BGE 66 III 85
BGE 66 III 85Bge14 oct. 1940Ouvrir la source →
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8chuldbetreibungs-und Konkursrechf. o :!1.
son Iocataire ou;de son fermier etdoit par eonsequent s'en
remettre a l'office du soin de sauvegarder l'exereice de son
droit, aut.rement dit se tier a l'interdietion de se dessaisir
des biens qu'implique
pour Ie debiteur Ia prise d'inventaire.
Mais s'il en est ainsi, il faut eonvenir qu'une fois l'inven-
taire dresse, l'office n'a plus en principe qualite pour
ordonner de son propre chef, e'est-a-dire sanS l'autorisat.ion
expresse du baillenr, la liberation des biens qui ont ete
inventories.
C'est donc bien a tort qu'en l'espece l'office a eru pou-
voir restituer le mobilier a Ia recourante sans enreferer
d'abord a Ia creanciere et sans avoir obtenu son eonsente-
ment, et du moment que la reeourante n'etait pas en
mesure d'invoquer l'art. 933 Ce, e'est avee raison que les
autorites cantonales ont juge que cette restitution n'avait
pas eu pour effet de faire perdre a la creanciere Ie droit de
poursuivre la realisation des biens.
C'est en vain que l'office a cherehe a justitier sa decision
en arguant de ce qu'il n'avait procede a Ia restitution du
mobilier que moyennant versement prealable d'une somme
correspondant a la valeur a Ia quelle il l'avait estime au
moment de l'inventaire. A defaut de paiement I'office ne
peut se substituer au bailleur pour liberer du droit de
retention les biens portes a l'inventaire que dans les eon-
ditions dans lesquelles le bailleur serait oblige lui-meme
d'y consentir, autrement dit dns les conditions prevues a
rart. 898 Ce. Or eette disposition prevoit qu'il faut pour
cela que le ereancier ait relU « garantie suffisante », et du
rapprochement de ces deux mots avec le terme ({ paye-
ment », il faut eonelure que la garantie doit non pas seule-
ment etre equivalente a celle qu'offrent les biens soumis
au droit de retention, mais suffire a assurer le reeouvrement
integral de la ereance en poursuite. Il est done parfaite-
ment indifferent qu'en l'espece la creanciere n'ait pas
recouru contre l'estimation que l'office avait faite du
mobilier. Aussi bien d'une faon generale l'estimation
n'a-t-elle pas ({'aulre but que de permettre a ] 'office rl'inven-
Schuldhctrcihungs-und KOHkuTSTf',.hL Xo 22_
torier un nombre de meubles suffisant pour ne pas laisser
le creancier a decouvert, elle ne limite en aucune faon les
droits du creaneier et ce n'est que la vente qui pourra
indiquer d'une maniere certaine Ia valeur marchande des
objets. Au reste, si la somme offerte en echange de Ia libe-
ration des meubles depasse la valeur presumee de ceux-ei
le ereancier aura tout interet a accepter Ia proposition
du debiteur. Le desaccord ne llI'1,itra que si le creancier
leur attribue une valeur superieure, et dans ce cas il n'y a
qu'a s'en tenir a la loi, e'est-a-dire a proceder a la realisa-
tion.
Quant a l'argument consistant a dire qu'en ne recourant
pas contre l'estimation, la creanciere en a reconnu l'exae-
titude, il resulte egalement de ce qui preeede qu'il n'est
pas fonde. La creanciere, qui n'a pas cesse dans toute Ia
proeedure de pretendre que les meubles avaient une valeur
superieure a l'estimation, aurait ete bien mal venue au
contraire ase plaindre que l'estimation tut trop basse.
La Chambre des poursuites et des faillites prO'nonce :
Le recours est rejete.
22. Auszug aus dem Entseheid vom 13. November 1940
i. S. Dobler.
Lohnptändung gegenüber einer Ehefrau (bei Güertren:tung):
Der Pfändung entzogen ist der von der Schuldnerm zu leIstende
Beitrag an die ehelichen Lasten (Art. 192 und 246 ZGB ),als
was in der Regel die Deckung ihres eigenen Notbedarfs gelten
kann. Art. 93 SchKG.
