Public law complaint inadmissible without exhausting cantonal remedies

BGE 67 I 220Recueil officiel du Tribunal fédéral (ATF) / Volume I17 juil. 1941Inadmissible

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Résumé

A group of Protestant residents of Lachen sought to have the municipal tax burden reduced so that they would not indirectly pay the Roman Catholic church tax. They filed a public law complaint directly with the Federal Supreme Court. The Court held that the complaint was inadmissible because the cantonal administrative remedies had not been exhausted; under Schwyz law, the request had first to be brought before the municipal council and then, if necessary, appealed to the cantonal government. No exception justified bypassing that route.

Regest

Art. 49 BV; OG art. 178; admissibility of the staatsrechtliche Beschwerde after exhaustion of cantonal remedies. The public law complaint is, as a rule, admissible only after the complainant has exhausted the competent cantonal instances. This requirement applies also to complaints based on Art. 49 BV, including challenges to church-tax burdens. Exceptions are reserved for special circumstances, in particular where resort to cantonal remedies cannot reasonably be required or where irreparable legal prejudice would result. Where the cantonal administrative appeal path remains open, the Federal Supreme Court will not enter into the complaint (consid. 2-3).

Texte intégral

220 Staatsrecht. qu'il s'agit d'un aITInt tres anterieur a l'arret 51 III 192, il faut relever que, dans cette affaire, le recourant invo- quait la violation de l'art. 59 CF, non seulement en raison de l'inadmissibilite du sequestre comme tel (ce qu'il ne pouvait d'ailleurs faire en se fondant sur cette disposition constitutionnelle qui, d'apres la jurisprudence, ne vise que les sequestres anterieurs a la LP : RO 41 I 204 ; 40 I 495), mais aussi en raison de son domicile (cf. cons. 1). Sur ce point, la Section de droit public etait, de toute f8.9on, competente. En l'espece, le recourant n'avance aucun autre moyen que celui de la force derogatoire du droit federal. Or comme, a cet egard, la voie ordinaire du recours de droit civil lui est ouverte, la voie extraordinaire du recours de droit public lui est -par la meme fermee. Le recours forme par Convers est des lors irrecevable, en tant qu'il se caracterise comme un recours de droit public. 32. Auszug aus dem Urteil vom 17. November 1941 i. S. Egli- BOhrer und Genossen gegen Gemeinderat von Lachen. Die staatsrechtliche Beschwerde ist in der Regel erst nach der Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges zulässig. Das gilt insbesondere auch für Beschwerden aus Art. 49 BV, z. B. für solche wegen Heranziehung zu Kultussteuern. OG Art. 178. En principe, e recours de droit public n'est recevable qu'apres epuisement prealable des instances cantonales. C'est le cas notamment pour les recours fondes sur l'art. 49 CF, par exemple ceux qui visent l'assujettissement aux impöts ecclesiastiques. OJ art. 178. In linea di massima, iI ricorso di diritto pubbIico e ricevibiIe soltanto se tutte le istanze cantonali siano state previamente adite. Cie, vale in particolare pei ricorsi basati sull'art. 49 CF, per es. per quelli che concernono l'assoggettamento alle imposte relative al culto. OGF art. 178. A. -Am 6. Juni 1941 stellte der in Lachen wohnende Protestant Erwin Egli-Bührer bei der Gemeindekanzlei Lachen das Gesuch, es möchte von seinem Gemeinde- steuerbetrefInis der auf die Ausgaben der Gemeinde für Organisatipn der Bundesrechtspflege. N° 32.

die katholische Kirohe fallende Betrag in Abzug gebraoht werden. Eine schriftliche Antwort auf diese Eingabe soll dem Gesuchsteller noch nicht zugestellt worden sein. B. -Am 14. August 1941 haben E. EgIi-Bührer und 23 weitere in der Gemeinde Lachen wohnhafte Protestan- ten beim Bundesgericht einen staatsrechtlichen Rekurs eingereicht mit dem Antrag: Der Gemeinderat Lachen sei anzuweisen, die Vermögens-, Kopf-und Erwerbsteuer entsprechend Art. 49 BV zu erheben und die Protestanten von der indirekten Bezahlung der römisch-katholischen Kirchensteuer zu befreien. G. -Auf eine Anfrage des Bundesgerichts vom 29. August 1941 hat der Regierungsrat des Kantons Schwyz am 30. Oktober 1941 folgendes mitgeteilt: Der kantonale Instanzenzug sei nicht erschöpft. Von den Rekurrenten sei das Begehren um Reduktion der Gemeindesteuer beim Gemeinderat einzureichen, dessen Entscheid nach den Vorschriften der Administrativpro- zessordnung an den Regierungsrat weitergezogen werden könne. Letzterer übe gemäss 53 KV die Aufsicht über die Gemeindeverwaltung, also auch den Bezug der Gemein- desteuern, aus und entscheide gemäss 54 KV letztin- stanzlich die Rekurse in Verwaltungssachen. Das Bundesgericht zieht in Erwägung : 2. -Während das Bundesgericht ursprünglich den staatsrechtlichen Rekurs, wenn eine Verletzung der Bundesverfassung -mit Ausnahme des Art. 4 -oder der Bundesgesetzgebung geltend gemacht wurde, regel- mässig auch ohne Erschöpfung des kantonalen Instanzen- zuges zugelassen hat, ist es mit der Zeit zu dem gegen- teiligen Grundsatze übergegangen. Der staatsrechtliche Rekurs, als ausserordentliches Rechtsmittel, darf nach der neuern Praxis in der Regel erst ergrifIen werden, wenn der Rekurrent vorher die für die Beurteilung der Beschwerde- gründe zuständigen kantonalen Instanzen durchlaufen hat

