70 :';e!mldbetreibunge-und Konkursrt cht. Xo 22.
aber Zillll gleichen Schlusse gelangt ist wie der Rechts-
öffnungsrichter und also auch von ihrem unrichtigen
Standpunkt aus das Beschwerdebegehren als unbegründet
befunden hat, besteht kein Grund, den angefochtenen
Entscheid aufzuheben; vielmehr muss es bei der Abwei-
sung des Beschwerdebegehrens sein
Bewenden haben.
Demnach erkennt die Schuldb.-und Konlcu1"skammer :
Der Rekurs wird abgewiesen.
22.
Sentenza. 16 maggio 1935 in causa Heidemann.
Per l'esazione di interessi ipotecari il creditore pUD promuovere
I'esecuzione ordinaria (in via di pignoraJllento 0 di faIlimento,
secondo Ia persona del debitore) 0 in via di realizzazione deI
pegno ; ma l'una esclude l'altra (art. 41 cap. 2 LEF).
Für die Vollstreckung von Grundpfandzinsen kann der Gläubiger
e n t w e der die gewöhnliche Betreibung (auf Pfändung oder
auf Konkurs, je nach der Person des Schuldners), 0 der
diejenige auf Pfandverwertung wählen; aber die eine Betrei
bungsart schliesst die andere aus (Art. 41 Abs. 2 SchKG).
Pour le recouvrement des inwrets d'une creance hypothecaire,
le creancier peut choisir soit la voie de la poursuite ordinaire
(saisie ou faillite selon la personne du debiteur), soit celle
de la poursuite en realisation de gage; mais l'un des modes
pxclut l'autre (art. 41, deuxierne alinea, LP).
Considemndo in fatto ed in diritto .-
I. -00n precetto esecutivo N° 46409 (Ufficio di Lugano)
per esecuzione ordinaria Luisa Martinek e Consorti doman-
davano al debitore Otto Heidemann a Lugano il paga-
mento di 1000 fchi dipendente da interessi ipotecari
scaduti. Il debitore fece opposizione ed in seguito promosse
causa,
ancora pendente, d'inesistenza deI debito. Di
fronte a quest'azione i creditori iniziarono per il medesimo
credito l'esecuzione
in via di realizzazione dei pegno
immobiliare (precetto
N° 60500).
2. -Avendo il debitore chiesto l'annullamento di
questa seconda esecuzione, fu dall'Autorita cantonale
Schu1 lbl'tl'eibull/!S und K()llkul' reeht. Xo 23.
di Vigilanza respinto con decisione deI 12 aprile u.s.;
donde l'attuale ricorso.
3.
-Il ricorso e fondato. Risulta dalI'inearto, ed e
deI resto pacifico, ehe nelle due esecuzioni si tratta deI
medesimo
credito di 1000 fchi dipendente da interessi
garantiti da pegno ipotecario.
In quest'ipotesi al creditore compete, secondo l'art. 41
cifra 2 LEF, un diritto di scelta : puo procedere in via
di esecuzione ordinaria (pignoramento 0 fallimento) 0 in
via di realizzazione deI pegno: ma non puo procedere
nei due modi. Essendosi nel caso in esame pronunciati
col primo precetto per Ia prima alternativa, i creditori
hanno esaurito il loro diritto di scelta; il secondo pre-
cetto e dunque incompatibile coll'art. 41 cp. 2 predetto.
La Camera esecuzioni e fallimenti pronuncia :
Il ricorso e ammesso e la seconda esecuzione N° 60500
viene annullata.
23. Entscheid vom 16. mai 1935 i. S. Streiff.
Die Eröffnung des P fan d n ach 1 ass ver f a h ren s steht
der M i e t z ins e n s per rein schon vor der Nachlass
stundung angehobenen Grundpfandverwertungsbetreibungen
nicht entgegen.
L'ouverture de la procedure de concordat hypothecaire n'empeche
pas le bloquage des loyers au profit des poursuites en realisation
de gage intentees avant l'octroi du sursis concordataire.
L'apertura dells procedura di concordato ipotecario non e di osta-
colo a ehe sia rilasciato il ilivieto agli inquilini od affittuari, di
pagare le pigioni 0 gli affitti solo in mano dell'ufficio in favore
di esecuzioni in via di reaIizzazione deI pegno immobiliare
promosse prima della concessione della moratoria concorda-
taria.
