BGE 67 I 245
BGE 67 I 245Bge20 déc. 1940Ouvrir la source →
Yerwaltungs. und Disziplinarroohtspflege.
nombre d'annees et jusqu'en 1936, a amorti son immeuble
G.
au taux de,3 % calcuIe sur la valeur comptable. En
1936-1937 enc6re, le meme taux fut applique. Pendant
le meme exercice, l'immeuble C., pour lequelles conditions
etaient differentes, etait amorti au taux de 5 % calcuIe
sur la valeur comptable. Cependant, ledit exercice avait
laisse un benefice tres satisfaisant, puisque les actionnaires
pervurent un dividende de 6 % et un « superdividende »
de I %. Ni le rapport du conseil d'administration relatif
a cet exercice, ni les rapports subsequents ne laissent
entendre que cet amortissement ait eM insuffisant.
Des lors, l'Administration federale, tenant compte
egalement des coefficients appliques dans d'autres entre-
prises industrielles (RO 63 I 87), etait fondoo a calculer
aux taux prementionnes les amortissements admissibles
pendant les trois exercices pris pour base de la taxation.
Meme si l'on admettait que l'amortissement suppIemen-
taire et unique de 100000 fr., autorise par le fisc cantonal
en 1938, etait justifie par le besoin de compenser une cer-
taine insuffisance des amortissements anterieurs, et que
l'on tienne compte de cette somme dans la fixation de la
valeur comptable des immeubles, il faudrait, pour arriver
a cette valeur comptable par le moyen de l'amortissement
constant, adopter un taux inferieur a 3 %. Or, il a eM
demontre en cours d'instruction que, meme si l'on calcu-
lait l'amortissement constant·de l'immeuble G. a 3 % et
celui de l'immeuble C. a 4 %, la taxation de la recourante
ne serait pas diminuoo. Il n'y a aucune raison d'admettre,
en l'espece, des taux encore plus eleves.
Par ces motis, le Tribunal lliteral
rejette le recours.
Registersachen. N° 35.
245
H. REGISTERSACHEN
REGISTRES
35. Auszug aus dem UrteH der J. ZivUabteHung
vom 17. Juni 1941 i. S. Ast gegen Dr. Coppetti und Justizdirektlon
des Kantons Zürich.
Hat<.delsregw,.. Sind bei Auflösung einer Kollektivgesellschaft u.
Vbernahme des Geschäftes durch einen der Gesellschafter
die Beteiligten uneinig darüber, in welchem Zeitpunkt Aktivn
und Passiven übergehen, so ist der Eintragung vorgängig
eine richterliche Entscheidung über die Streitfrage herbei·
zuführen.
Registre du commerce. Dissolution d'une societe en nom collectif
avec reprise de l'affaire par l'un des associes. Lorsque les
interesses ne peuvent s'accorder sur le moment auquel le
transfert de l'actif et du passif a lieu, la question doit etre
soumise au juge avant que l'inscription puisse etre requise.
Registro di commercio: Scioglento di una soietA in .nom
collettivo e assunzione dell'azlenda da parte dl uno deI som.
Se gli interessati non possono mettersi d'accordo sul m~mento
in cui avviene il trasferimento deIl'attivo edel passIVO, la
questione dev'essere sottoposta al giudice prima che l'iscri-
zione possa essere chiesta.
A. -Dr. Emil Coppetti und Jakob Ast bildeten zu-
sammen die im Handelsregister eingetragene Kollektiv-
gesellschaft
Coppetti & Cie, Börsenagentur fi!r Waren in
Zürich. Durch Urteil vom 25. November 1940 löste das
Bundesgericht die Gesellschaft aus wichtigen Gründen
mit Wirkung auf den 30. April 1940 auf und erklärte
Ast berechtigt, das Geschäft unter Zugrundelegung des
Bilanzwertes
zu übernehmen und fortzusetzen. Ast machte
von dem ihm eingeräumten Rechte durch Erklärung vom
29. November 1940 Gebrauch. Eine Einigung über die
Abfindung von Dr. Coppetti ist bis jetzt nicht zustande-
gekommen.
