Schuldbetreibuntls-und Konlrursrecht. No 7.
vigilanza, riseriata al giudice Ia questione dell'applicabi-
lita. in concreto dell'art. 265 LEF, ma.nteneva a fr. 100
mensili
la. quota sequestrabile a' sensi dell'art. 93 LEF.
B. -TI debitore ha interposto tempestivo ricorso al
Tribunale federale, a.dducendo in sostanza qua.nto segue :
La somma di fr. 400, ehe gli rima.ne dopo il sequestro,
ed iI gua.da.gno della. moglie basta.no al sostenta.mento
della. famiglia. Ma, poiehe il credito in escussione si ba.sa.
su UD attestato di ea.renza di beni rilaseiato in seguito
a fallimento, non toma applicabile in concreto l'art. 93
LEF. D'altra parte, il debitore dispone di un reddito ehe,
dato iI tenore di vita. eonforme alla sua nuova situazione,
non e snffioiente per fare risparmi, quindi per aeeumulare
nuovi beni.
Oonsiderando in diritto :
A sostegno deI suo modo di vedere il rieorrente puo
invocare la. sentenza di questa. Camera nella causa KibbeI
(RO 53 m 24), seeondo eui I'Ufficio di esecuzione, proce-
dendo
a.l sequestro, deve tenere eonto ehe in virtu di un
attesta.to di ca.renza di beni rilaseiato in sede fallim.entare
sono sequestrabili soIta.nto nuovi beni e deve perta.nto
lascia.re al debitore non tutto il salario ehe potrebbe
consumare, ma. una parte molto superiore al minimo
necessario al sostentamento.
Questa. sentenza non puo pero trova.re eonferma, poiche
non distingue nettamente le competenze dell'Autorita. di
sequestro e quelle dell'Uffieio di esecuzione.
Spetta. all'Autorlta.
di sequestro designare l'oggetto da
sequestrare : essa. deve esamina.re, sia. pure sommarlamente,
il merito e
non limi a.l controllo di requisiti formali.
Se si tratta di un credito fondato su un attesta.to di ea.renza
di beni rila.seiato in sede fa.1.limenta.re, deve indiea.re come
sequestrahiIe il salarlo entra.nte in linea di conto come
nuovo
attivo. In questo senso essa. puo pregiudicare la
deeisione ehe il giudice nella. procedura a.ccelerata prendera
sul punto di sapere se il debitore possegga effettivamente
Schuldbetreibungs. und Konkursreeht. No 8. 25
nuovi beni ; e cio si giustifiea poiehe l'Autorita di sequestro
domina sul sequestro. L'Uffieio di eseeuzione invece non
puo escludere dal sequestro, all'infuori dei beni previsti
degli
art. 92 e 93 LEF, nulla di eio ehe il deereto designa
eome oggetti
da sequestrare. Nel easo presente la Pretura
di Loearno si e rimessa nel suo deereto di sequestro
all'apprezzamento
dell'Uffieio di esecuzione; ma questo
apprezzamento va naturalmente inteso entro i limiti
delI'art.
93 LEF.
Oosl sta.ndo le eose, non oecorre esaminare se in conereto
Ia quota di salario sequestrata dall'Ufficio di Locarno si
ma.ntenga nei limiti previsti
dalla. sentenza KibbeI. D'altra
parte, iI rieorrente, nel suo gravame al Tribunale federale,
non pretende
piu ehe Ia quota sequestrata. violi il minimo
previsto dalI'art.
93 LEF ed insorge a torto, data. Ia
giurisprudenza
di questa. Oamera (RO 63 III pag. 107 e
seg.), eontro
il fatto ehe nel determina.re la quota sequestra-
bile
si e tenuto conto deI guada.gno della moglie nella.
misura in eui essa deve eontribuire alle spese relative
agli oneri deI matrimonio.
La Oamera esecuzioni e fallimenti pronuncia:
TI ricorso e respinto.
