SchuIdDetreibungs-und Konkmsrecht. No 14.
Verrechnungsstelle ZU verstehen. Hieran ändert es nichts'
wenn die Forderung des ausländischen Gläubigers durch
gerichtliches. Urteil, sei es ein schweizerisches, sei es ein
ausländischeS, aber in der Schweiz vollstreckbares Urteil
festgestellt worden ist.
Certains cas parvenus a notre connaissance depuis l'envoi
de notre circulai:re n° 25 du 15 janvier de cette annee nous
engagent A compIeter cette circulai:re par les prescriptions
suivantes :
Lorsqu'un payement est effectue aupres d'un office de
poursuite pour le compte d'un creancier poursuivant
domicilie dans un pays avec lequella Suisse a conclu un
accord de compensation ou de clearing, ou lorsque un tel
creancier a A percevoir le produit d'une realisation conse-
cutive a une poursuite pour dette A une faillite ou une
liquidation survenue Ala suite d'un concordat par abandon
d'actif, il y aura lieu de demander AI'Office suisse de com-
pensation,
A Zurich, si la somme encaissee ou revenant au
creancier est ou non touchee par l'accord. On lui commu-
niquera
en meme temps le nom des parties, le montant
de la creance et sa cause. Si la reponse est affirmative, la
contre-valeur sera payee a la Banque nationale suisse, qui
fournira
A cet effet les formules necessaires. La circulaire
du 15 janvier 1936 prevoyait que l'office des poursuites
devait c( transmettre A l'Office suisse de compensation)
les sommes
qui pouvaient lui etre versees. En modification
de cette prescription, c'est egalement a la Banque nationale
suisse que ces versements seront transmis. Ces preseriptions
devront etre observoos meme si la creance a eM fixee par
une sentence judiciaire, soit qu'il s'agisse d'un jugement
rendu par un tribunal suisse, soit qu'll s'agisse d'un juge-
ment rendu par un tribunal etranger, mais exeeutoire en
Suisse.
Alcuni casi di cui abbiamo avuto eonoscenza dopo
l'invio della
nostra circolare N. 25 deI 15 gennaio di
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N" 15.
quest'anno ci inducono a completare questa circolare co11e
prescrizioni seguenti :
Allorche
un pagamento e fatto ad un ufficio esecuzioni
per conto d'un creditore procedente domiciliato in un paese
col quale
la Svizzera ha eonchiuso un accordo di compen-
sazione
0 di clearing, 0 a110rche un siffatto creditore deve
ricevere II ricavo d'una realizzazione consecutiva a un'ese..;
cuzione, a
un fallimento, ° a una liquidazione susseguente
un coneordato con cessione degli attivi, bisognerA doman-
dare all'Ufficio svizzero di eompensazione a Zurigo (indi-
candogli
il nome delle parti, l'ammontare dei credito e la
sua causa), se la somma incassata attribuitaal ereditore e
° no toccata dall'aecordo. Se la risposta e affermativa, il
controvalore dovrA essere versato alla Banea N azionale
Svizzera presso la quale si possono ritirare dei formulari
appositi destinati a questo scopo. La circolare deI 15 gen-
naio
1936 prevedeva ehe l'ufficio esecuzioni doveva tras-
mettere all'ufficio svizzero di compensazione le somme ehe
gli
erano state versate. Questa prescrizione e modificata
nel senso che anche questi versamenti saranno trasmessi
alla
Banca Nazionale Svizzera. La norme suddette dovranno
essere osservate
anche se il credito venne determinato
mediante
sentenza giudiziaria; sia svizzera sia straniera,
ma. esecutoria in Isvizzera.
n. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD-
BETREIBUNGS-UND KONKURSKAMMER
ARRtTS DE LA QBAMBRE DES POURSUITES
ET DES FAILLITES
15. Eni1ch1i4 "om 13. Ki1'I 1186 i. S. Tb"m,"D.
Wird die Betreibung nach Stellung des Verwertungs begehrens
infoJge Drittansprachen eingestellt. so braucht nach dem Aus-
trag der Sache das Verwertungsbegehren nicht erneuert zu
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. yo 15.
werden, und e Betreibung erlischt nicht. SchKG Art. 106 ff.,
116 ff. .
Si la poursuite es.t suspendue par une action en revendication apres
que Ja vente a ete requise,le creaneier n 'est pas tenu, une fois le
proces termine, de presenter une nouvelle requisition de vente
et la poursuite ne se perime pas. Art. 106 et 8S., 116 et SB. L. P.
Se dopo ehe la vendita fu ehiesta, l'esecuzione viene sospesa da
un'azione di rivendieazione, il creditore non ha l'obbligo di
deporre una nuova domanda di vendita e l'esecuzione non e
perenta. Art. 106 e seg., 116 e seg. LEF.