In getrennten Eingaben meldeten beide Parteien beim
Handelsregister die Auflösung
der Gesellschaft zur Ein-
tragung an, Dr. Coppetti mit dem Zusatz, dass die Liqui-
246 Verwaltungs. und Diaziplinarrechtspflege. dation von den wie bis anhin kollektiv zeichnungs- berechtigten Gesellschaftern durchgeführt werde, Ast mit dem Zusatz, dass die Firma nach übernahme der Aktiven und Passiven durch seine neue Einzelfirma erloschen sei. Gleichzeitig verlangte Ast die Eintragung seiner neuen Firma mit der Feststellung, dass diese Aktiven und Passi- ven der bisherigen Kollektivgesellschaft übernehme. D~ jeder Gesellschafter sich weigerte, die Anmeldung des andern hinsichtlich der Gesellschaft mitzuunterzeichnen, forderte das Handelsregisteramt am 15. Januar 1941 auf, die Auflösung der Gesellschaft mit folgendem Zusatz anzumelden: « Das Geschäft wird vom Gesellschafter Jakob Ast unter der Einzelfirma Jakob Ast in Zürich fortgesetzt. » Ebenso wies das Amt die Anmeldung über die neue Einzelfirma Ast zurück mit der Begründung, dass nach SIEGWART, Kommentar, N. I zu Art. 580 und N. 28 zu Art. 545/47 OR, die Gesellschaft bis zur effektiven Abfindung des ausscheidenden Teilhabers Trägerin des Geschäftsvermögens bleibe; demgemäss könne lediglich eingetragen werden, dass die Firma Ast das Geschäft der aufgelösten Kollektivgesellschaft Coppetti &. Cle fortsetze. In diesem Sinne wurde Ast zu einer neuen Anmeldung aufgefordert. Sowohl Ast wie Dr. Coppetti lehnten es ab, der Auf- forderung des Amtes Folge zu leisten. B. -Durch Entscheid vom 26. März 1941 schützte die kantonale Aufsichtsbehörde den Standpunkt des Handelsregisteramtes u. verpflichtete die beiden Gesell- schafter, die verlangten Anmeldungen einzureichen. O. -Gegen diesen Entscheid erhob Ast verwaltungs- gerichtliche Beschwerde beim Bundesgericht. Die Be8chwerde wird abgewiesen, aU8 folgenden Gründen: (3. -) Dem Beschwerdestreit liegt die materiellrechtliche Frage zu Grunde, wann bei Auflösung einer Kollektiv- Regiatersachen. N° 35. 247 gesellschaft und übernahme des Geschäftes durch einen der Gesellschafter Aktiven und Passiven an diesen über- gehen. Diese Frage sucht der Besohwerdeführer auf dem Wege über das Handelsregister und die Verwaltungs- gerichtsbeschwerde zu seinen Gunsten entscheiden zu lassen, in dem Sinne, dass Aktiven und Passiven bereits mit der Auflösung der G:esellschaft an ihn übergegangen seien. Der Zeitpunkt, auf welchen sich der übergang vollzieht, ist jedoch in Lehre und Praxis umstritten. Nach der einen Auffassung bleibt die Gesellschaft bis zur effektiven Abfindung des ausscheidenden Gesellschaf- ters Trägerin des Geschäftsvermögens (so WIEL.AND, Handelsrecht I S. 724/25, und SIEGWART, Kommentar, Nr. 28 zu Art. 580), während nach der andern Ansicht der ausscheidende Gesellschafter nur einen obligatorischen Abfindungsanspruch erhält, Aktiven und Passiven also ohne weiteres an den verbleibenden Gesellschafter über- gehen (so einzelne Gerichtsurteile, abgedruckt in der SJZ, VII S. 214, Nr. 64, und in der Schweiz. Zeitschrift für Beurkundungs-und Grundbuchrecht, 9 S. 161 und 10 S. 92, ferner FLAoHsMANN, Die Auswirkung von Vor- gängen bei der Gesellschaft auf die Vermögensverschiebung und deren grundbuchliche Behandlung, Zürcher Diss., S. 51). Bei dieser Unsicherheit über die materielle Rechts- lage kann keine Rede davon sein, dass im Handelsregister auf einseitiges Begehren einer Partei und gegen den Widerspruch der andern eine Eintragung in diesem oder jenem Sinne vorzunehmen sei. Die Parteien haben viel- mehr die Streitfrage auf dem Wege des Zivilprozesses durch den ordentlichen Richter entscheiden zu lassen, und erst auf dessen Urteilsspruch hin werden dann sowohl bei der Kollektivgesellschaft wie bei der neuen Einzelfirma entsprechende Eintragungen möglich sein. Man hätte sich fragen können, ob nicht bezüglich der neuen Einzelfirma, der gegenüber der Beschwerdebeklagte Dr. Coppetti als Dritter erscheint, gemäss Art. 32 Abs. 2 HRegV vorzugehen, dem Einsprechenden also eine
248 Verwaltungs. und Disziplinarrecht.spflege.
Frist anzusetzen:, sei, um eine provisorische richterliche
Verfügung
zu erwirken. Wie sich aus den vom Beschwerde-
beklagten eingereichten Akten ergibt, hat aber der Be-
schwerdeführer beim
Handelsgericht des Kantons Zürich
bereits
Klage erhoben mit dem Begehren, sich als Rechts-
nachfolger, eventuell als Übernehmer der Firma Coppetti
& Oie bezeichnen zu dürfen, weil Aktiven und Passiven
der Gesellschaft auf ihn übergegangen seien. Damit ist
die erwähnte Streitfrage beim Richter anhängig gemacht,
sodass sich eine Fristansetzung an den Beschwerde-
beklagten erübrigt.