8. Entseheid vom 17. April 19-39 i. S. HaUer.
Lohnpfändung, Art. 93 SchKG: Der Notbedarf der Familie
kann der Lohnpfändung nicht entgegengehalten werden,
soweit er durch die von der Ehefrau geschuldeten Beiträge,
namentlich aus eigenem Arbeitsverdienst nach Art. 192
Abs. 2 ZGB gedeckt wird. Er erhöht sich anderseits um
die durch die Erwerbstätigkeit der Frau bedingte Ver-
teuerung des Haushaltes.
La 8aisie du aalaire, art. 93 LP, ne peut Jtre empechee f sr le
motif qu'il serait indispensable pour subvenir aux ins de la
familIe, si et autant que ces besoins sont couverts par les contri-
butions dues par la. femme, notamment si elle exerce activiM
remuneree (art. 192, a1. 2 00). En revanche, le montant
indispensable a la. famille pour subsister s'accroit dans la.
mesure Oll cette activiM de la femme augmente les frais du
menage.
Sohuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 8.
PigfWf"amento di Balario (art. 93 LEF) : Non si puo invoca.re il
minimo indispensa.bile al 8Ostentamento deUa famiglia in
qua.nto e eoperto dai eontributi ehe la mogIie deve versare
aU'economia domestica specialmente se esercita un'attivitA.
lucrativa. (art. 192 ep. 2 CC). D'altra parte, il minimo neces-
sario al sostentamento deUa famiglia si a.ccresce neUa misura
in eui l'attivita lucrativa deDa moglie aumenta le spese del-
l'economia domestica. .
Die kantonale Aufsichtsbehörde hat auf Beschwerde
der Gläubiger über die Ausstellung einer leeren Pfän.
dungsurkunde eine Lohnpfandung von Fr. 15.-im Monat
angeordnet,
auf Grund folgender Berechnung: Der
jährliche Notbedarf eines Ehepaares ohne Kinder betrage
Fr. 2500. Die Haushaltarbeit der Ehefrau des Schuldners
sei
im vorliegenden Falle auf Fr. 600.-im Jahr zu bewer-
ten, d. h. um etwa Fr. 250.-weniger als wenn sie alle
Haushaltarbeiten selbst besorgen könnte, statt einen Teil
davon wegen ihrer auswärtigen Erwerbstätigkeit durch
Drittpersonen besorgen lassen zu müssen. Es rechtfertige
sich,
den Gesamtbetrag von Fr. 3100.-von jedem Ehe-
gatten zur Hälfte tragen zu lassen, da der Barverdienst
des Mannes jährlich
Fr. 1730.-und der der Frau jährlich
Fr. 1500.-betrage. Somit habe jeder Ehegatte an die
ehelichen
Lasten Fr. 1550.-beizusteuern, die Ehefrau
bei Anrechnung ihrer Arbeit im Haushalt also noch
Fr. 950.-in bar, wozu eine Barleistung des Mannes von
Fr. 1550.-trete. Von seinem Lohn sei daher noch ein
Restbetrag von jährlich Fr. 1 0.-, monatlich Fr. 15.-,
frei, der gepmndet werden könne.
Diesen
Entscheid vom 17. März 1939 zjeht der Schuldner
an das Bundesgericht mit dem Hauptantrag auf gänzliche
Ablehnung einer Lohnptandung.
Die kuldbetreibungs-und Konkurskammer
zieht
in Erwägung :
Der Umstand, dass der Lohn des Schuldners nicht
ausreicht, um den Notbedarf der ganzen Familie, d. h.
hier der beiden Ehegatten zu decken, führt nicht notwendig
zur Ablehnung einer Lohnpiandung. Vielmehr ist auch
Schuldbetreibungs-und Konkursreeht. No 8. 27
das Arbeitseinkommen der Ehefrau als für den Haushalt
verfügbar zu betrachten, jedoch nur, soweit sie (nach
Art. 192, namentlich Abs. 2 ZGB) zu Beiträgen an die
Familienlasten verpflichtet ist.