..1. -Am 3. Januar 1935 stellte A. Schwyter, Grund-
pfandgläubiger des Ernst Infanger, Eigentümers des
Kurhauses Walchwil, für 8000 Fr. nach Vorgang von
90,000 Fr. und für 75,000 Fr. nach 123,000 Fr., das Be-
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N°;23.
gehren um Anhebung der Grundpfandbetreibung mit
Ausdehnung auf die Mietzinsen für rückständige Hypo-
thekarzinsen im Betrage von 2507 Fr. 50 Cts. Das Be-
treibungsamt stellte den Zahlungsbefehl am 4 . .,Januar zu,
machte am 5. Januar den Mietern Anzeige von der Miet-
zinssperre und zog seither die Mietzinsen ein.
Am 26. Januar bewilligte das Kantonsgericht von Zug
dem Infanger eine Nachlasstundung von vier Monaten
und eröffnete das Pfandnachlassverfahren über das Kur-
haus Walchwil.
Am 11. März führte der Sachwalter des Infanger gegen
das Betreibungsamt Walchwil Beschwerde mit dem An-
trag (soweit vor Bundesgericht noch aufrecht erhalten) :
Das Betreibungsamt habe die Mietzinsen ab 1. Februar
1935 an den Sachwalter auszubezahlen, und es sei die
Mietzinssperre
zugunsten des Schwyter ab 1. Februar
ebenfalls aufzuheben.
Ausserdem führte Schwyter Beschwerde mit dem
Antrag, das Betreibungsamt sei anzuweisen, die von
ihm verlangte Ausdehnung der Betreibung auf die Miet-
zinse und den damit verbundenen Einzug der Mietzinse
durch das Betreibungsamt aufrecht zu erhalten und die
Mietzinse bis
auf weiteres für seine Rechnung einzu-
kassieren.
B. -Die kantonale Aufsichtsbehörde hat am 6./8.
April 1935 die Beschwerde des Sachwalters abgewiesen,
dagegen die Beschwerde des
Schwyter gutgeheissen.
C. -Diesen Entscheid hat der Sachwalter an das
Bundesgericht weitergezogen.
Die Schuldbetreibungs-und Konkurskam,mer
zieht in Erwägung:
Zweifelhaft erscheint zwar, ob der Sachwalter, der nicht
etwa nur als Bevollmächtigter des Schuldners auftritt,
zur Beschwerde legitimiert sei (BGE 60 III 183 ff.), und
ob überhaupt eine den Gläubiger Schwyter beschwerende
und somit durch Beschwerde anfechtbare Verfügung des
Betreibungsamtes vorliege. Indessen besteht sowohl für
Schuldbetreihung;;. und Knnkllffirecht. Xo 23. .3
den vorliegenden Fall als darüber hinausgehend ein
Interesse an der Sachentscheidung.
Die
neuen tatsächlichen Vorbringen des Sachwalters
sind gemäss Art. a OG unbeachtlich und übrigens auch
unbehelflich, weil nichts darauf ankommt, dass der
Schuldner sein Gesuch um Bewilligung der Nachlass-
stundung und Eröffnung des Pfandnachlassverfahrens
schon
am 31. Dezember 1934 gestellt und die Nachlass-
behörde unverzüglich das Instruktionsverfahren in Angriff
genommen
hatte. Nur eine vorausgegangene Bewilligung
der Nachlasstundung wäre der Anhebung der Grund-
pfandverwertung mit anschliessender Mietzinssperre ent-
gegengestanden. Sofern aber der Zahlungsbefehl schon
vor Beginn des Rechtsstillstandes, wozu auch die Nach-
lasstundung zu rechnen ist, zugestellt worden ist, kann
gemäss Art. 91 Abs. 2 VZG die Mietzinsensperranzeige
auch noch während des Rechtsstillstandes bezw. der
Nachlasstundung erlassen werden. Umsoweniger können
die Wirkungen einer schon vorher erlassenen derartigen
Anzeige durch die spätere Gewährung einer Nachlass-
stundung berührt werden. Insbesondere müssen die
gesperrten Mietzinsen dem betreibenden Grundpfand-
gläubiger für den Fall reserviert bleiben, dass kein Nach-
lassvertrag mit Pfandnachlassmassnahmen zustande kom-
men sollte. Irgendeine daherige Treuhänderfunktion
kommt jedoch dem Sachwalter im Pfandnachlassver-
fahren ebensow"enig wie im gewöhnlichen Nachlassver-
fahren zu (vgl. BGE 60 III 183 ff.), weshalblnicht in
Frage kommt, dass der Mietzinseneinzug ihm anstelle
des
Betreibungsamtes überlassen oder aufgetragen werde.
Über die Verteilung der eingezogenen Mietzinse im Falle,
dass
das Pfandnachlassverfahren zur Anordnung von
Pfandnachlassmassnahmen führt, ist im gegenwärtigen
Verfahren nicht zu entscheiden.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-1L KonkuJ'skammer:
Der Rekurs wird abgewiesen.