BGE 44 II 83
BGE 44 II 83Bge2 oct. 1917Ouvrir la source →
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Obligationenrecht. N° 17.
dause penale de nature a exercer une oontrainte sur le
societaire et ä l'empOOher amsi indireetement d'exercer
UR droit qui iui est reconnu par Ia Iegislation federale ;
Oll poorrait alor5, eu application de 1'art. 27 CCS, dclarer
nulle oette renollciatioI). implicite ä l'exerciee des droits
civils. Mais ici la liberte du &Ocietaire reste intacte. S'il
entelID faire usage de son droit de contracter un mariage
intel'dit
par les Iois de l'Eglise ä laquelle il se rattache,
mais a.utorise par la loi civile, il n 'encourt aucune peine et il
cesse simplement de fair::-partie d'une Societe avec
les prineipes directellrs de laquelle sa conduite entre
en opposition : s'il est Ioisible de subordonner l'admission
dans Ia Societe a Ia preuve de certaines croyances reli-
gieu.ses, il doit naturellement aussi etre permis d' en exclul'c
le societaire dont les acres -meme licites d'apres le dl'oit
civil
-sont en desaccord radieal avee ces eroyanees.
Cette
excluion entmine, il est VI'ai, pour Ie soeietaire Ia
perte des eotisations qu'll aversees ; mais ce n'est pas 1a
une peine pecuniaire, -<i'est un corollaire de la sortie,
volontaire
ou forcee, de la 'Societe (Reglement, art. 10).
Et d'ailleurs le societaire qui cesse de faire partie de In
Societe a deja obtenu Ia contre-valeur de ses cotisations,
puisqu'il a joui des avantagessociaux,c'.est-ä-dire du droit
aux seCDtIrS statutaires, pendant le temps oil il Hait socie-
taire et a.uqt1el ces cotisations etaient afferentes. A aucun
point de vue dOlle '911 Re peut dire que l'exclusion dont a
ere frappe Ie demandeur implique une atteinte, meme
indirecte, a
son droit decontracter tout mariage autorise
par Ja legislation -federaie.
Enfin :}e r.eco.rant soutient que la decisioll d'exclusion
est entachee d 'un vtce de iorme,parce qtt' elle a ete rendue
sans qu'il eilt ete procede a une enquete contradictoire ;
il mVQ{flle l'arret 1Iu Tribunal fed&al oil il est dit que {, le
dooit -du. societaire 'de se defendr.e av·amt -qu.'il puisse etre
exclu. wustituenn dr-Oit primordial dont Ja violation en-
traine l'annllltltion dem «ecision d'ex.clusiou» -(RO
48 II p. 3. M3.is ce priRclpe, eJaprime dans l'arret
Obligationenrecht. N° .18. 83
eite sous une forme trop abs?lue, ne saurait s'appliquer au
eas particulier. Ainsi que le fait observer l'instanee eanto-
nle, le mariage du demandeur etait officiel, patent, in-
dlseutable et de meme il etait constant qu'il etait formel-
lement condamne par l'Eglise catholique-romaine. Les
premisses de l'exelusion
etant ainsi etablies d'une ma-
niere qui ne pouvait donner lieu ä aucune contestation
la conclusion
devait s'en suivre sans qu'il fftt necessair;
d'entendre le demandeur qui aurait ete hors d'etat, par
la nature meme des ehoses, de fournir des explications
propres
a infll'lner ces premisses ou leur eonclusion neces-
saire. Mais d'ailleurs il resulte de la correspondance pro-
duite que, avant que l'exclusion ft1t prononcee, le de-
mandeur a ete informe qu'elle serait proposee par 1e
Comite a rAssemblee generale; l'oceasion lui a ainsi ete
donnee a temps de presenter sa defense s'il jugeait a pro-
pos de le faire et il ne saurait done seplaindre d'avoir ete
prive du droit d'etre entendu.
le Tri bunalIedhai prononce:
Le recours est ecarte et l'arret cantonal est cOllfrrme.
18. Urteil der I. Zivilabtenq vom as. Xä.rz 1818
i. S. 8 . .A. Ampere gegen Bauer.
