BGE 48 III 23
BGE 48 III 23Bge31 déc. 1921Ouvrir la source →
22 SChuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 6.
iI egalement que lorsque l'administration de la faillite
se trouve en presence d'une production qu'elle estime
non suffisamment
justüiee, elle a l'obligation ou de
l'ecarter definitivement ou, mais dans
ce cas sans, natu-
rellement, prejuger le fond. de fixer
au creancier un delai
pour presenter ses moyens de preuve. Il est manifeste
que cette
prescIiption n'a pas ete observee en l'espece.
L'office a bien,
il est vrai, avise la recourante que 5a
pretention etait rejetee, mais en mfune temps il lui a
expressement
declare qu'il se reservait de modifier 5a
decision au cas Oll il serait etabli, dans un deIai de hui-
taine, que le contrat produit avait
ete regularise. De
quelque
faon qu'on l'envisage, cette decision constitue
une decision conditionnelle, formellement interdite
par
rart. 59 precite et que l'instance cantonale aurait du
par consequent annuler dejä de ce chef.
Mais independamment de
ce moyen, c'est avec raison
que
la re courante combat l'argumentation de l'instance
cantonale. L'opinion suivant laquelle
il serait loisible
aux cantons d'ordonner aux offices de ne pastenir compte
des
pieces produites ä l'appui d'une production, lorsque
ces
pieces ne sont pas conformes aux exigences des lois
fiscales,
et d'en differer l'examen jusqu'ä regularisation
ou paiement des amen des encourues est en effet manifes-
tement insoutenable; elle est contraire
au texte et ä
l'esprit de la loi. Elle porte tout d'abord une attemte
injustifiee au droit qu'ont ies creanciers, en vertu des
art. 247
et 248 LP d'obtenir une decision formelle sur le
sort de leurs productions dans le
deIai fixe pour l'etablis-
sement de
l'etat de collocation. En outre elle equivaudrait
a subordonner le droit d'intervention dans la faillite ä
l'observation de prescriptions de droit cantonal, ce qui
est egalement inadmissible. Ce droit etant institue et
garanti par la Iegislation fMerale ne saurait i. S. Georg.
SchKG Art. 250 Abs. 2 u. 3: Der Vergleich im Kollokations-
prozess,
durch welchen ein Gläubiger die Zulassung eines
andern bestreitet, unterliegt nicht der Genehmigung durch
die Konkursverwaltung.
A. -Im Konkurse über Fritz Brand liess das Kon-
kursamt Bern-Stadt als Konkursverwaltung die Ehefrau
des Gemeinschuldners
mit einer Forderung von 20,000 Fr.
je zur Hälfte in der 4. und 5. Klasse zu. Durch gegen
Frau Brand gerichtete Kollokationsplan-Anfechtungs-
klage
bestritt jedoch der Konkursgläubiger Georg diese
Zulassung in vollem Umfange. In der Folge schlossen die
Parteien folgenden Vergleich ab :
« Frau Brand tritt von
ihrer Frauengutsforderung von
20,000 Fr. im Konkurse
ihres Ehemannes Herrn Georg
5000 Fr. in 4. Klasse im
ersten Range ab und erklärt sich damit einverstanden,tre rendu
dependant de conditions non fixees
par elle, et a plus
forte raison ne saurait-on admettre qu'il puisse
te recourallte' eu tenant
compte de tous les moyens de preuve in'oques.
7. Entscheid vom 1. Kärz 199tre
utilise par les cantons dans un but fiscal et comme un
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 7. 23
moyen de contrainte pour amener les creanciers a s'ac-
quitter des obligations contractees de
ce chef.
La jurisprudence suivie par l'autorite de surveillance
vaudoise apparait
au surplus comme incompatibll" avec
la regle posee a rart. 59 precite d'Oll il ressort que la loi
ne connait qu'une cause de rejet d'une production : le
defaut de justüfcation. L'acquittement des droits de
timbre ne saurait done entrer en ligne de compte, principe
implicitement contenu
dejä dans l'art. 16 LP.
