BGE 40 III 371
BGE 40 III 371Bge14 oct. 1914Ouvrir la source →
370 EntscheIdungen der Schuldbetreibungs-
la guerre. Le fait d'avoir ete mobilise a-t-il pour cons6-
quence que Muffat ne peut plus desormais etre considere
eomme domicilie a Geneve?
Cette
question doit etre resolue negativement. Le fait
d'elre p9rLi en guerre n'implique pas pour Muffat l'in-
tention d'abandonner son domicile a Geneve. 11 n'a (ait
aucune preuve
a cet egard; par contre il est eonstant
qu'il a laissc sa famille a Geneve. Au surplus, Muffat n'a
nullement etabli qu'il se soit erce un nouveau domicile
en France. Dans ces conditions
il peut encore etre pour-
suivi a Geneve en vertu de l'art. 46 aI. 1 er LP et de
l' art. 24 CCS.
ad 2. -Noti{ication du commandement de pager. Muffat
n'ayant pas quitte Geneve sans esprit de retour, et bien
que le service actif qu'il accomplit en
France soit na tu-
rellement d'une duree indeterminee, l'instance cantonale
admet avec raison que son absence de Geneve n'est que
momentanee.
Par cOllsequent J'arlicle 64 LP est appli-
cable; le commandement de payer pouvait elre notifie
valablement
a une-personne adulte du menage du dcbi-
teur, en partieulier a son epouse. Comp. Rec. off., ed.
spec. "
n° 21 *, 12 n° 16 **.
ad 3. -Suspension des poursuites. Les termes de l' art. 57
«( la poursuite dirigee contre un citoyen au service mili-
) taire federal ou eantonal est suspendue pendant la duree
I) de son service) consacrent une disposition exception-
nelle qui ne
peut eLre Hendue parvoie d'analogie aux de-
biteurs qui se trouvent au service militaire a l'etranger.
L' ordonnanee du Conseil federal du 28 septembre 1914,
intcntionnellement. n'a pas modifie a cet egard la loi sur
les poursuites; le Conseil fMeral, saisi d'une proposition
tendant a etendre l'art. 57 dans le sens indique ci-dessus,
I'a repoussee. Les etrangers
domieilits en Suisse qui se
trouvent aetuellement au service mililaire de leur pays
d'origine peuvent naturellement user des droits que ror-
• Ed. gn. 27 I n° 45.
•• Ed. g6n. 35 I n° 45.
1
und Konkurskammer. N° 68.
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ilonnanee eonfere d'une maniere generale a tous les de-
biteurs (renvoi de la realisation, renvoi de la deelaration
de faillite, sursis general aux poursuites). Mais leur droit,
en l'etat actuel, ne va pas au dela des droits dont jouis-
sent les debiteurs non militaires d'origine suisse et domi-
eilies en Suisse.
ad 4.-L'argument tire del'equite n'est pas coneluant.
Il
pourrait justifier eventuellement une demande de re-
cevabiIite d'opposition
tardive au sens de l'art. 77 LP
Mais, en l'espece, il ne s'agit pas de cela; au surplus,
le reeourant
est pourvu d'un representant auquel il a pu
donner ses instructions et, en fait, il a forme opposition,
ainsi qu'il resulte
du commandement de payer verse au
dossier.
Par ces motifs,
la Chambre des Poursuites
et des Faillites
prononce:
Le recours est eearte.
68. Entscheid vom 19. November 1914 i. S. Steiner-Hürzeler.
Art. 92 SchKG: Bei Ausscheidung der Kompetenzstücke sind
auch zukünftige Aenderungen der Verhältnisse, die mit
Sicherheit eintreten werden,zu berücksichtigen.-Unpfänd-
barkeit einer Wanduhr.