Art. 8 7 6 0 R nur anwendbar auf Firmenverletzungen
durch den Gebrauch einer Firma wiederum als solche. -
Art.2 M Sch G, F i r m e n m a r k e n sind nur geschützt,
soweit si als Marke ge b r an c h t werden. -Art. 29 Z G B,
anwendbar auf die Ver let z u n g der F i r m a
ein e r j u r ist i s ehe n Per s 0 n. Er ergänzt den
obligationenrechtlichen Firmenschutz. -Art. 48 0 R.
UnI a u t e r e r W e t t b ewe r b durch Verwendung des
Hauptbestandteiles einer Konkurrenzfirma zur Bezeichung
von Glühlampen.
A. -Die Klägerin ist unter ihrer Firma « Societe
Anonyme Ampere » seit dem 26. Juli 1913 im schweize-
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Obligationenreeht. N° 18.
rischen Handelsregister eingetragen. Sie hat ihren Sitz
in Lausanne und befasst sich mit dem Vertrieb von elek-
trischen Bedarfsartikeln, speziell
von GlüP.lampen, und
• zwar hat sie seit einer Reihe von Jahren die ausschliess-
liehe Vertretung der Glühlampenfabrik Philipps
in Eind-
hoven (Holland).
Der Beklagte
betreibt unter der Firma Louis Bauer
in Wallisellen Handel in Kautschuk und elektrotech-
nischen
Artikeln. Auch er befasst sich mit dem Vertrieb
vou Glühlampen, und zwar vertrat er früher eine unga-
risce GlÜampenfabrik. 111 neuerer Zeit dagegen bringt
er emen eigenen Glühlampentyp, den er in Deutschland
herstellen lässt auf den schweizerischen Markt. Diese
Lampen tragen die deutliche Aufschrift: « Lampe Anl-
pere.}) Am 28. Juui 1916. hat der Beklagte diese letztere
Bezeichnung als Marke beim schweizerischen Amt für
geistiges Eigentum eintragen Jassen.
Durch diese Bezeichnung der beklagtischen
Gluh-
lmpe und die Eintragung der erwähnten Marke glaubt
SICh dIe Klägerin in ihren Individualrechten verletzt. Sie
hat daher gegen den Beklagten Klage erhoben und ver-
lngt i ihrm ersten Klagebegehren, dem Beklagten sei
dIe Weiterfuhrung
der Marke « Lampe Ampere » zu ver-
bieten und es sei der bezügliche
Eintrag in das Marken-
register
gege ergriff die Klägerin die Berufung an das
BundesgerIcht
mIt dem Antrag: Es sei in Gutheissung der
Klage
.-:;
u löschen. In -ibrem zweiten Klagebegehren
forert SIe vom Beklagten E!'satz .ihresj auf [5000 Fr.
beZIfferten Schadens. ...-
B. -Die erste Instanz hat demgegenüber erka'rtiiT:
(/ Die Klage wird abgewiesen. » (,'r '
C. -Hi
dIe Emtragung Im schweizerischen Markenregister zu löschen; Obligationenrecht. N° 18. 85 3. der Beklagte sei zu verpflichten, an die Klägerin 5000 Fr. Schadenersatz zu zahlen. Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
86 Obligationenrecht. N° 18.
von einer unrichtigen Rechtsauffassung ausgegangen, als
es auch den klägerischen Antrag auf Anwendung des
Art. 29 ZGB abgelehnt hat. AS 42 11 S. 317 f. Erw. 4.
Es ist nicht richtig, dass Art. 29 auf jnristische Personen
keine Anwendung findet,
denn Art. 53 ZGB sagt ausdrück-
lich, die juristischen
Personen seien aller Rechte fähig,
die nicht die natürlichen Eigenschaften des Menschen, wie
Geschlecht, Alter oder Verwandtschaft voraussetzen.
Solche natürliche Eigenschaften stellen hier nicht in
Frage. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass die
juristischen Personen sich Namen beilegen können, bezw.
sogar müssen. Dementsprechend gelten für sie
auch die
Vorschriften des
ZGB hinsichtlich des Namensschutzes.
