BGE 43 II 7
BGE 43 II 7Bge22 mars 1917Ouvrir la source →
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Familienrecht. N° 1.
devaient necessairement fixer le temps pendant lequel la
Iibre . disposition de leurs biens devait, aux termes du
testament de feu Edouard Pernod, tre enlevee a ses
petits-enfants, mais sous reerve naturellement du droit
des
tribunaux ordinaires de statuer librement sur cette
meme question, une decision contraire de leur part devant
avoir pour resultat de fixer d'une maniere defmitive
avec
l'autorite de la chose jugee Ia maniere en laquelle
les restrictiolls apportees
par testament cl la !ibre admi-
nistration des petits-enfants
du testateur prendraient
fin. Le Tribunal cantonal,
statuant comme autocM de
survcillance en matiere de tutelle, ayallt
cl tort juge su-
perflu de
determiner Ia duree de cette curatelle, c'est au
Tribunal federal a trancher cette questioll en vertu des
eompetences que lui confere l'art. 86 eh. 3 OJF. Il y a
lieu, sur ce point, de constater tout dabord l'existence
d'une erreur dc plume dans le testament du defunt,
lorsqu'il parle d'une administration speciale des biens
laisses
a ses petits-enfants « jusqu'au moment ou au deces
de leur mere ou eu tout etat de cause jusqu'au momeut
oi! Hs auront atteint rage de 25 ans revolus », et cette
t'rrcur doit etre corrigee en admettant que l'expression
(' eil tout etat de cause ;) se rapporte cl l'hypothese du
(U'ces de leur mere avant l'epoque de leur vingt-cinquieme
annec; c'cst cctte interpretation qui n prevalu qualld la
mailllevcc de la curatdle n Cie proJwJl{'ee eu favenr üe
dame
Lewis nee Ramspcrger; soit peu apres le c1eces d
S,1 mere d alors qu'elle etaii deja ägee de tI'ente ans. Eu.
. }'espece, dame Mrebus-Pel'l1od. n'et3.nt pas ll1orte, le fait
que SOll flls a atteint l'age cle 25 ans, est sans influence
sur le lIlaintien ou la suppression cle Ia gestion de biens
qlli ueua Hre organisee par les autorites de tutelle neu-
ehtUcloises relativemeut aux bi{'llS soumis it Ia curatelle
It'stameniaire Mrebus.
Par C@s motifs.
Familienrecht. N° 2.
le Tribunal federal
prononce:
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Le reco~rs est admis el Ia decision rendue par le Tri-
bunal cantonal de Neuchatel. le 23 novembre 1916, an
nuIee dans le sens des considerants.
2. UrteU der U. Zivilabteilung vom 31. Januar 1917
i. S. Gyr und Genossen, Beklagte,
gegen
Schönbächler, Kläger.
Anwendbarkeit des bisherigen kantonalen Hechts auf inc
aus altrechlicheu Tatsachen abgeleitete VerantworUlch-
keitsklage gegen vormundschaftliche Organe. Art. 2 SchlT
ZGB nicht anwendbar.
A. _ Die Beklagten haben im Jahre 1907 als Mitglieder
des Waisenamts Einsiedeln ihre Einwilligung zu Zahlun-
gen gegeben, die
aus dem Vermögen des damals be-:or-
mundeten Klägers behufs Tilgung von Schulden semer
unehelichen Mutter
gemacht· wurden. Gestützt hierauf
hat der Kläger einen Schadellersatzallspruch von 3600 Fr.
gegen sie geltend gemacht. r
B. _ Durch Urteil vom 6. Dezember 1916 hat das Kall-
tonsgericht Schwyz
gestützt auf das bisherige kantonale
Vormulldschaftsrecht die Beklagten zur Zahlung
yCH,
690 Fr. 30 Cts. nebst 5 % Zins seit 11. März 1907 yerur-
teilt, weil es eine fahrlässige Handlung der Beklagten ge-
wesen sei,
aus dem Vermögen des Mündels Schulden be-
zahlen zu
lassen, zu deren Tilgung der Mündel rechtlich
nicht verpflichtet gewesen sei. Zur
ErfüllunI? einr all-
fälligen s
i t t 1 ich e n Pflicht des Mündels selen dIe vor-
mundschaftlichen
Organe nicht berechtigt gewesen.
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Familienrecht. No 2.
C. -Gegen dieses Urteil richtet sich die vorliegende
Berufung der Beklagten,
mit dem Antrag auf gänzliche
Abweisung der Klage.
Das Bundesgericht zieht
in Erwägung:
. Nach t. 56 OG ist die Berufung an das Bundesge-
rIcht
nur m solchen Zivilrechtsstreitigkeiten zulässig, die
vn .den kantonalen Gerichten unter Anwendung eidge-
nossIschen Rechts entschieden worden sind oder zu ent-
scheiden waren. Weder die eine noch die andere dieser
Voraussetzungen trifft hier zu. Denn einerseits
hat die
Vornstnz den streitigen SChadenersatzanspruch aus-
schesshch nach dem bisherigen kantonalen Recht beur-
teIlt, und andrerseits
war er auch nur nach diesem zu
beurteilen, da die Tatsachen, aus welchen der Klagan-
spruch abgeleitet wird, sich alle vor dem Inkrafttreten
des ZGB ereignet haben.
Selbst wenn die Bestimmung des
Art. 426 ZGB, wonch der Vormund und die Mitglieder
er vormundShaftlichen. Behörden « bei der Ausübung
Ihres Amtes dIe Regeln emer sorgfältigen Verwaltung zu
beobachten » haben und für den Schaden haften d .
b . htI' h d ' en
SIe
«a SIC IC 0 er fahrlässig verschulden I), im Sinne des
rt. .2 SchIT als eine « um der ö:{fentlichen Ordnung oder
SIttlIceit . willen » aufgestellte zu betrachten wäre _
ws hIe: mcht entschieden zu werden braucht, _ so
wurde SIch daraus doch nicht ohne weiteres die Ausser-
m neuen. Rechte diese 'Virkung zuzuerkennen wäre,
mcht raftstzung des bisherigen kantonalen Rechts hinsicht-
lIch emer auf altrechtliche Tatsachen gegründeten Ver-
antwortliChkeitsklage ergeben. Es müsste vielmehr, damit
dur Im Allgemeinen die Aufstellung von V 0 r-
s
ehr I f. t e n über die in Betracht kommende Materie,
snden Insbesondere auch die A b w eie h u n g von der
bIsherIgen Reglierung einem Gebote der öffentlichen Ord-
nu.?g
odr Sittlichkeit entsprechen, oder m. a. W. es
musste
(1m Sinne des Art. 2 Ab s. 2 SchlT ZGB) die
Familienrecht. N° 3.
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bisherige Regelung «nach der Auffassung des neuen
Rechts der öffentlichen Ordnung oder Sittlichkeit w i d e r-
s
pr e c h e n I). Dies trifft aber hier deshalb nicht zu,
weil,
wie sich aus dem vorliegenden kantonalen Urteil
ergibt, schon im bisherigen schwyzerischen
Recht der im
ZGB aufgestellte Grundsatz der Haftung des Vormunds
und der vormundschaftlichen Behörden für jede fahr-
lässige Schädigung
der Mündelinteressen galt.
Die Anwendbarkeit des neuen Rechts auf eine Klage
wie die vorliegende ergibt sich auch nicht etwa aus Art. 14
Abs. 1
SchlT ZGB. Diese Bestimmung bedeutet nur, dass
Vormundschaften, die vor dem
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