Verfassungsgerichtshof V34/82; V35/82; V90/82; V91/82; V92/82; V101/82

V34/82; V35/82; V90/82; V91/82; V92/82; V101/82Cour constitutionnelle18 déc. 1982

Regest

Verordnungsbegriff, RechtsV, VerwaltungsV, VfGH / Prüfungsgegenstand, Wahlen, Volkszählung, Auslegung, Auslegung verfassungskonforme, Österreichisches Statistisches Zentralamt, Wohnsitz, Wählerevidenz, VfGH / Präjudizialität, VfGH / Prüfungsumfang, VfGH / Verwerfungsumfang, VfGH / Aufhebung Wirkung, Geltungsbereich einer Verordnung, VfGH / Fristsetzung

Texte intégral

Verfassungsgerichtshof V34/82,V35/82,V90/82,V91/82,V92/82,V101/82

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 18.12.1982

Spruch

I. Als gesetzwidrig werden aufgehoben:

a) Die (die Feststellung der Bürgerzahlen betreffende) "Kundmachung des Österreichischen Statistischen Zentralamtes gemäß §7 (2) Volkszählungsgesetz 1980, BGBl. Nr. 199/1980", verlautbart im Amtsblatt zur Wr. Zeitung Nr. 24 vom 30. Jänner 1982;

sowie

b) die Kundmachung des Bundesministers für Inneres vom 5. Feber 1982, BGBl. 109, über die Zahl der auf jeden Wahlkreis entfallenden Mandate für die Wahl des Nationalrates.

Die zu a) aufgehobene Verordnung ist auch auf jene Tatbestände nicht anzuwenden, die der beim VfGH zu A7/82 anhängigen Rechtssache zugrunde liegen.

Der Bundesminister für Inneres ist zur unverzüglichen Kundmachung des aufhebenden Erk. im Bundesgesetzblatt verpflichtet.

Die Punkte 4 und 5 Abs1 der "Erläuterungen zur Ausfüllung der Haushaltsliste", Abschnitt: Ordentlicher Wohnsitz (Spalte 3) in der Anlage A der Verordnung des Bundesministers für Inneres vom 22. Dezember 1980 über die bei der Ordentlichen Volkszählung am 12. Mai 1981 zur Verwendung gelangenden Drucksorten, BGBl. 29/1981, waren nicht gesetzwidrig.

II. Im übrigen wird das Verfahren eingestellt.

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