Baisie de salaire au prejudice de la femme separee de biens :
Le montant a concurrence duquel Ia debitrice est tenue da
contribuer alL'C charges du mariage (art. 192 et 246 CC) echappe
a Ia saisie et l'on peut considerer, e~ .regle generale,_ comme
const.ituant cette contribution Ie mlmmlUll necessaIre a Ia
femme pour subvenir a ses propres besoins. Art. 93 LP.
Pignoramento di salario a carico della moglie vivente sotto il
regime della separazione dei beni: L'i.mporo, col qale ~
debitrice deve concorrere a sopportara gh onerl deI mat.rlffiomo
(art..
192 e 246 CC), non soggiace al pignoramento e, di regola,
Stj
.. i Pill) cÜll",idt'Ili1.re comEl costituente tale contributo il minimo
lll'cl'>'"ario aHa llloglic per assicura.re il suo proprio sostenta-
m"llto. Art. 93 LEF'.
A. -Die güterrechtlich getrennte Ehefrau des Hand-
langers J ulius Dobler ist für voreheliche Schulden betrieben.
Das Betreibungsamt Bern hat von dem Lo.hn, den sie als
}ialzerin in einer Buchdnlckerei verdient, wöchentlich
Fr. O.-gepfändet, und die von ihr angerufenen kanto-
nalen Beschwerdeinstanzen haben diese Pfändung bestätigt.
die obere Instanz am 14. Oktober 1940 aus folgenden
Gründen: Pfändbar sei der Betrag, um den der Lohn
der Schuldnerin zusammen mit dem Lohn ihres Ehe-
mannes den gemeinsamen Notbedarf beider Ehegatten
übersteige. Der Ehemann verdiene im Monat durch-
schnittlich Fr. 270.-, die Schuldnerin selbst Fr. 192.-,
beide zusammen also Fr. 462.-, während der gemeinsame
Notbedarf des kinderlosen Ehepaares Fr. 345.-betrage.
Der Überschuss von Fr. 117.-sei noch grösser als die
gepfändeten Beträge von Fr. 20.-in der Woche.
B. -Diesen Entscheid zieht die Schuldnerin an das
Bundesgericht mit dem erneuten Antrag, die Lohn-
pfändung sei aufzuheben, eventuell, zumal wegen der
Unregelmässigkeit des Verdienstes, auf den Überschuss
über einen bestimmten Lohnbetrag zu beschränken.
A U8 den Erwägungen:
)fit Unrecht stellen die Vorlnstanzen das Lohnein-
kommen des Ehemannes der Schuldnerin in ihre Berech-
nung in, um ihn zu Leistungen an die Schuldnerin heran-
zuziehen, und zwar unter biossem Vrbehalt seines Not-
bedarfs zu Leistungen über den Notbedarf der Schuldnerin
hinaus, einzig
um den Überschuss für deren Gläubiger
pfändbar zu machen. Für diese Berechnungsweise bietet
i.rt. 93 keine Grundlage, und sie lässt sich auch nicht
auf die bei der Pfändung zu beobachtenden zivilrechtlichen
Anspruche des einen
Ehegatten an den andern stützen.
Die Pflicht des Ehemannes, für den Unterhalt von Weib
Sclmldbetl"!ibungs-und Konkursrecbt. X., 22.
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und Kind in gebührender Weise Sorge zu tragen (Art .
160 II ZGB), hat mit den vorehelichen Schulden der
Ehefrau, wofür der Ehemann speziell bei Gütertrennung
nach Art. 243 II ZGB nicht haftet, nichts zu tun, und
anderseits ist die Beitragspflicht der Ehefrau nach Art.
192· und 246 ZGB nicht auf einen Beitrag an die dem
Notbedarf der Familie entsprechenden Minimallasten
beschränkt.
