BGE 43 II 547
BGE 43 II 547Bge13 oct. 1916Ouvrir la source →
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Prozessrecht. 1'<0 71.
generale de Ia doctrine (voir FLEINER: Institutionen
des deutschen Verwaltungsrechtes, 3
me
edition, § 18,
eu. particulier p. 300 a 305), soit a la jurisprudence la
plus recente du Tribunal ftdera] (voir 41 1, p. 249 ct
suiY. et 42 I, p. 184) d'admettre que, du alOins dans Ja
lres grande majodte des eas, de tels etablissements Be
constituent pa!> des exploitations industrielles ordi-
naires soullJises au droit eivil, mais que ce sont des
branches dc l'admillistmtioll publiqul' poursuivanl Ull
hui d'utilite generale el que, a ce titre, ellt$ SOllt 50U-
miscs au droit publk. Si k demalldeur clltendaii denier
n
caraet(nH'
leHlt' (':'tte demonstration, Oll esl dOll(' rondi' ü admdtn'
{[H' e'('si eil raVtre au service dectrique de la Commune dt'
FJeurier, il lui aurait appal'tenu de plOuvcr ou tOlt au
WOhlS d'allegutT qu 'Oll se trouve eu presem'e du tas
tout a fait exceptionnel oft Ja COJlllliUne exploite Ull
dab1issement üldllstrier dans un hui purt'mellt lucratif
saus avoir en VlH', prineipaJemeul lli llltillW aceessoire-
ment, l'interel de Ja t'oHeetivite, 01' ij Il'a pas llHtlr {rUHe inslituliOll puhJi<[Ut, et par
i'oJlequellt (, dans rillten;L puhlil' '} (flW la t't'sl rielioll
donl il s'ugil a ai' apportee it Ja propriete du demandeur
d'oü i1 suit, :linsi qu'Oll J'a dij d-d(~~~ms, qUt' les COIl-
lestations relat;ycs ü (ette serYitudt' de droii publk
pchappent a Ia eompeteJHe du juge ('lviI. Ct~lui-ci ne
'aurait cvidemmenl reelwn'her lli si elle ('si eonformt' au droit publie eanioJiHl (ce' que ('oHLest{~ k reeourallL en pretendallt ({ue Je Heglement (,{)!lllllUllaJ VH au delit de ce qui esi au(oris(' par la loi ('HnloHak SUl' Ia polict· des constructiolls). ni si eHe esl ('OJHpatihJe avee le droH pnb}je fedt:ral (lois t'c(!t'rales sm l'expropriaiion cl SUI' !es installations ('ieetriqu('s il faihit' d. :"1 Tort t:ourallt), ni :-;i eHe impliquc Ja violalion de droils ('()H
titutiollnels dn ut'mandeur, ni en1ill si eHe :-;c Iwnrl eilune eOllventioH de limit prive --ee qui pamll d'ailleUl's cxdu. vu l'al't, iiXO, al. 3 ces, Sur lOl1S ees points quie. :Mais le l'ceourant lui-meme n'attache a eeUe concluslOll ([ue Ia valeur d'un t'orollaire de la dernande pl'incipak d il n'y a done pas lieu de la reserver pom l'examiner separemenl. Par ('es motii's, je Tribunal Jtdent; proHollcc: 11 n'est pas enlcl> en matiere sur lc n~cours en refnrmf'. 72, Urteil des H. Zivilabteilung vom 3. Oktober 1917 i. S. Benggli, Kläger, gegen Bloch, Beklagter. .. \rL 58 Abs, 2 OG; kein HauplurteiL wenn llur über eine prozessuale Frage des Vollstreckungsrechts entschiedrll, der maü'rieUrechtlichc Bestand ües g(,ltcnü gemachten .\n- spruchs dagegen nicht berührt wordeH ist. A. --Laut Vertrag yom 2. Februar 1915 trat .loser Bloch dem Emalluel Fisch, Holzhündler in ZÜl'kh, zwei Schuldbriefe,der eine YOll 12,'U:{ 1""r. 95 Cis, vomoHI les seuls, Ia rau se devr,ait etre suspendue jusqu'a la solution de Ia cOlltestatlOll de droit public relative a la yalidite de Ia servituIll' lesquels port{' Je nwours hTribu HaI rederal, Prozess recht. J'< v 12, 547 comme instance de droit civiJ, doit se declarer incom- petent. Au plus pourrait-oll se demandersi, eIl ce qui eoncerne Ia demande d'indemnite --sur laqueHe Je juge de droit public ne peut statuer -
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. Pr6zeMrecht. N° 72.
heutige Kläger, der überdies auf Rechnung des Fisch
dem Bloch auch für
den Schuldbrief von 10,300 Fr. Holz
zu liefern hatte, die Holzlieferungen des Fisch zu vel"-
vollständigen. Die beiden Schuldbriefe sollten dem
Fisch erst nach
Liei'enmg des Holzes, die bis zum 8. Fe-
bruar 1915 zu erfolgen hatte, ausge}Ji.indigt und unter-
dessen bei der Volksbank WolhusCll deponiert werden.
Am 1.
