BGE 62 III 51
BGE 62 III 51Bge18 mars 1936Ouvrir la source →
50 SchuIdDetreibungs-und Konkmsrecht. No 14. Verrechnungsstelle » ZU verstehen. Hieran ändert es nichts' wenn die Forderung des ausländischen Gläubigers durch gerichtliches. Urteil, sei es ein schweizerisches, sei es ein ausländischeS, aber in der Schweiz vollstreckbares Urteil festgestellt worden ist. Certains cas parvenus a notre connaissance depuis l'envoi de notre circulai:re n° 25 du 15 janvier de cette annee nous engagent A compIeter cette circulai:re par les prescriptions suivantes : Lorsqu'un payement est effectue aupres d'un office de poursuite pour le compte d'un creancier poursuivant domicilie dans un pays avec lequella Suisse a conclu un accord de compensation ou de clearing, ou lorsque un tel creancier a A percevoir le produit d'une realisation conse- cutive a une poursuite pour dette~ A une faillite ou une liquidation survenue Ala suite d'un concordat par abandon d'actif, il y aura lieu de demander AI'Office suisse de com- pensation, A Zurich, si la somme encaissee ou revenant au creancier est ou non touchee par l'accord. On lui commu- niquera en meme temps le nom des parties, le montant de la creance et sa cause. Si la reponse est affirmative, la contre-valeur sera payee a la Banque nationale suisse, qui fournira A cet effet les formules necessaires. La circulaire du 15 janvier 1936 prevoyait que l'office des poursuites devait c( transmettre A l'Office suisse de compensation) les sommes qui pouvaient lui etre versees. En modification de cette prescription, c'est egalement a la Banque nationale suisse que ces versements seront transmis. Ces preseriptions devront etre observoos meme si la creance a eM fixee par une sentence judiciaire, soit qu'il s'agisse d'un jugement rendu par un tribunal suisse, soit qu'll s'agisse d'un juge- ment rendu par un tribunal etranger, mais exeeutoire en Suisse. Alcuni casi di cui abbiamo avuto eonoscenza dopo l'invio della nostra circolare N. 25 deI 15 gennaio di Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N" 15. 51 quest'anno ci inducono a completare questa circolare co11e prescrizioni seguenti : Allorche un pagamento e fatto ad un ufficio esecuzioni per conto d'un creditore procedente domiciliato in un paese col quale la Svizzera ha eonchiuso un accordo di compen- sazione 0 di clearing, 0 a110rche un siffatto creditore deve ricevere II ricavo d'una realizzazione consecutiva a un'ese..; cuzione, a un fallimento, ° a una liquidazione susseguente un coneordato con cessione degli attivi, bisognerA doman- dare all'Ufficio svizzero di eompensazione a Zurigo (indi- candogli il nome delle parti, l'ammontare dei credito e la sua causa), se la somma incassata attribuitaal ereditore e ° no toccata dall'aecordo. Se la risposta e affermativa, il controvalore dovrA essere versato alla Banea N azionale Svizzera presso la quale si possono ritirare dei formulari appositi destinati a questo scopo. La circolare deI 15 gen- naio 1936 prevedeva ehe l'ufficio esecuzioni doveva tras- mettere all'ufficio svizzero di compensazione le somme ehe gli erano state versate. Questa prescrizione e modificata nel senso che anche questi versamenti saranno trasmessi alla Banca Nazionale Svizzera. La norme suddette dovranno essere osservate anche se il credito venne determinato mediante sentenza giudiziaria; sia svizzera sia straniera, ma. esecutoria in Isvizzera. n. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD- BETREIBUNGS-UND KONKURSKAMMER ARRtTS DE LA QBAMBRE DES POURSUITES ET DES FAILLITES 15. Eni1ch1i4 "om 13. Ki1'I 1186 i. S. Tb"m,"D. Wird die Betreibung nach Stellung des Verwertungs begehrens infoJge Drittansprachen eingestellt. so braucht nach dem Aus- trag der Sache das Verwertungsbegehren nicht erneuert zu