.A. -Der den Rekurrenten betreibende Rekursgegner
stellte am 4. September 1933 das Fortsetzungsbegehren
und nahm infolgedessen an der am 25. August für vier
andere Gläubiger vollzogenen Pfändung von acht Ver.
mögensstücken teil.
Als der Rekursgegner (wie auch drei
weitere Gläubiger)
am.6. Oktober 1933 das Verwertungs-
begehren stellte,
konnten die auf 2600 Fr. geschätzten
Gegenstände Nr. 7 und 8 noch nicht versteigert werden,
weil
daraufhin die Genossenschaft Fortuna daran Eigen-
tumsvorbehalt geltend machte, den jedoch der Rekurs-
gegner (wie auch die übrigen Gläubiger) bestritt, worauf
die Genossenschaft Fortuna Widerspruchsklage erhob, die
sie
dann aber im März 1934 wieder zurückzog. Am 3. Mai
1934 schrieb
der Rekursgegner an das Betreibungsamt, die
Angelegenheit
dürfte soweit gediehen sein, dass auch die
angesprochenen Gegenstände
verwertet werden können;
wir ersuchen Sie daher höflich, die Verwertung vorzu-
nehmen und um Zustellung des uns zukommenden Be-
treffnisses oder Verlustscheines . Am 7. Juni 1934 erteilte
das Betreibungsamt dem Rekurrenten gegenüber dem
Rekursgegner (und in der Folge auch gegenüber den an.
deren Gläubigern) Aufschubsbewilligung gemäss Art. 123
SchKG. Als dann aber nach ein paar Monaten keine Ab-
schlagszahlungen mehr geleistet wurden und die Verwer-
tung drohte, sprach ein beim Rekurrenten wohnender voll-
jähriger Sohn desselben die Pfändungsgegenstände Nr. 7
und 8 als sein Eigentum an, worauf binnen der vom Be-
treibungsamt am 2. November 1934 angesetzten Frist der
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 15.
Rekursgegner (wie auch die übrigen Gläubiger) gemäss
Art. 109 SchKG Klage erhoben, die (auf Appellation des
Ansprechers hin)
am 11. Juli 1935 vom Obergericht des
Kantons Zürich endgültig zugesprochen wurde. Am 3. De-
zember 1935 machte der Rekursgegner das Betreibungsamt
hierauf aufmerksam mit dem Beifügen : Das Urteil ist
rechtskräftig und Ihnen im Dispositiv bekanntgegeben
worden.
'Vir ersuchen Sie, die Verwertung der Pfändungs-
gegenstände unverzüglich anzuordnen . Darauf antwor-
tete das Betreibungsamt, das erstmals am 6. Oktober 1933
gestellte Verwertungsbegehren sei
durch die am 14. No-
vember 1933 seitens der Genossenschaft Fortuna erhobene
Eigentumsansprache hinfällig geworden, und ebenso das
dann neuerdings am 3. Mai 1934 gestellte zweite Verwer-
tungsbegehren gleichwie die sich
darauf stützende Auf-
schubsbewilligung infolge
der Eigentumsansprache des
Otto Thalmann jun. vom 1. November 1934. Das Recht,
die Verwertung zu verlangen, erstreckte sich also auch
noch auf die Zeit vom 4. September 1934 plus 105 plus
Tage 15. August 1935. Da Sie bis zu diesem Zeit-
punkt das Verwertungsbegehren nicht erneuert haben, ist
die Betreibung gemäss Art. 121 SchKG erloschen.
B. -Die Beschwerde des Rekursgegners mit dem An-
trag, das Betreibungsamt sei zur Anordnung der Ver-
wertung anzuweisen, ist von der kantonalen Aufsichts-
behörde
am 27. Februar 1936 begründet erklärt worden.
G. -Diesen Entscheid hat der Rekurrent an das Bun-
desgericht weitergezogen mit dem Antrag auf Abweisung
der Beschwerde.
Die SchUldbetreibungs-und Konkurskammer
zieht
in Erwägung :
Dem vom Rekursgegner am 6. Oktober 1933, in den
ersten Tagen der von Art. 116 SchKG bestimmten Frist,
gestellten Verwertungsbegehren konnte bezüglich der ge-
pfändeten Gegenstände Nr. 7 und 8 seinerzeit nicht unge-
säumt Folge gegeben werden, weil durch die nachfolgende
Sc !uldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 15.
