BGE 64 II 83
BGE 64 II 83Bge1 juin 1926Ouvrir la source →
Familienrecht. No 18. Oon8iderant en droit : D'apres l'art. 328, l'assistanceincombe uniquement aux parents en ligne directe ascendante et descendante ainsi qu'aux freres et soours, mais a l'exclusion da leurs conjoints. Pour decider si l'intimee est tenue -de fournir des aliments a son pere, on ne peut par consequent tenir compte qua de sa fortune et de ses ressources personnelles, autrement dit de ce qu'elle possederait en propre ou, le cas echeant, de ce qu'elle pourrait se procurer par son travail. Pour ce qui est de ce dernier point, la question ne se pose pas, car il semble bien etabli -et le recourant ne l'a pas conteste -que les besognes du menage, auquel elle est seule a pourvoir, et les soins a donner arenfant occupent suffisamment.l'intimee pour l'empecher de con- sacrer meme une partie de son temps a un travail remune- rateur. D'autre part, en fait de fortune, il est egalement eonstant que les seuls biens que possMe l'intimee, a part ses hardes, consistent en quelques meubles qui lui ont ete donnes au moment de son mariage, en un peu d'argenterie, en une bague .et un manteau d'astrakan, achete en 1924. S'il s'agissait la d'objets dont la valeur depassat de beau- coup celle d'objets de meme genre mais d'une utilite egale, ou d'objets de prix sans utilite immediate et d'une realisation profitable, on pourrait etre amene a faire etat de leur valeur pour COllsacrer dans une certaine mesure l'obligation de l'intimee de -contribuer a l'entretien de son pere. Mais il ressort egalement de l'arret attaque que cette condition n'est pas realisee. Non seulement la Cour-retient que les objets dont il s'agit ne eonstituent pas une fortune susceptible d'etre realisee, mais elleajoute expressement -ce qui lie le Tribunal federal -que tout permet de penser que eesbiens sont a peu pres demums de valeur marchande. On ne saurait done an tenir eompte non plus. C'est en vain enfin qu'on voudrait invoquer en l'espece Sachenrecht. N<> 19. 83 'l'art. 160 CC. Cette disposition eonfere simplement a la femme le droit d'exiger ce qui est necessaire a son propre entretien, d'apres sa situation sociale, et ce n'est que dans cette mesure-Ia que les sommes qu'elle rec;oit de son mari eonstituent des biens propres (RO 45 1I. p. 511/512).Ce sont done egalement les seuls qu'elle pourrait etre eventuellement tenue d'affecter a l'acquitte- ment de sa dette alimentaire envers ses parents. Or, en l'espece, si l'on t:ent compte des gains du mari , il est a presumer que dans la situation du menage le mari n'est pas en etat de donner a sa femme plus que cequi Iui est strictement necessaire. Le Tribunal federal prononce: Le recours est rejete et l'arret attaque est conflrme. III. SACHENR.ECHT DROITS REELS 19. Urteil der 11. Zivllabteilung vom 14. Kirz 1938 i. S. A. ltreis 84 Oie gegen Pfyl-Deck, Eonkursmasse •. Was Be s t an d teil ein e r S a. c h e, insbesondere eines GrundStückes ist, entscheidet sich nach den in Art. 642 ZGB aufgestellten Begriffsmerkmalen. Ö r t 1 ich e Ans c hau - u n gen, die diesen Merkmalen nicht entsprechen, sind nicht anzuerkennen, wohl aber solche, die sich in deren Rahmen halten (Erw. I}. Durch einen Ortsgebrauch, wonach elektrische Licht-und Kraft- anlagen als Gebäudebestandteil zu gelten haben, ist nicht fest- gelegt, dass dies auch für 1 e ich tab t ren n bar e T eil e solcher Anlagen gelten soll. Nach Art. 642 ZGB ist es nicht der Fall ; daher ist ein gültig begründeter E i gen t u nl S - vorbehalt des Verkäufers zu schützen (Erw. 2).
