Single co-owner lacks standing in land readjustment appeal

4-BE.2007.8Tribunal administratif spécial21 déc. 2007Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

A. S. challenged the inclusion of parcel 28 in a land readjustment perimeter. The court held that, where the property is in joint ownership, the co-owners constitute a necessary joinder and must appeal together. Because the measure could also benefit the parcel, the interests of the co-owners were not presumed identical. A single co-owner therefore lacked standing to pursue the appeal alone.

Regeste Omnilex

Necessary joinder in land readjustment appeals; standing of co-owners. Where a parcel is in joint ownership, the co-owners must generally act together when challenging its inclusion in a land readjustment perimeter. Individual standing is admitted only exceptionally, namely where the remedy seeks to avert an exclusively burdensome or duty-imposing order and the appeal necessarily serves the interests of all co-owners. In view of the possible benefits of the readjustment and the non-identical interests of the co-owners, a lone co-owner is not authorized to file the appeal alone (consid. 2.3).

Texte intégral

2007 Umlegungsrecht 297 II. Umlegungsrecht

75 Notwendige Streitgenossenschaft

  • Ein einzelner Gesamteigentümer ist nicht legitimiert zur Erhebung einer Landumlegungsbeschwerde Aus dem Entscheid der Schätzungskommission nach Baugesetz vom 21. Dezember 2007 in Sachen A.S. gegen Einwohnergemeinde W. Aus den Erwägungen

2.3.

Die vorliegende Beschwerde gegen den Einbezug der Parzelle 28 in den Landumlegungsperimeter wurde nur von A. S. eingereicht. Mit der geplanten Landumlegung soll eine Verbesserung der Bebaubarkeit und der Erschliessungsmöglichkeiten der einbezogenen Parzellen erreicht werden (...). Aufgrund der ungünstigen Form der Parzelle 28 und der damit verbundenen erschwerten Bebaubarkeit im Fall einer Umnutzung oder Abparzellierung zu einem späteren Zeitpunkt bringt die Landumlegung den Grundeigentümern der Parzelle 28 somit Vorteile. Zudem soll mit der Renaturierung des Grenzbaches die Hochwassersicherheit verbessert werden, was auch die Parzelle 28, welche an die Gewässerparzelle angrenzt, betrifft und somit ihren Einbezug in den Landumlegungsperimeter bedingt (...). Dass die Landumlegung als enteignungsähnlicher Eingriff dabei in die Eigentumsfreiheit eingreift, ist unvermeidbar. Die einfache Gesellschaft bzw. H. S. als Gesamteigentümerin könnte somit Interesse am Einbezug des Grundstücks in die Landumlegung haben. Die Interessen der Gesamteigentümer stimmen damit nicht notwendigerweise überein, so dass ein gemeinsames Handeln aller Gesamteigentümer zwingend ist. Dies ist vorliegend nicht gegeben.

2007 Erschliessungsabgaben 299 III. Erschliessungsabgaben

76 Ursprünglicher Beitragsplan nach §§ 34/35 BauG; Beschwerdelegitimation

  • Ein einzelnes Mitglied einer Erbengemeinschaft ist nicht legitimiert zur Erhebung einer Beitragsplanbeschwerde (Erw. 3.1.3. - 3.1.4.) Aus dem Entscheid der Schätzungskommission nach Baugesetz vom 27. Februar 2007 in Sachen M.N.K. gegen Einwohnergemeinde O. Aus den Erwägungen

3.1.3.

Eine Erbengemeinschaft ist ein Gesamthandschaftsverhältnis und als solches nicht parteifähig (Art. 602 Abs. 2 des Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210] vom 10. Dezember 1907). Die beteiligten Personen bilden eine notwendige Streitgenossenschaft, die grundsätzlich mit einer Stimme aufzutreten hat. Eine selbstständige Anfechtungsbefugnis eines einzelnen Streitgenossen wird in der Rechtsprechung nur anerkannt, soweit das Rechtsmittel darauf angelegt ist, eine ausschliesslich belastende oder pflichtbegründende Anordnung abzuwenden und wo davon auszugehen ist, dass die Anfechtung notwendigerweise im Interesse aller Gesamteigentümer liegt (Bundesgerichtsentscheid vom 23. Juni 1997 in Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 1998, S. 388 mit Hinweis; Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 1997 S. 293 f. mit Hinweisen; Jürg Wichtermann in Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 2. Auflage, Basel 2003, Art. 653 N 24). In Verfahren, wo die Zonenzuweisung eines Grundstücks strittig ist, ist die Beschwerdeführung eines einzelnen Erben nicht zulässig (vgl. AGVE 1997 S. 295; AGVE 1994 S. 175 f.). Entschädigungsbegehren

Mots-clés

necessary joinderco-ownershipstandingland readjustmentplanning lawparcel perimeter

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether a single co-owner is entitled to appeal the inclusion of jointly owned land in a land readjustment perimeter.

Solution extraite

A single co-owner is not entitled to bring the appeal alone; all co-owners must act together because they form a necessary joinder.

Motifs extraits

The readjustment could benefit the jointly owned parcel by improving buildability, access, and flood safety. Because the measure is an expropriation-like interference, the interests of the co-owners are not necessarily identical, so joint action by all co-owners is required.

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