BGE 49 III 187
BGE 49 III 187Bge28 août 1922Ouvrir la source →
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Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 48.
, '
Sollberger a recouru au Tribunal federal contre cette
decision.
Considirant en droit :
La question qui se pose est ceIle de savoir si la com-
munaute des obligataires agissant comme teIle
par
l'intermediaire de son representant peut poursuivre
le debiteur ou si
au contraire les poursuites ne peuvent
etre intentees que par les obligataires nommement
designes dans le commandement de payer. Or, d'apres
l'ordonnance
federale du 20 fevrier 1918 sur la commu-
Haute des creanciers dans les emprunts par obligations,
la reponse acette question n'est pas douteuse. L'art. 23
dis pose en effet que les obligataires
« peuvent designer
une ou plusieurs personnes chargees de representer
la communaute des
creanciers », l' art. 24 precise que
le representant a de plein droit le pouvoir
« de repre-
senter les creanciers dans l'exercice des pouvoirs qui
lui
ont ete conferes II et que, dans la mesure OU le re-
presentant a le pouvoir d'exercer les droits des creanciers,
ceux-ci ne peuvent plus faire valoir individuellement
leurs droits.
L'ordonnance· erige ainsi la communaute
des obligataires en un sujet de droit distinct pourvu
d'un organe qui la represente yalablement.
Il est, vrai que, aux termes' dc l'art. 1, cette com-
munaute n'existe
de plein droit que si le montant
de l'emprunt est d'au moins 100000 fr. ou si le nombre
des obligations est de
100 a1.l moins -alors qu'en l'es-
pece ni l'une ni l'autre dc ces deux conditions n'est
realisee. Mais I'art. 1 ajoute que, meme dans les emprunts
comportant moins de
100 000 fr. ct moins de 100 obli-
gations, une communaute de creanciers
peut exister
«si elle a ete constituee par les conditions de I'emprunt ll.
Tel a manifestement ete l'objet et l'effet des clauses
inserees au contrat de pret du 29 decembre 1913 puis-
qu'il dispose que les obligataires
ont un representant
commun, qu'ils ne peuvent agir individuellement et
que leur representant a, en cette qualite, le pouvoir
Schuldbetrelbungs-und Konkursrecht. N° 49.
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de percevoir le remboursement du capital et d'exercer
a cet effet toutes poursuites contre le debiteur. O. Gar-
nier avait donc incontestablement le droit d'agir
au
nom de la communaute des obligataires et le commande-
ment de payer n'avait pas a indiquer lenom des porteurs
des obligations, la poursuite
Hant intentee par la com-
munaute el1e-mme et non par les obligataires indivi-
duellement.
C'est en
vain qu'on objecterait que l'emprunt dont
il s'agit a He contracte anterieurement a l'ordonnance
precitce. En effet, aux terms de son art. 32, cette or-
donnance est applicable « meme si les obligations ont
ete emises avant sa promulgation ».
La Clrambre des Poursuites et des Faillites pronollce:
Le recours est rejete.
49.
Entsoheii vom 17. November 1923 i. S. EUiker.
Kann für die Abzahlung an einen pfandversicherteIl Konto-
korrentkredit, welche der Schuldner im Umfang des nicht
mehr pfandgedeckten Betrages zu leisten vertraglich ver-
pflichtet ist, gewöhnliche Betreibung angehoben werden'
Art. 41 SchKG.
A. -Am 4. Juli 1923 hob die Schweizerische Vereins-
bank gegen K. Elliker ordentliche Betreibung auf Pfän-
dung oder Konkurs (Nr. 7488)
für 10,000 Fr. (' zur Ver-
minderung der Kontokorrentschuld und gemäss Schuld-
anerkennung vom 21. Februar 1923 ) an. Elliker führte
Beschwerde mit dem Hauptantrag, die Betreibung sei
gänzlich aufzuheben, den er damit begründete, die
Forderung sei durch \Vertschriften faustpfandversichert.
