BGE 52 II 401
BGE 52 II 401Bge17 oct. 1926Ouvrir la source →
400 Obligationenreeht. N° 64.
preneur d'assurance, surtout lorsqu'il sYagit d'une assu-
rance sur la vie,
attaehe une importance speciale a la
nationalite de Ia compagnie d'assurance. et la designation
du lieu Oll se trouve le siege sociallui fournit ä eet egard
une indication essentielle. C'est done le mot de Geneve
qui le frappera plus que les termes d'union et de vie. qui
sont d'un usage courant, notamment dans la branche
des assurances. De nombreuses compagnies d'assurances
ont adopte comme raison sociale un nom geographique
qui marque leur origine et les distingue des entreprises
concurrentes,
eiablies dans d'autres pays. Il ne faut
d'ailleurs pas oublier qu'en matiere d'assurance on peut
se contenter de differenees moins grandes que pOUT
d'autres genres d'industries, car, dans Ia regle, le preneur
d'assurance ne
traite pas avec une compagnie sans se
renseigner
sur elle ni sans savoir exactement avec quelle
socieie il a affaire. Le danger de confusion n'existe done
pas en l'espece pour les personnes qui sont sollicitees de
contracter une assurance,
et c'est ce danger Ia qui entre
en consideration pour Ia solution du point de savoir si
Ia
defenderesse a porte une atteinte illicite aux droits
et interets personneIs de Ia demanderesse.
Des !'instant que cette question doit etre tranchee par
Ia negative, Ia demande se revele mal fondee dans toute
son etendue.
Le Tribunal lid/ral prononce:
Le recours est admis et l'arret attaque est reforme
dans ce sens que Ia demande de l'Union, Compagnie
d'assurances sur Ia vie humaine, a Paris, est rejetee.
Ptozessrecbt. N° 65.
VI. PROZESSRECHT
PROCEDURE
401
65. Urteil der II. Zivilabteilung vom 30. September 1926
i. S. J'ules Xunn & Oie A..-G. gegen MöschingEr & Wilhelm.
OG Art. 87 Ziff. 1: Begriff der Zivilsache; Unzulässigkeit
der z i viI r e c h t I ich e n B e s c h wer d e gegen
die
Einstellung des Konkurseröffnungsverfahrens mit Rück-
sicht auf das vom Schuldner gestellte Gesuch um Bewilligung
einer Nachlasstundung. Dass ein Entscheid einfach auf
die «kantonale Praxis. gestützt wird, vermag keinen
Beschwerdegrund abzugeben.
Am 22. Juni 1926 hat der Konkursrichter des Bezirks-
gerichts
Zürich die Entscheidung über das von der
Jules Kuhn & eie A.-G. am 21. Juni gegen Möschinger
& Wilhelm gestellte Konkursbegehren ausgesetzt bis
nach rechtskräftiger Erledigung des von Möschinger
& Wilhelm am 27. April 1924 gestellten Nachlassver-
trags-(will
sagn : -stundungs-)gesuches.
Gegen diese Verfügung
hat die Jules Kuhn A.-G.
am 6. Juli zivilrechtliche Beschwerde geführt «wegen
Rechtsverweigerung durch grob fahrlässige Missachtung
klaren Rechts und Beugung des Rechtes, sowie wegen
Anwendung kantonaler Praxis
anstatt bundesrechtlicher
Gesetzesbestimmung
».
In Erwägung:
