60 Entscheidungen der SChuldbetreibungs-
renferme a son art. 8 une disposition identique, a ceDe
de rart. 3 al. t
er
des statuts de la eaisse des C. F. F.,
avec cetteadjonction. dans un second alinea. que toute
. cession et tout engagement des droits aux prestations
de la eaisse sont nu s. (V. art.18 du projet du 18 mai 1920
des statuts de Ia caisse d'assurance. FeuilIe fed. 26 mai
1920 p. 143). La peru.ion de retraite de Cherix doit par
consequent etre declaree totalement insaisissable. L'opi-
nioncontraire de l'autorite cantonale repose sur une
interpretation erronee de
l'arret du Tribunal federal
rendu le 13 mai 1919 en Iacause May (RO 45 III p. 80).
Cet arret admet, apropos d'une saisie de salaire, c' est-a-
dire d'un cas d'insaisissabilite relative, que, lorsque la
poursuite se fonde
sur une dette alimentaife envers un
membre de la familIe du debiteur, il y a lieu de tenir'
compte de Ia nature de -la dette dans Ia fixation de la
quotite saisissable suivant l'art. 93 LP. Ce jugement ne
saurait etre invoque dans un cas d'insaisissabilite absolue
et il n'implique en aucune fanon une modification de la
jurisprudnnce du Tribunal federal concernant les pen-
sions de retraite servies par les C. F. F. Ces considerations
eonduisent
a l"admission du recours de Cherix et au rejet
de celui
forme par dame Duchesn .
Quant a l'alinea 2 de rart. 3 des statuts de la caisse des,
C. F. F., aux termes duquella calsse peut prendre des me
sures POUI que ses prestations en argent soient em-
pIoyees
a l'entretien du bencficiaire ou des personnes
dont ce dernier a la charge, i1 n'apporte'aucune exception
au plincipe de l'insaisissabilite, mais confere seulement
aux organes de Ja caisse, c'est-a-dire a l'autorite adminis
trative,
la competence pour faire profiter la familIe de
l'employe
retraite de la pension allouee a celui-ci. C'est,
des
lors, l'administration de la caisse qui doit etre con-
sideree
comme l"autorite instituee par la loi pour statner
sur les demandes formulees par la familIe du beneficiaire
(l'art.
18, al. 3 du projet de statuts de la caisse d'assu-
rance des fonctionnaires contient une disposition sem-
und Konknrskammer. N° 13.
blable). 11 y' a lieu de remarquer, a titre de simple indiea-
tion. que, d'apres la reponse de la Direction generale des
C. F. F., les organes de la caisse admettent la possibilite
de faire beneficier un enfant naturel, nom attribue au
.,ere quant aretat civil. d'une retenue sur la pensionde
retraite et considerent par consequent 16 prestations .
dues a
un tel enfant par son pere comme une charge de
familIe. Ce point de vue concorde avec celuiadopte par
Ie Tribunal federal dans sa jurisprudence sur l'art 93
LP (RO 45 III p. 115). -
La Chambre des poursuites et des laUlites prononce :
Le recours forme par Cherix est admis. En consequence
la pension de retraite servie au recourant est declaree
insaisissable pour sa totallte.
Le recours forme par dame Duchesne est rejete.
13. Entscheid vom l Juli 1920 i. S; Grimm.
Zulässigkeit eines selbständigen Rekurses wegen Verletzung
von Art. 63 GT z. SchKG.
A. -Mit Entscheid vOlU.4. Juni 1920 hat die Auf-
sichtsbehörde des Kantons Zürich eine vom Rekurrenten
Robert Grimm. gegen das Betreibungsamt
Zürich 5 ge-
richtete Beschwerde geschützt,
dem, Rekurrenten aber
gleichzeitig in Anwendung von Art. 63 Abs. 3 GT eine
Ordnungsbusse von 20 Fr. auferlegt, weil
er in seiner
Beschwerdeschrift sich ehrenrührige
Ausfälle gegen die
Behörden
hatte zu Schulden kommen lassen.
B. -Gegen diesen Entscheid rekurriert Robert Grimm
an, das Bundesgericht. mit dem Antrag, die Ordnungs-
busse sei aufzuheben.
Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
Die Sclzuldbetr. und Konkurskammer zieht in Erwägung:
- -Entgegen der bisherigen Praxis (A. S. Sep.-Ausg.9,
o S. 252 ) ist auf den Rekurs einzutreten, obschon er sich
nur auf einen Nebenpunkt, nämlich die Frage nach der
Zulässigkeit der Ordnungsbusse bezieht, indem der an-
gefochtene Entscheid in der Sache selbst nicht weiter-
gezogen worden ist. Denn die Voraussetzungen
für die
Auferlegung von Ordnungsbussen im Beschwerdever-
fahren nach Art. 17 ff SchKG beurteilen sich nach dem
GT, also nach eidgenössischem
Recht und es muss fol-
gerichtig gegen eine unrichtige Anwendung
der die
Prozesstrafen
deS Beschwerdeverfahrens beschlagenden
bu ndesrechtlichen Vorschriften der Rekurs an das
Bundesgericht nach Art.
19 SchKG zulässig sein und
zwar auch dann, wenn das Bundesgericht in der Sache
selbst nicht zu entscheiden
hat. Das Bundesgericht könnte
in einem solchen Falle das Eintreten nur dann ablehnen,
wenn wie
in dem erwähnten Entscheide angenommen
wurde -
eine ausdrückliche Vorschrift des eidgenössi-
schen Rechtes bestehen würde, wonach das Bundesgericht
im Rekursverfahren nach Art. 19. SchKG auf akzes-
sorische
Punkte nur einzutreten. hat, sQfern es in der
Sache selbst angerufen wird und das materielle
Rechts-
begehren des Rekurrenten schützt. Allein eine solche
Rechtsnorm
ist nicht vorhanden und es muss daher die
selbständige Beschwerdeführung wegen Verletzung von
Art. 63 G T als zulässig angesehen werden.
-
Ist danach auf den Rekurs einzutreten, so ist er
auch teilweise gutzuheissen.Die in der Beschwerde-
schrift enthaltenen Ausfälle verletzen allerdings den
durch die gute Sitte gebotenen Anstand
; allein anderer-
seits fällt
in Betracht, dass die Aufsichtsbehörde den
vom Rekurrenten vertretenen
Standpunkt als sachlich
begründet
anerkannt hat, was iminerhin sein Verhalten
in einem milderen Lichte erscheinen lässt. Aus diesem
) Ges.-Ausg. 32 I S. 594.
und Konkurskammer. N° 14.
Grunde rechtfertigt es sich die Ordnungsbusse auf die
Hälfte, d. h. auf
10 Fr. zu reduzieren.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-und Konkurskammer :
Der Rekurs wird
in dem Sinne gutgeheissen, dass die
Ordnungsbusse auf 10
Fr. reduziert wird.
14. Auszug aus dem Entscheid vom 17. Juli lSaO
i. S. Kerkur lO.
SchKG Art. 278 Abs. 2: Der Arrest wird hinfällig, wenn der
Gläubiger zwar ein Gesuch um Rechtsöffnung einreicht,
gleichzeitig aber den Rechtsöffnungsrichter ersucht, das
Rechtsöffnungsgesuch vorläufig nicht zu behandeln.
Die Vorschrift des Art. 278 SchKG ist im Interesse des
Arrestschuldners aufgestellt worden, sie soll ihn
davor
schützen, dass die Entscheidung der Frage, ob dem Arrest
wirklich eine Forderung des Arrestgläubigers
zu Grunde
liegt, verschleppt wird. Der durch den Rechtsvorschlag
konstatierte
Streit über die Schuldpflicht soll möglichst
rasch und ununterbrochen erledigt, der Schuldner nicht
länger als absolut nötig
in der Verfügung über seine
Vermögensstücke gehindert werden.
Darum hat denn
auch die
Praxis den Arrest immer dann als dahingefallen
erklärt, wenn die Klage zwar
innert der Frist angebracht
wurde, aber beim inkompetenten Gericht. Wenn
daher
für das Rechtsöffnungsbegehren eine Frist von 10 Tagen
angesetzt worden ist, bei deren Nichtbeachtung
der
Arrest dahinfallen soll, so muss innert dieser Frist ein
Begehren eingereicht worden sein, das
zur unmittelbaren
Erledigung des Rechtsöffnungsstreites führt.
Diese Voraussetzung erfüllt das streitige Gesuch des
Rekursgegners nicht.
Es ist unrichtig, wenn die Vor-
instanz ausführt, der Rechtsöffnungsrichter sei,
trotzdem