BGE 41 III 401
BGE 41 III 401Bge15 juin 1915Ouvrir la source →
Statuant sur ces faits et considerant en droit : . . . .. . ~ . . . . . . . . ,3. -Les demandes de participation faites cn vertu de l'art~ 111 LP devaient etre presentees dansie deIai legal de 40 jours. Vexpression (1_ en tout temps)) signifie que la demande de participation des enfants majeurs du debiteur, basee Bur l'art. 334 CC, peut etre presentee plus d'une antiee apres l'extinction de la puissance pa- terneUe, mais iln'en faut pas moins que les deIais de la procedure ,de poursuite soient observes. Des lors, les saisies, dans les poursuites 999 et 386, ayant ete prati- quees en 1Ilafl> 1915. les demandes de participation pre- sentees le 18septembrtt 1915 etaient ,evidemment tardi- ves. En revanche, les demandes concernant la saisie du 4 septembre 1915 dans les poursuites 1706 et 1802 ont ete faites en temps utile. Quant aux demandes de parti- ci patio:I,l , aux saisies operees dans les poursuites dirigees par Ia Banque Populaire contra Joseph Chassot, on ne pouvait les admettre, car, d'apres l'art. 334 CC. la demande de,participation doit etre presentee dans une poursuite dirigee contre le pere',ou la mere. 4. -Le prepose a refuse 11e tenir compte des de- man des de partioipation par le motif que le chiffre de la creance des Jequerants n'etait ,pas precise. Ce motif n'est pas justifie. Les-recourants ont indique le nombre d'annees de servioe ct le montant de 16ur salaire anDuel. Le calcul qui restait a faire etait des plus simples. Le prepose ne pouvait pas s'y refuser puisqne, aussi bien, il est, parexemple, tenu de calculer lui-meme les inte- rets depuis l'introduction de la poursuite jusqu'ä la realisation. Du reste, Je prepose peut porter les deman- des de participation ä la connaissance des creanciers dans Ia meme forme que Celle dans laquelle elles lui ont ete presentees (art.I11, ,~. 2, LP).l' Si. des lors. les demandesde participation. presentees und Konkunkammer • N° 89. 401 en temps utile dans les poursuites no. 1706 (Dula) et 1802 (Schmutz), doivent etre considerees comme suffi;. samment precises. le prepose ne peut . plus exiger que l'avanee des frais decomplement de saisie (art. 68LP); mais les demandes subsistent valablement et le delai de participation est sauvegarde. Par ces motifs, le Tribunal fMeral prononce,: Le reconrs est ecarte dans le sens des motifs. 89. Entscheid vom 19. November 1915 i. S. lIediger 84 Oie, Die Wirkungen der Nacblassstundung nach Art. 297 SchKG treten sogleich mit der Stundungsbewilligung, nicht erst mit deren öffentlicher Bekanntmachung ein. A. -Der Rekursgegner Heinrich Altherr, Zigarrenfa- brikant in Zürich, wird von verschiedenen Gläubigern, darunter von den' Rekurrenten Hediger & C ie , Spedi- teuren in Basel, betrieben. Infolge verschiedener Fort- setzungsbegehren ersuchte das Betreihungsamt Zürich 6 dasjenige von Zetzwil 3m 1. September 1915 um Pfändung der dort liegenden Vermögensstücke des Re- kursgegners. Das Betreibungsamt Zetzwil vollzog die Pfändung erst am 11. September 1915. Am 1. Septem- ber 1915 war der Rekursgegner ins Handelsregister eingetragen und am 6. September der Eintrag im Han- delsamtsblatt bekannt gemacht worden. Sodann hatte die Nachlassbehörde dem Rekursgegner am 8. Septem- ber 1915 eine Nachlassstundung bewilligt. Diese Bewilli- gung war am 11. September 1915 noch nicht öffentlich bekannt gemacht.
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Entscheidungen der Sehuldbetreibungs-
B. Gestützt auf den Eintrag im Handelsregister
und die Nachlassstundung verlangte der Rekursgegner
durch Beschwerde die Aufhebung der Pfändung.