Dieser Namenschutz wird
auch nicht durch Art. 876 OR
ausgeschlossen. Denn der Firmellschutz ist, wie oben
(Erw.l und 2) gezeigt wurde, nur ein beschränkter, es darf
daher nicht angenommen werden, die speziellen in dieser
Hinsicht aufgestellten Normen schliesslich die allgemeine
Norm des Art. 29 aus, sie werden vielmehr
durch sie er-
gänzt. EGGER N. 2 d zu Art. 29. I
Im weiteren sind aber auch sämtliche Voraussetzungen
der Anwendung des Art. 29 zu Gunsten der Klägerin im
konkreten
Fall gegeben. .
Zunächst
steht fest, dass die-klägerische Firma dem
Beklagten gegenüber zu
Recht besteht, denn die Klägerill
hat in Nachachtung der Bestimmung des Art. 873 OR als
Hauptbestandteil ihrer Firma nicht den Namen einer
bestimmten noch lebenden Person, sondern den des
verstorbenen Physikers Ampere gewählt.
Im weiteren setzt die Klage aus Art. 29 Abs. 2 ZGB eine
Anmassung der klägerischen Namens-bezw. Firmenrechte
durch den Beklagten voraus. Auch dieses Requisit ist
erfüllt. Der Beklagte hat den Hauptbestandteil der klä-
gerischen Firma, das Wort Ampere, für seine Marke
verwendet, er hat sich also gerade den Bestandteil der
klägerischen Firma angemasst, der diese im Verkehr
,
I
Obligationenreeht. N° 18. 87
individualisiert, an dem sie dementsprechend ausschliess-
liche
Individualrechte besitzt.
Endlieh setzt Art. 29 Abs. 2 voraus, dass die klagende
Person an der Unterlassung der weiteren Nansan
massung ein rechtliches Interesse hat. Auch dies triftt
für die Klägerin zu und zwar gleicherweise, ob man den,
in der Doktl'in verschieden umschriebenen, Begriff dieses
Interesses weiter oder enger fasst.
Es ist ohne weiteres klar,
dass die Klägerin
an der Untersagung der Verwendung
der streitigen Bezeichnung
der beklagtischen erhält, so liegt es sehr
nahe, dass er sich zum Glauben verleiten lässt, es handle
sich um
Lampen der Socit1te Ampere, und die Lampen des
Beklagten kauft,
trotzdem er solche der Klägel'in haben
wollte. Ein derartiger
Irrtum kann selbst bei solchen
Personen vorkommen, die wissen, dass die Klägel'in ihre
Lampen bisher als Philippslampen verkauft hat, deampe ein
sehr grosses Interesse
hat Denn unbestrittenermassen
haben die Parteien das nämliche Absatzgebiet. Wenn nun
ein Kunde der Klägerin, der mit ihren Lampen zufrieden
ist, oder sonst jemand der ihre Lampen beziehen möchte,
ein Angebot auf (! Amperelampen )n die
Uebereillstimmung
der :Marke mit der klägel'lschen
Firma legt die yermutung nahe, die Klägein verkau!e
entweder zwei Lampentypen, oder aber SIe habe die
Bezeichnung der von ihr in den Handel gebrachten
Lampen ihrer Firmenbezeichnung angenähert. .
Danach
ist die Unterlassungsklage der Klägerm zu
schützen, und zwar ohne Rücksicht
darauf ob der Nach-
weis eines Verschuldens und der eines Schadens geleistet
ist.
Dagegen
ist allerdings die Gutheissung der S~haden
ersatzklage davon abhängig, ob den Beklagten em Ver-
schulden trifft und ob der Klägerin ein Schaden erwachsen
ist.
Nun könnte man aber von einem Verschulden des Be-
klagten
nur sprechen, wenn er die Firma der Kläge.rin
gekannt hätte, als er seine :Marke wahlte. Dass dem so Ist,
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Obligationenrecht. N° 18.
ist aus den Akten nicht ersichtlich, viehnehr hat der Be-
klagte den Umstand, dass
er gerade das Wort Ampere
•
wählte, nicht unglaubwürdig damit erklärt, dass die
Fabrik, mit der er früher verkehrte, das Wort als Kurz-
adresse geführt habe.
