BGE 68 IV 79
BGE 68 IV 79Bge29 oct. 1941Ouvrir la source →
78 Strafgesetzbuch. No 14.
-o'est-a-dire sous le ·oh. 2 qui traite du patronage -est
que les motifs de l'ootroi du sursis determinent la oonduite
a imposer au delinqunt pendant le delai d'epreuve. En
revanche l'obligation de motiver le refus du sursis resulte
des principes generaux
de la procedure penale fMerale.
Des
le moment qu'une telle· dOOision peut etre attaquee
pour violation du droit federal, il faut que l'autorite char-
goo d'assurer l'application uniforme de ce droit puisse
remplir
sa mission. Elle ne pourra le faire que si le refus
est suffisamment motive pour qu'elle puisse se rendr
oompte comment la loi a ete appliquee. S'il n'est pas
motive du tout ou ne l'est pas a satisfaction, la Cour de
cassation doit appliquer l'art. 277 PPF (RO 50 I 353 ;
37 I 108). En regle generale, le refus du sursis fera l'objet
d'un considerant topique: lä tribunal de repression ne
pourra s'en dispenser que si les raisons du refus ressortent
a l'evidence des autres motifs du jugement.
5. -En l'espece, le Tribunal de la Gruyere a refuse
le sursis « vu la gravite des faits retenus a la charge d'Ida
Tornare ». La Cour de oassation oantOnale interprete ce
considerant
en ce sens que le Tribunal n'aurait pas fait
allusion a la gravite de l'infraction prise thooriquement,
mais a la gravite du cas partioulier, tiree de l'ensemble
des ciroonstances de la cause. :Mais l'üne et l;autre de ces
interpretations sont incompatibles aveo la raison d'etre
du sursis.
La gravite d'une infraction, prise d'une maniere abstraite
et telle que la definit la partie speciale du oode, est un ele-
ment dont le Iegislateur a tenu oompte pour fixer les
conditions objectives du sursis. S'il n'a exclu ce benefice
que pou,r les infractions punies de la reclusion, le juge ne
saurait le faire de son cöte pour teile categorie d'infrac-
tions
frappees simplement d'emprisonnement ou d'a.rrets.
Quanta la gravite de l'infraction in casu, elle est mesuree
par la peine prononcee. Or le legislateur a aussi regle
l'infiuence
de la gravite partiouliere de l'infraction sur le
sursis,
en :fixant a un an le maximum de l'emprisonnement
Strafgesetzbuch. No 15.
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qui permette encore l'octroi dec cette faveur. Le juge ne
peut abaisser cette limite.
La Cour de cassation cantonale laisse entendre que sous
les
mots de« gravite des fäits », le Tribunal de la Gruyere
a voulu faire
etat de circonstances particulieres et indivi-
duelles
du cas qui justifieraient le refus du sursis. Cela serait
en soi legitime. Mais rien dans le jugement ni meme dans
le dossier ne pennet 8. la Cour de ceans de voir quels
seraient
oes motifs particuliers et de dire que les juges du
fait n'ont pas refuse le sursis a tort et en se fondant uni-
quement
sur les considerants errones ci-dessus. Les
oonditions objectives du sursis etaient remplies. Nulle
part le jugement ne s'exprime sur l'effet preventif du sursis
eu 6gard aux anteoMents et au caractere de la oonda.mnee.
Le reoours doit en consequence etre admis et la cause
renvoyee a la juridiction oantonale qui -en s 'inspirant
des considerants du present arret -statuera a nouveau
sur l'octroi ou le refus du sursis.
Par ces motifs, le Tribunal federal
admet le pourvoi, annule l'arret attaque et renvoie la
oouse a la juridiction cantonale pour nouveau jugement.
15. Urteil des Kassationshofes vom 19 . .Juli 1942 i. S. Högger
gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Zilrleh.
Art. 41 Ziff. 1 StGB. Der bedingte Strafvollzug darf nicht aus
bestimmten im Gesetz nicht genannten Gründen allgemein
verweigert werden.
Art. 41 eh. 1 CP. Le sursis ne doit pas etre refuse d 'u,ne maniere
gtrlhale pour des motifs determines non enonces dans la. loi.
Art. 41 cifra 1 CPS. La sospensione ?O!ldizionae n?n puo ess
rifiutata in modo generale per mot1vi determmat1 non preVtSti
nella legge.
A. -Am 30. April 1942 verurteilte die III. Kammer A
des Obergerichts des Kantons Zürich Paul Högger wegen
Widerhandlung gegen
Art. 2 Abs. 1 des BRB vom 6. Au-
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Strafgesetzbuch. N• 15.
gust 1940 über Masa.hmen gegen die kommunistische
und anarchistische Tätigkeit zu drei Wochen Gefängnis,
weil er vom März bis Ende Juli 1941 wiederholt kleinere
und grössere Mengen kommunistischer Schriften und
Zettel zu Propagandazwecken entgegengenommen, auf-
bewahrt und weiterverbreitet, soohsmal an Sitzungen
kommunistischer Zellen teilgenommen
und seine Wohnung
dreimal
zu solchen Sitzungen zur Verfügung gestellt hatte.
