BGE 67 III 77
BGE 67 III 77Bge20 déc. 1938Ouvrir la source →
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Sehuldbetreibungs. und Konkursrooht. N0 23.
que, des qu'il ast au service, le travailleur militaire est
absolument sownis a l'organisation et a la discipline de
I'armee. TI doit· payer de Ba personne aussi bien que le
soldat sous les armes, et ses chefs peuvent exiger de lui,
comme de ce
derniel', qu'il se donne tout entier a l'accom-
plissement de
sa Mche. Or c'est cet apport personnel qui
decide de l'octroi de la suspension. On n'a des 10rs pas
a distinguer ici, pas plus que pour le service militaire
ordinaire, selon qu'il y a
engagement volontaire ou appel
imperatif. Le Tribunal fedeml en a ainsi juge (RO 66 111
(9), et cela resulte actuellement de l'ordonnance du Conseil
federal du 21 janvier 1941 attenuant a titre temporaire
le regime de l'execution forcee, qui, pour la revocation
de la suspension, envisage specialement, a l'art. 20 litt. b,
le cas Oll le debiteur fait du service volontaire. La juris-
prudence n'exclut le benefice du sursis que lorsque le
service militaire
equivaut a une veritable profession.
Mais, a cet egard, on ne saurait assimiJer l'inscription
dang un detachement de travailleurs ace qu'etait l'engage-
ment dans une compagnie de volontaires affectes a la
couverture de la frontiere (cf. RO 63 III 1(8) ; il s'agissait
alors
d'une creation du temps de paix, repondant a un
besoin permanent de la defense nationale, tandis que
les compagnies de travailleurs
sont une institution essen-
tiellement provisoire,
limitee au temps de service actif ;
d'autre part, le travailleur mjIitaire peut et doit meme
quitter atout instant son detachement des qu 'il trouve
ou qu'on Iu! fournit un autre tmvail, a la difference du
soldat des compagnies frontiere qui contractait un engage-
ment de 12 mois au moins.
Par ces moti/8,
la Ohambre des Poursuites et des Faillites
rejette le recours.
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N0 24.
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24. Entscheid vom 6. Mai 1941 i. S. Marfurt.
Art. 121 VZG, wonach für eine möglicherweise von einem Nach·
lassvertrag betroffene Pfandausfallforderung abweichend von
Art. 158 Abs. 2 SchKG ein neuer Zahlungsbefehl notwendig
ist (vgl. bereits BGE 44 III 79 und 122), gilt bei Fahrnispfand
ebenso wie bei Grundpfand.
Dagegen ist Art. 121 VZG nicht anwendbar im Fall eines speziellen
Nachlassverfahrens, das, anders als Art. 311 SchKG es vor·
sieht, ungedeekte Pfandforderungen unberührt lässt: so im
Fall eines amtlichen bäuerlichen Sanierungsverfahrens nach
dem Bundesbeschluss vom 28. Sept. 1934, vorbehalten ein
ausdrücklicher Beitritt des Pfandgläubigers (Art. 37 BB).
Selon l'art. 121 ORI, lorsque Ia creance a raison du decouvert
laisse par la realisation du gage tombe sous le coup d'un con·
cordat, le creancjer gagiste ne peut, contrairement a l'art.
158 aI. 2 LP, continuer la poursuite sans notitier un nouveau
commandement de payer; cette regle (cf. dejA RO 44III 79
et 122) s'applique aussi bien en matiere de gage mobilier qu'en
matiere de gage immobilier.
En revanche l'art. 121 ORI n'est pas appIicabie dans le cas d'un
concordat special qui, a la difference de ce que prevoit l'art.
311 LP n'affeete pas la partie non couverte des creances
garantie~ ; ainsi en est·il de la procooure officielle d'assainisse·
ment agricole selon l'arrew federal du 28 septembre 1934,
sous reserve d'une doolaration formelle de participation du
creanciergagiste (art. 37 de l'arret6).
Secondo l'art. 121 RRF, quando il credito dipendente dalloscoper-
to lasciato dalla realizzazione deI pegno e inglobato in un concor-
dato il creditore pignoratizio non pUD continuare, contra·
riamnte all'art. 158 cp. 2. LEF, I'esecuzione senza la notifica di
un nuovo preeetto eseeutivo; questa regola (cfr. RU 44 III
79 e 122) si applica tanto pel pegno manuale, quanto pel pegno
immobiliare.
Inveee l'art. 121 RRF non e applicabile nel caso di un concordato
speeiale che a differenza di quanto prevede l'art. 311 LEF,
non tocca l parte non coperta dei crediti garantiti; COS1 ~
neHa procedura officiale di risanamento agricolo secondo d
decreto federale 28 settembre 1934, sotto riserva di una dichia·
razione formale di partecipazione deI creditore pignoratizio
(art. 37 deI deereto).
Am dem Tatbestand :
A. -Der Schuldner nahm im Jahre 1939 das amtliche
bäuerliche Sanierungsverfahren
in Anspruch, das am 29.
