Art. 93 SchKG; Art. 192, 246 CC: in garnishment of the salary of a wife living under separation of property, the garnishable portion is determined solely by reference to her own earnings and subsistence needs. The husband's income may not be incorporated into the calculation in order to enlarge the surplus available to the wife's creditors. The wife's duty to contribute to the marital charges is a family-law obligation enforceable only as between spouses; it cannot be transformed into a source of satisfaction for third-party creditors. If the wife covers her own minimum needs from her earnings and the husband is not dependent on her contribution, only the excess is attachable.
8chuldbetreibungs-und Konkursrechf. o :!1. son Iocataire ou;de son fermier etdoit par eonsequent s'en remettre a l'office du soin de sauvegarder l'exereice de son droit, aut.rement dit se tier a l'interdietion de se dessaisir des biens qu'implique pour Ie debiteur Ia prise d'inventaire. Mais s'il en est ainsi, il faut eonvenir qu'une fois l'inven- taire dresse, l'office n'a plus en principe qualite pour ordonner de son propre chef, e'est-a-dire sanS l'autorisat.ion expresse du baillenr, la liberation des biens qui ont ete inventories. C'est donc bien a tort qu'en l'espece l'office a eru pou- voir restituer le mobilier a Ia recourante sans enreferer d'abord a Ia creanciere et sans avoir obtenu son eonsente- ment, et du moment que la reeourante n'etait pas en mesure d'invoquer l'art. 933 Ce, e'est avee raison que les autorites cantonales ont juge que cette restitution n'avait pas eu pour effet de faire perdre a la creanciere Ie droit de poursuivre la realisation des biens. C'est en vain que l'office a cherehe a justitier sa decision en arguant de ce qu'il n'avait procede a Ia restitution du mobilier que moyennant versement prealable d'une somme correspondant a la valeur a Ia quelle il l'avait estime au moment de l'inventaire. A defaut de paiement I'office ne peut se substituer au bailleur pour liberer du droit de retention les biens portes a l'inventaire que dans les eon- ditions dans lesquelles le bailleur serait oblige lui-meme d'y consentir, autrement dit dnns les conditions prevues a rart. 898 Ce. Or eette disposition prevoit qu'il faut pour cela que le ereancier ait renlU garantie suffisante , et du rapprochement de ces deux mots avec le terme ( paye- ment , il faut eonelure que la garantie doit non pas seule- ment etre equivalente a celle qu'offrent les biens soumis au droit de retention, mais suffire a assurer le reeouvrement integral de la ereance en poursuite. Il est done parfaite- ment indifferent qu'en l'espece la creanciere n'ait pas recouru contre l'estimation que l'office avait faite du mobilier. Aussi bien d'une fanon generale l'estimation n'a-t-elle pas ( 'aulre but que de permettre a 'office rl'inven- Schuldhctrcihungs-und KOHkuTSTf',.hL Xo 22 torier un nombre de meubles suffisant pour ne pas laisser le creancier a decouvert, elle ne limite en aucune fanon les droits du creaneier et ce n'est que la vente qui pourra indiquer d'une maniere certaine Ia valeur marchande des objets. Au reste, si la somme offerte en echange de Ia libe- ration des meubles depasse la valeur presumee de ceux-ei le ereancier aura tout interet a accepter Ia proposition du debiteur. Le desaccord ne llI'1,itra que si le creancier leur attribue une valeur superieure, et dans ce cas il n'y a qu'a s'en