BGE 64 III 117
BGE 64 III 117Bge30 juin 1938Ouvrir la source →
116 huldbetreiblUlgs-und Konkursrecht (Zivilabteilungen). No 27.
missible si l'o devait voir dans l'action de l'art. 279 LP
une aotion « f?rmatrice » (Gestaltungsklage), tendant uni-
quement a l'annulation du sequestre, action dans laquelle
la question de la Iegitimite de oette mesure serait pure-
ment prejudioielle a la decision au fond et ne pourrait
faire pour elle-meme l'objet d'une instance (en ce sens,
Tribunal superieur de Zurich, Blätter für zürcher. Reohts-
sprech., 9 n° 54 et 31 n° 156, ainsi que ST.AUFFER, 10c. cit.).
Sans prendre· parti sur ce point, on pourrait encore
objecter qu'un jugement prononc;ant l'annulation du
sequestre durant la faillite aurait un interet dans le cas
Oll, celle-ci etant revoquoo, le sequestre reprendrait force :.
cette eventualite n'etant exclue qu'a la cloture de la
faillite, c'est des cette date seulement (en l'espece le
4 novembre 1936) que-se prescrirait l'action en dommages-
interets. Mais cette question peut, comme la precedente,
demeurer indecise, car on ne saurait en l'espece faire
compIete abstraction du jugement qui a ete rendu pen-
dant la faillite Hofer sur le cas de sequestre et qui est
devenu definitif le 6 mars 1936.
En effet, a supposer meme que la prescription fUt
acquise, le defendeur ne serait pas fonde a l'invoquer.
C'est peut-etre a tort que, la faillite ayant fait tomber le
sequestre,
l'administration a oode a Servet l'action en
contestation de l'art. 279 LP. Mais Reichert n'a pas
porte plainte contre cette n:tesure. C'est peut-etre a tort
egalement que les tribunaux genevois se sont a nouveau
saisis de cette action et ont prononce l'annulation d'un
sequestre deja caduc. Mais le defendeur n'a souleve
aucune objection et n'a pas requis la radiation du role ;
il a au contraire accepte le proces et suivi en cause. TI
a ainsi consenti a ce qu'un point prejudioiel a l'action
en dommages-interets dont il etait menace fUt tranche
de cette maniere. Dans ces conditions, il ne saurait,
sans violer les regles de la bonne foi, se prevaloir de la
prescription qui serait intervenue entre temps. TI a en
realite admis que la prescription annale de l'action en
Schuldbetreibungs-und Kcnkursrecht (Zivilaoteilungnn). No 28. 117
dommages-interets ne Commelll;at a courir que des le
jugement statuant sur le cas de sequestre. A cetegard,
la demande deposoo le 19 aout 1936, soit moins d'une
annoo apres que Reichert eut retire l'appel forme contre
l'annulation du sequestre, ne serait, en tout etat de cause,
pas prescrite.
Par ces mOli/s, le Tribunal /ederal
admet le recours en ce sens qu'il annule l'arret attaque
et renvoie la cause a la Cour de Justice civile pour qu'elle
statue au fond.
28. Urteil der II. Zivil&bteilung vom a4. Juni 1938
i. S. Alder gegen Z'Brun.
Eingetragener E i gen t ums vor b eh alt. Haftung des Be-
treibungsbeamten wegen Nichtbeachtung des Eintrages bei
Pfändung und Verwertung der betreffenden Sache? Nur
wenn das Eigentumsrecht vom eingetragenen Dritten selbst
oder vom betriebenen Schuldner geltend gemacht wird, hat
der Betreibungsbeamte es zu beachten und darüber sowie
über die behauptete Restforderung des Dritten das Wider-
spruchsverfahren zu eröffnen.
Art. 715 ZGB, 106 ff. SchKG, 18 der Verordnung vom 19. Dez. 1910
über die Eintragung der Eigentumsvorbehalte. Kreisschreiben
Nr. 29 der SchKK vom 31. März 1911 und Nr. 14 des Bundes-
gerichtes vom 11. Mai 1922.
Reserve de propri&e inscrite. Responsabilite du prepose aux pour-
suites pour n'avoir pas tenu compte de l'inscription lors de la
saisie et de la realisation de la chose grevee ? C'est seulement
~ans le cas on le tiers proprietaire inscrit ou le debiteur pour-
suivi invoque le droit de propriete, que le prepose aux pour-
suites doit le prendre en consideration et introduire la procedure
en revendication au sujet du droit de propriete et du droit
pretendu du tiers au solde du prix.
(Art. 715 CC ; 106 et sv. LP ; 18 ord. du 19 decembre 1910 BUr
l'inscription des pactes de reserve de propriete. Circulaire
n° 29 de la Chambre des poursuites et des faillites, du 31 mars
1911 et n° 14 du Tribunal federal, du 11 mai 1922.)