52 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. yo 15. werden, und ~e Betreibung erlischt nicht. SchKG Art. 106 ff., 116 ff. . Si la poursuite es.t suspendue par une action en revendication apres que Ja vente a ete requise,le creaneier n 'est pas tenu, une fois le proces termine, de presenter une nouvelle requisition de vente et la poursuite ne se perime pas. Art. 106 et 8S., 116 et SB. L. P. Se dopo ehe la vendita fu ehiesta, l'esecuzione viene sospesa da un'azione di rivendieazione, il creditore non ha l'obbligo di deporre una nuova domanda di vendita e l'esecuzione non e perenta. Art. 106 e seg., 116 e seg. LEF. .A. -Der den Rekurrenten betreibende Rekursgegner stellte am 4. September 1933 das Fortsetzungsbegehren und nahm infolgedessen an der am 25. August für vier andere Gläubiger vollzogenen Pfändung von acht Ver. mögensstücken teil. Als der Rekursgegner (wie auch drei weitere Gläubiger) am.6. Oktober 1933 das Verwertungs- begehren stellte, konnten die auf 2600 Fr. geschätzten Gegenstände Nr. 7 und 8 noch nicht versteigert werden, weil daraufhin die Genossenschaft Fortuna daran Eigen- tumsvorbehalt geltend machte, den jedoch der Rekurs- gegner (wie auch die übrigen Gläubiger) bestritt, worauf die Genossenschaft Fortuna Widerspruchsklage· erhob, die sie dann aber im März 1934 wieder zurückzog. Am 3. Mai 1934 schrieb der Rekursgegner an das Betreibungsamt, die Angelegenheit dürfte soweit gediehen sein, dass auch die angesprochenen Gegenstände verwertet werden können; « wir ersuchen Sie daher höflich, die Verwertung vorzu- nehmen und um Zustellung des uns zukommenden Be- treffnisses oder Verlustscheines ». Am 7. Juni 1934 erteilte das Betreibungsamt dem Rekurrenten gegenüber dem Rekursgegner (und in der Folge auch gegenüber den an. deren Gläubigern) Aufschubsbewilligung gemäss Art. 123 SchKG. Als dann aber nach ein paar Monaten keine Ab- schlagszahlungen mehr geleistet wurden und die Verwer- tung drohte, sprach ein beim Rekurrenten wohnender voll- jähriger Sohn desselben die Pfändungsgegenstände Nr. 7 und 8 als sein Eigentum an, worauf binnen der vom Be- treibungsamt am 2. November 1934 angesetzten Frist der Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 15. 53 Rekursgegner (wie auch die übrigen Gläubiger) gemäss Art. 109 SchKG Klage erhoben, die (auf Appellation des Ansprechers hin) am 11. Juli 1935 vom Obergericht des Kantons Zürich endgültig zugesprochen wurde. Am 3. De- zember 1935 machte der Rekursgegner das Betreibungsamt hierauf aufmerksam mit dem Beifügen : « Das Urteil ist rechtskräftig und Ihnen im Dispositiv bekanntgegeben worden. 'Vir ersuchen Sie, die Verwertung der Pfändungs- gegenstände unverzüglich anzuordnen». Darauf antwor- tete das Betreibungsamt, das erstmals am 6. Oktober 1933 gestellte Verwertungsbegehren sei durch die am 14. No- vember 1933 seitens der Genossenschaft Fortuna erhobene Eigentumsansprache hinfällig geworden, und ebenso das dann neuerdings am 3. Mai 1934 gestellte zweite Verwer- tungsbegehren gleichwie die sich darauf stützende Auf- schubsbewilligung infolge der Eigentumsansprache des Otto Thalmann jun. vom 1. November 1934. « Das Recht, die Verwertung zu verlangen, erstreckte sich also auch noch auf die Zeit vom 4. September 1934 plus 105 plus 236 Tage = 15. August 1935. Da Sie bis zu diesem Zeit- punkt das Verwertungsbegehren nicht erneuert haben, ist die Betreibung gemäss Art. 121 SchKG erloschen. » B. -Die Beschwerde des Rekursgegners mit dem An- trag, das Betreibungsamt sei zur Anordnung der Ver- wertung anzuweisen, ist von der kantonalen Aufsichts- behörde am 27. Februar 1936 begründet erklärt worden. G. -Diesen Entscheid hat der Rekurrent an das Bun- desgericht weitergezogen mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Die SchUldbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung : Dem vom Rekursgegner am 6. Oktober 1933, in den ersten Tagen der von Art. 116 SchKG bestimmten Frist, gestellten Verwertungsbegehren konnte bezüglich der ge- pfändeten Gegenstände Nr. 7 und 8 seinerzeit nicht unge- säumt Folge gegeben werden, weil durch die nachfolgende
