BGE 58 II 193
BGE 58 II 193Bge17 juin 1932Ouvrir la source →
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Familienrecht. N. 32.
1929, 1a jurisprudence italienne, clans 1e silence des lois,
n'admit, avec 1a grande majorittf des autaurs, 1a compe-
tence des tribunaux etrangers pour prononcer la separation
de corps d' epoux italiens, de mame, r6ciproq uemant,
qu'elle
reconnaissait aux tribunaux italiens 1e droit da
prononcer la separation de corps entre epoux etrangers
(Feuille
federale 1907 4 p.1024 et suiv., FlORE, Diritto
internazionale privato, 2
e
edition II p. 156; RO 40 II
et suiv., PERASSI, Rivista di diritto internazionale,
annee XXIV). Ainsi que le Tribunal federall'a re1eve clans
son arrat du 22 mai 1931 en la cause AIladio, le concordat
concIu
entre le Saint-Siege et l'Italie etait de nature Maire
naUre certaills doutes sur 1e maintien de la jurisprudence
anterieure. Bien que le dernier alinea de l'art. 34 reserve
expressement la comp6tence de la juridiction civile en
mati(re de separation de corps, on pouvait se demander
si les modifications
apport6es par le concordat au droit
matrimonial n'exerceraient
pas indirectement une inf1uence
sur 1a maniere dont les tribunaux italiens avaient jus-
qu'alors envisage le probleme de la competence des
tribunaux etrangers relativement aux demandes en sepa-
ration de corps formees par des. epoux itaiens.
En presence des documenta produita par la recourante,
on
peut dire que ces doutes sont actuellement leves. Les
decisions de Cours italiennes aont la recourante fait etat
n'ont trait, il est vrai, qu'a des jugements rendus par des
tribunaux suissöS en matiere d'annulation de mariage,
mais
il n'est aucune raison de supposer que les tribunaux
italiens n'appliqueraient pas les mames principes en matiere
de separation de corps. Cette opinion est partagee par
Perassi dans l'etude qu'il a consacree a la question (loc. cit.).
Il affirme, sur la base d'arrets rendus en matiere d'annu-
lation de mariage, que la jurisprudence italienne, mame
apres
la conclusion du concorclat, persiste a considerer
qu'il n'existe aucune
regle de droit italien reservant a la
Familienrecht. No 33.
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juridiction nationale la connaissance des questions rela-
tives
aux rapports de familIe des citoyens italiens.
Il convient d'ailletirs de relever que meme en matiere
d'annulation de mariage,
1a competence des autorites
eccIesiastiques
est loin d'etre absolue ; il y a des cas pour
1esquels les tribunaux oivils sont restes exolusivement
oompetents
et d'autres Oll ceux-ci ont a revoir les decisions
des susdites
autorites, du point de vue de 1eur confOrmlt6
avec
les regles du droit civil (cf. SAUSER-HA.LL, 100. cit.
p.
144 B et arret de la Cour de cassation du 22 juilIet1930
dans la cause Testa o. Rosasco, ainsi que 100 sentences
citees par Perassi).
Dans ces conditions et a l'inverse du cas Alladio, il faut
admettre que la recourante a rapporte la preuve qui Iui
incombait,
et il se justifie par consequent de farre droit
aux conc1usions du recours.
Le Tribunal j&Ural prononce :
Le recours est admis. En consequence, le jugement rendu
par 1e Tribunal civil du district de Vevey, le 12 novembre
1931,
est annule et 1a cause renvoyoo au meme Tribunal
pour qu'i!
statue sur le fond.
33.
Auszug a.us dem Urteil der II. Zivila.bteilung
vom 30. Juni 1932 i. S. Bona.ti gegen Wiiest.
Va t e r s eh a f t ski a g e. Art. 314 ZGB. Gibt der Beklagte
zu (oder ist bewiesen), dass er mit der Klägerin-Mutter an
einem bestimmten, in die kritische Zeit fallenden Datum
geschlechtlich verkehrt hat, so kann er die darauf gegründete
Vaterschaftsvermutung durch den Nachweis von Tatsachen
entkräften, die an der damals erfolgten Konzeption erhebliche
Zweifel rechtfertigen ; der Klägerschaft bleibt es dann über-
lassen, die Vaterschaftsvermutung dadurch wiederherzustellen,
dass sie noch weitern Geschlechtsverkehr innerhalb der kriti-
schen Zeit nachweist.
