gimes matrimoniaux (du 27 septembre 1910). Ordonnance &ur le service de 1'6tat elvil (du 18 mal 1928). Ordonnanee d'ex6eution des lois federales eoncernant les drolts de tiinbre (du 7 jnin 1928). Loi fM6rale sur la procMure a snivre par devant le Tribunal fMeral en mati6re eivile (du 22 novembre 1850). LoifM6rale sur la proc6dure penale (du 15 juin 1934). Reglement d'exooution de la 101 sur la circulation des vehicules automo- hiles et des eycles (du 25 novembre 1932). Reeuen officiel des arr~ du Tribunal federni suisse. Recueil officlel des lois fM6raies. Revue suisse de jurisprudence. Lol fM6raie sur le statut des fonctionnalres (du 30 juin 1927). Tarif des frais applicables a la LP (du 23 decembre 1919). C. Ahhreviazioni italiane. Codiee eivile svizzero. Costituzione federale. Codice delle obbligazioni. Codiee penale svizzero. Codice di procedura clvile. Codice di procedura penaie. Decreto deI Consiglio federaie coneernente Ia eontribuzione federale dl crisi (deI 19 gennaio 1934). Legge federale sul eontratto d'assieurazione (deI 2 aprile 1908). Legge federale sulla eircolazione degll autoveicoli edel veIocipedi (dei 15 marzo 1932). Legge eseeuzionl e fallimenti. Legge federale. Legge federale sulla tassa d'esenzione dal servizio militare (deI 28 giugno 1878/29 marzo 1901). Organizzazlone giudiziaria federale. Regolamento deI Tribunale federale eoneernente la realizzazlone forzata di fondi (deI 23 aprile 1920). . Legge federale sull'ordinamento dei funzionari federall (deI 30 giugno 19'.!7). A. STAATSRECHT· -DROIT PUBLIC I. RECHTSGLEICHHEIT (RECHTSVERWEIGERUNG ) EGALITE DEVANT LA LOI (DENI DE JUSTICE)
Verhältnis von Art. {) lit. b zu Art. 4 BMW (Erw. 3). AOF inatituatnt.des me8'Ures eontre la penurie.des logements, du ·15 ootobre 1941/8 fevrier 1946 (APL). .,
die Geschäftslage Hausers auch noch beeinträchtige. Demgegenüber befinde sich das Geschäft Messmers in allerbester Geschäftslage und sei, zusammen mit dem angrenzenden Laden, dessen Mieter die Kündigung aner- kannt habe, derart geräumig, dass es ohne weiteres in ein grosses Schuhgeschäft umgewandelt werden könnte; Es sei daher begreiflich, dass Hauser die Gelegenheit· zum Kauf des Hauses ergriffen habe, um sein bescheidenes, an der bisherigen Lage nicht mehr entwicklungsfähiges· Unternehmen auszubauen. Als Eigentümer einer Liegen~ schaft dürfe ihni auf die Dauer nicht verwehrt werden, sein Schuhgeschäft in sein eigenes Haus zu verlegen. Dem lasse sich nicht entgegenhalten, dass Messmer das Rechtsgleiohheit '(Rechtsverweigerung). N° 1. 3 seit Jahrzehnten .,dort befindliche Optikergeschäft im Jahre 1929 für Fr. 48,500.-gekauft habe; der Kauf eines Geschäfts gebe nicht Anspruch auf lebenslängliche Benützung des gleichen Lokals, und Messmer habe .in 20 Jahren eine eigene Kundschaft erwerben können, die ihn auch an anderer Geschäftslage aufsuchen werde ... B. -Mit der vorliegenden staatsrechtlichen Beschwerde beantragt Messmer die Aufhebung des Entscheides der Justizdirektion wegen yerletzung von Art. 4 BV (Will- kür). . O. -Die Justizdirektion und der Beschwerdebeklagte Hauser schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
Staatsrooht.
sers, sein an ungünstiger. Geschäftsla~ befindliches und
innügenden ltäUInen untergebrachtes lJnternehxnen
in sein eigenes, an der Hauptverkehrsader gelegenes Haus
zu verlegEm und dort zu entwickeln, sehr wohl als triftiger
Grund
betrachtet werden. Der Beschwerdeführer bean-
standet freilioh die Annahxne der Justizdirektion, dass die
GeschäftsriiUIne an der Obergasse ungenügend seien und
eine Entwicklung des Geschäfts nicht zulassen., Indessen
handelt es sich dabei
UIn' die Würdigung tatsächlicher
Verhältnisse auf Grund eines Augenscheins. Dass diese
Würdigung sohlechthin
. unhaltbar sei, vermögen die Aus-
führungen des Beschwerdeführers
nicht darzutun.