Sc!uldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 15. Widerspruchsklage der Genossenschaft Fortuna die Be- treibung in Hinsicht auf diese beiden streitigen Gegenstände bis zum Austrag der Sache eingestellt wurde. Zwar schreibt Art. 107 Abs. 2 Satz 2 SchKG vor: « Während der Einstellung der Betreibung ist der Lauf der in Art. 116 gesetzten Fristen gehemmt». Diese Fristen, während wel- cher der Gläubiger die Verwertung der gepfändeten Gegen- stände verlangen kann, liefen jedoch damals für den Re- kursgegner überhaupt nicht mehr, weil der Anfangstermin bereits vorbei war und der Rekursgegner (zulässigerweise) die Verwertung bereits verlangt hatte, bevor es zur Ein- stellung der Betreibung kam -vorausgesetzt, dass der Rekursgegner sein Verwertungsbegehren nicht etwa wieder zurückzog, was er jedoch nie getan hat. Sobald die Sache durch den Rückzug der Widerspruchsklage ausgetragen wurde und die Einstellung der Betreibung in Hinsicht auf die streitigen Gegenstände dahin fiel, stand nichts entgegen, dass das Betreibungsamt dem längst gestellten Verwer- tungsbegehren jetzt Folge gab. Insbesondere war hiefür nicht erforderlich, dass der Rekursgegner dem Betreibungs- amt ungesäumt den Nachweis für den erfolgten Austrag der Sache leiste ; vielmehr ist es Sache des Prozessgerichtes, von sich aus dem Betreibungsamt Mitteilung vom Wegfall der Einstellung der Betreibung infolge Austrages der Widerspruchsklage zu machen, und wenn dies nicht ge- schieht, so kann deswegen nicht zum Nachteil des betrei- benden Gläubigers die von Ai-t. 121 SchKG für das Er- löschen der Betreibung vorgesehene Frist weiterzulaufen beginnen. Bringt der betreibende Gläubiger selbst, sei es neben, sei es anstelle des Prozessgerichtes, den Wegfall der Einstellung der Betreibung zur Kenntnis des Betrei- bungsamtes, wie es hier erstmals am 3. Mai 1934 geschehen ist, so ist dies nicht ein neues Verwertungsbegehren, das bei beweglichen Sachen nur binnen einem Jahre nach der Pfändung, ohne Einrechnung der Zeit der Einstellung der Betreibung, zulässig wäre, sondern nur eine Erinnerung (Mahnung) an das bereits vor der Einstellung der Betrei- Schuldbetreibimgs· lind Konkursrecht. N° 15. 55 'bung gestellte und seither unausgeführt gebliebene Ver- wertungsbegehren. Dass die daraufhin erteilte Aufschubs- bewilligung dem gestellten Verwertungsbegehren keinen Eintrag tun konnte, bedarf keiner weiteren Ausführung. Und was sich dann ereignete, als der Aufschub wegen Aus- bleibens weiterer Abschlagszahlungen dahinfiel, war nichts anderes als die Wiederholung der infolge der Widerspruchs- klage der Genossenschaft Fortuna bereits einmal einge- tretenen Einstellung der Betreibung, wie sie von Art. 107 SchKG vorgesehen ist, nur mit Umkehrung der Partei- rollen. Hievon braucht Art. 109 SchKG nicht ausdrücklich zu sprechen, weil es selbstverständlich ist, dass die Be- treibung nicht ihren norinaIen Fortgang nehmen kann, wenn sich die gepfändeten Sachen bei einem Dritten befinden, welcher das Eigentum an derselben beansprucht und sie daher nicht an das Betreibungsamt herauszugeben gewillt ist. Auch jetzt lag es nicht den betreibenden Gläu- bigern, sondern dem Prozessgericht ob, dem Betreibungs- amt vom Austrag der Sache und daher Wegfall der Ein- stellung der Betreibung durch endgültige Gutheissung der Klage auf « Aberkennung der Drittansprache » Mitteilung zu machen, und insoweit dies nicht geschah, sondern die betreibenden Gläubiger selbst Rechtskraftsbescheinigungen einlieferten oder sonstwie an das Betreibungsamt gelang- ten, so waren dies ebenfalls keine neuen, an die Fristen des Art. 116 SchKG gebundenen Verwertungsbegehren, die gar nicht erforderlich waren, weil die längst gestellten noch unerledigt hängig geblieben waren. Weder Art. 116, noch Art. 121 SchKG bietet eine Handhabe dafür, dass die Betreibung (bei Pfändung beweglicher Gegenstände) er- lösche, wenn nach erfolgtem Verlangen der Verwertung eine Einstellung der Betreibung stattfindet und der Gläu- biger das Verwertungsbegehren nicht binnen eines um die Dauer der Einstellung verlängerten J abres nach der Pfändung erneuert. Ist die Verwertung erst kurz vor Ab- lauf der dafür eingeräumten Frist verlangt oder gemäss Art. 123 SchKG aufgeschoben worden, so könnte es ein-