(BGE 36 I S. 381 48 I S. 105/6). Eine Ausnahme wird nur noch gemaQht, wenn dem Rekurrenten infolge beson- derer Umstände das Durchlaufen der kantonalen Instanzen nicht zugemutet werden kann, so insbesondere im inter- kantonalen Verhältnis (Art. 45, 46 Abs. 2, 59 Abs. 1 BV) oder wenn die Erschöpfung des Instanzenzuges einen bleibenden rechtlichen N achteii zur Folge hätte (BGE

I S. 382). Für Beschwerden aus Art. 49 BV hat das Bundes- gericht noch in einem Entscheide des Jahres 1912 (BGE 38 I S. 82 Erw. 3) die Erschöpfung der kantonalen Instan- zen nicht gefordert. Doch seither hat es auch für solche Beschwerden grundsätzlich dieses Erfordernis aufgestellt, wie in dem Entscheid i. S. Ott vom 12. Februar 1926 (So 3) festgestellt wird, -und das gilt insbesondere für eine Beschwerde aus Art. 49 Abs. 6 BV wegen Heranziehung zu Kultussteuem. 3. -Aus -dem Berichte des schwyzerischen Regierungs- rates vom 30. Oktober 1941 ergibt sich, dass im vorliegen- den Falle der kantonale Instanzenzug nicht erschöpft ist; denn die Verwaltungsverfügungen der Gemeinden, insbesondere auch jene, . die den Bezug der Gemeinde- steuer betreffen, können im Kanton Schwyz durch Rekurs gemäss den Vorschriften der Administrativprozessordnung an den Regierungsrat weitergezogen werden. Demnach erkennt das Bundesgericht : Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Vgl. auch Nr. 30. -Voir aussi n° 30. Bundesroohtliche Abgaben. N° 33. B. VERWALTUNGS- UND DISZIPLINARRECHTSPFLEGE JURIDICTION ADMINISTRATIVE ET DISCIPLINAIRE I. BUNDESRECHTLICHE ABGABEN OONTRIBUTIONS DE DROIT FEDERAL

  1. Urteil vom 17. Juli 1941 i. S. Basler Lebens-Versicherungs- Gesellschaft gegen eidg. Steuerverwaltung. Wehrsteuer an der Quelle. Kundenguthaben bei inländischen Banken und Sparkassen (Art. 141, Abs. 1, lit. c, und Abs. 3 WStB).
  2. Eine Versicherungsgesellschaft ist zwar, was den Betrieb des Versicherungsgeschäftes anlangt, nicht Bank oder Sparkasse im Sinne von Art. 141, Abs. 3 WStB, sie kann es aber akzes- sorisch sein für einen Nebenzweig von Geschäften, wenn bei ihr Guthaben bestehen, die dadurch entstanden sind, dass sie sich, wenn auch nur akzessorisch, öffentlich zur Annahme verzinslicher Gelder empfiehlt oder solche Gelder fortgesetzt entgegennimmt (Kundenguthaben ).
  3. Bei Guthaben, die in anderer Weise entstanden sind, als durch eine solche Entgegennahme seitens der Gesellschaft, Einlage des Betrages seitens des Kunden, fehlt der Gesellschaft mit Bezug darauf die Eigenschaft einer Bank oder Sparkasse im Sinne der genannten Vorschrift. Die Zinsen solcher Guthaben unterliegen der Wehrsteuer an der Quelle nicht.
  4. Die Zinsen von Guthaben, die dadurch entstehen, dass Gewinn- anteile, die nach den Versicherungsverträgen sofort fällig sind, zufolge einer Verfügung der Versicherten bei der Gesellschaft in Depot gelassen werden, unterliegen der Wehrsteuer an der Quelle, ebenso die Zinsen von Prämiendepots, die von Ver- sicherungsnehmern freiwillig gemacht worden sind. Impot a la 80urce pour la defense nationale. Comptes crooiteurs possedes par les clients des banques et des caisses d'epargne suisses (art. 141 aI. 1 lit. c et aI. 3 de l'ACF concernant la per- ception d'un impöt pour la defense nationale).
  5. Une societ6 d'assurance n'est ni une banque ni une caisse d'epargne en tant qu'elle se livre a son activit6 propre, mais

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