Art. 29 and 43 ZGB; civil action for alleged name-right dispute and refusal of civil-register entry of a noble particle. A claim under Art. 29 ZGB presupposes that the defendant contests the claimant's right to bear the name. Where an authority expressly does not dispute the name but refuses only the civil-register entry for register-law reasons, no name-right dispute exists. The determination which facts or entries may be recorded in the civil status registers falls within the exclusive supervisory competence of the Federal Council; civil courts may not review such register-law refusals by way of a name action (consid. 1-2).
Personenreeht. N° 76. Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
-Zuzugeben ist, dass unter der in Art. 29 ZGB vorgesehenen Namenrechtsbestreitung unter Umständen auch die von einer Behörde als solcher ausgehende Be- streitung des Rechts auf Führung eines Namens ver- standen ,verden kann, also nicht nur die Bestreitung seitens einer Person, die den betreffenden Namen für sich selber beansprucht; denn sonst wäre die spezielle Behandlung dieses letztem Falls in Art. 29 A b s. 2 nicht wohl verständlich. Ob sodann im Kanton Schaff- hausen der Regierungsrat als solcher (d. h. nicht als blosser Vertreter des Fiskus) überhaupt vor den Zivil- gerichten ins Recht gefasst werden könne. ist eine Frage des k a n ton ale n Rechts, die das Bundes- gericht nicht zu überprüfen hat. Ebenso verhält es sich mit der Frage nach der ö r t li ehe n Z u s t ä n- d i g k e i t für derartige, gegen den Regierungsrat ge- richtete Zivilklagen, wenn auch freilich die dabei im vorliegenden Falle von den Schaffhauser Gerichten aufgeworfene Vor frage nach der rechtlichen Natur
der Namensklage an sich eine Frage des eidgenössi- schen Rechts war; denn die Kompetenz zur Entschei- dung der Hauptfrage schliesst diejenige zur Beurtei- lung der Vorfrage als solcher in sich. Dagegen ist es Sache des Bundesgerichts, festzustellen, ob überhaupt eine Namenrechtsbestreitung im Sinne des Art. 29 ZGB vorliegt. Diese Voraussetzung trifft nun aber hier nicht zu. Der beklagte Regierungsrat hat in diesem Prozesse, wie schon im Jahre 1909 anlässlich des von Carpine ugriffenen staatsrechtlichen Rekurses, stets erklärt, dass er dem heutigen Kläger das Recht, sich Anton von' Carpine zu nennen, nicht bestreite, sondern dass er nur, entsprechend einer 'Weisung des Bundesrates. die Ein t rag u n g jenes Namens oder, genauer. die Eintragung der Partikel von) in das Zivilstands- register verweigern müsse. Streitig ist somit heute, ebenso wie im Jahre 1909, einzig die Frage, ob die Adelspartikel von t) in das Zivilstandsregister einge- tragen werden müsse oder dürfe. Diese letztere Frage aber kann das Bundesgericht als Berufungsinstanz ehensowenig entscheiden, als es sie damals in seiner Eigenschaft als Staatsgerichtshof entscheiden konnte. Denn, gleichwie dies schon unter der Herrschaft des Zivilstandsgesetzes von 1874 der Fall war, so ist auch seit dem Inkrafttreten des ZGB zur letztinstanzlichen Entscheidung der Frage, welche Art von Tatsachen in die Zivilstandsregister eingetragen werden sollen oder dürfen, bezw. welche Art von Eintragungen als der Bestimmung der Zivilstandsregister fremd ) er- scheinen (vgl. Art. 7 des Gesetzes von 1874), aus- schliesslich der B und e s rat berufen. Diesem steht noch Art. 43 ZGB, . wie früher nach Art. 12 ZEG die Oberaufsicht über die Führung der Zivilstands- register zu, und seine Kompetenz ist durch das ZGB sogar noch insofnrn erweitert worden, als nunmehr eine Anzahl von Vorschriften über die Führung der Register (z. B. gerade diejenige, die in Art. 7 ZEG ent-