tenir a la loi, e'est-a-dire a proceder a la realisa- tion. Quant a l'argument consistant a dire qu'en ne recourant pas contre l'estimation, la creanciere en a reconnu l'exae- titude, il resulte egalement de ce qui preeede qu'il n'est pas fonde. La creanciere, qui n'a pas cesse dans toute Ia proeedure de pretendre que les meubles avaient une valeur superieure a l'estimation, aurait ete bien mal venue au contraire ase plaindre que l'estimation tut trop basse. La Chambre des poursuites et des faillites prO'nonce : Le recours est rejete. 22. Auszug aus dem Entseheid vom 13. November 1940 i. S. Dobler. Lohnptändung gegenüber einer Ehefrau (bei Günertren:tung): Der Pfändung entzogen ist der von der Schuldnerm zu leIstende Beitrag an die ehelichen Lasten (Art. 192 und 246 ZGB ),als was in der Regel die Deckung ihres eigenen Notbedarfs gelten kann. Art. 93 SchKG. Baisie de salaire au prejudice de la femme separee de biens : Le montant a concurrence duquel Ia debitrice est tenue da contribuer alL'C charges du mariage (art. 192 et 246 CC) echappe a Ia saisie et l'on peut considerer, e .regle generale, comme const.ituant cette contribution Ie mlmmlUll necessaIre a Ia femme pour subvenir a ses propres besoins. Art. 93 LP. Pignoramento di salario a carico della moglie vivente sotto il regime della separazione dei beni: L'i.mporno, col qnale debitrice deve concorrere a sopportara gh onerl deI mat.rlffiomo (art.. 192 e 246 CC), non soggiace al pignoramento e, di regola,
Stj .. i Pill) cÜll",idt'Ili1.re comEl costituente tale contributo il minimo lll'cl' '"ario aHa llloglic per assicura.re il suo proprio sostenta- m"llto. Art. 93 LEF'. A. -Die güterrechtlich getrennte Ehefrau des Hand- langers J ulius Dobler ist für voreheliche Schulden betrieben. Das Betreibungsamt Bern hat von dem Lo.hn, den sie als inalzerin in einer Buchdnlckerei verdient, wöchentlich Fr. O.-gepfändet, und die von ihr angerufenen kanto- nalen Beschwerdeinstanzen haben diese Pfändung bestätigt. die obere Instanz am 14. Oktober 1940 aus folgenden Gründen: Pfändbar sei der Betrag, um den der Lohn der Schuldnerin zusammen mit dem Lohn ihres Ehe- mannes den gemeinsamen Notbedarf beider Ehegatten übersteige. Der Ehemann verdiene im Monat durch- schnittlich Fr. 270.-, die Schuldnerin selbst Fr. 192.-, beide zusammen also Fr. 462.-, während der gemeinsame Notbedarf des kinderlosen Ehepaares Fr. 345.-betrage. Der Überschuss von Fr. 117.-sei noch grösser als die gepfändeten Beträge von Fr. 20.-in der Woche. B. -Diesen Entscheid zieht die Schuldnerin an das Bundesgericht mit dem erneuten Antrag, die Lohn- pfändung sei aufzuheben, eventuell, zumal wegen der Unregelmässigkeit des Verdienstes, auf den Überschuss über einen bestimmten Lohnbetrag zu beschränken. A U8 den Erwägungen: )fit Unrecht stellen die Vorlnstanzen das Lohnein- kommen des Ehemannes der Schuldnerin in ihre Berech- nung in, um ihn zu Leistungen an die Schuldnerin heran- zuziehen, und zwar unter biossem Vnrbehalt seines Not- bedarfs zu Leistungen über den Notbedarf der Schuldnerin hinaus, einzig um den Überschuss für deren Gläubiger pfändbar zu machen. Für diese Berechnungsweise bietet i .rt. 93 keine Grundlage, und sie lässt sich auch nicht auf die bei der Pfändung zu beobachtenden zivilrechtlichen Anspruche des einen Ehegatten an den andern stützen. Die Pflicht des Ehemannes, für den Unterhalt von Weib Sclmldbetl"!ibungs-und Konkursrecbt. X., 22.
