Art. 5 Üb.Best. zur BV; validity of a professional qualification certificate as a condition for inter-cantonal practice. The constitutional right to practise throughout Switzerland is enjoyed only by holders of a valid certificate. The question whether a certificate has lapsed is governed by the law of the issuing canton (or competent concordat authority), which also determines the certificate’s revocability and the circumstances of extinction. A mere waiver of practice in one canton does not, absent an express or implicit waiver of the certificate or a statutory loss of validity, justify refusal of admission in another canton. If the lower authority relies exclusively on the supposed lapse of the issuing-canton certificate, its decision is erroneous and must be set aside.
276 Staatsrecht. que la LP leur :,assure par ailleurs (RO 28 I 209, 224; 53 I 390). Sans doute, le :juge n'est-il pas tenn, du point de vue de l'arbitraire, d'interpreter les dispositions legales qui assurent le privilege de I'Etat d'une maniere purement restrictive. Peut-etre pourrait-il assimiler aux objets dont le prevenu est trouve porteur, lors de son arrestation, ceux qui . sont dans un rapport immediat avec sa personne ; ainsi Ja valise consignee an chemin de fer et dont le pre- venu porte le recepisse. Mais encore faudrait-il que l'inter- pretation donnee ne fftt pas en contradiction evidente avec le texte legal 6t les intentions du 16gislateur. 3. -En circonscrivant d'nne maniere etroite, a I'art. 528 CPP neuch., les cas de confiscation au profit de I'Etat, le legislateur reservait, pour tous les autres cas, l'application de la LP et, partant, les droits des creanciers du prevenu. L'assimilation des valeurs rentrant au prevenu en cours d'enquete aux objets mobiliers, valeurs ou especes dont le prevenu est trouve porteur au moment de son arresta- tion modifie profondement le sens et la portee de l'art. 528 ; de plus, elle restreint sensiblement les droits des tiers creanciers. En l'espece, l'envoi litigieux n'a eM delivre que bien apres le 21 mars 1937, date de l'incarceration de Gauthier et l'on ne peut evidemment dire que le pli etait, lors de l'arrestation, en rapport immediat avec la personne du prevenu ou, encore moins, que celui-ci en etait porteur. La decision attaquee est donc en contradiction manifeste avec le texte clair de la loi. 4. - Le recours devant, des lors, etre admis, il est inutile d'examiner les autres moyens produits par le recourant. 5. -Vu la nature et la fonction du recours de droit public, la Cour de ceans n'a pas a se prononcer sur les con- clusions qui tendent a la remise de la somme sequestree. Le recourant doit etre renvoye a faire valoir devant les autorites cantonales competentes ses droits eventueis contre le Bureau de recettes. Ausübung der wissenschaftlichen Berufsarten. No 55.
Par ces nwti/s, le Tribunal fediral admet le recours dans le sens des motifs, annule la deci- sion du President de la Cour d'assises du canton de Neu- chatel du 8 juillet 1937. Vgl. auch Nr. 57. -Voir aussi n° 57. II. AUSOBUNG DER WISSENSCHAFTLICHEN BERUFSARTEN EXERCICE DES PROFESSIONS LmERALES 55. Urteil vom 19. November lSS7 i. S. I. S. gegen Appellationsgerloht Basel-Sia.dl. Einem Anwalt, der auf die Berufsausübung in demjenigen Kanton verzichtet, in welchem er den Fähigkeitsausweis erlangt hatte, darf die Berufsausübung in andem Kantonen im Hinblick auf diesen Verzicht nur verweigert werden, wenn infolge des Verzichts der Fähigkeitsausweis ungültig geworden ist. A. -Der Rekurrent hat im Jahre 1923 das thurgauische Anwaltspatent und im gleichen Jahre die Bewilligung zur Ausübung des Berufes eines Rechtsanwaltes im Kanton Zürich, 1930 im Kanton Basel-Stadt erworben. Am 9. März 1933 entzog ihm das Obergericht des Kan- tons Thurgau die Berechtigung zur Ausübung seines Be- rufes auf ein Jahr. Den Anlass dazu bot eine Strafunter- suchung wegen Unterschlagung, bezw. Betrug, die unter Kostenauflage an S. niedergeschlagen worden war. Die Publikation der Disziplinarmassnahme konnte der Re- kurrent dadurch abwenden, dass er erklärte, auf die Aus- übung der Anwaltstätigkeit im Kanton Thurgau dauernd
278 Staatsrecht. zu verzichten. Das Obergericht nahm von dem Verzicht KeImtnis und teilte ihn den Bezirksgerichten, der Staats- kanzlei und de"m thurgauischen Anwaltsverband mit. Anl 1. Dezember 1933 erklärte das Zürcher Obergericht die Bewilligung zur Ausübung des Anwaltsberufes im Kanton Zürich als dahingefallen, wobei es davon ausging, dass mit dem Erlöschen der Berechtigung zur Berufsaus- übung in dem Kanton, der den Fähigkeitsausweis ausge- stellt hat, auch die Voraussetzung der Bewilligung der Berufsausübung im Kanton Zürich dahinfalle. S. hat sich gegen diese Auffassung verwahrt, den Beschluss des Ober- gerichtes aber nicht angefochten. B. -Am l7. Juli 1937 eröffnete das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt dem Rekurrenten, dass mit dem Erlöschen der Berechtigung zur Ausübung des Anwalts- berufes im Kanton Thurgau die Voraussetzungen der Bewilligung der Berufsausübung im Kanton Basel-Stadt auf Grund des Artikels 5 der Übergangsbestimmungen zur Bundesverfassung dahingefallell seien. Der Rekurrent erhebt die staatsrechtliche Beschwerde. Er beantragt Aufhebung de Beschlusses des Appellations- gerichtes wegen Verletzung von Art. 5 Üb.Best. zur BV, eventuell auch von Art. 4 BV. l fit dem Verzicht auf die Berufsausübung im Kanton Thurgau sei sein Befähigungs- ausweis nicht erloschen, sein Anwaltspatent nicht auf- gehoben worden. Die Berufsbewilligung könne ihm daher in andern Kantonen nicht unter Berufung auf seine Ver- zichtserklärung im Kanton Thurgau entzogen werden. Das AppellatiollSgericht beantragt Abweisung der Be- schwerde. In einem vorbehaltlosen und dauernden Ver- zicht auf die Berufsausübung sei der Verzicht auf die aus dem Befähigungsausweis fliessenden Rechte inbegriffen. Im Verfahren vor Bundesgericht ist versucht worden durch eine Anfrage beim Obergericht des Kantons Thur- gau abzuklären, ob nach thurgauischem Recht mit dem Entzug des Anwaltspatentes auch der Befähigungsausweis erlösche. Das Obergericht des Kantons Thurgau hat am Ausübung der wissenschaftlichen Berufsarren. N0 55.