Februar 1916 verkaufte Fisch laut. öffentlich
beurkundetem und im Grundbuch eingetragenem Ver-
trag sein an der Hohlstrasse in Zürich gelegenes Wohn-
haus dt>m Kläger, unter Ueberhindung der darauf
lastenden Schuldbriefe, insbesondere desJenigen von
12,413 Fr. 95 Cts., der im Kaufvertrag als dem Kläger
selbst gehörend bezeichnet wurde. Am 16. Februar 1916
leitete der heutige Beklagte, der, otfellbar als Zedent
des Josef Blocl1, das -Eigentum am Schuldbrief von
12,413
l.'r. 95 Cts. für sich in Anspruch nahm, für diese
Forderung nebst Zins Betreibung gegen Fisch auf Grund-
pfandverwel'tung ein, wogegen
Fisch keinen Rechts-
yorschlag erhob. Nachdem um 9. :'Vfärz 1916 über Fisch
der Konkurs eröffnet worden war, stellte der Beklagte
am 4. September 1916 das VerwertUllgsbegehren und
bezeichnete dabei den Kläger als Dritteigentümer des
Unterpfandes. Das Betreibungsamt stellte deshalb dem
Kläger am 7. September 1916 eine Ausfertigung des
vom Beklagten gegen Fisch erlassenen Zahlungsbefehls
zu.
Da auch der Kläger keinen Rechtsvorschlag erhob,
schritt das Betreibungsamt, nachdem es am 29. Sep-
tember dem Fisch und dem Kläger vom Verwertungs-
begehren
Kenntnis gegeben hatte, zur Aufstellung des
Lastenverzeichnisses, in welchem im 5. Rang 12,413 Fr.
95 Cts. {( Kapital laut Schuldbrief d. d. 18. Oktober
1912 dem Fritz Henggli bezw. dem Robert Bloch in
Zürich )} nebst Zinscll und Betreibungskosten figurie-
ren. Dass der Schuldbrief VOll 12,413 Fr. 95 Cts. als
dem Kläger bezw. dem Beklagiell gehörig bezeichnet
wurde,
ist darauf zurückzuführen, dasslim Grundbuch
t'rozessrecht. ~~ 12 .
in Ueberemstimmung mit dem Kaufvertrag vom 1. Ft1-
brnar 1916 der Kläger als Eigentümer des Titels ge-
nannt worden war, während der Beklagte die gleiche
Schuldbriefforderung als ihm zustehend angemeldet
hatte. Innert Frist bestritt der Beklagte das Lastell-
verzeichnis ill
dem Sinn, dass er den auf den Kläger
lautenden Titel nicht anerkannte, worauf das Betrei-
hungsamt dem Kläger am 24. Januar 1917 Frist zur
Klage gegen den Beklagten ansetzte und der Kläger
rechtzeitig die vorliegende Klage
auf Anerkennung
seines
Grundpfandanspruches durch den Beklagten ein-
leitete.
B. -Mit Entscheid vom 5. Juli 1917 hat daS: Ober-
gericht des Kantons ZÜl'ieh erkannt: « Auf die Klagt'
wird materiell nicl1t. eingetreten.)} Zur Begründung
dieses Urteils macht das Obergerifhl geltend, dass l'S
sich im vorliegenden FaJl nicht um einen Streit. übel'
die Anfechtung des Lastenvcl'zeichnisses gemäss Art.
140 Abs. 2 und ArL. 106 und 107 SchKG handle, da
nach der neuern Praxis des Bundesgerichts der Dritt-
eigentümer des Pfandes sich in der Pfand~-el'wertuns
betreibung in der gleichen Rccht.sstellung Wie der ßt;t.l'It>-
bene befinde, und daher keine Pfandansprache eiues
Dritten vorliege, wenn der Kläger geltend mache, dass
der Schuldbrjf, auf den der Beklagte seint:' Betreibung
stütze, diesem
nicht zustehe. Es handle sieh vielmehr
um eine blosse Bestreitung der in Betreibung gesetzteIl
grundpfandversieherten Forderung des Beklagten, welche
Bestreitung, nachdem
der Kläger die lErhebung des
Recht~ vorschlages versäumt. habe, im gegenwärtigen
Betreibungsverfahren
und mit Einfluss au!' dasselbe
nicht melr nachgeholt werden, sondern nur noch den
Gegenstand einer nach Erledigung di.eses rfahres
einzureichenden Rückforderungsklage bIlden konne. DIP
Klage sei daher nicht materiell abzuweisen, sonde,ll
bIossIals
im vorliegenden Verfahren unzulässig zu be-
zeichnen.
5.50 Prozt"ssrccht. N° 72. C. Gegen diesen Entseheid hat der Kläger recht- zeitig und formrichtig die Berufung an das Bundes- gerkht ergrifTen, mit dem Antrag, die Klage sei gut- zuheissen ; zugleich verlangte Cl' Sistierung der Verhand- lung bis nach Einlangen der Berufung in einem vor dell Luzerner Gerichten pendentcn Prozess, in welchetu streitig ist, ob der Kläger laut Kaufvertrag vom 2. Fe- bruar 1915 verpflichtet sci, dern Beklagten für 12,619 Fr. 95 Cts. Holz zu liefern oder Schadenersatz zu leisten. Das Bundesgericht zieht in Erwügung:
552 Prozessrecht. N° 72. derung und des Pfandrechts im Vorverfahren schon erhalte, und der überhaupt in alleil Teilen die gleiche Rechtsstellung wie der Betriebene einnimmt (vergI. .AS 42 UI S. 1 ff. und 67; Pr a xi s 5 Nr. 38,57, 162 und 177). 2. -Stellt sich aber die angefochtene Entscheidnng nicht als Haupturteil dar, so kann auf die Berufung nicht eingetreten werden und ist dem Sistierungsantrag des Klägers keine Folge zu geben. DcmIL:'l.ch hat das Bundesgericht erkannt: Auf die Berufung wird nicht eingetreten. OfDAG Offset-, Formular-und Fotodruck AG 3000 Bem
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