A. -Auf Verlangen des Rekurrenten F. Steiner-
Hürzeler
in Basel nahm das Betreibungsamt Basel-Stadt
am 24. September 1914 für eine Mietzinsforderu~g
gegen den Rekursgegner Hans Geiger-Küng eine Reihe
von Gegenständen in eine
Retentionsurkunde auf, näm-
lich einen Diwan, eine Kommode, einen zweitürigen
Kasten, einen Nachttisch, einen Pariserkoffer, eine Kaffee-
mühle
und einen (j Regulateurkasten» (ohne das fehlende
Uhrwerk) im Schätzungswert von 1
Fr. Das Betrei-
AS 40 111 -1914
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Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
bungsamt nahm dabei auf Grund einer Behauptung de~
Rekurrenten an, dass der Rekursgegner seit mehreren
Wocen getrennt von seiner Ehefrau lebe.' " '
B. -Der Rekursgegner erhob gegen die Aufnahme
des Retentionsverzeichnisses
am 28. September 1914 Be-
schwerde, indem er die AufhebunR der Retention bean-
tragte. Er machte geltend, dass die retinierten Gegen-
stände unpfändbar seien
und führte u. a. aus: Seine
Ehefraix
sei seit etwa sechs Wochen zur Erholung bei
ihrem Vater in Affoltern a.jA. gewesen und vor kurzem
sei auch er, der Rekursgegner, zu ihr gegangen.
Beide
seien nunmehr wieder in Basel. Die Ehefrau sehe ihrer
Niederkunft entgegen. Der Rekursgegner besitze sodann
keine Taschenuhr. Der Regulatorkasten samt dem Uhr-
werk, das zur Zeit repariert werde, müsse ihm daher
gelassen werden.
Die Aufsichtsbehörde des
Kantons Basel-Stadt hob
' durch Entscheid vom 14. Oktober 1914 die Retention
in Beziehung auf alle Gegenstände mit Ausnahme des
Pariserkoffers auf.
Sie nahm an, dass für die Eheleute
Geiger, wie das Betreibungsamt ausgeführt
hatte, sämt-
liche Gegenstände ausser der Kpmmode und dem Pariser-
koffer unentbehrlich seien
und dass ihnen mit Rücksicht
auf die bevorstehende Niederkunft der Ehefrau auch die
Kommode gelassen werden müsse, weil ein einziger
Kasten nebst zwei Koffern-für Eltern und Kind nicht
genüge.
C. -Diesen Entscheid hat der Rekurrent an das
Bundesgericht weitergezogen mit dem Antrage, die Re-
tention sei in Beziehung auf die Kommode und den
Regulatorkasten aufrecht
zu halten.
Die Schuldbetreibungs-
und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
2. -Ist somit davon auszugehen, dass die Eheleute
und Konkurskammer. N° 68.
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Geiger sich nicht dauernd von einander getrennt haben,
SC? muss auch der Umstand berücksichtigt werden, dass
die
Ehefrau nächstens ein Kind gebären wird. Der Re-
kurrent hat die Annahme der Vorinstanz: dass die Ehe-
frau schwanger sei, nicht angefochten. Infolgedessen
m'IISs nach dem normalen Lauf der Dinge die künftige
Geburt eines Kindes
nicht bloss als möglich, sondern als
sicher
betrachtet werden. Bei Ausscheidung der Kompe-
tenzstücke müssen nun nicht bloss die zur Zeit der
Pfändung oder der Retention bestehenden Verhältnisse,
sondern
aurh deren zukünftige Änderungen, die mit
Sicherheit eintreten werden, berücksichtigt werden. Die
Annahme
der Vorinstanz, dass die Kommode unpfändbar
sei, ist somit nicht anfechtbar.
3. -Das gleiche
ist in Beziehung auf den Regulator-
kasten
zu sagen. Der Rekurrent hat nicht bestritten,
dass das dazu gehörige Uhrwerk sich in
Reparatur
befinde. Der Regulatorkasten ist somit als Bestandteil
einer
Wanduhr anzusehen, und zwar kann es sich mit
Rücksicht auf den geringen Schätzungswert des Kastens
nur um eine einfache Uhr handeln. Eine solche ist auf
alle Fälle dann unpfändbar, wenn der Schuldner keine
Taschenuhr besitzt, wie in der
Praxis bereits entschiede
worden ist (Archiv 2 Nr. 87; JAEGER, Komm. Art. 92 N. 7).
Eine Uhr zur Angabe der Zeit ist jedenfalls für alle
Personen unentbehrlich, die ihren Lebensunterhalt durch
ihre Arbeit verdienen
und sich daher an eine bestimmte
Zeiteinteilung
halten müssen. Nun hat der Rekurrent
die Behauptung des Rekursgfgners, er besitze keine
Taschenuhr, nicht
bestritten; diese Behauptung ist daher
als richtig anzusehen.
Demnach
hat die Schuldbetreibungs-u. Konkurskammer
erkannt:
Der Rekurs wird abgewiesen.
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