BGE 50 III 87
BGE 50 III 87Bge23 oct. 1923Ouvrir la source →
86 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 19.
d'une poursuite en realisation dirigee contre « Darax
S. A. ». Constitue par la recourante pour sa propre dette,
. il ne pourrait se realiser que par une poursuite dirigee
contre elle.
Au surplus, si
mme il etait specifie formellement dans
l'acte que le gage est destine
a garantir le credit couvert
par Ia Banque a Ia societe « Darax », cela ne justifierait
pas Ia deeision de I'instance cantonale.
11 en resulterait
seulement que Ia creance de Ia Banque devrait e desdits engagements ».
Cette clause ne saurait s'interpreter en ce sens que Ia
reeourante aurait
par avance renonce a se prevaloir de
l'art. 41 LP et consenti a se laisser poursuivre sur Ia
generalite de ses biens, sans liquidation prealable du
nantissement eonstitue par elle pour ses propres obliga-
tions envers Ia Banque. A supposer qu'une teIle eonven-
tion
fut valable -contrairement ace que deeide l'a~t
RO 2:1 1 N° 20 ; cf. JAEGER, art. 41 note 2 -elle ne
pourrait en
tout cas tre
envisagee comme garantie, tant a l' egard du debiteur
principal que de
la reeourante. Il y a lieu, en effet,
d'admettre que Ia eaution solidaire qui fournit un gage
pour assurer
Ie payement de Ia dette principale garantit
du mme coup sa propre dette decoulant du cautionne-
ment. A Ia fois partie dans
Ie contrat de gage, comme
constituante du gage,
et codebitrice de Ia dette qu' elle
declare garantir, sa situation est celle d'un debiteur
gagiste.
On ne saurait davantage, comme Ie fait l'instance can-
tonale, justifier
la decision attaquee en invoquant Ia
clause de l'acte de cautionnement
par Iaquelle Ia recou-
rante a
declare s'obliger a titre de caution solidaire avec
le debiteur principaI,
pout Ia garantie des engagements
pris ou
a prendre par ceIui-ci -« independamment de
toutes autres garanties que
possederait Ia Societe de
Banque
Suisse pour tout ou patre admise qu'en vertu d'une clause
formelle
et non equivoque.
Quant a l'argument que Ia Banque poursuivante a
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 20. 87
fait valoir devant Ies instances cantonales en invoquant
l'ar!. 496
CO, il etait fonde a l'egard des epoux Morin,
mais
il ne l'est pas a l'egard de Ia recourante. Sans doute
le ereancier est llbre de poursuivre Ia caution solidaire
avant de realiser ses gages, Iorsque ceux-ci lui ont ete
fournis par le debiteur principal ou par un tiers, mais
s'il est
nanti d'un gage constitue par Ia caution elle-
mme, cette derniere est en droit, comme tout autre debi-
teur gagiste, de lui opposer l'art. 41 LP.
Si la BaIlque creanciere est tenue de realiser d'abord
la police d'assurance qui Iui a ete donnee en gage par la
recourante,
avant d'introduire contre celle-ci une pour-
suite ordinaire, elle ne saurait
en revanche ~tre renvoyee
a realiser preaIabIement l'hypotheque qui Iui a ete cons-
tituee par Ia societe anonyme « La Clematite ».
La Chambre des Poursuites et des FaiUües prononce:
Le reeours est admis; en eonsequence Ia decision
attaquee est
annulee en tant qu'elle se rapporte au
eommandement de payer N0 10596, Iequel est annule.
20. Entscheid vom 13. Kai lSa4 i. S. Landauer.
A r res t für eine S t e u e r f 0 r der u n g gestützt auf
die Steuerverfügung einer unteren Steuerbehörde, welche
der
Besteuerte an die obere Steuerbehörde weitergezogen
hat. Analoge Anwendung des Art. 2 7 8 A b s. 3 S c h K G:
Zur Prosequierung bedarf es nicht der gerichtlichen Klage,
sondern
nur der Betreibung binnen zehn Tagen nach Er-
ledigung der Steuerstreitigkeit.
