Rehabilitation for convictions under surviving cantonal criminal law

BGE 71 IV 54Recueil officiel du Tribunal fédéral (ATF) / Volume IV2 févr. 1945

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Résumé

The Kassationshof held that Art. 338 StGB does not transfer rehabilitation of convictions based on cantonal criminal law to federal law when that cantonal law has not been repealed by the Criminal Code. For offenses remaining within cantonal legislative competence under Art. 335 StGB, the general part of the Criminal Code, including its rehabilitation provisions, does not apply. The applicable rehabilitation law therefore remains cantonal, even for older convictions in those fields.

Regest

Art. 338 StGB; rehabilitation of convictions based on cantonal criminal law that has not been repealed by the Swiss Criminal Code; rehabilitation remains governed by cantonal law. The term "bisherige Strafgesetze" in Art. 338 StGB covers only former provisions regulating matters now subject to federal criminal law, not those left to the cantons under Art. 335 StGB. For such reserved cantonal offenses, the general part of the Criminal Code, including Arts. 76 ff. StGB on rehabilitation, is inapplicable. Consequently, convictions entered before or after the entry into force of the Criminal Code in this field continue to be rehabilitated under the relevant cantonal rules (consid. 1).

Texte intégral

Strafgesetzbuch. N° 13. 13. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 2. Februar 1945 i. S. Plflss gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau. Art. 338 StGB. Wenn das kantonale Recht, auf Grund dessen die Verurteilung erfolgt ist, durch das Strafgesetzbuch nicht aufgehoben worden ist, richtet sich die Rehabilitation weiter- hin nach kantonalem Recht. Art. 338 CP. Lorsque le droit cantonal en vertu duquel la con- damnation a ete prononcoo n 'a pas ete abroge par le Code penal suisse, la rehabilitation continue d'etre regie par le droit cantonal. Art. 338 OP. Quando il diritto cantonale, in applicazione del quale venne pronunziata la condanna, non sia stato abrogato dal Codice penale svizzero, Ja riabilitazione e ugualmente retta dalle disposizioni cantonali. Aus den Erwägungen : Gemäss Art. 338 StGB richtet sich die Rehabilitation nach den Bestimmungen des Strafgesetzbuches auch bei Urteilen, die auf Grund der bisherigen Strafgesetze gefällt worden sind. Unter den bisherigen Strafgesetzen sind nur diejenigen verstanden, welche Materien beschlagen, die heute dem eidgenössischen Recht unterstehen, nicht auch jene, die gemäss Art. 335 StGB unter der kantonalen Gesetzgebung geblieben sind. Denn für das den Kantonen vorbehaltene Strafrecht gelten die allgemeinen Bestim- mungen des Strafgesetzbuches (I. Buch) nicht, also auch nicht dessen Bestimmungen über die Rehabilitation (Art. 76 ff.). Wenn aber die Rehabilitation nach eidge- nössischem Recht nicht möglich ist bei Urteilen, die seit dem Inkrafttreten des Strafgesetzbuches auf Grund des weiter geltenden kantonalen Rechts erlassen worden sind, kann sie ebensowenig möglich sein, wenn das Urteil in diesen Rechtsgebieten schon vor dem Inkrafttreten des Strafgesetzbuches ergangen ist. Bei diesen Urteilen bleibt wie bei jenen das kantonale Recht für die Rehabilitation massgebend. Dabei hat nach bekanntem Grundsatze (BGE 69 IV 2ll) als kantonales Recht auch das eidgenös- Verfahren. No 14.

sische zu gelten, wenn es kraft kantonalen Gesetzgebungs- aktes anwendbar ist, wie das in den meisten Kantonen für den allgemeinen Teil des Strafgesetzbuches zutrifft. II. VERKEHR MIT LEBENSMITTELN COMMERCE DES DENREES ALIMENTAIRES Vgl. Nr. 4 und 5. -Voir nos 4 et 5. III. VERFAHREN PROCEDURE 14. Entscheid der Anklagekammer vom 2. Februar 1945 i. s. Sigg gegen Staatsanwaltschaften der Kantone Zftrleh und Basel-Stadt.

  1. Art. 264 BStrP (Art. 168 OG), Art. 351 StGB. Im Falle eine negativen Gerichtsstandskonßiktes unter Behorde:i;i verschiedener Kantone haben diese von Amtes wegen den Genchntand, ?-urch die Anklagekammer bestimmen zu lansen. Tun sie es nicht, so darf der Anzeiger, der Privatstraf- klägnr oder der Beschuldigte die Anklagekammer zum Ent- scheid anrufen.
  2. Art. 346 Abs. 2 StGB. a) Ist die strafb Handlng an mehreren Orten ausgeführt W ?.rde , so gilt der Gerichtsstand der Prävention ohne uckswht darauf, an welchem Orte die wichtigere Aus- ffi?.rungshandlung vorgenommen wurde. b) Die pnte:such-tnng gil.t schon da als angehoben, wo die Anzeige emgereicht wird, auch wenn die Behörde sie von der Hand weist.
  3. Art. 349 Abs. 2 StGB. Mittäterschaft bei Betrug.
  4. Art. 264 PPF (art. 168 OJ), art. 361 OP. n ,ca.s de conßit negatif de competence entre autorites de drfferents cantons, celles-ci doivent d'office faire designer Ie for par la Chambre d'accusation. Si alles ne le font pas, Ie

Mots-clés

rehabilitationcantonal criminal lawSwiss Criminal Codefederalismscope of application