Widerspruchsklage der Genossenschaft Fortuna die Be-
treibung in Hinsicht auf diese beiden streitigen Gegenstände
bis zum Austrag der Sache eingestellt wurde. Zwar
schreibt Art. 107 Abs. 2 Satz 2 SchKG vor: Während der
Einstellung der Betreibung ist der Lauf der in Art. 116
gesetzten
Fristen gehemmt . Diese Fristen, während wel-
cher der Gläubiger die Verwertung der gepfändeten Gegen-
stände verlangen kann, liefen jedoch damals für den Re-
kursgegner überhaupt nicht mehr, weil der Anfangstermin
bereits vorbei
war und der Rekursgegner (zulässigerweise)
die Verwertung bereits verlangt hatte, bevor es zur Ein-
stellung der Betreibung kam -vorausgesetzt, dass der
Rekursgegner sein Verwertungsbegehren nicht etwa wieder
zurückzog, was er jedoch nie getan hat. Sobald die Sache
durch den Rückzug der Widerspruchsklage ausgetragen
wurde
und die Einstellung der Betreibung in Hinsicht auf
die streitigen Gegenstände dahin fiel, stand nichts entgegen,
dass das Betreibungsamt dem längst gestellten Verwer-
tungsbegehren jetzt Folge gab. Insbesondere war hiefür
nicht erforderlich, dass der Rekursgegner dem Betreibungs-
amt ungesäumt den Nachweis für den erfolgten Austrag
der Sache leiste ; vielmehr ist es Sache des Prozessgerichtes,
von sich aus dem Betreibungsamt Mitteilung vom Wegfall
der Einstellung der Betreibung infolge Austrages der
Widerspruchsklage zu machen, und wenn dies nicht ge-
schieht, so kann deswegen nicht zum Nachteil des betrei-
benden Gläubigers die von Ai-t. 121 SchKG für das Er-
löschen der Betreibung vorgesehene Frist weiterzulaufen
beginnen.
Bringt der betreibende Gläubiger selbst, sei
es neben, sei es anstelle des Prozessgerichtes,
den Wegfall
der Einstellung der Betreibung zur Kenntnis des Betrei-
bungsamtes, wie es hier erstmals am 3. Mai 1934 geschehen
ist, so ist dies nicht ein neues Verwertungsbegehren, das
bei beweglichen Sachen nur binnen einem Jahre nach der
Pfändung, ohne Einrechnung der Zeit der Einstellung der
Betreibung, zulässig wäre, sondern nur eine Erinnerung
(Mahnung) an das bereits vor der Einstellung der Betrei-
Schuldbetreibimgs lind Konkursrecht. N° 15. 55
'bung gestellte und seither unausgeführt gebliebene Ver-
wertungsbegehren. Dass die daraufhin erteilte Aufschubs-
bewilligung
dem gestellten Verwertungsbegehren keinen
Eintrag tun konnte, bedarf keiner weiteren Ausführung.
Und was sich dann ereignete, als der Aufschub wegen Aus-
bleibens weiterer Abschlagszahlungen dahinfiel, war nichts
anderes als die Wiederholung der infolge der Widerspruchs-
klage der Genossenschaft Fortuna bereits einmal einge-
tretenen Einstellung der Betreibung, wie sie von Art. 107
SchKG vorgesehen ist, nur mit Umkehrung der Partei-
rollen. Hievon braucht Art. 109 SchKG nicht ausdrücklich
zu sprechen, weil es selbstverständlich ist, dass die Be-
treibung nicht ihren norinaIen Fortgang nehmen kann,
wenn sich die gepfändeten Sachen bei einem Dritten
befinden, welcher das Eigentum an derselben beansprucht
und sie daher nicht an das Betreibungsamt herauszugeben
gewillt
ist. Auch jetzt lag es nicht den betreibenden Gläu-
bigern, sondern dem Prozessgericht ob, dem Betreibungs-
amt vom Austrag der Sache und daher Wegfall der Ein-
stellung der Betreibung durch endgültige Gutheissung der
Klage auf Aberkennung der Drittansprache Mitteilung
zu machen, und insoweit dies nicht geschah, sondern die
betreibenden Gläubiger selbst Rechtskraftsbescheinigungen
einlieferten
oder sonstwie an das Betreibungsamt gelang-
ten, so waren dies ebenfalls keine neuen, an die Fristen des
Art. 116 SchKG gebundenen Verwertungsbegehren, die
gar nicht erforderlich waren, weil die längst gestellten noch
unerledigt hängig geblieben waren. Weder Art. 116, noch
Art. 121 SchKG bietet eine Handhabe dafür, dass die
Betreibung (bei Pfändung beweglicher Gegenstände) er-
lösche, wenn nach erfolgtem Verlangen der Verwertung
eine Einstellung
der Betreibung stattfindet und der Gläu-
biger das Verwertungsbegehren nicht binnen eines um die
Dauer der Einstellung verlängerten J abres nach der
Pfändung erneuert. Ist die Verwertung erst kurz vor Ab-
lauf der dafür eingeräumten Frist verlangt oder gemäss
Art. 123 SchKG aufgeschoben worden, so könnte es ein-
Schnldbetreibungs-und Konkurs:recht. N0 16.
treffen, dass nach dem Wegfall der Einstellung der Be-
treibung überhaupt gar keine Zeit mehr zur Verfügung
stünde, um das Verwertungsbegehren wieder zu stellen.
