Verwaltungs-und Disziplinarroohtspflege.
de nullite. La:Cour cantonale constate en fait de maniere
definitive que
la S. A. Boissor n'a exerce aucune activite
ces dernieres annoos. En 1937 deja, le capital social etait
entierement absorbe. Des poursuites exercOOs contre la
societe en 1939 ont abouti a la delivrance d'actes de defaut
de biens. En fait, elle etait compIetement liquidoo et aban-
donnee a la fin de 1939 et aurait du etre radiee au registre
du commerce meme si sa dissolution n'avait pas ete formel-
lement decidoo. Le Departement federal de justice et
police, de son cote, reIeve avec raison que l'absence d'acti-
vite est corroboroo par l'art. III de la convention, aux
termes duquel la societe n'a aucune dette et n'a pris
aucun engagement . La convention n'indique aucun prix
de vente et ne fait mention d'aucun des brevets pretendu-
ment encore existants. D'ou l'on doit conclure que ces
brevets sont denues de valeur et ne presentent pas d'interet
pour le recourant. Un fait significatif est aussi que Naef
garde la propriete des livres de comptabilite, du registre
des proces-verbaux, de la correspondance et des pieces
comptables de la S. A. Boissor (art. V de la convention).
Cette clause serait incomprehensible si, comme le recourant
le pretend, il s'agissait d'une reprise des actions afin de
re donner de la vie a la societe et d'elargir son champ d'acti-
viM. Elle s'explique en revanche de plano s'il s'agit d'une
simple reprise du cadre social, ce qui est manifestement le
cas.
Aucun fait ne vient ainsi a l'appui de l'allegation du
recourant que le but de la convention a eM de rendre a
la socieM son entiere activiM pour le plus grand bien des
actionnaires
et des creanciers (inexistants d'apres l'art.
III).
Du moment que la convention du 31 janvier 1940 est
nulle, les decisions de l'assembloo generale du 5 mars
1940 (modification du but et nomination d'un nouvel admi-
nistrateur) sont egalement nulles et ne peuvent faire
l'objet d'une inscription au registre du commerce. L'invi-
tation de faire radier la socieM etait justifioo et a eM adres-
soo
avec raison a l'administrateur Noof (art. 60 ORC).
Regisrersachen. N0 7. 39
La suite de la procedure est conforme aux prescriptions
de l'art. 60.
Par ces moti/s, le Tribunal j6Ural
rejette le recours.
7. Auszug aus dem Urteil der 11. Zivilabteilnng vom 30. Januar
1941 i. S. Busato gegen Zürich, Direktion des Innem.
Eheeinspruch von Amtes wegen : Verfahren, wenn der mitwirkende
Zivilstandsbeamte den Einsprnchsgrund entdeckt (Art. 108/109
ZGB ; Art. 146, 152, 155, 167, 168 der Vo über den Zivilstands-
dienst).
Opposition, d'oOice au mariage: Procooure a suivre dans le cas ob
c'est l'officier d'etat civil cooperant qui decouvre le motif
d'opposition (an. 108-109 ce; an. 146, 152, 155, 167, 168
de l'Ordonnance sur le service de l'etat civil).
Opposizione d'officio al matrimonio : Procedura da seguirsi nel
caso in cui I 'ufficiale di stato civile cooperante scopre il
motivo di opposizione' (art. 108-109 ce ; an. 146, 152, 155,
167, 168 dell'Ordinanza sul servizio dello stato civile).
Die Brautleute Busato-Richard meldeten beim Zivil-
standsbeamten ihres Wohnortes Biel ihr Eheversprechen
an. Der Zivilstandsbeamte des Heimatorts des Bräunigams,
Zürich, stellte fest, dass dieser vor zwei Jahren geistes-
krank gewesen war, und machte hievon dem Stadtrat
Zürich Mitteilung. Dieser machte seine Stellungnahme
vom Ergebnis einer psychiatrischen Untersuchung des
Bräutigams abhängig, zu der Busato eingeladen wurde.
Indessen weigerte sich der Zivilstandsbeamte von Zürich,
das Verkfutdaktdoppel an denjenigen von Biel zurückzu-
senden, wogegen die vorliegende Beschwerde.
Da8 Bundesgericht zieht in Erwägung :
Die Vo über den Zivilstandsdienst unterscheidet bei der
Verkündung zwischen dem leitenden-Zivilstandsbeamten,
d. h. demjenigen, bei dem das Verkündungsgesuch gestellt
wurde (Art. 146 Abs. 2, 152 Vo), und den mitwirkenden
Yerwaltungs. und Disziplinarrecht.spflege.
(Art. 155 Abis. 1). In casu war leitender Zivilstands beamte
derjenige von Biel, der von Zürich bloss mit wirkender.