Den bedingten Strafvollzug versagte sie ihm mit der
Begründung, aus seiner ausserordentlich starken Betäti-
gung im Rahmen der kommunistischen Organisationen
und Ersatzorganisationen während mehrerer Monate müsse
gefolgert werden, dass Högger
.Anhänger der kommuni-
stischen Weltanschauung sei. Seine
Gesinnung sei Beweg-
grund seiner Verfehlungen, Wie die grosse Zahl seiner im
Interesse des Kommunismus begangenen Vergehen und
seine intensive Beteiligung an der kommunistischen Schu-
lungs-
und Bildungsarbeit schliessen liessen. Für eine
Gesinnungsänderung lägen bei ihm keine Anhaltspunkte
vor.
Daher sei es sehr unwahrscheinlich, dass eine bloss
bedingt
zu vollziehende Strafe genügen würde, ihn von
weiteren ähnlichen Vergehen abzuhalten. Immer dann
wenn die Gesinnung des Täters der alleinige oder doch
überragende Beweggrund einer
strafbaren Handlung sei
und nichts dafür vorliege, dass der Täter die betreffende
Gesinnung
aufgegeben oder sich 'doch so weit von ihr
distanziert habe, dass er auf eine aktive Betätigung für
ihre Verwirklichung verzichte, könne nach Vorleben und
Charakter des Verurteilten nicht erwartet werden, dass
er durch den bedingten Strafvollzug von weiteren Ver-
brechen oder Vergehen abgehalten würde.
B. -Paul Högger erklärte rechtzeitig die Nichtigkeits-
beschwerde.
Er beantragt Aufhebung des erwähnten
Urteils, soweit es ihm den bedingten Strafvollzug ver-
weigere,
und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu
neuer Entscheidung.
Er erblickt eine Verletzung der
.Art. 41 StGB und 335 BStrP darin, dass die Vorinstanz
Strafgesetzbuch. N• 15.
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für alle Gesinnungsdelikte und somit unter _aderem all-
gemein für Widerhandlungen gegen dn BRD vom 6. Au-
gust 1940 über Massnahmen gegen die kommunistische
und anarchistische Tätigkeit, welche ja in der Regel auf
die Gesinnung des Täters zurückzuführen seien, den
bedingten Strafvollzug nicht gewähren wolle.
0. -Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich bean-
tragt Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde.
Der Kassationshof zieht in Erwägung :
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Strafgesetzbuch. No lli.
in die Erwägungen übr die Unzulässigkeit des bedingten
Strafvollzuges einbezie?-en
will, muss er immer individuell
prüfen, ob sie im betreffenden Falle auch tatsächlich die
Verweigerung des bedingten
Strafvollzuges rechtfertige.
Der Kassationshof hat es denn auch unter der Herrschaft
des Art. 335 BStrP z. B. als unzulässig bezeichnet, für das
Führen eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem Zustande
allgemein
den bedingten Strafvollzug zu versa.gen (BGE 63
I 264).
2.
Im Ergebnis hat nun aber die Vorinstanz dem
Beschwerdeführer den
bedingten Strafvollzug nicht unbe-
sehen deshalb verweigert, weil sie diese Massnahme für
Gesinnungsdelikte allgemein als unangebracht erachtet,
sondern sie
hat anhand der Umstände des konkreten Falles
untersucht, ob
nach Vorleben lind Charakter des Beschwer-
deführers zu
erwarten sei, dass er sich durch den bedingten
Strafvollzug
von weiteren Verbrechen oder Vergehen
würde abhalten lassen. Sie zog in Erwägung, dass der
Beschwerdeführer sich ausserordentlich stark und während
mehreren Monaten
in kommunistischen Organisationen
und Ersatzorganisationen betätigt, im Interesse des Kom-
munismus viele Vergehen begangen
und sich intensiv an
der kommunistischen Schulungs-und Bildungsarbeit be-
teiligt habe. Zwar
machte sie diese Überlegung, um. die
kommunistische Gesinnung des Beschwerdeführers
und
den Beweggrund seines Handelns darzutun. Im Ergebnis
zieht sie jedoch
damit aus Umständen des konkreten Falles
Rückschlüsse
auf Charaktereigenschaften des Beschwerde-
führers, welche einer bessernden Wirkung des bedingten
Strafvollzuges
nach ihrer Auffassung entgegenstehen.
Damit hat sie den Rahmen des zulässigen Ermessens nicht
überschritten.
Demnach erkennt der Kassationshof :
Die Nichtigkeitsbeschwerde wird abgewiesen.
Strafgesetzb.uch. No 16.
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16. Urteil des Kassationshofes vom 6. .Juni 1942 i. S. Plaß
gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Ztlrleb. ~
1 • Art. 122 Ziff. l,· Art. 125 Abs. 2 StGB. Begrifi der schweren
Schädigung bei Körperverletzung.
2. Art. 25 Abs. 1 MFG. Wer trotz aufgehobener Sicht (Schnee
gestöber, Blendung durch entgegenkoi:unendes Fahrzeug)
weiterfährt, handelt schuldhaft, unbekümmert darum, ob
tatsächlich ein Unfall eintritt und, wenn ja, ob er durch Dritte
mitversehuldet sei.
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