BGE 68 II 1
BGE 68 II 1Bge11 déc. 1941Ouvrir la source →
co . CP . CPC. CPF. CPP. '. CPlYt JAD LA . i LAMA LCA LF . " LP . OJ . ORI. PCF. PPF ROLF. CC CF CO CPS . Cpc • Cpp. DCC OAD LCA LCAV. LEF LF . LTM. OOF RFP StP . Code des obligations. Code penaI. :. Code de procedure civile. Code penal f~deral. Code de procedure penale. Code penal mIlitaire. Loi federale sur la juridiction administrative et disci- plinalre. . Loi federale sur la circulation des vehicules automobiles et des cycles. Loi sur )'assurance en cas de maladie OU d'accidents. Loi federale sur le contrat d'assurance. Loi federale • Loi fMeraie sur la poursuite pour dettes et la faillite. Organisation judicialre fMerale. Ordonnance sur la realisation forcee des immeubles. ProcMure civile fMeraIe. Procedure penale federale. Recueil officiel des lois-federales. c. Ahhreviazioni italiane. Codice civile svizzero. Costituzione federale. Codice delle obbligazioni. Codice penale svizzero. Codice di procedura civile. Codice di procedura penale. Decreto deI Consiglio federale concemente 1a contri- buzione federale di crisi (dei 19 gennaio 1934). Legge federale sulla giurisdizione amministrativa e disciplinare (dell'll giugno 1928). Legge federale sul contratto d'asslcurazione (dei 2 aprile 1908). Legge federale sulla citcolazione degli autoveicoli e dei velocipedi (deI 15 marzo 1932). Legge esecuzioni e fallimenti. Legge federale. Legge federale sulla tassa d'esenzione dal servizio milltare (dei 28 giugno 1878129 marzo 1901). Organizzazione giudiziaria federale. Regolamento deI Tribunale federale concernente la realizzazione forzata di fondi (deI 23 aprile 1920). Legge federale sull'ordinamento dei funzionari federaU (dei 30 giugno 1927).
2 FaIl1ilienrecht. N° 1. Ausschank geistiger Getränke und kam dabei selber je länger je mehr ins Trinken hinein. Im Jahre 1927 ging er wiederholt, im ganzen während 8 Monaten, zur Absti- nenz, wurde jedoch rückfällig und schliesslich ein Schnaps- trinker, der die Sorge für den Haushalt der Frau überliess, sie gelegentlich schlug und ihr vor Weihnachten 1940 Lebensmittel-und Haushaltsvorräte verkaufte und in Alkohol umsetzte. Am 6. Januar 1941 wurde er auf An- ordnung und Kosten der Direktion des Armenwesens des Kantons Bern in die Trinkerheilstätte « Nüchtern» in Kirchlindach zu einer einjährigen Kur versorgt. Am 2. Mai 1941 reichte Frau Liechti die Ehescheidungs- hlage gestützt auf Art. 142 ZGB ein. Der Beklagte wider- setzte sich der Scheidung und beantragte blosse Trennung. In Aufhebung des Urteils des Amtsgericl).ts von Solothurn- Lebern, das die Scheidung aussprach, hat das Obergericht des Kantons Solothurn in Anwendung von Art. 146 3 ZGB nur auf Trennung für die Dauer eines Jahres erkannt. Mit vorliegender Berufung hält die Klägerin an ihrem Scheidungsbegehren fest. In ihrem Armenrechtsgesuche bestreitet sie das Vorhandensein irgendwelcher Aussicht auf Wiedervereinigung der Parteien; sie werde unter keinen Umständen die eheliche Gemeinschaft mit dem Beklagten wieder aufnehmen. Sie habe übrigens die Mög- lichkeit, sich mit einem ehrenhaften Manne wieder zu verheiraten. Bei dieser Sachlage sei unerheblich, wie die Heilungsaussichten in der Heilstätte beurteilt werden. Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
Familienrecht. N° 2.
Klägerin sich nach der Urteilsfallung vor Amtsgericht
dem Manne gegenüber geäussert hat, sie wolle sich die
Sace noch einmal überlegen und vielleicht die Klage
zurückziehen. Für den nicht böswilligen Mann wird das
Wissen, eine Familie zu haben und in ein geordnetes
Leben zurückkehren zu können, ein Ansporn sein, sich
zu halten. Wird
ihm diese Ho:tbung genommen, so besteht
die Gefahr, dass
er sich wieder gehen lässt und rückfällig
wird. Bezüglich dergleichen persönlicher Mängel und
Fehlentwicklungen wie Trunksucht hat das Bundesgericht
wiederholt entschieden, dass sie
für den andern Eheteil
nur dann einen Scheidungsgrund bilden, wenn dieser sein
Möglichstes
getan hat, den damit behafteten Partner
wieder auf den rechten Weg zu bringen (z. B. i. S. Kühni,
9. Okt. 1941). Nachdem vorliegend der Beklagte nach
vieljähriger
Ehe zum ersten Mal eine fachmännisch geleitete
Kur durchmacht, darf auch der Frau, soviel sie schon
bis
jetzt ertragen haben mag, noch zugemutet werden,
diesen letzten, aussichtsreichen
Versuch ihrerseits mit
Geduld zu unterstützen und den Mann nicht zu verlassen,
bevor das Scheitern der Kur erwiesen ist.
