BGE 54 III 223
BGE 54 III 223Bge23 juin 1928Ouvrir la source →
222 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht (Kreisschreiben). N° 49. eantons concernant des faillites de personnes qui avaient ete inscrites au registre du commerce, n'ont pas paru dans la Feuille officielle suisse du commerce, mais unique- ment dans Ia Feuille officielle cantonale. Ceci nous engage a vous rappeier l'article 35 LP aux; termes duquel toutes les publications officielles doivent ~tre inserees non seulement dans la Feuille officielle cantonale, mais en outre dans la Feuille officielle suisse du commerce lorsque le debiteur est sujet a la poursuite par voie de faillite ou y etait sujet avant l'ouverture de la f8illite. Nous prions d'attirer derechef I'attention des offices de votre canton sur la disposition legale precitee et de contröler de la manitrre qui vous paraitra opportune si cette disposition est observee. Pubblicazioni nel Foglio ufficiale svizzero di commercio. Seeondo una comunicazione deI Dipartimento federale dell'economia pubbliea, un eonfronto da esso praticato .. durante due settimane tra i Fogli ufficiali cantonali ed il Foglio ufficiale svizzero di eommercio avrebbe dimostrato, ehe, in numerosi casi, degli avvisi ufficiali degli uffiei concernenti fallimenti di persone gia iscritte al registro di commereio, fuiono inseriti solo nei Fogli ufficiali cantonali e non anehe nel Foglio ufficiale svizzero di eommercio. Questo modo di procedere e eontrario all'art. 35 LEF, il quale dispone ehe, se il debitore e soggetto aHa procedura di fallimento, 0 vi era soggetto prima della dichiarazione di fallimento, tutte le pubblicazioni debbono essere fatte tanto nel Foglio ufficiale cantonale ehe nel Foglio ufficiale sviz- zero di eommercio. Vogliate rendere attenti i Vostri uffici di fallimenti al disposto precitato e controllarne l' osservailza nel modo piil opportuno. OfDAG Offset-, formular-und fotodruck AG 3000 Bern SchuldbeLreibungs-und Konkursrecht. PoursuiLe et raUme. I. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD- BETREIBUNGS-UND KONKURSKAMMER ARRETS DE LA· CHAMBRE DES POURSUITES ET DES FAILLITES 50. Entscheid. vom 1a. Juli 1928 i. S. Ruprecht. Der im Handelsregister eingetragene S c h u I d n e r kann gegen die P f ä n dun g für andere als die in Art. 43 SchKG aufgeführten Forderungen auch noch nach Ablauf von zehn Tagen B e s c h wer d e führen. Zu diesen Forderungen gehören jedoch die P r ä- mienforderungen der Schweizerischen U n f a I I ver s ich e run g san s tal t in Luzern. Le debiteur inscrit au registre du commerce est en droit de porter plainte, meme apres l'expiration du delai de 10 jours, contre toutes saisies autres que celles pratiquees en vertu de I'art. 43 LP. Les primes dues a la Caisse nationale suisse d'assurance en cas d'accidents, a Lucerne, constituent des prestations de droit public au sens de l'art. 43 LP. Il debitore iscritlo al registro di commercio ha il diritto di aggra- varsi, anche dopo il termine di 10 giorni, contro ogni pigno- ramento che non sia avvenuto in virtu delI'art. 43 LEF. I premi dovuti aUa Cassa nazionale di assicurazione per infor- tuni costitniscono delle prestazioni di diritto pubblico a mente delI'art. 43 LEF. A. -Am 2. Mai führte der Rekurrent Beschwerde, weil die von der Schweizerischen Unfallversicherungs- anstalt in Luzern, Kreisagentur Luzern, gegen ihn ange- hobene Betreibung für Prämien aus obligatorischer AS 54 III -1928 18
224 Schuldbctreibungs-und KOllkursrecht. No 50. Versicherung am 9. Januar durch Pfändung fortgesetzt wurde, obwohl er im Handelsregister einge~ragen sei. B. -Durch Entscheid vom 16. Mai hat das Ober- gericht Uri die Beschwerde abgewiesen. e. -Diesen Entscheid hat der Rekurrent an das Bundesgericht weitergezogen. D. -Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt hat auf Gutheissung. der Beschwerde angetragen. Die Schuldbetreibungs-und KQnkurskammer zieht in Erwägung:
226 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 51.
obligatorische Feuerversicherung von den hiefür er-
richteten öffentlichen Anstalten erhobenen Prämien,
deren Subsumtion
unter Art. 43 SchKG noch von nie-
mandem angezweifelt worden ist. Überall handelt es
sich
um Verpflichtungen aus zwangsweiser Einbeziehung
in einen Zweig der öffentlichen Verwaltung, somit
um
öffentlichrechtliche, nicht privatrechtliche Leistungen.