dassdie angefochtene Verfügung getroffen wurde,
damit den Beschwerdegegnern die Wohltat des Nach-
las vertrages,
um deren Gewährung sie nachgesucht
hatten,
trotz dem nachträglich von der Beschwerde-
führerin gestellten Konkursbegehren gesichert bleibe,
dass derartige einstweilige, der Rechtssicherung
. die-
nende Verfügungen zwar dem Rechtsmittel der zivil-
402 Prozessrecht. N0 65.
rechtlichen Beschwerde nicht grundsätzlich entrückt sind,
dass immerhin die zivilrechtiliche Beschwerde
nur
zulässig ist, wenn das streitige Rechtsverhältnis ein
zivilrechtliches
ist und die vorsorgliche Verfügung
einen Einfluss
auf die aus diesem Rechtsverhältnis ent-
springenden Rechtsbeziehungen ausübt (BGE 51 III
S. 193 ff. Erw.2 und die dort zitierten früheren Urteile),
dass jedoch der vorliegende Streit ausschliesslich
Zwangsvollstreckungsmassnahmen (Konkurseröffnung,
Nachlasstundung) betrifft, welche für sich allein das
zwischen den Parteien bestehende Schuldverhältnis in
keiner Weise verändern,
dass nicht ersichtlich ist, aus welchem anderen Grunde
Beschwerde geführt werden könnte als aus dem in
Art. 87
Ziff. 1 OG genannten, nämlich wegen Anwendung kanto-
nalen anstatt eidgenössischen Rechtes,
dass insbesondere wegen Missachtung klaren Rechts
oder Beugung des Rchtes nicht zivilrechtliche Be-
schwerde geführt werden kann,
dass jedoch die angefochtene Verfügung des
Kon-
kursrichters des Bezirksgerichtes Zürich wie gleichartige
Verfügungen anderer Gerichte des
Kantons Zürich
(namentlich des Gesamtobergerichtes, Blätter für
zürcherische Rechtsprechung. 21 Nr. 63 S. 157) und
anderer Kantone (z. B. des Appellations-und Kassa-
tionshofes des
Kantons Bern, Zeitschrift des Ber-
nischen Juristenvereins 39
S. 305, des Obergerichts des
Kantons Aargau, Zeitschrift für Betreibungs-:-und
Konkursrecht I S. 218) auf der aus der Auslegung des
Bundesgesetzes über Schuldbetreibung
und Konkurs
gewonnenen Auffassung beruhen, es seien Vorschriften
dieses Gesetzes, welche der Konkurseröffnung
über
einen Schuldner entgegenstehen, der um eine Nach-
lasstundung eingekommen ist,
dass denn auch die Beschwerdeführerin selbst nicht
behauptet, die von
ihr bemängelte kantonale Praxis
stütze sich auf kantonales Recht, und namentlich nicht
Prozessreeht. No 66.
403
angibt, welche Vorschriften des kantonalen Rechtes die
Vorinstanz ihrer Verfügung zu Grunde gelegt haben
soll,
dass also die Beschwerdeführerin keinen für eine
zivilrechtliche Beschwerde tauglichen Beschwerdegrund
geltend macht,
erkennt das Bundesgericht:
Auf die zivilrechtliche Beschwerde wird nicht einge-
treten.
66. Urteil der Ir. Zivila.bteilung vom 1. Dezember 19!26
i. S. Cuba.sh gegen Beck.
Zurückweisung der B e ruf u n g • welche ein Dritter im
Namen der unterlegenen Partei eingelegt hat, 0 h n e
Pro z e s s v 0 I I mac h t beizubringen, unter Kosten-
folge für den «Vertreter ». OG Art. 75. Tel e g r am m
als Prozessvollmacht
?
A. -Durch Urteil vom 10. September 1926 hat das
Obergericht des Kantons Luzern die Hauptklage (Ab-
erkennungsklage) abgewiesen
und die Widerklage zu-
gesprochen.
B. -Gegen dieses Urteil
hat Dr. E. 0., der bisher
noch
nicht für die Klägerin gehandelt hatte, die Beru-
fung
an das Bundesgericht eingelegt mit den Anträgen
auf Gutheissung der Aberkennungsklage und Abweisung
der Widerklage. Die Berufungserklärung schliesst wie
folgt: « Als Vertreter-Ausweis wird vorläufig ein von
der Berufungsklägerin in Marseille am 17. Oktober 1926
aufgegebenes Telegramm produziert. Prozessvollmacht
wird nachträglich zu den Akten eingereicht werden.
»
Das Telegramm lautet: Dr. O. Luzern Appellation
Dr. Beck einreichen.
»
C. -Zur heutigen Verhandlung hat sich nur der
Beklagte eingefunden.
Er hat unter Hinweis darauf,
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