RiBe/l'Va cU proprietd iscritta. Responsabilita dell'ufficiale di ese·
cuzione per non aver tenuto conto dell'iscrizione allorche la
118 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht (Zivilabteilungen). N0 28. cosa gravata', fu pignorata e' venduta f Soitanto quando il terzo proprietario iscritto od il debitore escusso invoca il diritto di proprietA, l'ufficiale deve prenderlo in conside- razione ed iniziare Ia procedura di rivendicazione circa il diritto di proprietA ed il preteso diritto deI terzo al saldo deI prezzo (an. 715 CC, 106 e seg. LEF, 18 deI Regolamento 19 dicembre 1910 concernente l'iscrizione dei patti di riserva della proprietA, Circolare n° 29 della Camera esecuzioni e fallimenti (deI 31 marzo 1911) e Ciroolare n° 14 deI Tribunale federale (dell'undici maggio 1922). Der Kläger Alder lieferte dem Bauunternehmer Schneller im Frühjahr 1935 ein Personenautomobil und einen Last- wagen zum Preise von Fr. 7000.-, der am 1. Mai 1935 bezahlt werden sollte. Er behielt sich im Kaufvertrage das Eigentum bis zur völligen Abzahlung des Preises vor und liess den Eigentmllsvorbehalt im Register des Betrei- bungsamtes Leuk eintragen, in dessen Bezirk Schneller wohnte. Die beiden Wagen wurden dann von diesem Be- treibungsamt in einer von der Volksbank A.-G. Siders gegen Schneller angehobenen Betreibung im August 1935 gepfändet, ohne Benachrichtigung des Klägers und Durch- führung eines Widerspruchsverfahrens über dessen im Register vermerkt gebliebenen Eigentumsvorbehalt. We- nige Wochen vor dem am 25. März 1936 über Schneller eröffneten Konkurse versteigerte das Betreibungsamt die beiden Wagen für bloss Fr. 50.-, nachdem ein früherer Zuschlag für Fr. 2800.-mangels Erfüllung der Stei- gerungsbedingungen hatte widerrufen werden müssen. Mit der vorliegenden Klage belangt Alder den Betrei- bungsbeamten von Leuk auf Schadenersatz. Er macht als Schadensposten geltend: den von Schneller nicht begli- chenen Rest des Kaufpreises = Fr. 3534.-, mit Zins, ferner Reperatur-und Garagekosten von Fr. 399.80 und Fr. 166.-, je mit Zins, und sodann einen Betrag von Fr. 500.-zum Ausgleich einer Beeinträchtigung seines Kredites_ Vom Kantonsgericht des Kantons Wallis am 16. März 1938 abgewiesen, hält er mit Berufung an das Bundesgericht an seinen Begehren fest. I Schuldbetreibungs-und Konkursrecht (ZivilabteilungE'n). XO 28. 1I~ Das Bundesgericht zieht in Erwägung : Für den Ausfall von Reparatur-und Garagekosten kann eine Haftung des Betreibungsbeamten nicht in Frage kommen. Der Kläger hätte dafür ein Retentionsrecht aus- üben können (Art. 491 OR, 895 ZGB). Im übrigen steht dahin, wieweit der Kläger durch das Vorgehen des Betrei- bungsbeamten geschädigt worden ist. Es kann nicht ohne weiteres angenommen werden, dass er mit Erfolg auf ein den ganzen Kaufpreisrest deckendes Verwertungsergebnis hätte hinwirken können oder dass er bei Rücknahme der beiden Wagen und Abrechnung gemäss Art. 716 ZGB zu einem dem Preis entsprechenden Gewinn gelangt wäre. Indessen muss die Klage, wie das Kantonsgericht zutref- fend entschieden hat, schon daran scheitern, dass es an einem Haftungsgrunde gebricht. Ein vom Veräusserer einer beweglichen Sache ausbedun- gener Eigentmnsvorbehalt muss, um wirksam zu sein, am jeweiligen Wohnort des Erwerbers in dem vom Betrei- bungsbeamten zu führenden öffentlichen Register einge- tragen sein (Art. 715 ZGB). Die Eintragung hat zur gül- tigen Vereinbarung hinzuzutreten. Sie begründet aber keine Vermutung dafür, dass der Eigentumsvorbehalt zu Recht bestehe und, wenn er gültig begründet war, noch bestehe und nicht etwa zufolge seitheriger völliger Tilgung des Erwerbspreises dahingefallen sei. Daraus erklärt es sich, dass der Betreibungsbeamte den Eintrag nicht zunächst als Ausweis über den (Fort-) Bestand eines gül- tigen Eigentumsvorbehaltes und der den Vorbehalt bedin- genden Kaufpreisforderung zu erachten hat. Art. 18 der Verordnung über die Eintragung der Eigentumsvorbe- halte vom 19. Dezember 1910 entbindet ihn ausdrücklich von jeder Verpflichtung, bei Pfändung von Gegenständen im Register nach allenfalls eingetragenen Eigentumsvor- behalten Nachschau zu halten und die Rechte des ver- zeichneten Eigentümers in der Pfändungsurkunde von Amtes wegen vorzumerken. Damit ist gesagt, dass das
