Art. 267 CC; Art. 56 ff. OG, Art. 86 OG: Die Bewilligung der Kindesannahme ist eine vormundschaftsähnliche, im kantonalen Recht der Bezeichnung und Ordnung nach überlassene Angelegenheit. Zulässig ist zwar nach kantonalem Recht eine Mitwirkung einer vorgesetzten Behörde und gegebenenfalls auch die Beschwerde Dritter an diese. Die Weiterziehung eines solchen Entscheides an das Bundesgericht ist jedoch mangels ausdrücklicher bundesrechtlicher Anfechtbarkeit ausgeschlossen; die Kindesannahme bildet keinen Zivilrechtsstreit im Sinne der Berufungsordnung. Eine bundesgerichtliche Überprüfung kommt nur in ausdrücklich vorgesehenen Fällen oder in einem eigenständigen Zivilprozess über den Bestand der Adoption in Betracht.
Markenschutz. N0 32. elements verbaux da deux marques mixtes, aussi bien que quand il s'agit de marques uniquement verbales, c'est leur. effet auditif. et visuel, le premier l'emportant d'ai1:leurs sur le second, car c'est le son du mot qui en general demeure dans la memoire de l'acheteur (RO 56 II 225 et les arrets cites). Or les deux dernieres syllabes de la marque de la recourante, fi-dor , sonnent exacte- ment comme la marque Figor ; la difference de la consonne intermediaire est sans importance. En ce qui concerne ces deux syllabes, le risque de coDfusion est donc certain. La syllabe initiale Ca ne suffit pas pour les distinguer. Comme c'est en Suisse romande que les deux maisons concurrentes sont etablies et y ont sans doute leur principal debouche, il y a lieu de tenir compte tout d'abord du fait qu'en franc;ais les mots comme Fi- gor et Ca:6.dor ont l'accent sur la derniere syllabe et non sur la premiere, de sorte que la syllabe ca n'a pas un pouvoir distinctif tras marque. D'autre part, comme 1a recourante l'admet elle-meme dans son memoire de recours,cette syUabe n'a pas davantage de signifi- cation propre et donnerait meme a penser qu' elle a eM choisie simplement pour eveiller, par combinaison avec la syllabe suivante, l'idee dU: produit, ce qui n'est pas non plus de nature A renforcer ce pouvoir. Tout au contraire, pourrait-on dire, car, quand on passera une commande, on demandera selon le cas ou un paquet de cafe Figor ou Un paquet de Cafidor , et l'on ne songera vraisem- b1ablement pas a dire un paquet de cafe Cafidor , parce que la ombinaison de Ca-fi determine dejA 1a naturede 1a marchandise. C'est avec raison par consequent que les premiers juges ont admis 1e risque de confusion des deux marques et qu'ils ont fait droit aux conclusions principales de la demande. Peu importe que, comine 1e pretend la recou- rante, la confusion ne se soit pas encore produite. TI est de jurisprudence constante, en effet, que 1a possibiliM d'une confusion suffit pour interdire l'usage d'nne marque (RO 40 II 287/8). I. EINLEITUNG ZUM ZGB. TITRE PRELIMINAIRE DU ce. VgL r. 39. Voir N° 39. H. PERSONENRECHT DROIT DES PERSONNES VgI. Nr. 44. -Voir n° 44. III.FAMILIENRECHT DROIT DE LA FAMILLE 33. Urteil der n. Zivilabteilung vom 4 .Juli 1944 i. S. .Jakolt-Seheidegger gegen Einwohnergemeinderat Huttwil und Genossen.
Be1Wrdliehe Enng zur Kindeaannahme (Art. 267 ZGB). AlJiällige Mitwirkung einer vorgesetzten l3ehörde nach kan- tonalem Recht. Kann au.ch eine Beschwerde von Drittper- sonen an die vorgesetzte Behörde zugelassen werden? Jeden- falls ist die Weiterziehung des Entscheides dieser Behörde an das Bundesgericht (mit Berufung oder zivilrechtlicher Beschwerde) au.sgeschlossen. Art. 56 fi., 86 OG. Adoption. Approbation de l:autoNM (art. 267 CO). TI appartient aux Cantons de prevoir l'intervention d'u,ne seconde au.torite hie- rarchiqu.ement su,perieu.re a Ja premiere. Un tiers a-t il qualite pour interjeter un recours a l'autorite su.p6rieure ! 11 ne peu. t en tout cas pas recourir au Tribunal federa!. ni par Ja voie du recours enreforme, ni par celle du recou.rs de droit civil, contra la dooision de l'au.toriM sup6rieu.re. (Art. 56 et su.iv. et 86 QJ.) 13 AB 70 11 -1944
