Schuldbetreibungs-und Konkursreeht. N0 14.
solidairement pour Ia meme dette avec des ilnmeubles
appartenant a des tiers, de graves consequences pour
les creanciers inserits en rangs posterieurs sur les im-
o meubles du failli ainsi que pour la masse; enfin elle
n'est pas sans presenter des inconvenients pour les cau-
tions . de la dette, ainsi que le demontre la presente
espece. Mais ces inconvenients sont inevitables.
La liquidation d'un gage dans la faillite suppose une
decision de l'administration de
la masse sur l'existence
du droit de gage. Or l'administration de la masse n'a
pas qualite pour decider de l'existence d'un droit de
gage
sur les biens d'un tiers; aussi bien ce dernier ne
serait pas
lie par sa decision. D'autre part le creancier
nanti de l'objet du gage n'a l'obligation de le remettre
a l'administration que s'il s'agit d'un bien du failli. Ces
raisons s'opposent donc
a ce qu'un droit de gage portant
sur les biens d'un tiers se realise dans la faHlite, alors
meme que ces biens auraient He donnes en gage avec
d'autres biens appartenant au failli.
De ce qui
precede il resulte ainsi que l' office des fail-
lites a
procede correctement en l'espece. Il n'etait pas
en son pouvoir de liquider dans son ensemble le nantisse-
ment de l'Union de Banques Suisses; il ne pouvait
realiser que les titres appartenant a la succession.
Il
y. a lieu par consequent, comme l' a fait l'instance
cantonale, de renvoyer les recourants
a faire valoir
leurs droits contre
la banque creanciere si cette derniere
refuse de les faire
beneficier, dans la mesure OU Hs y ont
droit, de la realisation de ses divers gages. C'est d'ail-
leurs egalement
par la voie judiciaire qu'ils doivent
procMer s'ils s' estiment subroges aux droits de la banque
sur le dividende afferent a la production N0 28, en pr()-
vaquant la consignation de ce dividende.
Enfin
il est a remarquer que le second alinea de l'art.
61 de l'ordonnance ne prevoit pas le cas OU la dette
garantie fait en meme temps l'objet d'un cautionnement.
Il ne prejuge
en rien par consequent la question de savoir
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 15.
si, en pareil cas, le dividende revient a la caution, par
reffet de la subrogation, ou bien au tiers propriHaire
du gage rnalise. C'est 1a une question de droit materiel
qu'il appartient aux interesses de faire trancher juri-
-diquement, en cas de conflit.
La Chambre des poursuites et des faillites prononce:
Le recours est rejete.
15.
Entscheid vom 6. Kirz 1925
i. S. Gebt. !teller Ä.-G. und Xonsorten.
SchKG Art. 67 Ziff. 1. Eine im Namen einer Gemeinderschaft
ohne ausdrückliche Anführung der einzelnen betreibenden
Gemeinder angehobene Betreibung ist a b sol u t n ich t i g
und daher jederzeit anfechtbar.
A. -In den Betreibungen Nr. 7175 u. 7179 der Gebr.
Keller A.-G. in Luzern resp. des Josef Nigg
in Luzern
gegen Emil Sickert,
Frau Burckhardt, Frau Zielke,
Hans und Anny Spillmann wurden den betreibenden
Gläubigern
am 2. September 1924 die Pfändungsur-
kunden zugestellt,
auf denen u. a. Hodel-Bösch 0 ,
namens Fra u Aue r - S P i 11m a n n s Erb e n ,
Luzern,
vertreten durch Charly Auer, Philadelphia,
sowie Dr.
Grüter und Dr. Arnold, Advokat, Luzern,
namens
Erb eng e m ein s c h a f t Fis ehe r-
Pet e r sen, vertreten durch Schweiz. Treuhandgesell-
schaft, Zürich, als weitere Gruppengläubiger aufge-
führt waren.
B. -Am 12. September 1924 verlangten Nigg und
die Gebr. Keller A.-G. mit einer an die untere kantonale
Aufsiebtsbehörde über Schuldbetreibung
und Konkurs
gerichteten Beschwerde die Aufhebung
der Betreibungen
der genannten Grnppengläubiger (Nr. 5934/5 und 6657/9
wegen ungenügender Gläubigerbezeichnung.
C. -Die Beschwerde wurde erstinstanzlieh abge-
58 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 15.
wiesen, von der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde
jedoch
mit Entscheid vom 16. Januar 1925 teilweise
gutgeheissen
in dem Sinne, dass die Betreibungen der
Frau Anna Auer-Spillmanns Erben aufgehoben wurden.
