BGE 42 III 111
BGE 42 III 111Bge21 mars 1916Ouvrir la source →
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Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
tion technique dont la solution reutre dans la competence
souveraine de l'instance cantonale. L'autorite de surveil-
lance neuchateloise
ayant tranche cette question affirma-
tivement, le Tribunal
federal ne peut revoir cette decision.
Il convient toutefois de relever une
circonstaIice par-
ticuliere
a la presente cause. Ponr resoudre la q~estion de
savoir queis outils etaient indispensables au recourant
pour exercer sa profession, l'instauce cantonale s'est
basee sur un rapport de MM. Thomas et Ritschard. Or
ce rapport u'a pas ete redige sur l'ordre de l'autorite de
surveillance, mais sur la simple demande du creancier
Haenggi, qui voulait l'utiliser
a l'appui de sa plainte
dirigee contre la decision de.l'office des faillites. Aujour-
d'hui,
le recourant produit une declaration de Thomas qui
conteste avoir
signe un rapport d'expertise et qui ajoute
que
l' outillage laisse au recourant, sur la base du pretendu
rapport,
est insuffisant pour (i arriver a efIectuer un
travail si minime soit-il ).
Cette piece n'ayant pas ete soumise a l'instance can-
tonale, ne
peut etre prise directement en consideration par
le Tribunal federal. Elle n'en etablit pas moins en fait que
l'autorite inferieure de surveillance de la
Chaux-de-Fonds
peut avoir ete induite en erreur ur I'opinion d'un expert
qui declare
n' avoir pas He regulitrement consulte en cette
qualite
et qui manifeste actuellc:iment une maniere de voir
opposee
a celle que l'instance cantonale lui a attribuee au
vu du pretendu rapport d'expertise.
n se justifie, dans ces circonstances, de renvoyer la
cause
a l'autorite cantonale de surveillance pour qu'elle
statue a nouveau en tenant compte, dans la mesure qu'elle
estimera opportune, de la nouvelle declara,tion
du sieur
Thomas et, eventuellement, en ordonnant, si elle
le juge
necessaire, une nouvelle expertise pour determiner
l' ou-
tillage necessaire
an· recourant pour exercer la profession
d' artisan-serrurier.
und Konkurskammer • N° 25.
Par ces motifs,
la Chambre des P,,:mrsuites et des Faillites
prononce:
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Le recours est admis dans ce sens que la cause est ren-
voyee a l'instance cantonale pour qu'elle statue a nouveau
en
tenant compte des considerants de rarret du Tribunal
federal.
25. Entsoheid vom 14. April 1916 i. S. Toggweiler.
Art. 806 ZGB, 102 und152 SchKG. Streit über die Verteilung
der eingezogenen Mietzinse unter die betreibenden Pfand-
gläubiger einerseits und die Pfändungsgläubiger audererseits.
Kompetenz der Aufsichtsbehörden. Legitimation zur Be-
schwerde. Vorzeitige Auszahlung des Erlöses an die Pfand-
gläubiger.
A. -Die Rekurrentin Amalie Toggweiler-Kölliker er-
wirkte
am 28. Januar 1915 für 10,000 Fr. Frauenguts-
forderung Anschluss
an die gegen ihren Ehemann voll-
zogene Pfändung, Gruppe 176 des Betreibungsamtes
Zürich 2. Diese Pfändung umfasste unter Anderem zwei
Liegenschaften, nämlich das
Haus Zähringerstrasse 1.
zum Predigerhof. in Zürich 1, und das Haus Hutten-
strasse 52 in Zürich 6.