Die untere Aufsichtsbehörde hiess die Beschwerde
gut
und. hob die Pfändung auf. Dieser Entscheid wurde von
der obern Aufsichtsbehördedes Kantons
Zürich am
23. Oktober 1915 mit folgender Begründung bestätigt:
Die Eintragung ins Handelsregister mache die Pfändung
nach Art. 42 Abs. 2 SchKG nicht ungültig. Dagegen
habe das Betreibungsamt
Zürich 6 die nach Bewilligung
der Nachlassstundung vollzogene Pfändung nicht mehr
berücksichtigen dürfen. Eine Betreibungshandlung, die
nach Gewährung der Nachlassstundung vorgenommen
worden sei, sei nichtig (BGE23
N°174. JlEGER. Komm.
Art. 297 N. 1 und 3).
C. -Diesen Entscheid haben die Rekurrenten am
13. November
1915 an das Bundesgericht weitergezogen
mit dem Begehren, die Pfändung sei aufrecht zu halten
oder das Betreibungsamt
Zetzwil für den Schaden ver-
antwortlich zu machen.
Sie machen geltend, dass, wenn die Pfändung vom
Betreibungsamt
Zetzwil rechtzeitig am 4. September 1915
vollzogen worden wäre, die Nachlassstundung hieran
nichts mehr
hätte ändern können.
Das Bundesgericht zieht
in Erwägung:
Wie. die Vorinstanz mit Recht entschieden hat, durfte
der Pfändungsauftrag nach der Bewilligung der
Nach-
lassstundung nicht mehr ausgeführt werden. Allerdings
war die Stundung am
11. September noch nicht öffent-
lich bekannt
gomacht; dies ist aber im vorliegenden
Fall ohne Bedeutung. Entgegen einer vielfach vertretenen
Auffassung
(G. KELLER, Nachlassvertrag ausser Konkurs,
S. 62, PASCHOUD, Concordat preventif de la faillite, S. 216)
treten die. Wirkungen der Nachlassstundung nach
Art. 297
SchKG nicht erst mit der Bekanntmachung
und Konlwrskammer. N° 90.
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ein. So wenig wie die Wirkungen der Konkurseröffnung
erst
mit der Bekanntmachung eintreten (AS Sep. Ausg.
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No 14 S. 55 *), so wenig kann die Wirksamkeit. eines
Rechtsstillstandes nach
Art. 57 ff. SchKG davon abhän-
gen, ob er dem Gläubiger bekannt ist. Wie eim Kon ..
Imrse so ist auch bei der Nachlassstundung dieBekannt-
. .
maehung nicht eine Voraussetzung für die RechtswIrk-
samkeit des Bechlusses der zuständigen Behörde,
son-
dern nur eine gesetzliche Folge dieses Beschlusses.
Ebenso ist
es für die Frage der Gül tigkeit der Pfän-
d'ung ohne Bedeutung, ob deren Vollzug vom Betrei ..
bungsamt Zetzwil verzögert worden ist (vgl. BGE 23.
N° 174) .
. Wenn dieses Amt die Verzögerung schuldhaft verursacht
hat und den Rekurrenten daraus ein Schaden entstanden.
ist. so können die Rekurrenten nur auf dem Wege.der
ge;ichtlichen Klage nach Art. 5 SchKG gegen den Betrei-
bungsbeamten vorgehen.
Demnach
hat das Bundesgericht
erkannt:
Der Rekurs wird abgewiesen.
90. Entscheid vom 22. November 1915 i. S. Looser.
Unzulässigkeit des Erlasses eines Zahlungsbefehls auf Pfand-
verwertung für Miet-oder Pachtzinsen ohne vorangegangene
Aufnahme eines Retentionsverzeichnisses. -Die auf den
Zahlungsbefehl hin abgegebene allgemeine Erklrun es
Schuldners, dass er « Recht vorschlage., enthält eIDe glltlge
Bestreitung nicht nur der Forderung, sondern auch des
Pfandrechts.
A. -Auf Begehren des Hermann Weiss in Basel nahm
das Betreibungsamt Basel-Stadt am 15.
Juni 1915 bei
dessen Mieter Jakob Looser-Fischer, Kaffeehalle,
Sehüt-
• Ges.-Ausg. 26 I S. 167.
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