Familienrooht. N° 33. Adozione. Autorizzazione: deU'aJUitorita (art. 267 CC). Spetta ai Cantoni di prevedere l'intervento d'una seconda autorita superiore aHa prima. Un terzo ha. veste per ricorrere all'auto- ritä. superiore f Non 'puo comunque ricorrere al Tribunale i'ederale controla decisione dell'autorita superiors, ne mediante ricorso in appello, ne mediante ricorso di dlritto civile (art. 56 e seg. ; 86 OGF): A. -Die Rekurrentin wurde von den Eheleuten Scheidegger-Bösiger in Huttwil auf erzogen und im Jahre 1912 adoptiert. Nach dem Tode seiner Ehefrau verhei- ratete sich der Adoptivvater im Alter von 76 Jahren mit einer Witwe. Im August 1942 adoptierte er deren Tochter Hanna. B. -Als die Rekurrentin im Oktober 1942 davon erfuhr, focht sie die vom Einwohnergemeinderat Huttwil hiezu erteilte Ermächtigung auf dem Beschwerdeweg an : Weder habe Johann Scheidegger der Stieftochter Hanna Fürsorge und Pflege erwiesen, noch liege ein sonstiger triftiger Grund zu deren Adoption vor. Diese Massnahme erkläre sich vielmehr nur als Akt der Rache ihr selbst gegenüber, mit dem Zweck, sie in ihren Erbanwartschaf- ten zu beeinträchtigen. O. -Der Regierungsstatthalter schützte die Beschwerde und hob den Ermächtigmlgsbeschluss des Einwohner- gemeinderates auf. Auf dessen Rekurs und nach An- hörung des Johann Scheidegger und der zweiten Adop- tivtochter Hanna wies dann aber der Regierungsrat des Kantons Bern am2!. April 1944 'dieBeschwerde der ersten Adoptivtochterab. D. -Diese hat gegen den Entscheid des Regierungs- rates Berufung (neben staatsrechtlicher Beschwerde) ein- gereicht. Das B'lI/rtdksgeriCkt ziekCinErU;ägung :
zuprüfen. Ausserdem darf die Ermächtigung nur daD.ner teilt werden, wenn der Annehmende dem Kinde Fürsorge und Pflege erwiesen hat oder. andere wichtige Gründe vorliegen, und dem Kinde aus der Annahme kein Nachteil entsteht. Die Bezeichnung der zuständigen Behörde steht dem kantonalen Rechte frei (Art. 54 des Schlusstitels des ZGB). Es braucht nicht wie nach Art. 292 des Vorent-: wUrfes die Regierung zu sein. Nichts steht entgegen, die. Mitwirkung einer vorgesetzten Behörde vorzuschreiben, so dass allenfalls der Beschluss der ersten Behörde nur die Bedeutung eines :Antrages hat. Darum handelt es sich hier jedoch nicht. Vielmehr hat die Rekurrentin, nachdem sie zufällig (auf Anfrage) von der Ermächtigung vernommen, ein Recht auf Anfechtung oder -wenn man den Ermächtigungsbeschluss als rechtskräftig an,,: sieht. -auf Widerruf oder nachträgliche Aufhebung der Ermächtigung und damit der Kindesannahme in An., spruch genommen. .. Ob ein solches Vorgehen einer Drittperson sich mit der Ordnung der Kindesannahme im ZGB vereinbaren lässt,.kann dahingestellt bleiben ; ebenso, ob der Ermäch- tigungsbehörde oder einer ihr vorgesetzten Behörde zustellt, nachträglich die Ermächtigung zu widerrufen oder aufzuheben, sei es auf Antrag einer daraninteres,o sierten Person oder von Amtes wegen. Wie dem auch sei, undin welchem Sinne der Entscheid des Regierungs- rates ergangen sein möge, ist die Berufung an das Bundes- gericht ausgeschlossen. Es liegt kein Zivilrechtsstreit im Sinne der Vorschriften über die Bertifung (Art. 56 ff. OG) vor. Die Aufgabe der in Art. 2 )7 ZGB vorgesehenen Behörde hat Muptsächllch vormundschaftlichen Charak- ter (BGE 50 1274). Die Beschwerde gegen ihren Beschluss stellt sich lUcht als Einleitung eines Zivilrechtsstreites dar, im Unterschied etwa zu dem wenngleich vor Ver- waltungsbehörden ausgetragenen Streit zwischen Bluts- verwandten über Unterstützungsansprüche nach Art.
Fruniliellrooht. N0 33. 3.28 11. ZGB (BGE 58 II 443). Noch weniger lässt sich beim Einschreiten der Behörde von Amtes wegen von einem Zivilrechtsstreite sprechen. Dagegen liegt allerdings eine Zivilsache im weitern Sinrle vor. Solche Fälle, insbesondere im Gebiete des Vormundschaftsrechtes, unterliegen aber der Weiter- ziehung an das Bundesgericht -auf dem Wege der zivilrechtlichen Beschwerde -nur in den aundrücklich vorgesehenen Fällen. Art. 86 OG berücksichtigt die Kindesannahme nicht, entgegen den Entwürfen insbe- sondere demjenigen des Bundesrates mit Botschaft vom tl. Mai 1911 (Bundesblatt 1911 III 6011., 79 H.). Bei der , Beratung des Gesetzes wurde gefunden, in dieser Materie (wie auch noch in andern von den Entwürfen einbezoge- nen) bestehe kein Bedürfnis, .dieWeiterziehung an das Bundesgericht zuzulassen (Stenographisches Bulletin der Bundesversammlung, 1911, Nationalrat .27.2-273, Stände- rat 138). . Nicht ausgeschlossen ist freilich, dass das Vorliegen einer gültigen Adoption Gegenstand der Entscheidung in einem eigentlichen Zivilrechtsstreite wird : etwa' als Vor- frage; wobei nicht nur an die Aufhebungsklage nach Art . .269 ZGB zu denken ist, oder auch als Hauptfrage in einemStatusprozesse, der eben auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens einer gültigen Adoption geht. Eine solche Klage liegt aber hi !r nicht vor, weshalb auch nicht zu prüfen ist, ob die Rekurrentin zu deren Erhebung legitimiert wäre. Dem'flßfJk, erkennt da8 BUMesgerickt : Auf die Berufung wird nicht eingetreten.