Wenn diese (von den
Vollstreckungsbehörden vorfrageweise
zu bestimmenden)
Beiträge so
hoch sind, dass der Lohn des Schuldners den
Rest des Notbedarfs übersteigt, kann der Überschuss
gepfandet
werden; nicht zulässig ist aber eine stärkere
Heranziehung des Einkommens der Frau zur Erzielung
einer höhern
pmndbaren Lohnquote, was auf eine direkte
Haftung der Frau für die Schulden des Mannes hinaus-
liefe, wie sie nur unter besonderen Umständen besteht
und jedenfalls nur mit einer gegen die Frau selbst gerichte-
ten Betreibung geltend gemacht werden kann (BGE 63
III 105 ff.). Diesen Grundsätzen hält der angefochtene
Entscheid nicht stand. Er zählt den Wert der von der
Frau tatsächlich geleisteten Haushaltarbeit zum Not-
bedarf der Familie hinzu, als ob dieser Bedarf um so
grösser wäre, je mehr die Frau im Haushalt arbeitet.
Das Gegenteil trifft zu, was freilich gerade hier, aber in
anderm Sinne, eine Erhöhung des gegenüber der Pfandung
vorzubehaltenden Notbedarfs zur Folge hat. Besorgte die
Ehefrau des Schuldners lediglich den Haushalt, und zwar
sie allein, so müsste die Familie
mit dem normalen Not-
vorbehalt von Fr. 2500.-auskommen. Die ganztägige
auswärtige Arbeit
der Ehefrau bedingt dagegen normaler-
weise die Beiziehung von Drittpersonen für gewisse
Haushaltarbeiten und damit eine Verteuerung des Haus-
haltes, die sich in einer Erhöhung des gegenüber der
Lohnpiandung vorbehaltenen Notbedarfes ausdrucken
muss.
Diese Kosten für fremde Hilfe können bei den
vorliegenden Verhältnissen auf Fr. 20.-im Monat ver-
anschlagt
werden, so dass sich der jährliche Notbedarf
des Ehepaars auf Fr. 2740.-erhöht. Selbst wenn die
Ehefrau imstande wäre, trotz solcher auswärtiger Arbeit
den Haushalt auch noch allein zu besorgen, wäre sie doch
nicht verpflichtet, dies zu Gunsten der Gläubiger des
Schuldbet.reibungs. und KonkUl'l!l'echt (Zivilabteilungen). N0 9.
Mannes zu tun'; und wenn sie es tut, braucht daraus
diesen Gläubigern kein Vorteil zu erwachsen; vielmehr
ist auch in diesem Falle der Notbedarf der SchuIdner-
familie
im erhöhten Betrage zu berechnen, was einer
gerechtfertigten Ermässigung
der Barbeiträge der Ehefrau
gleichkommt.
Im vorliegenden Falle lässt sich bei Berechnung von
jährlich
Fr. 240.-für fremde Hilfe im Haushalt, also
bei Bemessung des
NotOOdarfs der Familie auf Fr. 2740.-
im Jahr, der Ehefrau höchstens ein Beitrag von Fr. 1000.-,
d. h. 2/3 ihres Arbeitsverdienstes, zumuten, was zusam-
men mit ihrer Hausarbeit etwa den Gegenwert ihres
eigenen Unterhaltes ausmacht. Mehr darf ihrem Arbeits-
einkommen
nicht zu Gunsten d"er Gläubiger des Mannes,
der diesen Beiträgen entsprechend in seinen eigenen Auf-
wendungen
für die Familie entlastet wird, entzogen
werden,
da eben eine persönliche Haftung der Frau nicht
in Betracht fällt. So ergibt sich ein vom Manne zu dek-
kender
Notbedarf von Fr. 1740.-, wozu sein eigener
Lohn von Fr. 1730.-nicht einmal ausreicht, so dass
nichts Pfändbares übrigbleibt.