Nachdem die Verkündungsfrist, ohne dass Einspruch
erfolgt wäre, am 14. November 1940 abgelaufen war,
musste der mitwirkende Zivilstandsbeamte von Zürich
den Verkündakt innert 2 Tagen an den leitenden von Biel
zurücksenden (Art. 157 Abs. I).
Wenn der Zivilstands-
beamte von Zürich Grund hatte anzunehmen, dass Busato
-trotz des Ausbleibens von Einsprüchen -nicht ehe-
fähig sei, so berechtigte ihn dies nicht, den Verkündakt
zurückzubehalten. Der von der Direktion des Innern und
vom eidg. Justiz-und Polizeidepartement angerufene
Art. 167 Vo begründet ein Recht und eine Pflicht nur für
den leitenden Zivilstandsbeamten. Die Stellung des mit-
wirkenden, dem ein Einspruchsgrund bekannt wird, ist
nicht in Art. 167, sondern in Art. 168 Vo umschrieben:
er (( macht dem leitenden Zivilstandsbeamten nach Ablauf
der Einspruchsfrist davon Mitteilung . Der Zivilstands-
beamte von Zürich hätte mithin innert 2 Tagen nach Ab-
lauf der Verkündfrist den Verkündakt dem ivilstands
beamten von Biel zurücksenden sollen mit der Bescheini-
gung auf der Rückseite, dass kein Einspruch erfolgt sei
(Art. 157),
aber unter Beifügung der jJlitteilung, dass nach
seiner Auffassung beim Bräutigam Eheunfähigkeit gemäss
Art. 97 ZGB vorliege (Art. 168 Vo). Darauf hätte der
Zivilstands beamte von Biel,gemäss Art. 167 Abs. I Vo die
Trauung (bezw. die Ausstellung eines Verkündscheins,
Art. 171) verschieben und der Aufsichtsbehörde zuhanden
der nach Art. 109 ZGB zum Einspruch zuständigen Be-
hörde davon Mitteilung machen müssen. Letztere hätte
vom Empfang dieser Mitteilung an 10 Tage gehabt, um
Einspruch oder Klage zu erheben (Art. 167 Abs. 2 Vo).
Tat sie nichts, so stand der Vornahme der Trauung nichts
im Wege; erhob sie innert den 10 Tagen Einspruch, so
hatte der Zivilstandsbeamte von Biel nach Art. 165 zu
verfahren (Art. 167 Abs. 4).
Nicht ohne guten Grund ist -im Falle der Entdeckung
Registersachen. Xo 7.
eines nicht aus den Akten hervorgehenden Einspruchs-
grundes -die Befugnis, die Trauung zu verschieben, dem
mitwirkenden Zivilstandsbeamten versagt (Art. 168) und
nur dem leitenden vorbehalten (167). Zunächst ist es
angezeigt,
dass die Leitung des Vorgehens in der Hand
einer einzigen Person konzentriert sei. Sodann und vor
allem macht Art. 167 Vo jeden Missbrauch seitens des
leitenden Zivilstandsbeamten unmöglich, indem dieser
nicht einfach die Trauung verschieben kann, sondern
gleichzeitig durch Vermittlung der Aufsichtsbehörde die
zuständige
Behörde von seiner Entdeckung in Kenntnis
setzen muss, der wiederum eine 10 tägige Frist zum Ein-
spruch läuft, nach deren unbenutztem Ablauf die Trauung
nicht mehr verweigert werden kann. Der Art. 168 Vo sieht
ein derartiges Korrektiv nicht vor: wenn dem mitwir-
kenden Zivllstandsbeamten das Recht, die Rücksendung
des Verkündaktes wegen Entdeckung eines Einspruchs-
grundes zu verschieben, zuerkannt würde, liefe das prak-
tisch auf eine Vertagung der Trauung sine die hinaus.
Die
Direktion des Innern bemerkt, im Falle der Rück-
sendung des VerkÜlldaktes nach Biel wäre die Trauung
trotz der Eheunfähigkeit des Bräutigams erfolgt ; und das
eidg. Justiz-und Polizeidepartement fügt bei, der Zivil-
standsbeamte von Zürich hätte allerdings bei Rücksendung
für den ihm amtlich bekannten Einspruchsgrund einen
Vorbehalt an bringen können, doch wäre ein derartiges
Vorgehen
für sich allein praktisch zwecklos gewesen .
Weder das eine noch das andere trifft zu. Der Zivilstands-
beamte von Biel, durch den von Zürich vom Vorhanden-
sein eines nicht aus den Akten ersichtlichen Einspruchs-
grundes in Kenntnis gesetzt, wäre nach Art. 167 Abs. I Vo
verpflichtet gewesen, das hier vorgesehene Verfahren bei
der Aufsichtsbehörde einzuleiten. Einem Beamten kann
nicht verstattet sein, seine Amtspflicht zu verletzen unter
dem Vorwand, ein Resultat verhindern zu müssen, das nur
dadurch ermöglicht würde, dass ein anderer Beamter
Beine Amtspflicht verletzte.