'10. November 1937 erklärt, dass nach seiner Meinung in dem Verzicht des S. auf die Berufsausübung im Kanton Thurgau ein Verzicht auf den thurgauischen Befähigungs- ausweis nicht liege. Die Frage, um deren Beantwortung Sie uns speziell ersuchen, d. h. wie es im Kanton Thurgau gehandhabt werde, wenn ein Anwalt, dem seine Bewilli- gung zur Ausübung des Anwaltsberufes im Kanton Thur- gau aus irgend einem Grunde entzogen worden war, neuerdings um die Erteilung des Patentes nachsucht, musste hier unseres Wissens noch nie behandelt werden ; wir sind daher nicht in der Lage, auf Grund einer beste- henden Praxis zu ihr Stellung zu nehmen . Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
illld deren Ernnuerilllg von der Ablegilllg einer neuen Prüfung abhäuWg gemacht werden, oder es kann für gewisse Fälle atich der Entzug des Ausweises vorgesehen werden. 2. - Es kommt also darauf an, ob der dem Rekunenten im Kanton Thurgau ausgestellte Befähigilllgsausweis noch Geltung hat. Das Obergericht des Kantons Thurgau hat die Anfrage des Bundesgerichtes, ob der thurgauische Befähigilllgsausweis unabhängig sei von der Bewilligung zur Berufsausübung im Kanton, nicht grundsätzlich beant- wortet, da eine Praxis hierüber fehle. Dagegen hält es dafür, dass sich die Verzichterklärung des Rekurrenten auf die Berufsausübung im Kanton Thurgau beschränkt habe und einen Verzicht auf den Befähiglllgsausweis nicht in sich schliesse. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass der Befähigungsanweis noch gilt. Dann beruht der Beschluss des Appellationsgerichtes Basel-Stadt, der einzig mit dem Erlöschen des Rechtes zur Berufsausübung . im Kanton Thurgau begründet worden ist, auf der irrtüm- lichen Voraussetzung, dass damit auch der thurgauische Befähigilllgsausweis erloschen sei. Der Beschluss ist des- halb aufzuheben. Offen bleibt, ob dem Rekunenten die Bewilligung zur Berufsausübung im Kanton Basel-Stadt aus andern Gründen verweigert werden dürfte (BGE 58 I S. 28 f.). Das Appellationsgericht hat diese Frage weder in der Begründung seines Beschlusses, noch in der Ver- nehmlassilllg auf die vorliegende Beschwerde berührt .... Demnack erkennt das Bundesgericht : Die Beschwerde wird gutgeheissen illld der Beschluss des Appellationsgerichtspräsidenten von Basel-Stadt vom 17. Juli 1937 aufgehoben. Vereinsfreiheit. N° 56. III. VEREINSFREIHEIT LffiERTE D'ASSOCIATION 56. E:ltrait cl. l'mlt clu 3 clecembre 1931 dans Ja cause Barraud et consorta
contre Loi 1l8uohätelois. interdisant le particomm1lD1stt. L'art. 56 CF pennet aux cantons d'interdire les associations sub- versives (consid. 3). . Le pani communiste peut etre range actuellement au nombre des associations subversives (consid. 4). Le ItJgislateura pouvoir de prohiber non seulement les associations subversives en general, mais encore teIle association particu- lim, lorsque, sans arbitraire, il peut estimer cette mesure necessaire pour atteindre le but qu'il se propose : empecher les mouvements subversifs (consid. 5). Ä. -La loi neuchateloise du 23 fevrier 1937 portant interdiction des organisations communistes ou subversives d6crete que le parti communiste est dangereux pour l'Etat et illegal et lui interdit toute activit6 politique ou autre sur territoire neuchatelois ; le Conseil d'Etat est charge de dissoudre les organisations illicites (art. I). Elle interdit egalement l'offre, la remise, l'envoi ou la distribution de tous journaux, 6crits, feuilles volantes, manifestes et autre materiel de propagande ayant illl caractere communiste ou subversif (art. 2). L'exercice d'illl mandat public et d'une fonction administrative ou poo.agogique est declare incompatible avec le fait d'l tre membre du parti commu- niste, d'une organisation qui s'y rattache ou qui s'en ins- pire (art. 3 al. 1). En consequence, l'entree en vigueur de la 10i emporte de plein droit l'annulation des mandats publics attribues ades communistes et la resiliation des rapports de service des fonctionnaires, employes et ouvriers da l'Etat ou des communes, appartenant soit au parti communiste, soit aux organisations qui s'y rattachent ou qui s'en inspirent (art. 3 al. 2). Les personnes qui, sans se