0.748.0Multilateral International Treaty04.04.1947
0.748.0
BS 13 615; BBl 1946 III 608
Übersetzung
Abgeschlossen in Chicago am 7. Dezember 1944
Von der Bundesversammlung genehmigt am 13. Dezember 1946
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 6. Februar 1947
In Kraft getreten für die Schweiz am 4. April 1947
(Stand am 27. November 2025)
Einleitung
In der Erwägung, dass die künftige Entwicklung der internationalen Zivilluftfahrt in hohem Masse dazu beitragen kann, Freundschaft und Verständnis zwischen den Staaten und Völkern der Welt zu schaffen und zu erhalten, ihr Missbrauch jedoch zu einer Bedrohung der allgemeinen Sicherheit werden kann; und
in der Erwägung, dass es wünschenswert ist, zwischen den Staaten und Völkern Unstimmigkeiten zu vermeiden und die Zusammenarbeit zu fördern), von welcher der Frieden der Welt abhängt;
haben daher die unterzeichneten Regierungen, die sich auf gewisse Grundsätze und Vereinbarungen geeinigt haben, damit sich die internationale Zivilluftfahrt in sicherer und geordneter Weise entwickeln kann und damit die internationalen Luftverkehrslinien auf der Grundlage gleicher Möglichkeiten errichtet und gesund und wirtschaftlich betrieben werden können,
dieses Übereinkommen zu diesem Zweck abgeschlossen.
Die Vertragsstaaten anerkennen, dass jeder Staat im Luftraum über seinem Hoheitsgebiet volle und ausschliessliche Lufthoheit besitzt.
Für die Zwecke dieses Übereinkommens gelten als Hoheitsgebiet eines Staates die Landgebiete und angrenzenden Hoheitsgewässer, die unter der Staatshoheit, der Oberhoheit, dem Schutze oder der Mandatsverwaltung dieses Staates stehen.
Jeder Vertragsstaat erklärt sich einverstanden, die Zivilluftfahrt nicht für Zwecke zu benützen, die mit den Zielen dieses Übereinkommens unvereinbar sind.
Jeder Vertragsstaat erklärt sich einverstanden, dass alle nicht im internationalen Fluglinienverkehr eingesetzten Luftfahrzeuge der anderen Vertragsstaaten das Recht haben, in sein Hoheitsgebiet einzufliegen, es ohne Landung zu überfliegen und nichtgewerbliche Landungen durchzuführen, ohne vorher eine Genehmigung einholen zu müssen, vorausgesetzt, dass die Bestimmungen dieses Übereinkommens beachtet werden und vorbehaltlich des Rechts des überflogenen Staates, eine Landung zu verlangen. Jeder Vertragsstaat behält sich dennoch das Recht vor, aus Gründen der Flugsicherheit zu verlangen, dass Luftfahrzeuge, die unzugängliche Gebiete oder solche ohne ausreichende Luftfahrteinrichtungen überfliegen wollen, vorgeschriebene Strecken einhalten oder eine Sondergenehmigung für diese Flüge einholen.
Wenn diese Luftfahrzeuge ausserhalb des internationalen Fluglinienverkehrs zur entgeltlichen Beförderung von Fluggästen, Fracht oder Post eingesetzt sind, haben sie vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 7 auch das Vorrecht, Fluggäste, Fracht oder Post aufzunehmen oder abzusetzen, vorbehaltlich des Rechts eines jeden Staates, in dem die Aufnahme oder Absetzung erfolgt, die ihm wünschenswert erscheinenden Vorschriften, Bedingungen oder Einschränkungen aufzuerlegen.
Eine internationale Fluglinie darf über oder in das Hoheitsgebiet eines Vertragsstaates nur mit der besonderen Genehmigung oder einer anderen Bewilligung dieses Staates und gemäss den Bedingungen dieser Genehmigung oder Bewilligung betrieben werden.