Dieser Charakter
der an die schweizerihe Unfallver-
sicherungsanstalt in Luzern geschuldeten Prämien ge-
langt namentlich auch
2;um Ausdruck in dem in Art. 10
des
Ergänzungsgesetzes betreffend Krnken-und Unfall-
versicherung von 1915 vorgesehenen Vollstreckbarkeits-
verfahren
..
Welches die praktischen Bedürfnisse der Rekur
gegnerin seien, die gebjeterisch verlangen sollen, dass
Art. 43
SchKG auf ihre Prämienforderungen nicht
angewendet werde,
hat sie in ihrer Vernehmlassung nicht
näher angegeben
und ist nicht ohne weiteres ersichtlich,
zumal
da die Teilnahme anderer Gläubiger an der gegen
einen der Konkursbetreibung unterliegenden Schuldner
vollzogenen
Pfändung nur in ganz beschränktem Masse
in
Betracht kommt und die Prämienforderungen über-
dies in der zweiten Klasse privilegiert sind (Art.
13 des
Ergänzungsgesetzes ).
Demnach erkennt die Schuldbelr .. -und Konkurskammer :
Der Rekurs wird abgewiesen.
51.
Entscheid vom 13. Juli 1928
i. S. Estermann &. Colnaghi.
Art. 278 SchKG:
Wenn in verschiedenen Betreibungskreisen mehrere Arreste
erwirkt worden sind, ohne dass ihnen am Wohnort des
Schuldners eine Betreibung vorausgegangen
ist, muss zur
Verfolgung der Arreste an jedem Arrestort eine besondere
Betreibung angehoben werden.
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 51. 227
Art. 278 LP.
Lorsque plusieurs sequestres ont ete pratiques dans divers
arrondissements, sans poursuite prealable
au domicile du
debiteur, les effets de chacun d'eux ne peuvent Hre main-
tenus que par unepoursuite speciale intentee a chacun
des fors de sequestre.
Se phI sequestri, non preceduti da esecuzione al domicilio deI
debitore, furono praticati in circondari diversi g1i effetti
di ciascuno di essi non potranno essere manteuti se non
mediante esecuzione speciale promossa ai singoli fori di
sequestro.
A. -Die Rekurrenten erwirkten gegen W. L., in
Toronto (Kanada),
für eine Forderung von 26,079 Fr.
30 Cts. und die Zinsen verschiedene Ausländerarreste,
den ersten in Steckborn, der
am 5. April 1928 vollzogen
wurde, die andern in Basel
und Hinwil, sowie am 5./11.
Mai 1928 in Flawil. Sie unterliessen es, für diese letzten
Arreste Betreibung anzuheben, sondern leiteten diese
(und zwar
am 16. April) nur für den in Steckborn voll-
zogenen
Arrest ein, wo die arrestierten Vermögenswerte
gepfändet
und das Betreibungsamt ersucht wurde, die
in Basel, Hinwil
und Flawil beschlagnahmten Werte
requisitionsweise pfänden zu lassen. Das Betreibungsamt
Flawil . weigerte sich, dem ihm vom Betreibungsamt
Steckborn übermittelten Pfändungsbegehren zu ent-
sprechen,
mit dem Hinweis, es sei bei ihm keine Betrei-
bung
erhoben" worden. Hiergegen beschwerten sich die
Rekurrenten
mit dem Begehren, das Betreibungsamt
Flawil sei anzuweisen, dem Verlangen des Betreibungs-
amtes Steckborn
zu entsprechen und die durch den
Arrest beschlagnahmten Werte des Schuldners zu
pfänden.
B. -Mit Entscheid vom 23. Juni 1928 hat die Auf-
sichtsbehörde für Schuldbetreibung
und Konkurs des
Kantons St. Gallen die Beschwerde als unbegründet
abgewiesen. Diesen Entscheid haben die Rekurrenten
unter Erneuerung ihres Antrage"s an das Bundesgericht
weitergezogen.
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