Dem scheint das Betreibungsamt mit der Gewährung einer
Nachfrist von zehn Tagen nach dem Wegfall der Einstel-
lung vorbeugen zu wollen. Allein die Praxis muss sich
davor hüten, ohne Not derartige im Gesetz nicht vorge-
sehene Verwirkungsfristen einzuführen, und für Fälle
wie den vorliegenden ist es auch nicht unumgänglich, wie
sich aus dem Gesagten ergibt.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurakammer :
Der Rekurs wird abgewiesen.
16.
ArIit du 4 avril 1936
dans la cause Commune de La Chaux-de-Fonds.
Par redevanCe8 courante8 dans le sens des art. 17 et 94 ORI, il faut
entendre seulement les sommes qui peuvent etre dues a titre
de remuneration d'un service special dont l'immeuble se trouve
beneficier et dont la privation entrainerait une diminution
de Ba valeur de rendement.
Unter laufenden Abgaben im Sinue der Art. 17 und 94
VZG sind nur solche allfällige Zahlungsverpflichtungen zu
verstehen, die sich als Entgelt für bestimmte dem Grundstück
zugute kommende Leistungen darstellen, durch deren Entzug
der Ertragswert des Grundstückes beeinträchtigt würde.
Quall contributi correnti a' sensi degll art. 17 e 94 RFF s'inten-
dono solo le somme che possono essere dovute quale compenso
per un servizio speciale a vantaggio deI fondo e la cui soppres.
sione ne scemerebbe il valore di reddito.
A. -L'office des poursuites de La Chaux-de-Fonds
pourvoit a la gerance d'immeubles appartenant a Dame
Schmidiger ensuite de poursuites dirigees contre celle-ci.
La commune de La Chaux-de-Fonds, creanciere de Dame
Schmidiger d'une somma de 866 fr. 30 an titre d'impöt
locatü pour l'annee 1935, a demande a l'office des pour-
suites de lui verser cette somme en la prelevant sur les
Schnldbetreibungs. und Konkursrecht. No 16.
'revenus des immeubles. L'office s'y etant refuse, la com-
mune de La Chaux-de-Fonds aporte plainte aupres de
l'Autorite de surveillance. Celle-ci a rejete la plainte par
le motü que l'impöt locatif ne se distinguait pas des
impöts ordinaires et n'etait au benefice d'aucun privilege.
La commune de La Chaux-de-Fonds a recouru a I'Auto-
rite superieure de surveillance en soutenant en resume que
l'impöt locatü constituait une redevance dans le sens
des art. 17 et 94 ORI.
Par decision du 18 mars 1936, l'Autorite superieure de
surveillance a rejete le recours par des motifs qui peuvent
se resumer de la maniere suivante : L'impöt locatif, par
l'usage meme qui est fait de son produit, n'est qu'une
variete des charges imposees au contribuable pour les
services publies.
Il ne constitue pas une redevance, autre-
ment dit ne represente pas la contre-prestation de certains
services
deternrines, tels que la fourniture d'eau, de gaz ou
d'electricite, dont les particuliers sont libres de se passer,
mais
un impöt au meme titre que les autres, a savoir une
contribution destinee a, couvrir les depenses publiques, sans
affeetation speciale.
B. -La commune de La Chaux-de-Fonds a recouru a
la Chambre des Poursuites et des Faillites en concluant a
l'annulation de la decision de l'Autorite de surveillance.
Elle critique la distinction faite entre la redevance et
l'impöt et soutient de nouveau que le payement de l'impöt
locatif rentre dans les actes de gerance prevus aux art. 17
et 94 ORI.
Oonaiderant en droit .-
L'art. 17 ORI qui enumere les actes que comporte la
gerance de l'immeuble saisi dispose tout d'abord sous une
forme generale que cette gerance comprend toutes les
mesures necessaires
pour maintenir l'immeuble en bon etat
de rendement )J. Bien que ce principe ne soit pas rappele
a l'art. 94 ORI, il n'en est pas moins applicable, par iden-
tite de motüs, en cas de gerance d'un immeuble faisant