Jeder Vertragsstaat hat das Recht, den Luftfahrzeugen anderer Vertragsstaaten die Genehmigung zu verweigern, in seinem Hoheitsgebiet Fluggäste, Post und Fracht, die für einen anderen Punkt innerhalb seines Hoheitsgebietes bestimmt sind, zur entgeltlichen Beförderung aufzunehmen. Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, keine Vereinbarungen zu treffen, die auf der Grundlage der Ausschliesslichkeit ein solches Vorrecht ausdrücklich einem anderen Staat oder einem Fluglinienunternehmen eines anderen Staates gewähren und kein solches ausschliessliches Vorrecht von einem anderen Staat zu erwerben.
Ein Luftfahrzeug, das ohne Pilot geflogen werden kann, darf ohne Pilot das Hoheitsgebiet eines Vertragsstaates nur mit besonderer Bewilligung dieses Staates und gemäss den Bedingungen dieser Bewilligung überfliegen. Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, dafür zu sorgen, dass der Flug eines solchen Luftfahrzeuges ohne Pilot in Gebieten, die Privatluftfahrzeugen offen stehen, so überwacht wird, dass eine Gefährdung von Privatluftfahrzeugen vermieden wird.
Ausgenommen in dem Falle, wo es Luftfahrzeugen auf Grund der Bestimmungen dieses Übereinkommens oder einer Sonderbewilligung gestattet ist, das Hoheitsgebiet eines Vertragsstaates ohne Landung zu überfliegen, hat jedes Luftfahrzeug, das in das Hoheitsgebiet eines Vertragsstaates einfliegt, auf einem von diesem Staat für Zwecke der Zollbeschau und anderer Kontrollen bezeichneten Flughafen zu landen, sofern die Vorschriften dieses Staates es verlangen. Beim Ausflug aus dem Hoheitsgebiet eines Vertragsstaates haben diese Luftfahrzeuge von einem auf gleiche Weise bezeichneten Zollflughafen abzufliegen. Nähere Angaben über alle bezeichneten Zollflughäfen sind von dem Staat zu veröffentlichen und der auf Grund des Teils II dieses Übereinkommens gebildeten Internationalen Zivilluftfahrtorganisation zur Mitteilung an alle anderen Vertragsstaaten zu übermitteln.
Vorbehaltlich der Bestimmungen dieses Übereinkommens sind die Gesetze und Vorschriften eines Vertragsstaates über den Einflug oder Ausflug der in der internationalen Luftfahrt verwendeten Luftfahrzeuge in sein oder aus seinem Hoheitsgebiet oder über den Betrieb und den Verkehr dieser Luftfahrzeuge innerhalb seines Hoheitsgebietes auf die Luftfahrzeuge aller Vertragsstaaten ohne Unterschied der Staatszugehörigkeit anzuwenden und von diesen Luftfahrzeugen beim Einflug, Ausflug und innerhalb des Hoheitsgebietes dieses Staates zu befolgen.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, Massnahmen zu treffen, um zu gewährleisten, dass jedes Luftfahrzeug, das sein Hoheitsgebiet überfliegt oder innerhalb seines Hoheitsgebietes verkehrt, und jedes sein Hoheitszeichen tragende Luftfahrzeug, wo immer es sich befindet, die dort geltenden Regeln und Vorschriften für den Flug und die Bewegung von Luftfahrzeugen befolgt. Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, seine eigenen diesbezüglichen Vorschriften so weit wie möglich denjenigen anzupassen, die jeweils auf Grund dieses Übereinkommens festgelegt werden. Über dem offenen Meer gelten die auf Grund dieses Übereinkommens festgelegten Regeln. Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, die Verfolgung aller Personen zu gewährleisten, die gegen die anzuwendenden Vorschriften verstossen.
Die Gesetze und Vorschriften eines Vertragsstaates über den Einflug oder Ausflug von Fluggästen, Besatzung oder Fracht in Luftfahrzeugen in sein oder aus seinem Hoheitsgebiet, wie Einflug, Abfertigungs‑, Einreise‑, Pass‑, Zoll‑ und Quarantänevorschriften, sind von den Fluggästen oder der Besatzung oder in deren Namen und hinsichtlich der Fracht beim Einflug oder Ausflug sowie innerhalb des Hoheitsgebietes dieses Staates zu befolgen.