Nach dem Entscheid der Vorinstanzen wäre
der Ehemann gezwungen, wegen der gegen die Ehefrau
hängigen Betreibung, die ihn nichts angeht, sich samt
ihr mit dem Notbedarf zu begnügen, obschon er für sich
allein
mit seinem Lohn über den Notbedarf leben und die
Ehefrau ihren Notbedarl aus eigenen Mitteln decken
könnte. Das läuft auf eine ungerechtfertigte Begünstigung
der Gläubiger der Ehefrau auf Kosten des Ehemannes
hinaus. Für den Fall einer gegen den Ehemann gerichteten
Betreibung
hat das Bundesgericht bereits ausgesprochen,
dass die Ehefrau nicht mit höhern Beiträgen im Sinne
von Art. 192 und gegebenenfalls Art. 246 ZGB belastet
werden dürfe aus dem Grunde, dass der Ehemann Schulden
hat, also zu Gunsten von dessen Gläubigern (BGE 63 III
111). Ebenso ist die Pfändbarkeit des doch den Eltern
zufallenden Arbeitserwerbes unmündiger und in häuslicher
Gemeinschaft mit den Eltern lebender Kinder (Art. 295
ZGB) für die Gläubiger eines der Eltern verneint worden,
soweit dieser Arbeitsverdienst
den Kindern und dem
nicht betriebenen Elternteil zur Bestreitung des in den
betreffenden Kreisen üblichen Lebensaufwandes, nicht
etwa nur des minimalen, zu dienen hat (BGE 6Z III 116).
Dementsprechend
ist in dem vorliegenden Fall einer gegen
die
Ehefrau gerichteten Betreibung der Anspruch des
Ehemannes auf einen angemessenen Beitrag der Ehefrau
an die ehelichen Lasten zu wahren. Wenn die Ehefrau,
die sich
nicht auf die Führung des Haushalts beschränkt,
sondern
mit Willen des Mannes oder aus Notwendigkeit
dem Verdienste nachgeht, bereit ist, als ihren Beitrag an
die ehelichen Lasten ihren Notbedarf selbst zu decken
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und den Ehemann nur den darüber hinausgehenden,
dem Aufwand, der Familie entsprechenden Unterhalt
tragen zu lassen, so haben ihre Gläubiger das hinzu-
ne lUllen ; muss doch auch sonst der Gläubiger sich damit
abfinden, dass seinem vermögenslosen Schuldner vom
Arbeitserwerb so viel verbleibt, als er notwendig zum
Leben braucht, und ist doch die Verpflichtung des Ehe~
mamles zum Unterhalt der Ehefrau ausschliesslich im
Interesse der Ehefrau und der Familie und keineswegs
zum Vorteil der Gläubiger der Ehefrau aufgestellt. Über-
steigt aber der Lohn der Ehefrau ihren Notbedarf,und
ist der Ehemann nicht auf Leistungen aus diesem Über-
schuss angewiesen, so ist eine Lohnpfändung in ent-
sprechendem Betrage gerechtfertigt. . .••
SchuldheLreihungs-und KonkursrechL.
Poursuite et Faillite.
ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD-
BETREIBUNGS· UND KONKURSKAMMER
ARRTS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES
ET DES FAILLITES
23. Sentenza 24 dieembre 1940
neHa causa Unione di Bauche Svlzzere.
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Art. 106 e aeg. LEF: Anche il figlio minorenne! ehe rs destines 1\ la.
communaute domestique et dont iI use en falt ou, du moms,
peut user.
Ritenuto in fatto :
NeHe eseeuzioni 64485 e 64486 dell'Ufficio di Locarno
Carmen Tognetti, figlia dieiottenne dell'eseusso Pierino
Tognetti e eon lui eonvivente, rivendicava Ia proprieta
deI mobilio pignorato ehe si trova nelI'appartamento
eomune.
L'uffieio assegnava
all'Unione di Banche Svizzere, eredi-
trice procedente, il termine per agire a' sensi delI 'art. 109
LEF.
Insorgeva la ereditrioo, ehiedel1do che, in applieaziol1e
degli
art. 106/107 LEF, il termine per agire fosse assegl1ato
AS 66 1II -1940
7nviv co!
padre, dev'essere ritenuto compossessore deI mobili destmatl
aHa comunione domestica e di cui egli in fatto usa 0 puo usare.
Art. 106 ft. SchKG : Auch das minderjährige Kind des Schuldners,
das in dessen Haushalt lebt, hat Mitgewahrsam an den Fahr-
nissen, die der häuslichen Gemeinschaft zu dienen haben und
die es tatsächlich benutzt oder benutzen kann.
Art. 106 et 8'1). LP: L'enfant mineur qui vit avec le debiteur,
son pere, est copossesseur des objets mobili
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