81 SM'hellrecht. N° 19. Eine bloss t~ilweise Rücknahme gelieferter, Gegenstände ist nicht ,nach Art. 71'6 ZGB durch Rückerstattung erhaltener, Abzah- lungen bedingt, wenn der Wert der zurückzunehmenden Gegen- stände die ungetilgte Restforderung nicht übersteigt. (Erw.3). A. -Über den, Eigentümer des Kurhauses Stoos in l\Iorschach wird der Konkurs durchgeführt. Das Hotel ist mit einer elektrischen Lichtsignal-und Haustelephon- anlage versehen, welche die Klägerin geliefert und einge- richtet, hatte unter eingetragenem Vorbehalt ihres Eigen- tums an den gelieferten Gegenständen bis zur völligen Abzahlung des Preises. Die restliche Preisforderung von Fr. 4459.-ist anerkannt und in 5. Klasse kolloziert. Dagegen betrachtet die Konkursmasse die Anlage als Bestandteil des Gebäudes und demgemäss den Eigentums- vorbehalt der Klägerin als unwirksam. Die gegen die Masse angehobene Klage geht auf Anerkennung des vorbe- haltenen Eigentums und Aussonderung von soviel Gegen- ständen als zur Deckung der Restforderung nötig sind. Die Klägerin verlangt eine Schätzung der zurückzuneh- menden Gegenstände durch Expertise; sie beansprucht Mietzins sowie Entschädigung für Abnützung gemäss Art. 716 ZGB. B. -Das Bezirksgericht Schwyz und ebenso das Kan- tonsgericht, dieses mit Urteil vom 20. Oktober 1937, haben die Klage in Anwendung von Art. 642 ZGB und § 141 des schwyzerischen EG zum ZGB abgewiesen. Diese kantonale Bestimmung bezeichnet als Bestandteile unbeweglicher Sachen nach Ortsgebrauch namentlich (2) « alle durch Menschenhand mit dem Boden oder einem Gebäude in eine ihrer Bestimmung nach dauernde Verbindung ge- brachten Gegenstände, ,so ... alles was in einem Gebäude niet-und nagelfest ist ; .. , die mit dem Gebäude baulich verbundenen Einrichtungen, wie ... elektrische Licht-und Kraftanlagen, ... Röhrenleitungen .,. u. dgl. ». Hier ist festgestellt, dass, mit Ausnahme der Glühlampen und der in einem tragbaren Holzkasten eingesetzten Akkumula- torenbatterie, alle Apparate und Leitungen der beiden Sachenrecht. N° 19. 85 Anlagen mit dem Hotelgebäude durch Schrauben ver- bunden sind und die Leitungen vielfach durch Wände und Decken führen. O. -Mit Berufung an das Bundesgericht hält die Klä- gerin an ihrem Begehren fest. Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
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Sachenrecht. No 19.
sind. AlsdaJ?n ergibt sich die Entscheidung unmittelbar
auf Grund des eidgenössischen Rechtes. Nur wo dies nicht
zutrifft, ist ß,aum für besondere örtliche Anschauungen.
Und nur, soweit solche Anschauungen, ohne mit dem recht-
lichen Grundbegriff des
Art. 642 ZGB in Widerspruch zu
geraten, wirklich bestehen, ist darauf abzustellen, während
sonst die Lösung auf dem Boden des eidgenössischen
Rechtes,
durch Auslegung der erwähnten Bestimmung,
zu gewinnen ist. Zutreffend normiert das schwyzerische EG
zum ZGB den Ortsgebrauch denn auch ausdrücklich nur
« innerhalb der Schranken des ZGB )), und dementsprechend
geht das Kantonsgericht von der Regel des Art. 642 ZGB
aus,
um dann den Ortsgebrauch ergänzend, zur nähern
Bestimmung, heranzuziehen.
2.
-Die beiden von der Klägerin gelieferten und einge-
richteten Anlagen sind nicht derart im Gebäude aufge-
gangen,
dass die Gegenstände, aus denen sie sich zusam-
mensetzen,
nicht mehr festgestellt und nötigenfalls auch
wieder aus dem Gebäude entfernt werden könnten. Sie
sind aber, namentlich durch die Laitungsdrähte, so fest
mit dem Gebäude verbunden, dass der Anwendung der
kantonalen Bestimmung, wonach elektrische Licht-und
Kraftleitungen Gebäudebestandteil sind, grundsätzlich
nichts im Wege steht. Es frägt sich nur, ob auch die ohne
Veränderung des körperlichen Bestandes des Hotelge-
bäudes abtrennbaren Glühlampen und die ebenso abtrenn-
bare Akkumulatorenbatterie, als Teil der gesamten elek-
trischen Anlage, einzubeziehen seien oder
ob sie als Sachen
für sich zu gelten haben, an denen dann auch das Eigen-
tum der Klägerin wirksam vorbehalten erscheint. Die
erwähnte kantonale Bestimmung löst diese Frage nicht,
und auch im übrigen ist ein Ortsgebrauch nicht nachge-
wiesen.
