Texte intégral
OGH 5Ob112/98a
- Dokumenttyp: Entscheidungstext
- Entscheidungsdatum: 21.04.1998
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Klinger als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Schwarz, Dr.Floßmann, Dr.Baumann und Dr.Hradil als weitere Richter in der Mietrechtssache der Antragstellerin Elfriede M*****, Pensionistin, ***** vertreten durch Irene Hladik, Funktionärin der Mietervereinigung Österreichs, Reichsratsstraße 15, 1010 Wien, wider den Antragsgegner Dr.Josef W*****, Beamter, ***** vertreten durch Dr.Leopold Grohmann, Rechtsanwalt in Wien, wegen § 22 Abs 1 Z 13 WGG infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der Antragstellerin gegen den Sachbeschluß des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgerichtes vom 28.Mai 1997, GZ 41 R 311/97g-29, den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Der außerordentliche Revisionsrekurs der Antragstellerin wird gemäß § 22 Abs 4 WGG und § 37 Abs 3 Z 16 bis 18 MRG iVm § 526 Abs 2 Satz 1 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 528 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 528a iVm § 510 Abs 3 ZPO).
Begründung
Begründung:
Die Rechtsansicht des Rekursgerichtes, wonach Nachlaßforderungen - hier der Kondiktionsanspruch des verstorbenen Mieters - bei Teilbarkeit in Teilforderungen der Erben zerfallen, ergibt sich unbedenklich aus allgemeinen Grundsätzen des bürgerlichen Rechtes (Welser in Rummel, ABGB**2, Rz 2 zu § 550 mit Judikaturnachweisen). Schon der Wortlaut des § 27 Abs 3 MRG bietet keinen Anhaltspunkt für eine dem § 14 Abs 2 und 3 MRG (iVm § 1 Abs 3 MRG und § 20 Abs 1 Z 2 und Abs 4 Z 3 WGG) entsprechende, vom genannten allgemeinen Grundsatz abweichende Sonderrechtsnachfolge.