Die Schweizerische
Vereins1;lank bestreitet das nicht,
leitet aber das Recht, mit gewöhnlicher Betreibung eine
Teilzahlung zu verlangen, aus ihren ( Bedingungen
für
den Conto-Corrent-Verkehr)) her, welchen sich Elliker
AS 49 IIJ -1923 14
188 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 49. unterworfen habe., Diesen Bedingungen ist zu ent- nehmen: « (2.) Die Gläubigerin ist berechtigt, alle bei ihr de- • ponierten Titel weiter zu lombardieren, auch weitere Vermehrung der Sicherheit, oder Verminderung der Schuld durch entsprechende Abzahlung zu verlangen, wenn der Wert der, Pfänder sich, vennindert oder der Deckungsüberschuss nach der Ansicht der Gläubigerin nicht mehr in dem von ihr gewünschten Verhältnis vorhanden sein sollte. (3.) Für den Fall, dass der Schuldner einer solchen, durch rekommandierte Zuschrift an die letzte bekannte Adresse erfolgten Aufforderung innert der vonder Bank festzusetzenden Frist nicht Folge geben sollte, räumt derselbe der Schweizerischen Vereinsbank, Fi1iale Zürich, das Recht ein, die gesamte Forderung als sofort fällig zu betrachten und ohne weitere Fonnalitäten, nach ihrem freien Ennessen, die Faustpfänder, soweit zur Tilgung ihrer Gesamtforderung nötig, bestmöglichst zu verkaufen, den Erlös zu verrechnen und eine allfällig restierende Forderung sofort geltend zu machen ......• B. -Durch Entscheid vom 26. Oktober hat das Ober- gericht des Kantons Zürich, i:ql Gegensatz zum Be- zirksgericht Zürich, die Beschwerde abgewiesen. C. -Diesen am 1. November zugestellten Entscheid 4at Elliker am Montag den 12. November an das Bundes- gericht weitergezogen. Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung : Die Rekursgegnerin macht geltend, sie sei nach ihren «Bedingungen » für den Kontokorrentverkehr be- rechtigt, «im, Interesse » der Deckung ihrer Forderung eine Verminderung der Schuld' durch Abzahlung in der Höhe des Deckungsmankos zu verlangen, und habe demgemäss nicht für die primäre, durch Faustpfänder «gedeckte» Forderung Betreibung angehoben, sondern Sehuldbetrelbungs-und Konkursreeht. N° 49. 189 fiir eine Forderung; welche sich auf, eine separate Ver- pflichtung des Rekurrenten stütze und nicht pfandver- sichert sei. Zutreffend hat schon die untere Aufsichts- behörde diesen' Standpunkt verworfen. Die in Betrei- bung gesetzte Forderung ist nichts anderes als ein Teilbetrag der einheitlichen pfandversicherten Forde- rung der Rekursgegnerin an dem Rekurrenten und da,.. her der Pfandsicherung ebenso teilhaftig wie der nicht in' Betreibung gesetzte Restbetrag. Hievon ist auch die Vorinstanz ausgegangen ; 'dagegen hat sie angenom- men, die « Bedingung », dass die Rekursgegnerin , im Falle der Verminderung des Wertes der Pfänder eine Abzahlung zu verlangen berechtigt sei, schliesse den Ver- zicht des Rekurrenten ein, gegen die für den in einem gewissen Zeitpunkt nach Ansicht der Rekursgegnerin durch die Pfänder nicht mehr gedeckten Teilbetrag der Forderung angehobene gewöhnliche Betreibung die Ein- rede zu erheben, es sei nur die Betreibung auf Pfandver- wertung zulässig. Dem kann nicht beigestimmt wer- den. Freilich ist Abs. 2 der «Bedingungen » dahin aus- zulegen, dass die Rekursgegenerin gegebenenfalls he- rechtigt ist, sowohl eine Abzahlung zu verlangen, als sämtliche Pfänder zur Sicherung des Restbetrages ihrer Forderung zu behalten. Indessen genügt eine solche Abmachung für den Fall, dass der Schuldner seine Pflicht zur Leistung der Abzahlung nicht erfüllt, noch ,nicht zum Verzicht auf die Einrede, dass nur die Betreibung auf Pfandverwertung zulässig sei. Es, ist denn auch für den Fall, dass der Schuldner der Auffor derung zur Leistung einer Abzahlung nicht Folge leistet. in Abs. 3 der «Bedingungen » nur vorgesehen, dass die Rekursgegnerin die gesamte Forderung sofort als fällig betrachten und zur Pfandliquidation schreiten und eine sich hiebei allfällig ergehende AuSfallforderung sofort geltend machen kann. Ist dies d,ie einzige Folge, welche die « Bedingungen» an die Nichtleistung ,der ver- langten Abzahlung knüpfen, so kann ein Verzicht dar
190 Schuldbetrt'lbungs-und Konkursrecht. N' 50.
auf, egen eine YOr der Pfandliquidation für den mut-
masslichen Pfandausfall angehobene gewöhnliche Betrei-
• bung die Einrede zu erheben, es sei nur die Betrei-
bung auf Pfandverwertung zulässig, nicht angenommen
werdn. Infolgedessen kann auf sich beruhen bleiben,
ob em solcher von vorneherein erklärter Verzicht von
den Betreibungsbehörden überhaupt zu beachten wäre.