Beide Liegenschaften bildeten bereits den Gegenstand
von Grundpfandbetreibungen: die erste seitens der
Schweiz. Bodenkreditanstalt , die zweite seitens der
Hypothekarbank in Winterthur. Die Bodenkreditanstalt
hatte am 19. Juni und 23. Oktober 1914, die Hypothekar-
bank Wintherthur am 8. Dezember 1914 Betreibung ein-
geleitet, wobei jeweilen die in Art. 152 SchKG vorge-
seheneAnzeige an die Mieter.erlassen worden war. Weitere
Grundpfandbetreibungen folgten hinsichtlich der Liegen-
schaft
N° 1 am 12. Juni 1915 (Bodenkreditanstalt),
23. April 1915 (F. Bertschinger), 26.
Juni und 5. Juli 1915
(Lebensversicherungs-
und Rentenanstalt) und hinsicht-
AS 42 m -1916
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112 Entscheidungen der Sehuldbetreibungs- lieh der Liegenschaft N° 2 am 10. Mai 1915 (Hypothekar- bank \Vinterthur). 5. März 1915 (Städt. Steuerbureau), 27. April und 14. Mai 1915 (E. Götz-Niggli). Am 9. September und 7. Oktober 1915 wurden dann die Liegenschaften versteigert: die erste wurde vom Grund- pfandgläubiger Bertschinger für 295,000 Fr., die zweite für 80,000 Fr. vom Pfandgläubiger Götz-Niggli erworben. Die Betreibungsämter Zürich 1 und 6 verteilten den Erlös - welcher weder am einen noch am anderen Ort den Betrag der Belastung überstieg -an die Grundpfandgläubiger, und zwar ausser dem Betrag des Angebotes für die Liegen- schaften auch die seit Anhebung der Bebeibungen ein- gegangenen Mietzinse. Diese betrugen bei der Liegen- schaft N° 1 6000 Fr. (bis 1. Januar 1915) plus 9306 Fr. 95 Cts. (vom 1. Januar bis 7. Oktober 1915); ersterer Betrag wurde in vollem-Umfange der Bodenkreditanstalt zugewiesen, von letzterem 5000 Fr., während der Rest mit 4306 Fr. 95 Cts. dem Pfandgläubiger Bertschinger zufiel. Bei der Liegenschaft N° 2 wurden sämtliche bis zur Verwertung eingegangenen Mietzinse im Betrage von 2984 Fr. 10 Cts. dem Pfandgläubiger Götz-NiggJi zuge- teilt. Alle .diese Beträge sind ausbezahlt. Das Betreibungsamt Zürich 2 nahnl hierauf in den "Kollokationsplan und Verteilungsliste ) für die Pfän- dungsgruppe N° 176 vom 22. November 1915 die Ver- teilung des Liegenschaftenerlöses, wie sie die Betreibungs- ämter Zürich 1 und 6 im Pfandverwertungsverfahren vorgenommen hatten, auf. B. -Die Rekurrentin beschwerte sieh hierüber mit Bezug auf die Verwendung der Mietzinse, indem sie ver- langte, dass bei der Liegenschaft in Zürich 1 die Miet- zinse vom
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Entscheidungen der SchuIdbetreibungs-
gläubigern . zukommenden Zinsbetreffnisses hängt also
davon ab, in welchem
-Verhältnis der Erlös aus dem
Grundstück einerseits
und aus den Mietzinsen anderer-
seits
zur Deckung der Forderung der betreibenden Pfand-
gläubiger verwendet wird. Dabei handelt es sich überall
um Fragen der Verte'ilung, die durch die Aufsichts-
behörden, nicht durch den Richter, zu entscheiden sind.
Denn der Streit
dreht sich nicht um den Bestand, noch
um den gegenseitigen Rang der konkurrierenden Pfand-
rechte. Die Rekurrentin erklärt denn auch im Rekurs an
das Bundesgericht ausdrücklich, sie bestreite weder die
in Betreibung gesetzten Forderungen, noch die Grund-
pfandrechte, noch das Pfandrecht der Rekursgegner
Bertsehinger
und Götz-Niggli an den Mietzinsen gemäss
Art.
806 ZGB; was beanstandet werde, sei lediglich der
Verteilungsmodus, die
Art der Zuteilung der Mietzinse.
