Art. 55 lit. b OG; requirements of the appeal request in civil appeals. The appellant must formulate a substantive prayer enabling the Federal Court to decide the case on the merits. A request that merely seeks annulment of the cantonal judgment and remand to the lower court is insufficient, unless remand is indispensable because the Federal Court could not itself decide even under the appellant's legal view. Under the revised OG, this exception is to be applied restrictively. A main prayer referring only to the cantonal submissions does not satisfy the statutory requirement; a subsidiary remand request cannot replace the missing substantive prayer.
Pro echt. N° 87. Las defenderesses ont recouru en reforme en reprenant leurs conclusions. OonsiiUrant en droit: D'apres l'art. 48 OJ, le recours en reforme n'est en prin- cipe recevable que contre les decisions des autorites supremes des cantons. Contre les d6cisions des tribunaux inferieurs, il est recevable seulement : a) s'lls ont statue ( en derniere instance, mais non comme juridiction cantonale unique , b) s'ils ont statue comme juridiction cantonale unique prevue par le droit federal. 11 est clair que la seconde de ces hypotheses n'est pas realisee, aucune disposition de droit federal ne prescrivant de juridiction cantonale unique 'dans les contestations entre heritiers au sujet da l'attribution d'un domaine agricole. Mais la premiere ne l'est pas non plus. D'apres le Message du Conseil federal (p. 27), elle est celle dans laquelle le tribunal qui a rendu le jugement, bien que n'etant pas l'autorite supreme du canton, acependant juge en qualite de juridiction de seconde in.stance sur un recours interjete contre un jugement d'une juridiction d'un degre encore inferieur ou du moins subordonnee a elle dans la mati( re' dont il s'agit. Or, en l'espece, le Tribunal de Boudry, qui n'est pas l'autorite supreme du canton, a statue non pas eomme juridietion de recours mais en premier et dernier ressort (cf. art. 2 eh. 17 de la loi d'introduetion du code civil suisse). On pourrait, il est vrai, se demander si du fait que les decisions des tribunaux de distriet peuvent faire l'objet d'un recours en cassation au Tribunal cantonal pour fausse application de la loi ou erreur de droit )) (cf. art. 393), on ne devrait pas eonclure quele Tribunal de Boudry n'a pas tranche comme juridiction cantonale unique. La ques- tion doit toutefois etre tranch6e par la negative, car une teIle voie de recours, qui ne peu,t conduire qu'a la cassation et non pas a la reforme du jugement (cf. art. 401), ne Prozessrooht. N° 88. 185 saurait etre consideree comme UD recours ordinaire au sens de l'art. 48 a1. 1 OJ (cf. 63 II 104). Le Tribunal federal prononce : Le recours est irrecevable. 38. Urtell der 11. Zivilabteilung vom 18. September 1945 i. S. Meyer gegen Guggenheim. Art. 55 lit. b de8 neuen OG. Bildet das (Eventual-)Begehren um Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Rückweisung der Sache an die Vormstanz einen genügenden Berufungsantrag ? Art. 55 Zettre b nou'IJ. OJ. Des conclusions subsidiaires en annulation du jugement attaque et au renvoi de la cause a. la juridiction cantonale suffisent-elles pour la recevabiIite du recours ? Art. 65 lett. b della nuova OGF. La domanda subordinata ehe tende all'annullamento della sen- tenza impugnata e al rinvio della causa alla giurisdizione cantonale basta per la ricevibiIita. deI ricorso ? Auf Grund von Fristansetzungen des Betreibungsamtes Zürich 1 verlangte der Kläger unter Berufung auf einen ihm zustehenden Eigentumsvorbehalt beim Richter die Aberkennung des Retentionsrechtes der Beklagten an einer Anzahl von Gegenständen, die die Beklagten für mehrere Forderungen an ihre Mieterin Frau Schaub hatten in Retentionsverzeichnisse aufnehmen lassen. Das Ober- gericht des Kantons Zürich hat mit Urteil vom 10. April
das Retentionsrecht der Beklagten für zwei dieser Forderungen aberkannt, im übrigen dagegen die Klage (soweit sie nicht gegenstandslos geworden war) abgewiesen, und zwar in erster Linie mit der Begründung, der Eigen- tumsvorbehalt sei wegen unrichtiger Angabe des Ver- au,sserers im Registereintrag ungültig. Gegen diesen Entscheid hat der Kläger die Berufung an: das Bundesgericht erklärt mit dem Antrag auf voll- umfängliche Gutheissung der Klage unter K. E. F.