Jeder Vertragsstaat erklärt sich einverstanden, wirksame Massnahmen zu treffen, um durch die Luftfahrt die Verbreitung von Cholera, Typhus (epidemisch), Pocken, Gelbfieber, Pest und allen anderen ansteckenden Krankheiten, welche die Vertragsstaaten jeweils zu bezeichnen beschliessen, zu verhüten; zu diesem Zweck werden die Vertragsstaaten enge Fühlung mit den Stellen nehmen, die mit internationalen Vorschriften für die auf Luftfahrzeuge anzuwendenden sanitären Massnahmen befasst sind. Durch diese Fühlungnahme wird die Anwendung eines auf diesem Gebiet bestehenden internationalen Übereinkommens, falls die Vertragsstaaten Partei sind, in keiner Weise beeinträchtigt.
Jeder Flughafen in einem Vertragsstaat, der den inländischen Luftfahrzeugen zur öffentlichen Benutzung offensteht, hat vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 68 auch den Luftfahrzeugen aller anderen Vertragsstaaten unter einheitlichen Bedingungen offen zu stehen. Die gleichen einheitlichen Bedingungen gelten auch für die Benutzung aller der Öffentlichkeit für die Sicherheit und rasche Abwicklung des Luftverkehrs zur Verfügung stehenden Luftfahrteinrichtungen, einschliesslich des Funk‑ und Wetterdienstes, durch die Luftfahrzeuge jedes Vertragsstaates.
Die Gebühren, die von einem Vertragsstaat für die Benutzung dieser Flughäfen und Luftfahrteinrichtungen durch Luftfahrzeuge eines anderen Vertragsstaates auferlegt werden oder deren Auferlegung von einem Vertragsstaat genehmigt wird, dürfen:
Alle diese Gebühren sind zu veröffentlichen und der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation mitzuteilen, wobei jedoch die für die Benutzung von Flughäfen und anderen Einrichtungen auferlegten Gebühren auf Vorstellung eines interessierten Vertragsstaates einer Überprüfung durch den Rat unterliegen, der darüber einen Bericht und Empfehlungen zur Prüfung durch den oder die betroffenen Staaten vorlegt. Ein Vertragsstaat darf lediglich für das Recht des Durchflugs über oder des Einflugs in sein Hoheitsgebiet oder des Ausflugs aus diesem durch Luftfahrzeuge eines Vertragsstaates oder der an Bord befindlichen Personen oder Güter keine Gebühren, Abgaben oder sonstiges Entgelt auferlegen.
Die zuständigen Behörden jedes Vertragsstaates haben das Recht, die Luftfahrzeuge der anderen Vertragsstaaten bei der Landung oder beim Abflug ohne unangemessene Verzögerung zu untersuchen und die durch dieses Übereinkommen vorgeschriebenen Zeugnisse und anderen Papiere zu prüfen.
Die Luftfahrzeuge haben die Staatszugehörigkeit des Staates, in dem sie eingetragen sind.
Ein Luftfahrzeug kann nicht in mehr als einem Staat gültig eingetragen sein; seine Eintragung kann jedoch von einem Staat auf einen anderen übertragen werden.
Die Eintragung oder die Übertragung der Eintragung von Luftfahrzeugen erfolgt in jedem Vertragsstaat gemäss seinen Gesetzen und Vorschriften.
Jedes in der internationalen Luftfahrt verwendete Luftfahrzeug hat sein entsprechendes Hoheits‑ und Eintragungszeichen zu tragen.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, jedem anderen Vertragsstaat oder der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation auf Verlangen Auskunft über die Eintragung und das Eigentum jedes in seinem Staat eingetragenen Luftfahrzeuges zu geben. Ausserdem übermittelt jeder Vertragsstaat der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation auf Grund von ihr allenfalls festgelegter Vorschriften Berichte, die alle verfügbaren zweckdienlichen Angaben über das Eigentum und die Verfügungsgewalt über die in seinem Staat eingetragenen und üblicherweise in der, internationalen Luftfahrt verwendeten Luftfahrzeuge enthalten. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation hat die auf diese Weise erhaltenen Angaben den anderen Vertragsstaaten auf Ersuchen zur Verfügung zu stellen.