120 Schuldbetreibungs-und Konkursreeht (Zivilabteilungen). N° 28. Widerspruchsverfahren nach Massgabe des Kreisschreibens Nr. 29 der Sc);mldbetreibungs-und Konkurskammer des Bundesgerichts'vom 31. :März 1911 (das ergänzt wird durch das Kreisschreiben Nr. 14 des Bundesgerichts vom 11. Mai 1922) nicht von Amtes wegen, sondern nur auf den Antrag eines Beteiligten, d. h. dann einzuleiten ist, wenn ein Beteiligter das Vorliegen eines dem Eintrag entsprechenden Eigentumsrechtes behauptet. Die allgemeine Vorschrift des Art. 106 SchKG setzt ja gleichfalls voraus, dass Dritt- eigentum nicht bloss irgendwo vermerkt, sondern vom Schuldner oder vom Dritten selbst als vorhanden behaup- tet werde. Hier lag aber nichts derartiges vor. Weder der Kläger noch der Schuldner Schneller meldete ein Dritt- eigentumsrecht an. Die vom Angestellten des Schuldners an den Betreibungsbeamten gerichtete Frage enthielt weder ein Begehren noch die Behauptung, der Kläger sei wirklich (noch) Eigentümer der'gepfändeten Gegenstände, und ebensowenig machte die betreibende Gläubigerin (entgegen ihrem Interesse) einen solchen Anspruch des Klägers geltend, als sie, auf den angeblichen Eigentumsvor- behalt zu Gunsten eines nicht einmal genannten Dritten anspielend, das Betreibungsamt für· die allfälligen Folgen der Unterlassung, andere Gegenstände zu pfänden, haftbar erklärte. Niemand gab beim Betreibungsamt eine Erklä- rung ab, die darauf abzielte, die Rechte des Klägers zur Geltung zu bringen. Daher brauchte sich der Betreibungs- beamte nach dem Gesagten nicht um den im Register verbliebenen Eintrag zu kümmern. Demnach erkennt das Bundesgericht : Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Kan- tonsgerichtes des Kantons Wallis vom 16. März 1938 bestätigt. Siehe auch Nr. 29. -Voir aussi N0 29. ßankengesetz. No 29. B. Bankengesetz. Lai sur les banques. URTEILE DER ZIVILABTEILUNGEN ARRiTS DES SECTIONS CIVILES 29. Urteil der 11. Zirilabteilung vom 30. Juni 1938 121 i. S. Wever & Oie Itonkursmasse gegen Basler X&ntonalbank. .Für Kollokationsklagen sind, auch im Konkurs einer Bank, die Gerichte des Konkursortes zuständig und ist anderseits die sachliche Zuständigkeit von der kantonalen Gesetzgebung zu ordnen. Art. 22 und 250 SchKG. Das Bundesrecht verlangt nicht, dass solche Klagen durch das eigentliche Konkurs- gericht beurteilt werden, das nach Art. 36 Abs. 5 des Banken- gesetzes in jedem Kanton als einzige Instanz einzusetzen ist (für die Konkurseröffnung und andere das eigentliche Kon- kursverfahren betreffende Entscheidungen, sowie für die Beurteilung von Beschwerden gegen den Sachwalter gemäss Abs. 2 daselbst) . . Art. 30 der bundesgerichtlichen Bankennachlassverordnung legt für Kollokationsklagen gleichfalls nur den Gerichtsstand und nicht auch die sachliche Zuständigkeit fest. Pour les actions en contestation de l'etat de collocation d'une faillite de banque, la competence rauone looi appartient aux tribunaux du lieu de l'ouverture de la faillite (art. 250 LP) ; la competence ratione materiae est regie par le droit cantonal (art. 22 LP). Le droit federal n'exige pas que les actions en contestation de l'etat de collocation soient portees devant l'autorite cantonale instituee comme juge unique de la faillite conformement a l'art. 36 de Ia loi sur les banques (pour prononcer l'ouver- ture de la faillite et prendre d'autres decisions relatives a la procedure de faillite proprement dite, et pour statuer sur les plaintes dirigees contre les decisions de l'administration de la faillite, art. 36 a1. 2).
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