186 Prozessrecht. N° 38. bezw. Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils soweit die Klage damit abgewiesen wurde, unter Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Ausfällung eines neuen Ent- schnides im Sinne der folgenden Erwägungen . Das Bundesgericht zieht in Erwägung : Die beiden durch das Wort ( beziehungsweise verbun- denen Teile des Berufungsantrages stehen zueinander im Verhältnis von Haupt-und Eventualantrag. Dies wird namentlich durch den Schlussabsatz der Berufungsbe- gründung bestätigt, wo der Kläger die Fällung eines neuen Urteils entsprechend seinen Anträgen oder die Rückwei- sung der sache an die Vorinstanz zur Beweisergä,nzung verlangt. Das Hauptbegehren, die Klage sei vollumfänglich gut- zuheissen; bildet nach Art. 55 lit. b OG: keinen genügenden Berufungsantrag, da es sich in einem Hinweis auf im kan- tonalen Verfahren gestellte Anträge erschöpft (BGE 71 II 33). Ebensowenig genügt das Eventualbegehren den Anfor- derungen von Art. 55lit. bOG. Der Antrag, das angefoch- tene Urteil sei aufzuheben, soweit die Klage damit abg wiesen wurde, lässt nur in Verbindung mit den im kanto- nalen Verfahren gestellten Anträgen erkennen, in welchen Punkten der weitergezogene Entscheid angefochten wird, und enthält keine Angabe. darüber, :welchen neuen Sach- entscheid das Bundesgericht nach der Meinung des Klä- gers fällen soll. Was das weitere Verlangen nach Rück- weisung der Sache an die Vorinstanz betrifft, so hat das Bundesgericht unter der Herrschaft des frühern OG (Art. 67 Abs. 2 dieses Gesetzes) in ständiger Rechtsprechung erklärt, ein bIosseI' Rückweisungsantrag genüge nur unter der Voraussetzung, dass es in der Sache selbst auch bei Zugnndelegung einer für den Berufungskläger günstigen Rechtsauffa,ssung ohne vorangegangene.Rückweisuug nicht zu dessen Gunsten entscheiden könnte (BGE 42 II 70, 242, 44 II 106, 59 II 191). Das neue OG, das die Anforderungen an den Berufungsantrag verschärft hat, lässt eine Milderung
dieser Praxis nicht zu. Der Kläger nimmt nun, wie sein (prozessual freilich ungenügender) Hauptantrag zeigt, sel- ber nicht an, dass im vorliegenden Falle die Rückweisung im erwähnten Sinne unerlässlich gewesen wäre. Das Bun- desgericht hätte, wenn es der Rechtsauffassung des Klägers gefolgt wäre, mindestens über die in erster Linie zu prü, fende Frage nach der Gültigkeit des Eigentumsv-ürbehaltes einen Entscheid zu seinen (des Klägers) Gunsten treffen können, ohne vorerst eine Aktenergänzung zu veranlassen. Der Rückweisungsantrag des Klägers kann also den feh- lendenSachantrag nicht ersetzen. Demnach erkennt das Bundesgericht : Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 39. UneU der I. Zivilabteilung vom 18. September 1945 i. S. Eheleute Dr. Hobi-Gisi gegen Dr. Hengge. Anschlussberufung. Berechnung der Frist für deren Erhebung; Art. 59 Abs. lOG. Recours joint. Calcul du delai, art. 59, al. ler OJ. Rioorso adesivo. Calcolo deI termine, art. 59 cp. 1 OGF. Nach Art. 59 Abs. 1 OG ist die Anschlussberufung bin- nen 10 Tagen vom Eingang der in Art. 56 OG vorgeschrie- benen Anzeige der Berufung an einzureichen. Da diese Anzeige dem Vertreter des Klägers am . 21. März 1945 zugegangen ist, lief die Frist für die Anschlussberufung am 31. März ab. Die vom Kläger erst mit der Antwort auf die Berufung erhobene Anschlussberufung ist daher verspätet. Dass der Kläger infolge der auf das Verfahren vor dem Kassationsgericht zurückzuführenden Aussetzung des Be rufungsverfahrens (Art. 57 Abs. lOG) von der Beruflillgs- begründung erst nach Ablauf der Frist für die Anschluss'" berufung Kenntnis erhielt, ist ohne Bedeutung. Denn er hatte lediglich seine Anträge zu stellen, ohne sie vorerst begründen zu müssen. Die Begründung -aber nur diese - hatte vielmehr nach Art. 61 Abs. 3 OG in Verbindung mit