BGE 49 II 9
BGE 49 II 9Bge1 mai 1917Ouvrir la source →
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Familienreebt. N° 2.
On peut, en effet, se placer sur ce terrain. 11 y a eu
des pourparlers entre les parties, et celles-ci ont mis
fin
aleurs discussions par l'acte attaque aujourd'hui.
Ainsi que l'instance cantonale le releve et comme le
demandeur l'a d'ailleurs allegue, ce dernier a signe
l'engagement parce qu'll avait eu· des relations intimes
avec
la defenderesse et qu'il voulait echapper aux indis-
cretions et aux aleas d'une action en paternite, Hant
« desireux que l'affaire ne s'ebruitat pas et surtout qu'elle
fftt ignoree de son epouse». Dans ces conditions, il a
renonce a se prevaloir de l'excepiio plurium (art. 314
al. 2) et du moyep. tire de l'inconduite de la defenderesse
(art. 315 CCS) bien qu'il sftt qu'elle « avait une conduite
legere ». La defenderesse, de son cöte, a renonce implici-
tement a l'action en paernite. n y a donc bien eu des
concessions reciproques.
Du moment que le demandeur a pris l'engagement
de
payer une pension alimentaire en faveur de l'enfant
malgre qu'il dftt admettre la possibilite que la mere, vu
la legerete de sa conduite, avait eu des relations sexuelles
avec
d'autres individus pendant la periode de conception,
il ne saurait apres coup arguer d'une erreur essentielle
parce que ces relations sont maintenant averees. L'igno-
rance
dns laquelle il se trouvait· ne pouvait pas etre
absolue ; il Y avait en realite incertitude sur la paternite
du demandeur, mais
rette incertitude n'excluait pas la
possibilite qu'il fftt bien le perede l'enfant et c'est a
raison de sa responsabilite, du moins eventuelle, qu'il a
consenti
a prendre l'engagement du 14 mars 1921.
L'instance cantonale a,
des lors, rejete avec raison la
demande.
Le Tribunal /ideral prononce :
Le recours est rejete et le jugement attaque est
confirme.
Erbrecht. Na 3.
II. ERBRECHT
DROIT· DES SUCCESSIONS
3. Urteil der II. Zivilabteilung vom 15. Februar 1923
i. S. Preiswerk gegen Preiswerk.
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ZGB Art. 505: Eigenhändiges Testament. Auf Brief-
bogen vorgedruckte
Ortsangabe genügt nicht.
VVG Art. 76 ff.: Versicherung zu Gunsten Dritter,
Auslegung.
A_. -Der am 12. November 1921 verstorbene Dr.
Paul Preiswerk hatte zwei Lebensversicherungen ab-
geschlossen :
10 Erbreeht. N° 3. genommen die vorgedruckte Ortsangabe, hatte er sie eigenhändig geschrieben. B. -Mit der vorliegenden Klage verlangen die Witwe und die Kinder Preiswerks Ungültigerklärung dieser letztwilligen Verfügungen und Feststellung. dass den BekJagten weder ihnen gegenüber noch auf die Lebensversicherungssummen ein Anspruch zustehe. Die Beklagten verlangen mit Widerklage Auszahlung von 6421 Fr. an die Beklagte Nr. 1 und von 13,958 Fr. an die Beklagte Nr. 2 aus der beim Erbschaftsamt eingegan- genen Lebensversicherungssumme (Friedrich Wilhelm) zum Erwerb lebenslänglicher jährlicher Renten von 500 bezw. 1000 Fr., event. Aushändigung der Lebens- versicherungspolize Germania behufs Verwertung zum Erwerb solcher Renten. C. -Durch Urteil vom 28. November 1922 hat das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt die Haupt- klage zugesprochen und die Widerklage abgewiesen. D. -Gegen dieses Urteil haben die Beklagten am 15. Dezember 1922 die Berufung an das Bundesgericht eingelegt mit den Anträgen auf Abweisung der Haupt- klage und Gutheissung der Widerklage. Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
12 Erbncht. No 4. Nachtrag mit den Vorinstanzen nichts anderes als ein Hinweis darauf gesehen werden~ wie jene Renten be- zahlt werden können. ohne dass dafür feste Anlagen in Anspruch genommen werden müssen. Lassen sich somit die fonnungiiltigen letztwilligen Verfügungen ihrem Inhalt nach nicht als Begiinstigungs- erklärungen zu Gunsten der Beklagten mit Bezug auf die Lebensversicherungsansprüche auffassen, so erübrigt es sich, zu den weiteren Fragen Stellung zu nehmen ob die in einer letztwilligen Verfügung ausgesprochene Zu- weisung eines Lebensversicherungsanspruches als extra- testamentarische Begünstigung in Betracht fallen kann. wenn die letztwillige Verfügung formungültig ist, und ob es zur Wirksamkeit einer solchen Begünstigung inter vivos einer gegenüber dem Versicherer oder dem Begünstigten abgegebenen Erklärung bedürfe. Demnach erkennt das Bundesgericht: Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 28. November 1922 bestätigt. 4. Urteil der II. ZivilabteUung vom 26 April 1923 i. S. Testamentsvollstrecker des Nachlasses Henneberg gegen Gebhardt und Neumann. Ver m ä c b t n i s einer bestimmten Geldsumme in fremder Währung mit Zweckau:flage. -Aus 1 e gun g. Hat der Legatar bei Entwertung jener Währung auf eine hö- here als die ausgesetzte Summe Anspruch ? . .t1. -Der am 15. Dezember 1918 verstorbene Karl Gustav Henneberg in Zürich hatte eine letztwillige Verfügung über seinen Nachlass mit verschiedenen Nachträgen errichtet. In der Hauptverfügung vom Erbrecht. N° 4. 27. September 1914 ordnete er u. a. an, dass vom letzten Dreissigstel seines Nachlasses gewisse Beträge nebst einem Jahresgehalt an seine namentlich aufgeführten Dienstboten zu bezahlen und seine Haupterben (seine Schwester und deren Kinder) « den Rest von diesem Dreissigstel. . . .. in Görlitz und Marklissa an Wohl- tätigkeitsanstalten nach bestem Gutdünken verteilen können». In einem Nachtrag vom 1. Mai 1917 sodann bestimmte Henneberg : <Non dem letzten, dem dreissig- sten Dreissigstel vermache ich noch fünfzigtausend Mark der Universität Freiburg i IBreisgau mit der Be- stimmung, ein « Horst Henneberg-Stipendium) zu er- richten. Die Zinsen zur freien Verfügung des hohen Rektorats.» Diese Verfügung war dadurch veranlasst, dass sein einziger, im Jahre 1914 im Kriege gefallener Sohn Horst an der Universität Freiburg i. B. studiert hatte. n. -Nachdem der Kurs der deutschen Mark im Ver- hältnis zum Schweizerfranken auf ungefähr 10 und auch deren Kaufkraft im Lande stark gefallen war. bevor dieses Vermächtnis zur Auszahlung gelangte. fassten die Testamentsvollstrecker Hennebergs am 7. Oktober 1920 den Beschluss: « Die Willensvollstrecker werden in lückenergänzender Auslegung des Vermächt- nisses vom
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