BGE 59 II 187
BGE 59 II 187Bge20 avr. 1932Ouvrir la source →
186 Obligationenrecht. 1\0 30. responsabilite encourue par des fonctionnaires et em- ployes publics pour le dommage ou le tort moral qu'ils causent dans l'exercice de leur charge» ; que, dans une jurisprudence sur laquelle il n'y a· pas lieu de revenir, le Tribunal federal a interprete cette disposition en ce sens que si un canton soumet la respon- sabiliM de ses fonctionnaires ades regles specia:tes, cette reglementation est seule applicable a l'exclusion du droit federal et que si meme, pour Ja responsabiliM delictuelle, le legislateur cantonal se borne a renvoyer dans sa regle- mentation spCciale aux dispositions des art. 41 et sv. CO, celles-ci sont reputees faire partie inMgrante du droit cantonal et constituer par consequent du droit cantonal suppletif (v. entre de nombreux arrets RO 54 II p. 374 ; J. des T. 1929 p. 235 et les arrets ciMs) ; que le Cant on du Valais a fait usage de cette faculM et qu'au chapitre VIlle de son code de procedure civile, consacre a la plainte pour deni de justice et retard non justifie, il a institue et regle a l'art. 300 la responsabiliM des fonctionnaires de l'ordre judiciaire,en statuant qu'ils repondent du dommage que, par leur dol ou par leur negligence, ils causent aux parties ou a des tiers ; que c'est en vertu de cette disposition du droit valaisan que le demandeur a intente action contre les defendeurs et que c'est egalement en vertu de l'art. 300 Cpc que le Tribunal cantonal a juge la cause qui, par suite, n'appelait pas l'application du droit federal; que le present recours est partant irrecevable. Prozessrecht . ;o 1. V. PROZESSRECHT PROCEDURE 31. Urteil d.ar I. Zivila.bteilung vom. 93. Mai 1933 IS7 i. S. City Cinema A..-G. gegen Interna Tonr1lm Vertriebs-A..-G. Ein Urteil, in dem über die Frage der Zuständigkeit eines S chi e d s ger ich t e s zn entscheiden war, ist k ein Hau p tu r t eil in einer Zivilstreitigkeit und unterliegt daher nicht der Berufung. OG Art. 56, 58. A. -Am 16. Juli 1930 schlossen die Parteien einen Film-Mietvertrag Initeinander ab, in welchen sie folgende Schiedsklausel aufnahmen : « Schiedsgericht : Die Parteien verzichten auf den gesetzlichen Gerichtsstand und aner- kennen ausdrücklich das umstehend näher umschriebene Schiedsgericht Init Sitz in Bern. » In der Folge entstanden Unstimmigkeiten zwischen den Parteien. Die Klägerin, die Interna Tonfilm Vertriebs-A.-G., entschloss sich daraufhin, nachdem eine gütliche Beilegung des Streites sich als aussichtslos erwies, die Angelegenheit durch das vertraglich vorgesehene Schiedsgericht entschei- den zu lassen, wogegen jedoch die Beklagte, die City Cinema A.-G., die Einrede der mangelnden Kompetenz des Schiedsgerichtes erhob. Der Obmann verwies daher die Klägerin auf den Weg des ordentlichen Prozesses zum Entscheide über die Zuständigkeit. B. -Die Interna Tonfilm Vertriebs-A.-G.leitete darauf- hin beim Zivilgericht des Kantons Basel-Stadt Klage ein mit dem Rechtsbegehren : « Es sei festzustellen, dass zur Beurteilung der Streitsache zwischen den Parteien das in in den Vertragsbedingungen des Film -V erleiher-Verbandes in der Schweiz vorgesehene Schiedsgericht mit Sitz in Bern allein zuständig sei. Eventuell sei die Beklagte zu verur- teilen zur Zahlung von 11,416 Fr. 85 Cts. nebst 6 % Zins AB 59 II -1933 13
188 Prozsreeht. X .. 31.
seit 27. Mai 1931, sowie zu den Kosten der Betreibung und
des bisherigen Schiedsverfahrens. »
G. -Mit Urteil vom 16. Januar 1933hiess das Zivil-
gericht
des Kantons Basel-Stadt das Hauptklagebegehren
gut.