D. -Mit dem vorliegenden rechtzeitig dem Bundes-
gericht eingereichten Rekurse verlangen Nigg und die
Gebr. Keller A.-G., es seien auch die von
der Erben-
gemeinschaft Fischer-Petersen eingeleiteten Betreibungen
nichtig zu erklären.
Die Schuldbelreibungs-und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
Die Betreibung dient der Zwangsvollstreckung für eine
Forderung ; sie muss also
vom Inhaber einer Forderung,
von einer rechtsfähigen Person ausgehen. Eine Betrei-
bung, die nicht für eine solche Person durchgeführt
wird,
kann den Zweck, dem sie dienen sollte, nicht er-
füllen und ist daher als nichtig jederzeit von Amtes
wegen aufzuheben (vgl. AS 32 I S. 573 f.). Gleich verhält
es sich, wenn in einer Betreibung das Rechtssubjekt,
für das die Betreibung durchgeführt wird, nicht klar
und unzweideutig bezeichnet wird, also über die Person
des betreibenden Gläubigers, dein das Betreibungser-
gebnis zukommen soll, Unsicherheit
herrscht; auch eine
solche Betreibung leidet
an einem unheilbaren Mangel
(vgl.
AS 43 III S. 177 f.). Das.Bundesgericht hat daher
in ständiger Praxis die Verwendung einer Kollektiv-
bezeichnung
für eine Mehrheit von Gläubigern grund-
sätzlich als ungenügend erachtet, ausgenommen wenn
es sich
um eine Gesellschaftsfirma (eine Kollektiv-oder
Kommanditgesellschaft) handelt, unter der die in Frage
stehenden Gläubiger nach dem Zivilrecht als
Inhaber
eines besonderen Gesellschaftsvermögens -kraft aus-
drücklicher gesetzlicher Regelung -Rechte erwerben
und Verbindlichkeiten eingehen, vor Gericht klagen und
verklagt werden können (vgl. AS 43 III S. 178; 35 I
S. 818/9 Erw. 1; 48 III S. 97). Infolgedessen wurde auch in
einer von den Mitgliedern einer Erbengemeinschaft gemäss
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 16. 59
Art. 602 ZGB angehobenen Betreibung die blosse Be-
zeichnung
Erben des .... für ungenügend erachtet
(vgI. AS 41 III S. 247 f.); und es hat daher die Vor-
instanz
mit Recht die unter der Gläubigerbezeichnung
Frau" Auer-SpiIlmanns Erben angehobenen Betrei-
bungeI :' aufgehoben. Dasselbe hätte nun aber auch mit
den von der Erbengemeinschaft Fischer-Petersen )
durchgeführten Betreibungen geschehen sollen. Es han-
delt sich zwar hiebei nach den Feststellungen der Vor-
instanz um eine G e m ein der s c h a f t im Sinne
der Art. 336 f. ZGB. Doch stellt auch eine solche, ent-
gegen der Ansicht der Vorinstanz, keine juristische
Person dar (vgl. auch JAEGER, Kommentar zu Art. 47
Note 13
S. 94), und da sie auch keine Firma hat, sie sich
also
nach dieser Richtung in keiner Veise von einer
Erb:ngemeinschaft gemäss Art.
602 ZGB unterscheidet,
hätten somit auch hier die betreibenden. Gemeinder
a
11 e ein z eIn aufgeführt werden müssen und zwar
unbekümmert darum, ob einer derselben gemäss Art.
341 ZGB als Haupt und damit als Vertreter der Ge-
meinderschaft bezeichnet worden
ist und ob die Ge-
meinderschaft
im Handelsregister eingetragen war.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-und Konkurskammer :
Der Rekurs wird gutgeheissen, und es werden dem-
gemäss die Betreibungen Nr.
5934/5 des Betreibungs-
amtes
Luzern für nichtig erklärt.
16.
Entscheid vom 30. Mä.rz 1926 i. S. 'O'rech.
Art. 93 SchKG. Vorgehen des Betreibungsamtes bei Loh n-
p f ä n dun gen, wenn vom Lohnschuldner (Arbeitgeber)
ein
Ver r e c h nun g san s p r u c h gegenüber der
Lohnschuld geltend gemacht wird.
A. -Das Betreibungsamt Rorschach pfändete am
31. Oktober 1924 vom Monatsgehalt des Rekurrenten
von 450 Fr. für den November und die folgenden Mo-
nate je 120 Fr. Der Arbeitgeber des Schuldners erklärte