Demnach erkennt die 8chuldbetr.-u. Konkurskammer :
Der Rekurs wird gutgeheissen und die von der kanto-
nalen Aufsichtsbehörde angeordnete Lohnpf"andung auf-
gehoben.
11. ENTSCHEIDUNGEN DER ZIVILABTEILUNGEN
ARMTS DES SEarIONS CIVILES
9. Urteil der II. Zfvilahteilung vom 17. Februar 1939 i. S. BeU
gegen Balslger und Kottmann.
KoUl!katiory,sklage im onkur8 (Art. 250 SchKG) auf Zulassung
emer lDl KollokatIOnsplan weggewiesenen oder auf Weg-
weisung einer im Kollokationsplan zugelassenen Forderung:
Sehuldbetreibungs. und Konkursrecht (Zivilabteilungen). N° 9.
-Gegenstand des Urteils ist nicht der Bestand der For-
derung, sondern bloss die Teilnahme am Konkurserlös (Art.
261 SchKG); das Kollokationsurteil schafft nicht Rechtskraft
über das Konkursverfahren hinaus, zwischen Gläubiger und
Schuldner.
-Demgemäss wird der Streitwerl (wenigstens für das bundes-
gerichtliehe Verfahren, Art. 59 OG) nicht durch den For-
derungsbetrag, sondern durch die darauf höchstens ent-
fallende Konkursdividende bestimmt (Änderung der Recht-
sprechung, mit Zustimmung der andern Abteilungen des
Bundesgerichtes ).
Demande en modification de l'etat de collocation (art. 250 LP) ten-
daute a faire admettre ou ecarter une creance :
-Le iugement ne porte pas sur l'existence meme de la creance,
mais seulement sur le droit a une part dans la distribution des
deniers (art. 261 LP) ; il n'a d'effets que dans la procedure de
faillite et ne touche point aux rapports du creancier et du
debiteur entre eux.
-I.a valeur litigieuse (du moins pour le Tribunal federal, art. 59
OJ) n'est pas egale au montant de la creance, mais a celui du
dividende maximum afferent a celle-ci (changement de juris-
prudence d 'accord avec les autres chambres du Tribunal
lederal).
Azione tendente ad impugnare la graduatoria (art. 250 LEF) per
far ammettere 0 stralciare un credito :
-La 8entenza non statuisce sull'esistenza stessa deI credito, ma
soltanto sul diritto ad una parte nella ripartizione deUa somma
ricavata (art. 261 LEF) ; esplica effetto soltanto neUa proce-
dura falIimentare e non tocca i rapporti tra creditore e debi-
tore.
-Il valore litigio80 (almeno pel Tribunale federale, art. 59 OGF)
non e eguale all'importo dei credito, ma a quello dei dividendo
massimo spettante a questo creruto. (Cambiamento di giuris-
prudenza d'accordo con le altre sezioni deI Tribunale federale) .
Im Konkurs über die ausgeschlagene Verlassenschaft
des Dr.
Kottmann in Kriens wurde Dr. Bell mit einer
Schadenersatzforderung
von Fr. 10,000.-im Kollokations-
plane zugelassen. Zwei andere Konkursgläubiger erhoben
gegen
ihn gemäss Art. 250 SchKG Klage auf Wegweisung
dieser Forderung. Die kantonalen Gerichte, das Ober-
gericht des
Kantons Luzern mit Urteil vom 21. Dezember
1938, haben diesem Antrag entsprochen. Der Beklagte
legt dagegen Berufung
an das Bundesgericht ein mit dem
Begehren
um Rückweisung der Sache und (eventuell) Ab-
weisung
der Klage. Nach einer Bescheinigung des Kon-
kursamtes Kriens-Malters kommt den Gläubigern 5. Klasse