Schnldbetreibungs-und Konkurs:recht. N0 16. treffen, dass nach dem Wegfall der Einstellung der Be- treibung überhaupt gar keine Zeit mehr zur Verfügung stünde, um das Verwertungsbegehren wieder zu stellen. Dem scheint das Betreibungsamt mit der Gewährung einer Nachfrist von zehn Tagen nach dem Wegfall der Einstel- lung vorbeugen zu wollen. Allein die Praxis muss sich davor hüten, ohne Not derartige im Gesetz nicht vorge- sehene Verwirkungsfristen einzuführen, und für Fälle wie den vorliegenden ist es auch nicht unumgänglich, wie sich aus dem Gesagten ergibt. Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurakammer : Der Rekurs wird abgewiesen. 16. ArIit du 4 avril 1936 dans la cause Commune de La Chaux-de-Fonds. Par redevanCe8 courante8 dans le sens des art. 17 et 94 ORI, il faut entendre seulement les sommes qui peuvent etre dues a titre de remuneration d'un service special dont l'immeuble se trouve beneficier et dont la privation entrainerait une diminution de Ba valeur de rendement. Unter laufenden Abgaben im Sinue der Art. 17 und 94 VZG sind nur solche allfällige Zahlungsverpflichtungen zu verstehen, die sich als Entgelt für bestimmte dem Grundstück zugute kommende Leistungen darstellen, durch deren Entzug der Ertragswert des Grundstückes beeinträchtigt würde. Quall contributi correnti a' sensi degll art. 17 e 94 RFF s'inten- dono solo le somme che possono essere dovute quale compenso per un servizio speciale a vantaggio deI fondo e la cui soppres. sione ne scemerebbe il valore di reddito. A. -L'office des poursuites de La Chaux-de-Fonds pourvoit _ a la gerance d'immeubles appartenant a Dame Schmidiger ensuite de poursuites dirigees contre celle-ci. La commune de La Chaux-de-Fonds, creanciere de Dame Schmidiger d'une somma de 866 fr. 30 an titre « d'impöt locatü» pour l'annee 1935, a demande a l'office des pour- suites de lui verser cette somme en la prelevant sur les Schnldbetreibungs. und Konkursrecht. No 16. 57 'revenus des immeubles. L'office s'y etant refuse, la com- mune de La Chaux-de-Fonds aporte plainte aupres de l'Autorite de surveillance. Celle-ci a rejete la plainte par le motü que « l'impöt locatif» ne se distinguait pas des impöts ordinaires et n'etait au benefice d'aucun privilege. La commune de La Chaux-de-Fonds a recouru a I'Auto- rite superieure de surveillance en soutenant en resume que l'impöt locatü constituait une « redevance» dans le sens des art. 17 et 94 ORI. Par decision du 18 mars 1936, l'Autorite superieure de surveillance a rejete le recours par des motifs qui peuvent se resumer de la maniere suivante : L'impöt locatif, par l'usage meme qui est fait de son produit, n'est qu'une variete des charges imposees au contribuable pour les services publies. Il ne constitue pas une redevance, autre- ment dit ne represente pas la contre-prestation de certains services deternrines, tels que la fourniture d'eau, de gaz ou d'electricite, dont les particuliers sont libres de se passer, mais un impöt au meme titre que les autres, a savoir une contribution destinee a, couvrir les depenses publiques, sans affeetation speciale. B. -La commune de La Chaux-de-Fonds a recouru a la Chambre des Poursuites et des Faillites en concluant a l'annulation de la decision de l'Autorite de surveillance. Elle critique la distinction faite entre la redevance et l'impöt et soutient de nouveau que le payement de « l'impöt locatif » rentre dans les actes de gerance prevus aux art. 17 et 94 ORI. Oonaiderant en droit .- L'art. 17 ORI qui enumere les actes que comporte la gerance de l'immeuble saisi dispose tout d'abord sous une forme generale que cette gerance comprend « toutes les mesures necessaires pour maintenir l'immeuble en bon etat de rendement )J. Bien que ce principe ne soit pas rappele a l'art. 94 ORI, il n'en est pas moins applicable, par iden- tite de motüs, en cas de gerance d'un immeuble faisant
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