A. -Am 1. November 1923 nahm das Steueramt der
Stadt Zürich einen Arrest gegen H. Landauer heraus für
Staats-und Gemeinde-, sowie Nach-und Strafsteuern,
im Betrag von 72,856 Fr. 45 Cts. welche diesem;-durch
Verfügung der Finanzdirektion des Kantons
Zürich vom
30. Augnst 1923 auferlegt worden waren. Landauer hatte
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gegen die Steuerverfügung Rekurs eingelegt, welcher
zur Zeit der Arrestierung bei der Oberrekurskommis-
"Sion hängig war. Als er gegen die Arrestprosequierungs-
betreibung Rechtsvorschlag erhob, teilte ihm das Betrei-
bungsamt Zürich 6 mit, es betrachte die
Pendenz des
von ihm bei der «Rekurskommission » eingereichten
Steuerrekurses als Prosequierung des Arrestes. Darauf
führte Landauer Beschwerde
mit dem Antrag, die Ver-
fügung des Betreibungsamts sei als ungültig zu erklären
und aufzuheben.
B. -Durch Entscheid vom 25. März hat das Ober-
gericht des Kantons Zürich als kantonale Aufsichts-
behörde für Schuldbetreibung und Konkurs die Be-
schwerde abgewiesen und festgestellt, dass eine
Prose-
quierung des Arrestes bestehe.
C. -Diesen Entscheid hat Landauer an das Bundes-
gericht weitergezogen.
Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
Dem Fiskus stehen für die Zwangsvollstreckung wegen
seiner aus öffentlichem Recht
hegeleiteten Geldforde-
rungen keine anderen Rechtsbehelfe zu Gebot ais die-
jenigen,
< welche das SchKG jedem Gläubiger von Geld-
forderungen zur Verfügung stellt.
Um die Aufhebung
des gegen seine Betreibung erhobenen Rechtsvorschlages
zu erwirken, bedarf
er indes nicht eines gerichtlichen
Urteils, sondern es genügt hiefür gemäss Art. 80 Abs. 2
SchKG ein über die bestrittene öffentlichrechtliche Ver-
pflichtung ergangener Beschluss oder Entscheid der zu
ihrer Beurteilung berufenen Verwaltungsbehörde, sofern
dieser nach kantonalem Recht einem vollstreckbaren
gerichtlichen Urteil gleichsteht, mindestens innerhalb
des Kantonsgebietes.
Sonach hängt die Zwangsvoll-
streckung
für bestrittene öffentlichrechtliche Forderun-
gen doch nicht etwa von der Feststellung ihres Bestehens
durch den Zivilrichter ab, wenn dieser nicht ohnehin
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 20. 89
zuständig ist, hierüber zu entscheiden. Nach dem Ent-"
scheid der Vorinstanz, der in diesem Punkt auf der
Anwendung kantonalen öffentlichen Rechts beruht und
daher für das Bundesgericht ohne weiteres verbindlich
ist, kommt nun
im Kanton Zürich nur der Steuerrekurs-
kommission, eventuell
der Oberrekurskommission, nicht
aber den ordentlichen Gerichten die Kompetenz zu, ma-
teriell
darüber zu entscheiden, ob eine bestrittene Taxa-
tion der Steuerbehörde
und die auf Grund derselben
geforderte
Steuer zu Recht bestehe, und müsste daher
das Gericht eine Klage
mit der Streitfrage, ob die vor-
liegend geltend gemachte Steuerforderung bestehe,
wegen sachlicher Unzuständigkeit von der
Hand weisen.
Würde ein rechtskräftiger vollstreckbarer Entscheid einer
dieser Verwaltungs-bezw. verwaltungsgerichtlichen Be-
hörden bereits vorliegen, so
hätte also der Rekurgegner
den Arrest einfach dadurch prosequieren können, dass
er binnen zehn Tagen seit Mitteilung des Rechtsvor-
schlages dessen Aufhebung, m. a. W. definitive Rechts-
öffnung verlangte.
Der Umstand, dass der Rekursgegner
den Arrest auf Grund der Verfügung einer unteren Ver-
waltungsbehörde herausgenommen
hat, welche der Wei-
terziehung
an eine obere Verwaltungsbehörde bezw.
eine verwaltungsgerichtliche Behörde unterlag
und vom
Rekurrenten denn auch weitergezogen worden ist,
kann
nicht zur Folge haben, dass der Rekursgegner zur Pro-
sequierung des Arrests beim Zivilgericht Klage auf An-
erkennung seiner Steuerforderung erheben müsste, eine
Klage, zu deren Beurteilung das
angerufen Gericht sach-
lich
gar nicht zuständig wäre. Vielmehr rechtfertigt sich
die analoge Anwendung des Art. 278 Abs. 3
SchKG, wo-
nach der Gläubiger, der schon
vor der Bewilligung des
Arrestes seine Forderung gerichtlich eingeklagt hatte,
zur
Prosequierung nichts weiteres zu tun braucht als seiner-
zeit binnen zehn Tagen nach Mitteilung des Urteils Betrei-
bung anzuheben (vgl.
in ähnlichem Sinne AS 48 III S.