Personenrecht. Nu 76. halten war) nicht mehr im Gesetze selber zu finden sind, sondern (nach Art. 39 Abs. 2 ZGB) in die Ver- ordnungskompetenz des Bundesrates fallen. Ist aber zur Bestimmung dessen, was überhaupt in die Zivil- standsregister eingetragen werden darf, letztinstanzlieh der Bundesrat kompetent, so ergibt sich daraus zwin- gend, dass der Weg einer Zivilklage über dieselbe Frage ausgeschlossen sein muss, und dass die Weigerung der zuständigen Verwaltungsbehörde, eine Adelspartikel in das Zivilstandsregister eintragen zu lassen, nicht als Namenrechtsbestreitung im Sinne des Art. 29 ZGB gelten kann. Es verhält sich damit ähnlich wie init andern registerrechtlichen Entscheidungen, z. B. denje- nigen über den Eintrag einer Firma im Handelsregister oder einer beim Abschluss eines Liegenschaftskaufs getroffenen Nebenabrnde im Grundbuch: wenn die Re- gisterbehörde den betreffenden Eintrag aus regi.ster- rechtlichen Gründen verweigert hat, so ist eine Über- prüfung ihres Entscheides durch den Zivilrichter, dessen gegenteiliger Entscheid übrigens schwerlich vollstreck- bar wäre, ausgeschlossen. Diese Auffassung von der Unzulässigkeit der Zivilklage gegenüber Verfügungen der Registerbehörden steht auch im Einklang mit der konstanten Praxis der deutschen Gerichte auf Grund des dem Art. 29 ZGB entsprechenden 12 BGB; vgl. darüber z. B. GRÜCROTS Beiträge 49 S. 828, Entsch. d. Reichsger. in Zivils. 39 S. 302, STAUDINGER, Anm. 5 b zu 12 cit.; v. TURR, Bürgerl. Recht I S. 445. Demnach hat das Bundesgericht erkannt: Die Berufung wird gutgeheissen, das Urteil des Ober- gerichts des Kantons SchafIhausen vom 10. Juli 1914 aufgehoben und die Klage abgewiesen.
ce art. 392 al. 2 et 368. -Loi rapp. dr. civ. art. 4, 9 et 10. -Nomination par les autorites suisses d'un curator ad litem a un mineur residant en Suisse mais dont le pere est domi- cilie a l'etranger. -Droit applicable en ce qui concerne la puissance patern elle et la tutelle. A. -Arthur-Gordon Lydiard, colonel allglais en re- traite,s'etait marie en 1896 a Wiesbaden avec demoi- selle Marie Chappuis; Hs avaient auparavant passe Ull contrat de mariage etablissant entre eux le regime de la separation de biens avec communaute d'acquets et accordant au conjoint survivant l'usufruit de la moitie des biens laisses par le defunt aussi longtemps qu'il ne se remarierait point. Un fiIs, Arthur Lydiard, est ne de cette union. Dame Lydiard est decedee le 11 avril 1901, laissant a son mari la jouissance des interets de la moi- tie de sa fortune, cette jouissance devant prendre fin le jour Olt celui-ci s'engagerait dans les liens d'un nouveau mariage. Le colonel Lydiard a habite Geneve dt: 1903 a 1908. Presse d'argent, il s'est fait ouvrir en janvier 1907 Ull credit de 7000 fr. porte ensuite a 13000 fr. par Ia Ban- que populaire genevoise, contre cession des Ioyers echus ou a echoir d'un immeuble -sis rue du Mole, a Geneve - appartenant a son fiIs et dont il avait annonce avoir la jouissance integrale; les sieurs de Westerweller, Rigot et Dumont furent charges par les deux parties de la regie de eet immeuble. Le 20 novembre 1907, le colonel Ly-