BGE 52 II 368
BGE 52 II 368Bge4 juin 1925Ouvrir la source →
368 Obligationenrecht. N0 61. gründet, dass sämtliche Ware dieselbe Beschaffenheit aufweise (vgl. OSER, N. II 1 a zu Art. 201 OR; BGE 34 II 707). Dafür, dass die vorliegend auf diese Art vorgenommene Prüfung nicht mit fachmännischer Sorg- falt durchgeführt wurde, liegt nichts vor. Daraus folgt auch, dass die Bezifferung des Minderwertes notwendig den Charakter einer Schätzung haben muss. Selbst bei Ermittlung desselben auf Grund einer Untersuchung jeder einzelnen Blechtafel würde es sich übrigens bei den einzelnen Berechnungsfaktoren der Natur der Sache nach um biosse Schätzungswerte handeln. 61. Extrait de l'arr.t de laIIe Seetion eivile du S novembre lSSa dans la cause Fondation :B6cha.u-Schwartzlin contre Xavier Stouff. Art. 239 CO. En matiere de donation, la tradition s'opere valablement par transfert de la mattrise effective de ]a cho~e donnee. R,esume des laUs. Auguste Bechaux a donne el) 1911 a Louis Stouff diverses obligations et actions nominatives, qui ont He deposees au nom de Stouff a la Banque nationale suisse. En 1916, les titres en question ont ete transferes a Xavier Stouff, fils de Louis; et le depot inscrit au nom dudit Xavier Stouff, lequel confia a Bechaux le soin de le gerer. Dans la suite, Bechaux fit donation des papiers- valeurs deposes en banque a la Fondation Bechaux- Schwarztlin, qui en prit possession. Xavier Stouff ouvrit action en revendication. La Fondation Bechaux conclut a liberation en faisant valoir entre autres que les donations de Bechaux aux Stouff avaient ete simulees et qu'en tout cas elles n'etaient pas parfaites parce qu'il n'y avait pas eu remise effective des valeurs donnees. L'instance cantonale a condamne la Fondation a restituer les titres Obligationenrecht. N0 61. 369 a Xavier Stouff, et le Tribunal federat a confirme ce jugement. Extrait des considerants.
370 ObJigationenrecht. N0 62. pece, Xavier Stouff a certainement acquis la maitnse de fait sur les papiers-valeurs deposes ä la Banque natio- nale, lorsqu'il est devenu titulaire du depöt en lieu et place de Louis Stouff. Celui-ci n'a conserve aucun pouvoir quelconque sur le depot. Et le fait que Bechaux restait detenteur des certificats de depots etait sans influence sur le transfert de la possession entre donateur et dona- taire. Xavier Stouff pouvait, sans modifier en nen la situation, confier ä son mandataire Bechaux Ia possession derivee des titres, en vue de leur gestion. 62. Urteil der L Zivilabteilung vom S. November 1926 i. S. Schweiger & Horn gegen Araks-'rschamkerten & Oie B.-A. & Gen. . P r eis kar tell. Aus sen sei t e r. Art. 41, Abs. 2 un 48 O.R.; Art. 28 ZGB. Klage der Mitglieder eines PreIs kartells gegen den Aussenseiter dahingehend, dass er die Kartellpreise einzuhalten habe. Der durch die ver- tragliche Preisfestsetzung nicht gebundene Dritte ist nicht verpflichtet, die Kartellpreise zu respektieren. Der Verkauf unter den Kartellpreisen ist keine unerlaubte Handlung. wennschon der durch das Kartell boykottierte Aussen- seiter sich die KarteHware nnr urtter Ausnützung des Ver- tragsbruches von Kartellntitgl;edern verschaffen kann. Unerlaubt ist diese Ausbeutung des Vertragsbruches nur dann, wenn sie unter besonderen, gravierenden Umständen erfolgt. Verneinung eines solchen Tatbestandes in con- crto (Erw. 1 /3). Es liegt in der Preisunterbietung auch kem nnlauterer Wettbewerb (Erw. 4), . und ebensowenig verletzt sie ein Persönlichkeitsrecht der Kartellmitglieder (Erw. 5). A. -Am 12. Mai 1925 schlossen sieh 15 Zigaretten- fabrikanten zum Kartell der Schweizerischen Ziga- rettenindustrie, einer einfachen Gesellschaft im Sinne von Art. 530 ff OR zusammen, zum Zwecke der Sa- nierung der Verhältnisse in der Zigarettenbranche. Bereits im Jahre 1924 waren die Händlerkreise dieses Zweiges mit den Fabrikanten in Unterhandlungen ge:'" Obligationenrecht. N° 62. 371 treten, zwecks gemeinsamer Bekämpfung gewisser, wäh- rend der. l'!achkriegszeit im Zigarettenhandel zutage getretener Übelstände, insbesondere der sog. Preis- schleuderei. In einer Konferenz vom 10. Dezember 1924 wurde von den Händlern namentlich die Forderung erhoben nach einem Schutze des Detailpreises seitens der Fabrikanten durch vertragliche Verpflichtung ihrer Abnehmer zur Einhaltung von Mindestverkaufspreisen. Anlässlich einer Konferenz des Schweiz. Zigarren- händlerverbandes mit dem Kartell in Bern vom 3./4. Juni 1925 wurde der Verpflichtungsschein von beiden Parteien in folgender Form gutgeheissen: c Die unterzeichnete Firma verpflichtet sich gegen- über dem Kartell der schweizerischen Zigarettenin- dustrie, sowie gegenüber dessen einzelnen Mitgliedern zu folgendem:
Nur an Wiederverkäufer zu liefern, sofern dieselben sich der unterzeichneten Firma gegenüber verpflich- tet haben, die Artikel der Kartellmitglieder nicht unter den vom Kartell festgesetzten Preisen und Verkaufsbedingungen abzugeben und obige für sämt- liche Händler festgesetzten Verpflichtungen von je- dem Wiederverkäufer zu fordern. 4. Die vom Kartell ausgesprochenen Boykotte streng- stens durchzuführen und jede Haftung zu über- nehmen wegen Übertretungen oder begangener Fehler seitens ihrer Angestellten, Reisenden oder Vertreter. Ein Dahinfallen dieser übernommenen Haftung kann nur erfolgen unter der Voraussetzung,
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