229 ff.). Nachdem der Rekursgegner bereits binnen zehn
90 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 20. Tagen seit Zustellung der Abschrift der Arresturkunde Be- treibung angehoben hat, bedarf es einer Arrestprosequie- rungshandlung überhaupt nicht mehr. Vielmehr würde der Arrest nur dann, sei es ganz oder teilweise, dahin- falien, wenn der Rekursgegner den erhobenen Steuer- anspruch im Verwaltungsstreitverfahren nicht oder nur zum Teil durchzusetzen vermöchte, oder wenn er nach Eintritt der Rechtskraft des erstrittenen Entscheides nicht so rechtzeitig die Aufhebung des vom Rekurrenten erhobenen Rechtsvorschlages (Rechtsöffnung) verlangen sollte, um gestützt darauf noch innert den in Art. 88 Abs. 2 bezw. Art. 166 Abs. 2 SchKG gesetzten Fristen das Fortsetzungs-bezw. das Konkursbegehren stellen zu können. Das vom Rekurrenten gegen diese Lösung geltend gemachte Bedenken, sie verunmögliche ihm, Einreden zu erheben, die er nicht durch Urkunden zu beweisen vermöge, insbesondere mit einer Schadenersatz- gegenforderung . zu verrechnen, hält nicht stich. Der Ausschluss anderer als der in Art. 81 SchKG vorbehal- tenen Einreden folgt ohne weiteres aus der Regelung, dass der Fiskus hinsichtlich seiner Steuerforderungen nicht der ordentlichen Zivilgerichtsbarkeit unterworfen ist, und zudem ist die Verrechming gegenüber Forderun- gen des Gemeinwesens aus öffentlichem Recht nach Art. 125 Ziff: 3 OR unzulässig. Demnach erkennt die Schutdbetr.-und Konkurskammer : Der Rekurs wird abgewiesen. Schuldbetreibungs.. und Konkursrecht. N0 21. 91 21. Entscheld vom 13. Kal19a4 i. S. Xonkursmasse SchlaUer und Jakob Schlatter. Summarisches Konkursverfahren. Das Konkursamt ist nicht befugt, auf Grund von Abmachungen, welche der Gemein- sChuldner mit einzelnen Gläubigern zur Herbeiführung des Konkurswiderrufs getroffen hat, die Durchführung der Ver- wertung abzulehnen. A. -Im Konkurse des Jakob Schlatter-Brunner, der durch das Konkursamt Höngg im summarischen Verfahren durchgeführt wird, bleibt noch eine liegen- schaft zu verwerten. Am 12. September 1923 schloss der Gemeinschuldner mit Edwin Gautschi, der mit einer Forderung ;von zirka 13,000 Fr. kolloziert ist, unter Mit- wirkung des Konkursbeamten einen Vergleich ab, laut welchem Gautschi gegen Zahlung von 6000 Fr. und Überlassung eines Automobils für seine Forderung Saldoquittung erteilen und die für den Konkurswiderruf nötige Erklärung abgeben sollte. Als äusserster Termin für die Zahlung der 6000 Fr. wurde der 15. Oktober 1923 festgesetzt und bestimmt, dass bei Nichteinhaltung dieses Termins der Vergleich ohne weiteres dahinfalle. Am 23. Oktober 1923 wurden Gautschi durch das Kon- kursamt 4500 Fr. übermittelt und die restlichen 1500 Fr. in Aussicht gestellt. Dieser erklärte nun aber den Ver- gleich als hinfällig und verlangt~ die sofortige Ansetzung, der Steigerung; die 4500 Fr. behielt er. Das Konkurs- amt weigerte sich dem Verlangen nachzukommen, unter Berufung auf den Vergleich und die Nichtruckgabe der Anzahlung durch Gautschi ; auf erneute Aufforderung erklärte es. der Gemeinschuldner betrachte den Ver- gleich als zu Recht bestehend und sei mit einer Verstei- gerung nicht einverstanden, es werde daher diese bis auf weiteres nicht anordnen. Darauf erhob Gautschi bei der Aufsichtsbehörde Beschwerde mit dem Begehren, das Konkursamt sei zur unverzüglichen Durchführung der Verwertung anzuhalten.
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