Vertretbar
und keineswegs willkürlich ist auch die
Annahxne derJustiZdirektion, Hauser habe seinen RaUIn-
bedarf nicht spekulativ verursaoht. Der Kauf einer in
besserer Geschäftslage befindliohen Liegenschaft' und die
Verlegung
des Betriebes dorthin kann sehr wohl als
normaler gesohäftlicher
Vorgang ohne spekulativen Cha
rakter betrachtet werden (lJrteile des Bundesgerichts vom
10. Oktober 1946 i. S. Eggli und vom 4. Dezember 1947
gerichtlichen&ohtsprechung dürfe, wenn' essioh um
Geschäftsräume handle, Eigenbedarf im Sinne von' Art.
5lit. bBMW nioht schon beim Vorliegen triftiger Gründe'
für die Beanspchung der RäUIne' bejaht werden; er
setze ein . dringendes Bedürfnis voraus. Das trifft jedoch
nicht zu.
Das Bundesgericht hat nie verlangt, dass an den
Eigenbedarf von GeschäftsräUInen ein strengerer Masstab
als an denjenigen von· Wohnungen angelegt werden
müsse ; es hat lediglioh erklärt, es sei nicht willkürlich,
wenn der
Eigenbedarf an GeschäftsräUInen in der Weise
besohränkt werde, dass
bei einer Erweiterung des -Ge-
schäftsbetriebes ein « Benötigen» im Sinne von Art. ,5
lit. b BMW nur dann angenommen werde" wenn ein
dringendes Bedürfnis IUr die Erweiterung nachgewiesen
werden könne (BGE
73 I 184/85). Auch die Züroher
Rechtsgleichheit (Rechtsvenveigerung). N0.2.
Justizdirektion hat, wie sie in" der Beschwerdeantwnrt
ausführt und dem Bundesgericht aus anclern Fällen
bekannt is, nie allgemein erklärt, dass Eigenbedarf an
GesohäftsräUInen ein dringendes Bediirlnis voraussetze,
sondern
hat lediglloh angenommen, dass sich die An1egung
eines etwas strengeren
Masstabes in denjenigen Fällen
reohtfertige,
in denen sioh entweder ein kapitalkräftiges
lJnternehmen duroh die
Errichtung. vo:y. Filialen auf
Kosten kleinerer lJnternehmungen ausde!n;len möohte oder
in, denen Wohnungen zu Geschäftszwecken beansprucht
werden. Diese Voraussetzungen treffen
im vorliegenden
Falle
nicht zu. Die Justizdirektion hat sich somit durch
die Bejahung des Eigenbedarfs nicht mit ihrer Praxis,
geschweige
denn mit der bundesgerichtlichen &chtspre
J
chungin Widerspruoh gesetzt" sondern hat von dem ihr
zustehenden Ermessen Gebrauch gemacht.
3. --' War ,die Kündigung nach Art. olit. b BMW wegen
Eigenbedarfs des Vermieters gereohtfertigt, so war die
Einsprache dagegen abzuweisen
ohne Itücksicht daraUf,
welche Folgen dies für den Mieter hat, also auch. dann,
-weiln die daraus für ihn entstehenden Nachteile die Vor-
,
teile überwiegen, die sich der Vermieter mit der Kündigung
versohafft;
eine Interesaenabwägung im Sinne von Art.
4 BMW hatte nioht stattzufinden.
Demnach erkennt das Bundesgericht :
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Arr~t du :; Dian 1948 dans la cause Dame lobincontre
Universo S. A. et NeuehiteI, . Commission canioriale da recuurs
pour les mesures contra la pennrie de logements.
PenuN de logements. AdF du 15 octobre 1941.
Sous reserve de l'abus de droit, le baillilUr qui a besoin de locaux
dans sa maison pour lui-meme ou pour ses proches peut donner
conge non seulement au locataire dont l'appartement lui est
necessaire mais aussi a UIi 'autre locataire si c'est p6Ur mettre
son appartement a la disposition du premier en OOhange de
celui qui va Iui etre repris. ~
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