und Kind in gebührender Weise Sorge zu tragen (Art . 160 II ZGB), hat mit den vorehelichen Schulden der Ehefrau, wofür der Ehemann speziell bei Gütertrennung nach Art. 243 II ZGB nicht haftet, nichts zu tun, und anderseits ist die Beitragspflicht der Ehefrau nach Art. 192 und 246 ZGB nicht auf einen Beitrag an die dem Notbedarf der Familie entsprechenden Minimallasten beschränkt. Nach dem Entscheid der Vorinstanzen wäre der Ehemann gezwungen, wegen der gegen die Ehefrau hängigen Betreibung, die ihn nichts angeht, sich samt ihr mit dem Notbedarf zu begnügen, obschon er für sich allein mit seinem Lohn über den Notbedarf leben und die Ehefrau ihren Notbedarl aus eigenen Mitteln decken könnte. Das läuft auf eine ungerechtfertigte Begünstigung der Gläubiger der Ehefrau auf Kosten des Ehemannes hinaus. Für den Fall einer gegen den Ehemann gerichteten Betreibung hat das Bundesgericht bereits ausgesprochen, dass die Ehefrau nicht mit höhern Beiträgen im Sinne von Art. 192 und gegebenenfalls Art. 246 ZGB belastet werden dürfe aus dem Grunde, dass der Ehemann Schulden hat, also zu Gunsten von dessen Gläubigern (BGE 63 III 111). Ebenso ist die Pfändbarkeit des doch den Eltern zufallenden Arbeitserwerbes unmündiger und in häuslicher Gemeinschaft mit den Eltern lebender Kinder (Art. 295 ZGB) für die Gläubiger eines der Eltern verneint worden, soweit dieser Arbeitsverdienst den Kindern und dem nicht betriebenen Elternteil zur Bestreitung des in den betreffenden Kreisen üblichen Lebensaufwandes, nicht etwa nur des minimalen, zu dienen hat (BGE 6Z III 116). Dementsprechend ist in dem vorliegenden Fall einer gegen die Ehefrau gerichteten Betreibung der Anspruch des Ehemannes auf einen angemessenen Beitrag der Ehefrau an die ehelichen Lasten zu wahren. Wenn die Ehefrau, die sich nicht auf die Führung des Haushalts beschränkt, sondern mit Willen des Mannes oder aus Notwendigkeit dem Verdienste nachgeht, bereit ist, als ihren Beitrag an die ehelichen Lasten ihren Notbedarf selbst zu decken
und den Ehemann nur den darüber hinausgehenden, dem Aufwand, der Familie entsprechenden Unterhalt tragen zu lassen, so haben ihre Gläubiger das hinzu- ne lUllen ; muss doch auch sonst der Gläubiger sich damit abfinden, dass seinem vermögenslosen Schuldner vom Arbeitserwerb so viel verbleibt, als er notwendig zum Leben braucht, und ist doch die Verpflichtung des Ehe mamles zum Unterhalt der Ehefrau ausschliesslich im Interesse der Ehefrau und der Familie und keineswegs zum Vorteil der Gläubiger der Ehefrau aufgestellt. Über- steigt aber der Lohn der Ehefrau ihren Notbedarf,und ist der Ehemann nicht auf Leistungen aus diesem Über- schuss angewiesen, so ist eine Lohnpfändung in ent- sprechendem Betrage gerechtfertigt. . . SchuldheLreihungs-und KonkursrechL. Poursuite et Faillite. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD- BETREIBUNGS UND KONKURSKAMMER ARRnTS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES ET DES FAILLITES 23. Sentenza 24 dieembre 1940 neHa causa Unione di Bauche Svlzzere.
Art. 106 e aeg. LEF: Anche il figlio minorenne! ehe nviv co! padre, dev'essere ritenuto compossessore deI mobili destmatl aHa comunione domestica e di cui egli in fatto usa 0 puo usare. Art. 106 ft. SchKG : Auch das minderjährige Kind des Schuldners, das in dessen Haushalt lebt, hat Mitgewahrsam an den Fahr- nissen, die der häuslichen Gemeinschaft zu dienen haben und die es tatsächlich benutzt oder benutzen kann. Art. 106 et 8'1). LP: L'enfant mineur qui vit avec le debiteur, son pere, est copossesseur des objets mobilinrs destines 1 la. communaute domestique et dont iI use en falt ou, du moms, peut user. Ritenuto in fatto : NeHe eseeuzioni 64485 e 64486 dell'Ufficio di Locarno Carmen Tognetti, figlia dieiottenne dell'eseusso Pierino Tognetti e eon lui eonvivente, rivendicava Ia proprieta deI mobilio pignorato ehe si trova nelI'appartamento eomune. L'uffieio assegnava all'Unione di Banche Svizzere, eredi- trice procedente, il termine per agire a' sensi delI 'art. 109 LEF. Insorgeva la ereditrioo, ehiedel1do che, in applieaziol1e degli art. 106/107 LEF, il termine per agire fosse assegl1ato AS 66 1II -1940