Daher kann ungeprüft bleiben, ob derartige leicht
abtrennbare Teile einer elektrischen Hausinstallation
überhaupt kraft Ortsgebrauches Gebäudebestandteil sein
könnten, obwohl es an der festen körperlichen Verbindung
gemäss Art. 642 Abs. 2 ZGB fehlt. Jedenfalls ist auf dem
Sachenrecht. N° 19.
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Boden der Auslegung dieser Bestimmung, was nach dem
Gesagten allein noch in Frage kommt, der Lösung der Vor-
zug zu geben, welche die Bestandteilseigenschaft solcher
leicht abtrennbarer Gegenstände verneint. Die wirtschaft-
liche
Verbundenheit der gesamten Anlage rechtfertigt
keine abweichende Entscheidung. Wer das Gebäude mit
der elektrischen Anlage ohne jene abtrennbaren Gegen-
stände erwirbt, mag dafür Ersatz beschaffen, um die An-
lage gebrauchen zu können. Das Anbringen der Ersatz-
stücke wird ebenso leicht sein wie die Abtrennung der von
der Klägerin gelieferten Stücke es ist. Der Schutz des
Aussonderungsbegehrens der Klägerin, soweit es die
Glühlampen
und die Batterie betrifft, läuft also auch nicht
etwa auf eine Zerstörung wirtschaftlicher Werte hinaus,
um deren Vermeidung willen allenfalls eine ausdehnende
Auslegung des Bestandteilbegriffes sich aufdrängen möchte.
Endlich lässt sich nicht einwenden, die leicht abtrenn-
baren Gegenstände hätten ohnehin dem Schicksal des Ge-
bäudes zu folgen, weil sie mindestens als dessen Zugehör
gelten müssten. Freilich handelt es sich um Zugehör z~
Anlage und damit auch zum Hause, trotz des von der a
gerin vorbehaltenen Eigentums (BGE 56 II 186). Es 1st
aber bereits entschieden worden, dass sogar die Rechte
gutgläubiger Grundpfandgläubiger hinter dem in richtiger
Form vorbehaltenen Eigentum eines Dritten zurückzu-
treten haben (BGE 60 II 195 ff.). Umsomehr hat das
Dritteigentum Bestand gegenüber den blossen Beschlgs
rechten der andern Konkursgläubiger, die sich gar DIcht
auf eine Rechtseinräumung durch den Gemeinschuldner
stützen.
3 . ....,-Der Aussonderungsanspruch der Klägerin ist nicht
nach Art. 716 ZGB durch eine Rückerstattung empfan-
gener Abzahlungen bedingt, da er nur einen Teil ihrer
Lieferung erfasst, dessen Wert den Betrag ihrer Restfor-
derung nicht übersteigt. Auf diese Forderung sin di nun
zurückzugebenden Gegenstände anzurechnen illlt lm:
em
Lieferllngswert,vermindert um einen angemessenen Miet-
88
Obli""tionenrecht. N0 20.
zins und eine; Entschädigung für Abnützung, worüber noch
Beweis zu führen ist.
Demnach erkennt das Bunde8gerickt :
Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, das Urteil
des Kantonsgerichtes von Schwyzvom 20. Oktober 1937
aufgehoben
und die Aussonderungsklage hinsichtlich der
Glühlampen und der Akkumulatorenbatterie geschützt,
im übrigen dagegen abgewiesen.
Zur Entscheidung über die Forderungen aus Art. 716
.ZGB wird die Sache an das Kantonsgericht zurückgewiesen.
IV.
OBLIGATIONENRECHT
DROIT DES OBLIGATIONS
20. Urteil der I. Zivilabteilung vom 1. Febrl1ar 1938 .
gegen Journaliag A.-G., GJarus.
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