Demnach erkennt das B'Unde8gericht :
Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des
Obergerichts des
Kantons Solothurn vom 11. Dezember
1941
bestätigt.
2. Urteil der 11. ZIvilabteilung vom ö. Februar 1942
i. S. Meier gegen Sehoeh.
LeiBtungen bei Scheidung. Verhältnis des Art. 151 zum Art. 152
ZGB
hinsichtlich Entsehädigungsrente (151) bezw. Unterhalts-
beitrag (Bedürftigkeitsrente, 152). Keine Kombination beider
Renten. Steht dem berechtigten Ehegatten grundsätzlich ein
Entschädigungsanspruch aus Art. 151 zu und wäre er in Form
einer Rente. zuzusprechen, die jedoch die Bedürftigkeit nicht
beheben wfude, so ist ausschliesslich eine Bedürftigkeitsrente
aus Art. 152 zu geben, die aber mit Rücksicht auf den konkur·
Familienrecht. N° 2.
11
rierenden Rechtstitel des Art. 151 angemessen höher angesetzt
werden kann. Revisionsmöglichkeit der ganzen Rente nach
Art. 153 Abs. 2.
Pre8tationtl en ca8 de dioorce. Rapports de l'art. 151 avec l'art. 152
ce touchant, d'une part la rente attribuee atitre de dedom-
magement (151), et, d'autre part, le droit ades prestations
alimentaires (rente due en raison du denuement on se trouve
l'epoux creancier, 152). Les deux especes de rente ne peuvent
etre combinees l'une avec l'autre. Lorsque l'ayant droit peut,
en principe, reclamer un dedommagement de par l'art. 151
et que le dedomma.gement doit etre paye sous forme de rente,
celle-ci ne sQffisant pas, toutefois, a tirer Ie ooneficiaire du
besoin on il se trouve, Ie juge allouera uniquement une pen-
sion alimentaire en vertu de l'art. 152, mais il pourra l'aug-
menter equitablement en raison de 180 pretention concurrente
issue de l'art. 151. PossibiliM de reviser toute Ia rente en vertu
de l'art. 153 801. 2.
Pre8tazioni in 0080 di divorzio. Relazioni tra l'an. 151 e l'art. 152 ce
circa la rendite. accordata a titolo di riparazione morale (art. 151)
e
iI diritto a prestazioni alimentari (rendita dovuta quando
l'altro coniuge si trovi in grave ristrettezza., art. 152). Le due
specie di rendita .non posono ~sere co~~ina.te ~ra ~oro .. Se
l'interessato puo m. masslma chiedere un mdemmtlt. m virtn
delI'art. 151 e se queste. gli dev'essere pagata sotto forma di
rendite. che non basterebbe tuttavia a trarlo daI bisogno, iI
giudice a.eeordera soltanto une. pensione alimentare a'sensi
dell'art. 152, ma potra aumentarla equamente a motivo della
pretesa concorrente fondata suIl'art. 151. Possibilita di rivedere
tutta la rendita in virtq delI'art. 153 cp. 2.
A. -Die Vorinstanz sprach die Scheidung der Ehe der
Parteien auf Begehren der Ehefrau in Anwendung von
Art. 142 ZGB wegen alleinigen Verschuldens des Ehe-
mannes aus, teilte das Kind Elda, geb. 1931, der Mutter
zu und verurteilte den Beklagten zu bezahlen: für das
Kind bis zu seinem vollendeten 18. Altersjahre einen
Unterhaltsbeitrag von
Fr. 70.-; an die Klägerin einen
zum voraus zahlbal'en monatlichen
Unterhaltsbeitrag
gemäss Art. 151 ZGB von Fr. 150.-für. die Dauer von
5 Jahren, beginnend mit der Rechtskraft des Urteils, und
eine Bedürftigkeitsrente gemäss Art. 152 von Fr. 50.-
für die Dauer von 10 Jahren, ebenfalls beginnend mit der
Rechtskraft des Urteils; ferner eine Genugtuungssumme
von
Fr. 2000.-und den Vorschlagsanteil von Fr. 5700.-.
Die Auseinandersetzung bezüglich des Mobiliars wurde
zum Teil
auf Grund gütlicher Einigung der Parteien
Accès programmatique
Accès API et MCP avec filtres par type de source, région, tribunal, domaine juridique, article, citation, langue et date.