Es kann daher schon aus diesem
Grunde,
und ohne dass auf die Frage des Schadensnach-
weises einzutreten wäre, die Klage. soweit sie
nicht bloss
Unterlassungs-sondern Schadenersatzklage ist,
nicht
. geschützt werden. .
4. -
Zum gleichen Resultat führt endlich auch noch
die Prüfung des letzten klägerischen Standpunktes,
wonach die Führung der beklagtischen Marke
unter
Art. 48 OR fällt. Die Vorinstanz hat zu Unrecht erklärt,
von einer illoyalen Konkurrenz könne schon deswegen
nicht gesprochen werden,' weil eine Verwechslungsgefahr
nicht dargetan sei.
Schon oben wurde ausgeführt, dass
eine solche Gefahr wirklich besteht. Natürlich handelt es
sich
nicht darum, ob die einzelnen Glühlampen verwech-
selbar sind, sondern darum, dass die Aufschrift auf der-
jenigen des Beklagten geeignet ist, Verwechslungen hin-
sichtlich ihrer Provenienz hervorzurufen. Geht
man aber
hievon aus,
so liegt in der Verwendung der beklagtischen
Marke in der Tat eine mit Treu und Glauben unvereinbare
Veranstaltung, die die Klägerin
im Besitz ihrer Geschäfts-
kundschaft gefährdet.
Dementsprechend kann die Klägerin auch von diesem
Gesichtspunkt aus die Löschung der Marke des Beklagten
und das
Verbot ihres weiteren Gebrauches verlangen. Ob
auch darin ein Akt des unlauteren Wettbewerbes zu sehen
ist, dass der Beklagte Lampen deutschen Ursprungs
unter französisch lautender Bezeichnung in den Handel
bringt,
braucht daher nicht untersucht zu werden.
Nicht zu schützen
ist auch bei Anwendung des Art. 48
die Schadenersatzforderung. Denn auch Art. 48
setzt für
eine solche voraus, dass das Verhalten des Beklagten der
Klägeringegenüber ein schuldhaftes wal'.
Ein solches
Verschulden wäre aber wiederum nur anzunehmen,
Obligalione.nreeht. N" 19.
wenn die Klägcrin den Beweis geleistet hätte, dass der
Beklagte ihre Firma kannte. Dieser Beweis ist nicht
erbracht.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
Die Berufung wird begründet erklärt und in Auf-
hebung des Urteiles des Handelsgerichtes
Zürich, vom
2. Oktober 1917, das erste Klagebegehren zugesprochen.
Das zweite Klagebegebren wird abgewiesen.
19.
ÄrrIt cl, 1& Ire Bectlon oivUe clu U mai 1918
dans la caUSt' laufmaDD contre Sohtl,r.
lnt('rdiction de concurrent·e. --Art. 356 al. 2 CO, rMaction
illcxacte du texte franais ; notion du secret dc fabricatlon.
-Art. 343, activite inventive cte l'employe. -Art. 357,
portec relative des differentes rcstrictions. -Art. 359 nl. 2
liberation eil cas de mitigution de la peine.
A. -P. Schüler est fondateul' d proprietail'c de In
«Laiterie des caves de Sarrasiti ä. La Sarl'az. Depuis 1889, il s'occupe de la fubrication d'Ull fromage, «Ie Sar- rasin, analoguEl au Roquefort .• Jusqu'en 1915, il ne
semble pas avoir t'xiste en Suisse d'autl'es fabriques pro-
duisant ce genre de fromage. Schüler a d11 faire de 110m-
breuses recherches et experiences et supporter des sacri-
fices pour etablir et developpel' son industrie.
Alphonse Kaufmann, qui est fromager, a
ete employe
chez Schüler depuis 1896, son fils Arnold Kaufmann
depuis 1911.
11s ont signe, Alphonse Kaufmalill le 1 er ja n-
vier 1897, son fils cn octobre 1913, une declaration par
laquelle Hs s'engageaient « de leur lihre gre ., sous peinl'
d'une clause pennle de 5000 fr .• ä. ne pas «divulguel'. ni
exploiter ou faire exploiter par des tiers eu Suisse Oll
ailleurs » pendant cinq allS des leur sortie de l'etab~isst!
ment «la fabrication des fromages appeIes SarraslIl ct
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