Man hat es somit ausschliesslich mit der Anwendung der
verfahrensrechtlichen Grundsätze
und Vorschriften über
die Verteilung des Pfanderlöses zu tun, woraus folgt,
dass die
Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden gegeben ist.
2. -Wenn die Vorinstanz trotzdem auf die
Sache
materiell·
nicht eingetreten ist, so geschah es deshalb,
weil sie die Legitimation der Rekurrentin zur Beschwerde
über die im
Pfandverwertungsverfahren erfolgte
Verteilung verneint hat. Allein
zu Unrecht. Denn Gegen-
stand der Beschwerde bildet die Zuteilung der Mietzinse
wie sie vom Betreibungsamt
Zürich 2 aus den Pfandver~
wertu.ngsbet:eibngen in den « Kollokationsplan und
VerteIlungsliste m der P f ä n dun g s g r u p p e N0 176 I)
tellung eines Kollokationsplanes
und emer Vertellungshste fehle, und folglich auch das
~eeht, inübergenommen wurde. Darauf dass bei Verwertung
I der. Grundpfandbetreibung die Pfändungsgläubiger
mcht dIrekt an dem Verfahren beteiligt seien, dass ihnen
der A.nspruch
a.uf Zuich über diese Verteilung zu beschweren (worauf
de Vonnstanz als entscheidend abstellt), kommt daher
mehts an. Die Pfändungsgläubiger haben zweifellos ein
und Konkurskammer. N° 2,), 115
rechtliches Interesse daran, dass bei Konkurrenz mit den
Grundpfandgläubigern mit Bezug
auf die Mietzinse der
verpfändeten Liegenschaft die Verteilung der
Zinse unter
die verschiedenen Gläubigerkategorien den gesetzlichen
Vorschriften entspreche, und sie sind befugt, gegen einen
Verteilungsmodus, den
sie als gesetzwidrig betrachten,
sich auf dem
Weg der Beschwerde über die ihnen im
Pfändungsverfahren bekannt gegebene Verteilung zur
V{ ehr zu setzen.
3. -Dem Eintreten auf die Beschwerde
steht endlich
auch nicht der
Umstand entgegen, dass die streitigen
Beträge
von den Betreibungsämtern Zürich 1 und 6
bereits an die Grundpfandgläubiger ausbezahlt worden
und die Pfandverwertungsbetreibungen abgeschlossen
sind. Die Rekurrentin
hat die Verteilungsliste in der
Pfändungsbetreibung innert gesetzlicher
Frist angefoch-
ten. Die vorzeitige gänzliche Auszahlung des Mietzins-
erlöses an die Pfandgläubiger kann ihr daher nicht ent-
gegengehalten werden.
Es genügt in dieser Hinsicht, auf
die Entscbeide des Bundesgerichts in Sachen
Wilezek,
Strasser undWyss (AS Sep.-Ausg. 12 N° 25 und 56, 13
N° 38, 15 N°"37*) hinzuweisen, worin ausgeführt ist, dass
der Anspruch des Gläubigers an das Betreibungsamt
auf
Herausgabe des Erlöses der Betreibung nicht zivil-, son-
dern betreibungsrechtlicher
Natur sei und durch die
bereits erfolgte Ablieferung
an einen zur Empfangnahme
nicht legitimierten
Dritten nicht berührt werde. Die Re-
kurrentin kann deshalb nicht auf den Weg der
Schaden-
ersatzklage gegen den Betreibungsbeamten oder der Be-
reicherungsklage gegen
die aus den Mietzinsen befriedigten
Pfandgläubiger verwiesen werden, sondern die Vorinstanz
ist anzuhalten,
auf die vorliegende Bescbwerde einzu-
treten und sie materiell zu behandeln.
• Ges.-Ausg. 36 1 N° 78 und 123, 38 I N° 78, 33 I No 63.
116 Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
Demnach hat die Schuldbetreibungs-u. Konkurskammer
erkannt:
Der Rekurs wird in dem Sinne begründet erklärt, dass
der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache
zu materieller Behandlung an die Vorinstanz zurück-
gewiesen wird.