D. -Diesen Entscheid hat das Appellationsgericht des
Kantons Basel-Stadt mit Urteil vom 7. April 1933 bestä-
tigt.
E. -Hiegegen hat die Beklagte am 27. April 1933 die
Berufung
an das Bundesgericht erklärt mit dem Rechts-
begehren : « Es sei das Urteil des Appellationsgerichtes
aufzuheben
und die gesamte Angelegenheit zur materiellen
Beurteilung
an das Appellationsgericht, eventuell an das
Zivilgericht zurückzuweisen, eventuell, es sei das Urteil
des Appellationsgerichtes aufzuheben und sei die von der
Klägerin eingereichte Klage, soweit sie den von der
Beklagten zugestandenen Betrag von 5000 Fr. übersteigt,
abzuweisen.
)l In einer Nachtragseingabe vom 6. Mai 1933
hat die Beklagte ihren Eventual-Berufungsantrag zurück-
gezogen.
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
Gemäss Art. 58 in Verbindung mit Art. 56 OG ist die
Berufung zulässig gegen letztinstanzIiche
kantonale Haupt-
urteile in Zivilstreitigkeiten, welche von den kantonalen
Gerichten unter Anwendung eidgenössischer Gesetze ent-
schieden worden oder nach sölchen Gesetzen zu entscheiden
sind.
Ein solches Urteil liegt hier nicht vor. Die Vorin-
stanz hat das materiellrechtliche Verhältnis zwischen den
Parteien aus dem Mietvertrag vom 16. Juli 1930 nicht
geprüft, sondern lediglich die Frage der Zuständigkeit des
Schiedsgerichtes entschieden.
Es liegt daher kein Haupt-
urteil im Sinne des Art. 58 OG vor. Zudem hat man es bei
der fraglichen SchiedsklauseI mit einer Bestimmung
prozessualen Charakters zu tun, die sich daher nach
kantonalem Prozessrecht beurteilt (vgl. entgegen der
frühem Praxis BGE 41 II S. 537 ff. Erw. 2; die unge-
Prozeesrecht. x .. 32. 180
druckten Entscheide der staatsrechtlichen Abteilung v-om
10. März 1922 in Sachen Salvisberg gegert Kubanexpedi-
tionsgesellschaft und vom 23. Januar 1925 in Sachen
Emery gegen Cour de Justice civiIe de Geneve). Es kann
daher auf die Berufung nicht eingetreten werden.
Dem-nach erkennt das Bundesger'.cht :
Auf die Berufung wird nicht eingetreten.
32.
Urteil der I. Zivilabteilung vom a4. Kai 1988
i. S. A. gegen I.
Ein B e ruf u n g s a 11 t rag, durch den lediglich Aufhebung
des angefochtenen Urteils verlangt und nicht gesagt wird,
welche Abänderungen begehrt werden, macht die Berufung
ungültig. Desgleichen genügt nicht ein blosser Rückweisungs-
antrag, es wäre denn, dass das Bundesgericht ohne Rückwei-
sung der Sache an die Vorinstanznicht zum Zuspruch der
Begehren des Berufungsklägers gelangen könnte. OG Art. 67
Abs.2.
A. -Am 25. April 1932 hat der Verband A. gegen B.
folgende Klage erhoben :
« Ist gerichtlich zu erkennen, der Beklagte habe das
in X. geführte Milch-und Milchproduktengeschäft zu
schliessen und aufzugeben, sowie jede Tätigkeit für dasselbe
zu unterlassen; der Beklagte sei feruer verpflichtet, der
Klägerscha:ft einen Betrag von 20,000 Fr. nebst 5 % Zins
seit 20. April 1932 anzuerkennen und zu bezahlen 1 »
B. -...
G. -Am 12. Januar 1933 hat das Kantonsgericht
St. Gallen im Appellationsverfahren erkannt:
« l. Der Beklagte hat das in X. geführte Milch-und
Buttergeschäft zu schliessen und aufzugeben sowie jede
Tätigkeit für dasselbe zu unterlassen.
2.
Der Beklagte hat der Klägerschaft einen Betrag von
5000 Fr. nebst 5 % Zins ab 20. April 1932 zu bezahlen.
Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. »
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