Jeder Vertragsstaat erklärt sich einverstanden, durch Erlassen besonderer Vorschriften oder auf andere Weise alle möglichen Massnahmen zu treffen, um den Verkehr von Luftfahrzeugen zwischen den Hoheitsgebieten der Vertragsstaaten zu erleichtern und zu beschleunigen und unnötige Verspätungen für Luftfahrzeuge, Besatzungen, Fluggäste und Fracht zu verhindern, besonders bei Anwendung der Gesetze über Einreise, Quarantäne, Zoll und Abfertigung.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, soweit er es für durchführbar hält, Zoll‑ und Einreiseverfahren für die internationale Luftfahrt entsprechend den Verfahren festzulegen, die auf Grund dieses Übereinkommens jeweils festgelegt oder empfohlen werden. Keine Bestimmung dieses Übereinkommens ist so auszulegen, dass sie der Errichtung von Zollfreiflughäfen entgegensteht.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, für die in seinem Hoheitsgebiet in Not geratenen Luftfahrzeuge die ihm möglich erscheinenden Hilfsmassnahmen zu treffen und den Eigentümern des Luftfahrzeuges oder den Behörden des Staates, in dem das Luftfahrzeug eingetragen ist, zu gestatten, vorbehaltlich der Überwachung durch seine eigenen Behörden, die unter den Umständen erforderlichen Hilfsmassnahmen zu treffen. Jeder Vertragsstaat wird bei der Suche nach vermissten Luftfahrzeugen an gemeinsamen Massnahmen mitwirken, die auf Grund dieses Übereinkommens jeweils empfohlen werden.
Bei einem Unfall, der dem Luftfahrzeug eines Vertragsstaates im Hoheitsgebiet eines anderen Vertragsstaates zugestossen ist und Tod oder schwere Verletzung zur Folge hat oder auf schwerwiegende technische Mängel am Luftfahrzeug oder an den Luftfahrteinrichtungen hinweist, hat der Staat, in dessen Hoheitsgebiet sich der Unfall ereignet hat, eine Untersuchung über die Umstände des Unfalls vorzunehmen, wobei er sich, soweit es seine Gesetze erlauben, an das von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation allenfalls empfohlene Verfahren zu halten hat. Dem Staat, in dem das Luftfahrzeug eingetragen ist, ist Gelegenheit zu geben, Beobachter zu ernennen, die der Untersuchung beiwohnen, und der die Untersuchung durchführende Staat hat dem anderen Staat den Bericht und das Untersuchungsergebnis in der Angelegenheit mitzuteilen.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, soweit er es für durchführbar hält:
Jedes in der internationalen Luftfahrt verwendete Luftfahrzeug eines Vertragsstaates hat gemäss den in diesem Übereinkommen vorgeschriebenen Bedingungen folgende Papiere mitzuführen:
Jedes in der internationalen Luftfahrt verwendete Luftfahrzeug muss mit einem Lufttüchtigkeitszeugnis versehen sein, das von dem Staat, in dem das Luftfahrzeug eingetragen ist, ausgestellt oder als gültig erklärt wurde.
Lufttüchtigkeitszeugnisse sowie Befähigungszeugnisse und Ausweise, die von dem Vertragsstaat, in dem das Luftfahrzeug eingetragen ist, ausgestellt oder als gültig erklärt wurden, sind von den anderen Vertragsstaaten als gültig anzuerkennen, vorausgesetzt, dass die Anforderungen, nach denen diese Zeugnisse und Ausweise ausgestellt oder als gültig erklärt wurden, den Mindestnormen, die auf Grund dieses Übereinkommens jeweils festgelegt werden, entsprechen oder darüber hinausgehen.
Für jedes in der internationalen Luftfahrt verwendete Luftfahrzeug ist ein Bordbuch zu führen, in das nähere Angaben über das Luftfahrzeug, seine Besatzung und jede Flugreise in der auf Grund dieses Übereinkommens jeweils vorgeschriebenen Weise einzutragen sind.
Jeder Vertragsstaat kann die Verwendung von Lichtbildgerät in Luftfahrzeugen über seinem Hoheitsgebiet verbieten oder regeln.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich mitzuarbeiten, den höchstmöglichen Grad an Einheitlichkeit bei Vorschriften, Normen, Verfahren und Organisation betreffend Luftfahrzeuge, Personal, Luftstrassen und Hilfsdienste in allen Angelegenheiten zu erlangen, in denen eine solche Einheitlichkeit die Luftfahrt erleichtert und verbessert.