26.
Arrit du 17 a.vril 1916 dans la cause
Union vaudoise du Creclit.
L'office est tenu de saisir a nouveau les biens qui ont deja
e!e saisis et rtalises au cours de la poursuite, lorsque le
creancier requiert cett saisie en prHendant que les objets
appartiennent au debiteur.
A. -L'Union vaudoise du Credit a exerce contre Gus-
tave Chollet a Nyon, pour deux creances se montant au
total de 4000 fr., les poursuites n° 2077 et 2195, en vertu
desquelles I'office des poursuites de Nyon a saisi, le
9 juillet 1915, divers biens, notamment des objets mobi-
liers,
taxes 579 fr.
A teneur
du proces-verbal du 14 septembre 1915,les
dits objets
ont ete vendus de.gre a gre, pour le prix de
taxe,
a J. Noblet, a Duillier, beau-frere du debiteur.
Tous les
interesses ont conenti acette vente, qui a eu
lieu
au bureau de l' office, Oll Noblet averse lui-meme le
prix de vente. Toutefois, les objets
n'ont pas ete depla-
ces; Hs sont restes en la possession du debiteur Chollet,
qui les dHient encore aujourd'hui. Le produit de la vente
a
He reparti aux creanciers saisissants.
Les fonds verses
par Noblet a l'Office proviennent
d'un emprunt contracte par Chollet, sous le cautionne-
ment de Noblet, aupres de I'Union vaudoise du CrMit.
Le 3 janvier 1916, cette creanciere a requis de l'Office
« de saisir a nouveau les memes biens mobiliers designes
sous n° 1 a 21 du proces-verbal de saisie du 5 juin 1915,
und Konkurskammer • N° 26.
.111
LaxeS 579 fr., bien rachetes et payes par le dehitem
Chollet;>.
B. -L'office ayant r(>fuse de faire droit acette
requisition, l'Union vaudoise du CrMit a porte plaine
a l'autorite interieure de surveillance en demandant que
h~ prepose soit invite a proceder a la saisie complemen-
taire requise le 3 janvier 1916. .
Par decision du 15 fllYrier, le President du Tribunal
du district de Nyon a admis la plainte. Le debiteur
Chollet a recouru contre ce prononce a l'autorite canto-
nale de surveillance, laquelle a admis son recours
et
rHorme la decision presidentielle. Les motifs de ce pro-
nonce
rendu le 21 mars 1916 sont en resume les sui-
vants: Le fait que des biens ont deja ete saisis et realises
n'exclut pas en principe la possibilite de les saisir a nou-
veau au profit
du meme creancieret au prejudice du meme
debiteur. Mais on ne peut admettre sans exception cette
saisie toutes les fois
Oll le debiteur detient les biens
saisis anterieurement
et renvoyer dans tous les cas le
tiers indique comme acquereur dans
Je proces-verbal de
vente
a faire valoir ses droits conformement aux art. 106
et suiv.
LP.En l'espece, si l'argent avec lequel Noblet
a
paye les objets vendus provient d'un emprunt con-
tracte
par Chollet, il faut retenir que ce pret a Me
accorde par I'Union vaudoise du Credit elle-meme, sous
le cautionnement de Noblet. Ce dernier est en realite le
vrai debiteur de la Banque, et non Chollet, qui est insol-
vable.
L'Union du Credit savait que l'argent prete sec-
virait au rachat des meubles saisis; elle a consenti a la
vente de gre a gre et elle ne peut pretendre saisir a
nouveau les objets vendus puisque par la elle conteste-
rait le droit de
propriHe du tiers acquereur, alors qu'elle
a eHe-meme favorise cette acquisition. Il est inadmis-
sible que
la Banque fasse saisir une seconde fois des biens
sur le produit desquels elle a touche une quote-part.
C. -L'Union vaudoise du CrMit a recouru en temps
utile au Tribunal
federal contre rette decision, qui lui a
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