Verfassungsgerichtshof V405/2020 (V405/2020-14)

V405/2020 (V405/2020-14)Cour constitutionnelle1 oct. 2020

Regest

COVID (Corona), Bindung (des Verordnungsgebers), Verordnungserlassung, Legalitätsprinzip, VfGH / Individualantrag, VfGH / Formerfordernisse, Determinierungsgebot

Texte intégral

Verfassungsgerichtshof V405/2020 (V405/2020-14)

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 01.10.2020
  • ECLI: ECLI:AT:VFGH:2020:V405.2020

Spruch

I.1. §3 der Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend vorläufige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19, BGBl II Nr 96/2020, idF BGBl II Nr 130/2020 war gesetzwidrig.

2. Die als gesetzwidrig festgestellte Bestimmung ist nicht mehr anzuwenden.

3. Der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz ist zur unverzüglichen Kundmachung dieser Aussprüche im Bundesgesetzblatt II verpflichtet.

4. Im Übrigen wird der Antrag zurückgewiesen.

II.Der Bund (Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz) ist schuldig, der antragstellenden Partei zuhanden ihres Rechtsvertreters die mit € 1.112,– bestimmten Prozesskosten binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

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