... Wenn demnach nicht bewiesen ist, dass der Ge-
schlechtsverkehr der Parteien erst um den 24. April
194 Familienrecht. N0 33. herum -auf welchen Zeitpunkt der Beklagte den Anfang setzt -begonnen, so stellt anderseits die Vorinstanz nicht fest, dass ein Geschlechtsverkehr schon vor diesem . Datum stattgefunden habe, sondern sie entscheidet gegen den Beklagten, weil er den Beweis für den von ihm behaup- teten Anfangstermin nicht geleistet habe. Diese Verteilung der Beweislast stützt die Vorinstanz zu Unrecht auf Alt. 314 ZGB. Hiernach ist allerdings die Vaterschaft des Beklagten zu vermuten, wenn er in der kritischen Zeit mit der Mutter des Kindes verkehrt hat, allein die Vermutung entfällt, wenn Tatsachen nachgewiesen sind, welche erhebliche Zweifel an der Vaterschaft rechtfertigen. Dahin gehört die Tatsache, dass nach dem Reifegrad des Kindes die Konzeption nicht im betreffenden Zeitpunkt erfolgt sein kann. Die Vaterschaft des Beklagten ist also, weil sein zugegebener Verkehr in die kritische Zeit fällt, zunächst zu vermuten, aber die Vermutung wird wider- legt mit dem Nachweis, dass ein am 25. November mit allen Zeichen des Ausgetragenseins geborenes Kind nicht erst um den 24. April herum gezeugt worden sein kann. Die s erNachweis kann dem Beklagten auferlegt wer- den; ihm aber den Beweis dafür, dass kein früherer Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, zuzumuten, hiesse die Beweislastverteilung von Art. 314 Abs. I umkehren; denn wenn der zugegebene Geschlechtsverkehr gemäss Art. 314 Abs. 2 ausser Betracht fällt, so muss eben die Vermutung des Art. 314 Abs, 1 durch Nachweis eines -weiteren Geschlechtsverkehr,~ in der kritischen Zeit wieder- hergestellt werden, und dieser N achwejs liegt, wie immer der Nachweis der Beiwohnung, der Klägerschaft ob. Es ist auch nicht möglich, mit den von der Vorinstanz ange- stellten Überlegungen prozessualer Natur zu ihrem Resul- tat zu gelangen; denn die Beweislastverteilung ist bundes- rechtlich geordnet und kann durch die kantonalen Prozess- gesetze nicht abgeändert werden. Dagegen wäre natürlich die Vorinstan:z frei gewesen, auf Grund des Zugeständnisses eines spätern Geschlechtsverkehrs im Zusammenhang mit Erbrecht. No 34. IH5 den aus den vorgelegten Briefen sich ergebenden Anhalts- punkten auf Geschlechtsverkehr schon erheblich vor dem zugegebenen Datum zu schliessen. Damit wäre sie im Rahmen der ihr zustehenden Beweiswürdigung geblieben. Allein diesen Beweisschluss hat die Vorinstanz nicht gezogen, sondern sie stellte darauf ab, dass der Beklagte den Beweis für die erst spätere Beiwohnung nicht erbracht habe ; dabei liess sie die Anhaltspunkte aus jenen Briefen lediglich in dem Sinne mitsprechen, dass ihm angesichts derselben die Beweislast noch umso eher zugemutet werden könne, was allerdings ein untaugliches Argument ist. II. ERBRECHT DROIT DES SUCCESSIONS 34. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung vom 17. Juni 1932 i. S. Bernet und Eonsorten gegen Landwirtschaftliohen Verein Gommiswald. W i der s p ru c h skI a g e. Art. 107 SchKG. Die Fristbestimmung des Art. 107 Abs. 2 SchKG ist zwingender Natur. Erw. 2 a.A. Erb eng e m ein s c h a f t. Art. 602 ZGR. In d r i n g 1 ich e n Fäll e n und solange, als die Dringlichkeit dauert, ist jeder Erbe befugt, von sich aus namens der Erben- gemeinschaft zu handeln. Erw. 2. Dabei kommt es auf die g run d sät z I ich e Dringlichkeit an, gleichviel ob sich nachträglich herausstellt, dass im casu zufällig ein gemeinsames Handeln aller Erben möglich gewe- sen wäre. Erw. 3. (Einschränkung der bisherigen Rechtsprechung, durch die für alle Fälle das gemeinsame Handeln sämtlicher Erben gefor- dert wurde.) A. -Der im Jahre 1913 verstorbene Landwirt Leo Bernet in Gommiswaldhatte durch Testament verfügt, dass sein in einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb bestehender Nachlass bis zum 25. Altersjahr des Sohnes
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