36. Urteil der I. Zivilabteilung vom 14. Juli 1941
i. S. Löwenbräu Zürich A.-G.
gegen
Direktion der' Justiz des Kantons Zürich.
Aktiengesellschaft, Statutenänderung . .
StimmrechtBaktien Art. 693 revOR, dIe unter der Herrschaft des
aOR ausgegebn worden sind, bleiben gültig, auch wenn sie
den Anforderungen von Art. !l93 (Stimmr!;lchtsaktien) und
Art. 692 Abs. 3 (Sanierungsaktlen) revOR lllcht entsprechen.
Daher keine Pflicht der A.·G., ihre Statuten in diesem Punkt
dem neuen Recht anzupassen. Verhältnis von Art. 1-3 SchlTZGB
zu Art. 2 UeBest. revOR.
Societe anonyme, modi{ication des statuts. .,
Des acti0n8 a droit de vote priviUgie (art. 693 CO rev.) ,9Ul 0I.1t ete
emises sous l'empire du CO anc. restant valabl mee sl.elles
ne satisfont pas aux exigences de l'art. 69 (actlOns a drOIt de
vote privilegie) et de l'art. 692 aI. 3 (ac.tl?llS dont la va!eur
nominale a ew roouite au cours rl'un assamlssemen~ finCler).
La sociew anonyme n'est donc pas tenue, sur ce pomt, d.adap-
ter ses statuts au nouveau droit. Rapport des arte 2 a 3 Tlt. fin.
CC avec l'art. 2 Disp. trans. CO rev.
Societa anonima. Modi{icazion8 degli statuti. .
Le azioni con diritto di voto privilegiato (art. 693 CO rv) emesse
allorche era in vigore iI vecchio CO, restano va!-ev?h anc se
non sono conformi alle esigenze delI'art. 693 (aZl?n! c0Il: dmtto
di voto privilegiao) e delI'art. 69 cp .. 3 (azlOlll, Il CUl ~al?re
nominale e stato rldotto nel corso dl un rlsanamento finanzl.arlO):
La societa anonima non e quindi obbligata ad adattax:e. I SUOI
statuti, per quanto riguarda questo punto, al. nuovo diritto ..
Relazione tra gli art. 2 e 3 tit. fin. CC e l'art. 2 dISp. trans CO rIV.
A. -Die Löwenbräu Zürich A.-G. setzte anlässlich
einer Sanierung im Jahre 1919 von 6160 auf den Inhaber
Registersachen. No 36.
249
lautenden Prioritätsaktien zu je Fr. 250.-5160 Stück
auf je Fr. 125.-herab. Sodann wurden durch Zusammen-
legung von je 3 Aktien und Aufzahlung von Fr. 125.-
1720 Stück Aktien zu je Fr. 500.-geschaffen. Überdies
wurden 980 Stück neue Aktien zu Fr. 500.-ausgegeben.
Diese
2700 Stück Aktien von zusammen Fr. 1,350,000.-
bildeten die Prioritätsaktien Serie A. Die restlichen 1000
Stück der früheren Aktien wurden von Fr. 250.-auf
Fr. 75. -herabgesetzt und zu Prioritätsaktien Serie B
gemacht.
Im Stimmrecht wurden die beiden Serien von
Aktien einander gleichgestellt, indem jede Aktie eine
Stimme erhielt.
B. -Am 20. Dezember 1940 revidierte die Löwen-
bräu A.-G. ihre Statuten, um sie den Bestimmungen des
rev.
OR anzupassen. Auch nach den revidierten Statuten
ist das Aktienkapital in 2700 Prioritätsaktien Serie A zu
Fr. 500.-und 1000 Prioritätsaktien Serie B zu Fr. 75.-
eingeteilt (§ 2), und ebenso ist jeder Aktie wie bisher
eine Stimme eingeräumt (§ 3).
C. -Das Handelsregisteramt des Kantons Zürich
lehnte mit Verfügung vom 8. Januar 1941 die Eintragung
der revidierten Statuten ab mit der Begründung, die in
den §§ 2 und 3 der Statuten getroffene Ordnung sei nicht
vereinbar mit Art. 692 und 693 rev. OR, und verlangte,
dass entweder den Aktien der Serie A ein grösseres Stimm-
recht eingeräumt werde als den Aktien der Serie B, oder
dass die Aktien der Serie BinNamenaktien umgewandelt
werden.
D. -Die Justizdirektion des Kantons Zürich wies die
Beschwerde
der Löwenbräu A.-G. gegen die Verfügung
des Handelsregisteramtes
am 19. März 1941 ab.
E. -Hiegegen erhob die Löwenbräu A.-G. die vor-
liegende verwaltungsgerichtliche Beschwerde an das Bun-
desgericht mit dem Antrag, es seien die laut öffentlicher
Urkunde in der Generalversammlung vom 20. Dezember
1940 angenommenen Statuten in das Handelsregister ein-
zutragen.
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