Juni 1939 durch Bestätigung des Nachlassvertrages ab-
geschlossen wurde. Später wurde gegen ihn für zwei im
Jahre 1929 eingegangene, im Juli 1939 und im Juli 1940
verfallene Schulden Betreibung auf Verwertung zweier
Schuldbriefe als
Faustpfander angehoben. Es erfolgte
78 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 24. kein Rechtsvorscplag. Die Betreibungen wurden durch- geführt. Die Verwertung ergab einen Pfandausfall von Fr. 131.20 und Fr. 319.20. B. -Der Gläubiger verlangte auf Grund der Pfand- ausfallscheine Fortsetzung der Betreibungen durch Pfän- dung im Sinne von Art. 158 Abs. 2 SchKG. Nun führte der Schuldner Beschwerde und hält daran gegenüber dem die Pfandungsbetreibungen ohne neuen Zahlungs- befehl als statthaft erklärenden Entscheide der obern kantonalen Aufsichtsbehörde vom 26. März 1941 fest. Die Begründung geht dahin, der Pfandausfall werde vom Nachlassvertrag betroffen, weshalb analog Art. 121 VZG nicht nach Art. 158 Abs. 2 SchKG ohne neuen Zahlungs- befehl für den Ausfall gepfändet werden könne. Die Sckuldbetreibungs-und Konhurskammer zieht in Erwägung : • . • . • >. • . . • • • • • Beim gewöhnlichen Nachlassvertrag nach SchKG bleibt den Pfandgläubigern unbenommen, nach Abschluss. des Verfahrens sogleich füi die falligen Forderungen Betrei- bung auf Verwertung des Pfandes anzuheben, wogegen ein Pfandausfall als Kurrentforderung unter den Nach- lassvertrag fällt, sofern die Forderung nach der Zeit ihrer Entstehung überhaupt vom Nachlassvertrag betroffen werden kann (Art. 311 SchKG). Für derartige Pfand- ausfallforderungen ist daher eine Fortsetzung der Be- treibung durch Pfandung ohne neuen Zahlungsbefehl nicht zulässig ; vielmehr muss dem Schuldner die Einrede aus dem Nachlassvertrag gewahrt werden. Das schreibt Art. 121 VZG für das Verfahren der Grundpfandver- wertung ausdrücklich vor, und ebenso muss es sich bei Faustpfandverwertung verhalten, da Art. 311 SchKG für Pfandforderungen jeder Art gilt. Hiebei macht es keinen Unterschied aus, ob die Pfandbetreibung schon vor oder erst nach dem Nachlassverfahren angehoben wurde; denn auch im letztem Falle bestand keine V ~r anlassung, die Einrede aus dem Nachlassvertrag schon Schuldbetreibungs-und Konkursreeht. No U. 711 dem Zahlungsbefehl entgegenzuhalten, da eben der Nach- lassvertrag des SchKG der Pfandbetreibung nicht entge- gensteht, sondern erst für die Geltendmachung eines Ausfalles nach durchgeführter Pfandverwertung Bedeu- tung hat (BGE 64 III 176}. Aus all dem kann jedoch der Rekurrent nichts für sich herleiten. Bei dem mit dem amtlichen bäuerlichen Sanierungsverfahren verbun- denen Nachlassvertrag gelten vom allgemeinen Recht abweichende Vorschriften. Einerseits kann für den Kapital- betrag von Pfandforderungen Betreibungsstundung ge- währt werden. Anderseits bleiben auch Kapitalbeträge, die nach der amtlichen Schätzung ungedeckt sind, vom Nach- lassvertrag der Kurrentgläubiger ausgenommen, sofern der Gläubiger diesem Nachlassvertrag nicht ausdrücklich beitritt mit der Wirkung, dass der ungedeckte Kapital- betrag durch Zahlung der darauf entfallenden Nachlass- dividende endgültig abgefunden wird (Art. 14/15 und 37 des BB vom 28. September 1934 über vorübergehende rechtliche Schutzmassnahmen für notleidende Bauern, Geltungsdauer 'verlängert durch BB vom 20. Dezember 1938). Da hier eine dahingehende Erklärung des Gläubigers nicht behauptet ist, kann sich der Schuldner für die Pfandausfallforderung nicht auf den Nachlassvertrag der Kurrentgläubiger berufen. Übrigens steht dahin, ob dieser Ausfall bereits nach der Schätzung im Sanierungsverfahren vorauszusehen war, m. a. W. ob eine ungedeckte Kapital- forderung im Sinne der Sanierungsbestimmungen vorliegt oder nicht. Und was die dem Schuldner allenfalls erteilte Betreibungsstundung betrifft, so hätte sie natürlich bereits gegenüber dem Zahlungsbefehl der Pfandbetreibung gel- tend gemacht werden müssen. Der Schuldner hat keinen Anspruch auf Einleitung einer neuen Betreibung entgegen Art. 158 Abs. 2 SchKG, nur um eine zu gegebener Zeit versäumte Einrede nachholen zu können. Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer : Der Rekurs wird abgewiesen.
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