La Chambre des Poursuites et des Failiites prononce:
Le recours est admis en ce sens que l'arrt cantonal
est annule
et l'office des faillites de Lausanne invite a
se prononcer definitivement sur l'admission ou le rejet
de la production
de la socit
Die Schuldbelreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung:
26 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht •. No 7. steht, wie das Konkursamt meint -vermag eine Ein- mischung der Konkursverwaltung in die Prozessfühmng nicht zu rechtfertigen. Sieht das Gesetz sdbst, aus dem der Kl~ger seine Legitimation unmittelbar herzuleiten vermag, eine derartige Beschränkung seines Prozess- fühmngsrechtes im Interesse der Gesamtgläubigerschaft nicht vor, so ist anzunehmen, es gehe davon aus, die Konkursverwaltung habe dadurch, dass sie die Fordemng im Kollokationsplan zuliess, das Recht konsumiert, über deren Anteilnahme am Konkurs anderweitig zu entschei- den, und könue es nicht indirekt durch Einmischung in den gegen ihre Zulassung gerichteten Kollokationspro- zess noch einmal ausüben. So steht ihr denn auch kein Einfluss darauf zu, ob überhaupt ein Gläubiger, und all- fällig in welchem Umfange, die Klage auf Wegweisung eines andern anhebt. Es wäre auch durchaus unbillig, wenn der klagende Gläubiger nicht selbst als Hf.IT des von ihm auf eigene Kosten angestrengten Prozesses anerkannt würde, die Konkursverwaltung ihn vielmehr im Laufe des Prozes:oes plötzlich vor dIe Alternative stellen dürfte, entweder auf ein wer ig.,tens teilweises, ihm selbst aber genügend erscheinendes Prozessergebnis, das er auf dem 'Vege des Vergleiches erzielen kann, zu ver- zichten oder aber das Risiko der Fortführung des Pro- zesses, vielleicht durch mehrere Instanzen, auf sich zu nehmen, auf die Gefahr hin, auch jenes Teilergebnis aufs Spiel zu setzen. 3. - Ob im Falle der Abtretung gemäss Art. 260 SchKG das Prozessführungsrecht derart beschränkt sei oder mindestens in der Abtretungsurkunde beschränkt werden könne, sei es auf Grund des Verzichtsbeschlusses der Gläubigerschaft, sei es durch blosse Verfügung der Konkursverwaltung, braucht im vorliegenden Falle nicht geprüft zu werden. Die Entscheidung der weiteren Frage, ob der Gläubiger, welcher zum Schaden der Gesamtgläubigerschaft den Prozess absichtlich oder fahrlässig schlecht führt, davon absteht oder sich ver- Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 8. 27 gleicht, dadurch schadenersatz::PJchtig werde, fällt nicht in die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden. Demnach erkennt die Schuldbetr.-und Konkurskammer : Der Rekurs wird begründet erklärt und die angefoch- tene V:erfügung aufgehoben. 8. lutscheicl vom 1. Kärz 192a i. S. J. Hilpert " Oie. SchKG Art. 95 Abs. 1 Satz 2: Verhältnis der beiden Teile dieser Vorschrift zneinander. Begriff der «Gegenstände des täg- lichen Verkehrs. und der «weniger entbehrlichen Gegen- stände l1. SchKGArt. 97 Abs. 2: Verhältnis dieser Vorschrift zu Art. 95. A. -In der Betreibung der Firma J. Hilpert & Oe gegen J. de Podesta für rund 21,000 Fr. pfändete das Betreibungsamt 'Vil am 6. Dezember 1921 (neben andern in der Folge aus der Pfändung gefallenen und daher hier nicht mehr in Betracht kommenden Gegen- ständen) einen von der Firma Quidort, Droguerie. in Winterthur akzeptierten, am 31. Dezember 1921 fäl- ligen und dann auch eingelösten Wechsel im Betrage von 3000 Fr., vier von der Gläubigerin selbst aus- gestellte Eigenwechsel von je 1000 Fr., von denen einer ebenfalls ,am 31. Dezember 1921 fällig und auch ein- gelöst wurde, so"ie eine durch 6 Bürgen versicherte Forderung des Schuldners im Betrage von 47,000 Fr. (bezw., wie sich in der Folge herausstellte, 49,500 Fr., wovon freilich nur 47,000 Fr. verbürgt sind), welche zu 4 % % zu verzinsen und in halbjährlichen Raten von 3500 Fr. abzubezahlen ist. Hiegegen führte der Schuldner, dem die Pfändungsurkunde am 13. De- zember zugestellt worden war, am 3. Januar Beschwerde mit dem Antrage, die 'Vechsel seien aus der Pfändung zu entlassen, im wesentlichen mit folgender Begründung :
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