BGE 64 II 329
BGE 64 II 329Bge3 janv. 1933Ouvrir la source →
328 Motorfahrzeugverkeilr. N° 52. il a ere distr~t ou bien sa glace avant etait couverte d'une buee. Dans l'un et l'autre cas, son imprudenceest indiscutable. Lorsqu'un conducteur roule da nuit a 100 km. a l'heure, son attention doit etro tendue jusqu'a l'extreme porree de ses phares, puißque c'est aussi a 100 km. a l'heure ou davantage que se rapprochera l'objet mobile ou immo- bile qui surgira dans la lumiere. Les phares du demandeur etaient excellents ; ils eclairaient tres bien a 200 metros. Or la machine de Trossi se trouvait a 150 m. environ du chemin prive de Nid Fleuri lorsque l'avant de la voiture d'Andreen sortait. Si donc le demandeur avait prere toute son attention a la route Oll si la glace n'avait pas ere embuee, il aurait eu le temps de manoouvrer de maniere a eviter la collision ou du moins d'etro exempt de faute.TI aurait pu ramener sa vitesse a. une allure normale et manifester assez tot par le klaxon sa volonre d'exercer le droit de priorire. Qua si, neanmoins, Andre avait alors essaye de forcer le passage, toute la faute serait retombee sur lui. Les deux parties sont donc en faute. 8. -La faute. concomitante du defendeur fait reduire l'indemnire en vertu de l'article 44 CO pour la partie du dommage subi par la sociere cedante et en vertu des articles 38 et 37 al. 3 LA pour le dommage subi par le demandeur personnellement. Peu importe que le proces soit conduit par la S. A. Garage et ateliers du Kursaal ou par le cessionnaire Trossi; le defendeur peut naturellement opposer a ce dernier les exceptions et objections qu'il a contre lui personnellement (art. 169 CO). La faute du defendeur apparait sensiblement moins grave que celle du demandeur. C'rculer a la vitesse de 100 km. a l'heure sans voir ou sans regarder a plus d'une trentaine de metros devantsoi constitue une faute des plus lourdes. Un partage des responsabilites a raison de 2/3 a la charge du demandeur et de 1/3 a la charge du defendeur tient compte equitablement des circonstances. 9. -(Determination des dommages-inrerets.) MarkenHchlltz. N° 53. 329 Par ces moti/s, le T1"ibunal lifUral admet partiellement le recours et reforme le jugement de la Cour civile vaudoise dans ce sens que le defendeur est condamne a payer au demandeur 829 fr. 45 avec inreret a 5 % des le 17 novembre 1935. vrr. MARKENSCHUTZ PROTECTION DES MARQUES DE FABRIQUE 53. Auszug aus dem Urteil dar I. Zivilabtei1\Ulg vom 21. Juni 1938 i. S. Katal A.-G. gegen Spinner. M a r k e n r e eh t. -Wie der ein t rag u n g einer g e - lös c h te n M ar k e, Art. 10 MSchG. Bedeutung der Sperrfrist. Die Sperrfrist greüt nur Platz, wenn der frühere Inhaber der Marke durch Gebrauch ein materielles Marken- recht erworben hat. Verzicht auf die Sperrfrist zu Gunsten bestimmter oder beliebiger Dritter. A. -Der Kläger will ein Verfahren zur Verflüssigung von Kampfer erfunden haben, das er der Organa S. A. zur Verfügung stellte. Diese hinterlegte am 15. November 1935 beim eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum u. a. folgende Fabrik-und Handelsmarken für medizi- nische, pharmazeutische, chemische und kosmetische Prä- parate: Ketosol (Nr. 87,083), Ketochin (Nr. 87,084) und Spiroketon (Nr. 87,086). Durch Vertrag vom 4. Oktober 1935 verzichtete die Organa S. A. zu Gunsten des Klägers auf alle Ansprüche an seinem Verfahren sowie auf die von ihr hinterlegten Marken. Der Kläger liess am 7. Oktober 1936 beim eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum die Marken Ketosol(Nr.89,614), Ketochin (Nr. 89,615) und Spiroketon Nr. 89,616) für me- dizinische Präparate auf seinen Namen eintragen. Die Beklagte, die sich ebenfalls mit der Herstellung und dem Vertrieb chemisch-pharmazeutischer Präparate be-
330 Markenschutz. No 53. fasst, hinterl~gte am 23. April 1937 für ihre Produkte u. a. die Marken:. Ketol (Nr. 90,400), Ketachin (Nr. 90,401) und Spirokellal (Nr. 90,402). B. -Im . vorliegenden Prozess verlangt der Kläger Ungültigerklärung der Marken der Beklagten, die Beklagte vermittelst Widerklage Ungültigerklärung der Marken des Klägers. Das Handelsgericht des Kantons Zürich hat durch Urteil vom 5. Oktober 1937 die Marken der Beklagten Ketal, Ketachin und Spiroketal als ungültig erklärt und dem- gemäss -ihre Löschung verfügt ; die Widerklage ist abge- wiesen worden. C. -Gegen dieses Urteil hat die Beklagte beim Bun- desgericht Berufung eingelegt mit den -Anträgen, die Klage sei abzuweisen und die Widerklage sei gutzuheissen. Das Bundesgericht hat die Berufung abgewiesen und das angefochtene Urteil bestätigt. A U8 den Erwägungen : 5. -Nach Art. 10 MSchG besteht für die Wiederein- tragung einer gelöschten Marke eine Sperrfrist von fünf Jahren in dem Sinne, dass ein