DelIDlach erkennt die Schuldbetr.-und Konkurskammer :
. Der Rekurs wird begründet erklärt und die Betrei-
bung Nr. 7488 aufgehoben.
50. Entscheii vom a6. November 1923
i. S. Solothurner lta.ntona.lbank.
Art. 92 zur. 10 SchKG: Der Schuldner, welcher aus einer
Etschädi?ung für Körperverletzung oder Gesundheits-
storung Zms-und Kapitalratenzahlungen an Grundpfand-
forderungen
gemacht hat, kann nicht aus dem Liegen-
s.chaftsverwertungserlös
vor Befriedigung der (vertrag-
bchen) Grundpfandgläubiger einen entsprechenden Betrag
vorwegnehmen.
. A. -Die S?lothurner Kantonalbank ist Gläubigerill
emes Schuldbnefes von
12.000 Fr. und einer durch
Grundpfandverschreibung versicherten Fordenmg von
noch
10,260 Fr .• welche auf Liegenschaften des Robert
Pfund in Dornach lasten. ersterer im ersten Rang auf
Grundbch-Nr .. 1319, letztere auf der gleichen Liegen-
schaft
1m zweIten Rang und auf den Liegenschaften
Grundbuch-Nr.
519, 521, 1823. 2074 im ersten Rang.
Als in der von der Solothurner Kantonalbauk angeho-
bnen G:rundpfandverwertungsbetreibung die Steigerung
dIeser LIegenschaften bekannt gemacht wurde, verlangte
der Schuldner, dass
« in's Lastellverzeichnis aufge-
nommen werde ein Anspruch auf Rückerstattung von
1400 Fr. nebst 5% Zins seit 28. August 1922 und zwar
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 50. 191
privilegiert vor sämtlichen gesetzlichen und vertrag-
lichen
Pfandrechten ». Zur Begründung brachte er vor:
Er habe« den Betrag von UOO Fr. (recte 1400 Fr. 20 Cts.)
aus einer ihm ausbezahlten Invaliditätsentschädigung
aus Unfall
für den Verlust eines Auges unterm 2ß. Au-
gust
1922 durch Bezahlung von per 1. Februar 1922
verfallenen Hypothekarzinsen. sowie 80 Fr. Kapital-
tilgungsrate
in den nun zur Verwertung gelangenden
Liegenschaften investiert.
» Da die an Stelle der Invali-
ditätsentschädigungen getretenen \Verte gleich jenen
selbst der Zwangsvollstreckung grundsätzlich entzogen
seien. habe
er Anspruch auf Rückerstattung des inve-
stierten Betrages aus dem Liegenschaf1serlös. und
zwar vorgängig der Befriedigung der
Pfandrechte. Das
Betreibungsamt nahm den Anspruch nicht in das Lasten-
verzeichnis auf
mit der Begründung, er werde « weder
in Höhe noch Rang anerkannt
ll. Darauf führte der
Schuldner Beschwerde
mit dem Antrag. das Betreibungs-
amt sei anzuweisen, « im Lastenverzeichnis folgende
privilegierte, also den Grundpfandschulden vorgehende
Rückerstattungsansprüche des Schuldners
aufzunehnlen :
a) auf Grundbuch-Nr. 1319: 679 Fr. 10 Cts. nebst
5 % Zins seit 28. August 1922;
b) auf Grundbuch-NI'. 519, 521. 1823, 2074 und 1319
gesamthaft 721 Fr. 10 Cts. nebst 5% Zins seit 28. August
1922, und das so bereinigte Lastenverzeichnis den
Beteiligten neuerdings. mitzuteilen.
»
. B. -Durch Entscheid vom 26. Oktober hat die
Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs
des Kantons Solothurn die Beschwerde zugesprochen,
davon ausgehend, dass der Beschwerdeführer behaupte,
es stehe ihm eine gnmdpfandversicherte Forderung zu,
welche das Betreibungsamt in das Lastenverzeichnis
aufnehmen müsse ohne Rücksicht darauf. dass sie nicht
im Grundbuch eingetragen sei, worauf dann allfällige
Streitigkei1en darüber im Lastenbereinigungsvedahren
auszutragen
seien.
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