Dritter die gleiche Marke für gleichartige -Erzeugnisse erst nach Ablauf dieser Frist hinterlegen kann. Dritter ist jede andere -Person als der ursprüngliche Hinterleger oder dessen Rechtsnachfolger, wobei eine Rechtsnachfolge. gemäss Art. 11 nur dann vor- liegt, wenn die Marke mit dem Geschäfli übertragen wird, dessen Erzeugnissen sie zur Unterscheidung dient. Die Bestimmung des Art. 10 will dem bisherigen Marken- inhaber die Möglichkeit einräumen, die Marke innerhalb von fünf Jahren wieder eintragen zu lassen und damit Dritten die Aneignung solange zu verwehren. Daneben bezweckt die Bestimmung den Schutz allgemeiner Inte- ressen, insofern, als das kaufende Publikum vor Täu- schung bewahrt werden soll. Die Organa S. A. hat die von ihr hinterlegten Marken am 1. August 1936 löschen lassen. Der Kläger hinter- legte seine Marken am 1. August 1936, die Beklagte die Markenschutz. N° 53. 331 ihrigen am 23. April 1937. Beidseitig erfolgte also die Hin- terlegung vor Ablauf der fünf jährigen Sperrfrist des Art. 10 MSchG. Dabei sind die Marken des Klägers mit den von der Organa S. A. gelöschten völlig identisch, während sich die Marken der Beklagten zugegebenermassen von denjenigen des Klägers und damit auch von denjenigen der Organa S. A. jedenfalls nicht in rechtsgenüglicher Weise unterscheiden. Insoweit wäre also Art. 10 MSchG anwendbar und zwar auch gegenüber den Marken der Beklagten; denn -diese Bestimmung kann ihren Zweck nur erfüllen, wenn sie nicht bloss auf gleichlautende Mar- ken, sondern auf alle Zeichen bezogen wird, die von den gelöschten nicht hinlänglich abweichen. (Anschliessend wird die Frage geprüft, ob die Zulässig- keit der neuen Eintragungen nicht durch die Entscheidung der Verwaltungsbehörde präjudiziert sei. -Materiell erachtet das Bundesgericht sowohl-die neuen Eintragungen des Klägers als diejenigen der Beklagten unter dem Ge- sichtspunkte von Art. 10 MSchG als zulässig, aus folgenden Gründen :) a) Aus dem Grundsatz, wonach das Markenrecht durch den Gebrauch erworben wird und die Eintragung lediglich deklaratorische Bedeutung hat, ergibt sich die Folgerung, dass die Sperrfrist des Art. 10 nur dann Platz greift, wenn der Hinterleger bis zum Zeitpunkt der Löschung durch Gebrauch des Zeichens ein materielles Markenrecht er- worben hat. War dies nicht der Fall, hat ein Geschäflis- betrieb überhaupt nicht bestanden oder war das einge- tragene-Zeichen nie in den Verkehr gelangt, so bestand nur ein Scheinrecht und lag gar kein Grund vor, andern Interessenten die Neueintragung der gelöschten Marken zu verweigern. Auch öffentliche Interessen erheischen in einem solchen Falle die Anwendung der Sperrfrist nicht, da das Zeichen seine Funktion als Herkunftsausweis nicht ausgeübt hat und infolgedessen die Gefahr einer Täu- schung des Publikums ausgeschlossen ist (vgl. hiezu HAGENS, Warenzeichenrecht,Anm. 38 zu § 4, PmZGER- HEINEMANN, Das deutsche Warenzeichenrecht, Anm. 30 ff.
332 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. zu § 4, SELIQSOHN, Gesetz zum Schutz der Warenbezeich- nung, 3. Auflage, Anm. 27 und 28 zu § 4). Die Prozessakten enthalten nun keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Organa S. A. die eingetragenen Zeichen tatsächlich verwendet hat. Sie hat sich auf die Vervoll- kommnung des Verfahrens beschränkt, ohne die Präpa- rate und die Marken in Verkehr zu bringen. Die Voraus- setzungen für die Anwendung der Sperrfrist des Art. 10 MSchG haben somit bei der Löschung der für die Organa S. A. eingetragenen Marken gefehlt, und es stand jeder- mann die Möglichkeit einer neuen Eintragung der gleichen Marken offen. b) Aber auch angenommen, die Organa S. A. habe die Marken vor der Löschung tatsächlich in Verkehr gebracht gehabt, war jedenfalls der Kläger gleichwohl an die Sperr- frist des Art. 10 nicht gebunden. Nach allgemeiner neuerer Lehre kann der Inhaber der Marke bei Löschung auf die Anwendung der Sperrfrist verzichten, sei es zu Gunsten bestimmter oder beliebiger Dritter, sodass diesen die neue Eintragung von Anfang an freisteht (vgl. insbesondere HAGENS und PmZGER-HEINE- MANN a.d.a.O.). Vorbehalten bleibt nur der Schutz des getäuschten Käufers gemäss Art. 27 MSchG ; seiner Klage kann der Verzicht des bisherigen Markeninhabers nicht entgegengehalten werden. Die Organa S. A. hat einen solchen Verzicht am 27. Juli 1936 gegenüber dem Kl~er ausgesprochen. Auch bei der Annahme, dass sie durch den Gebrauch materielle Markenrechte erworben habe, wären demnach die neuen Eintragungen zu Gunsten des Klägers nicht nach Art. 10 MSchG anfechtbar. VIII. SCHULDBETREIBUNGS- UNDKONKURSRECHT POURSUITE ET FAILLITE Vgl. Nr. 45 und 46 und IlI. Teil Nr. 36. Voir nOS 45 et 46 et IIle partie n° 36.
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