Zu diesem Zweck hat die Internationale Zivilluftfahrtorganisation jeweils, soweit erforderlich, internationale Normen, Empfehlungen und Verfahren anzunehmen und zu ändern, die sich beziehen auf:
und, soweit dies jeweils angebracht erscheint, auf sonstige Angelegenheiten, welche die Sicherheit, Regelmässigkeit und Leistungsfähigkeit der Luftfahrt betreffen.
Ein Staat, der es für undurchführbar hält, eine dieser internationalen Normen oder eines dieser internationalen Verfahren in jeder Hinsicht zu befolgen oder seine eigenen Vorschriften oder Verfahren mit einer internationalen Norm oder einem internationalen Verfahren nach deren Abänderung in volle Übereinstimmung zu bringen, oder der es für notwendig erachtet, Vorschriften und Verfahren anzunehmen, die in irgendeiner Hinsicht von denjenigen abweichen, die durch eine internationale Norm festgelegt sind, hat der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation unverzüglich die Abweichungen seines eigenen Verfahrens von dem durch die internationale Norm festgelegten bekanntzugeben. Bei Änderungen internationaler Normen hat ein Staat, der die entsprechenden Änderungen seiner eigenen Vorschriften und Verfahren nicht vornimmt, den Rat innerhalb von sechzig Tagen nach Annahme der Änderung der internationalen Norm davon zu benachrichtigen oder die Massnahmen anzuzeigen, die er zu treffen beabsichtigt. In einem solchen Fall hat der Rat unverzüglich allen anderen Staaten die Abweichung bekanntzugeben, die zwischen einem oder mehreren Punkten einer internationalen Norm und dem entsprechenden innerstaatlichen Verfahren jenes Staates besteht.
Ein Luftfahrzeug oder Mitglied des Personals, das Zeugnisse oder Ausweise mit solchen Vermerken besitzt, darf am internationalen Verkehr nur mit Genehmigung des Staates oder der Staaten, in deren Hoheitsgebiet eingeflogen wird, teilnehmen. Die Eintragung oder Verwendung eines solchen Luftfahrzeuges oder zugelassenen Luftfahrzeugteiles in einem anderen Staat als demjenigen, in dem die ursprüngliche Zulassung erfolgte, bleibt dem Ermessen des Staates überlassen, in den das Luftfahrzeug oder Luftfahrzeugteil eingeführt wird.
Die Bestimmungen dieses Kapitels gelten nicht für Muster von Luftfahrzeugen und Luftfahrzeugausrüstungsteilen, deren Prototyp den zuständigen nationalen Behörden vor Ablauf von drei Jahren nach dem Zeitpunkt der Annahme einer internationalen Lufttüchtigkeitsnorm für dieses Gerät zur Zulassung vorgelegt wird.
Die Bestimmungen dieses Kapitels gelten nicht für Personen, deren Ausweise ursprünglich vor Ablauf eines Jahres nach der erstmaligen Annahme einer internationalen Norm für die Befähigung dieses Personals ausgestellt wurden; sie gelten jedoch auf jeden Fall für alle Personen, deren Ausweise fünf Jahre nach dem Zeitpunkt der Annahme dieser Norm noch gültig sind.
Durch dieses Übereinkommen wird eine Organisation gebildet, welche die Internationale Zivilluftfahrtorganisation genannt wird. Sie besteht aus einer Versammlung, einem Rat und anderen allenfalls notwendigen Organen.
Zweck und Ziel der Organisation sind die Ausarbeitung der Grundsätze und technischen Methoden für die internationale Luftfahrt sowie die Förderung der Planung und Entwicklung des internationalen Luftverkehrs, um:
Die Organisation hat ihren ständigen Sitz an dem Ort, der auf der Schlusssitzung der Interimsversammlung der Vorläufigen Internationalen Zivilluftfahrtorganisation, die durch das in Chicago am 7. Dezember 1944 unterzeichnete Interimsabkommen über die Internationale Zivilluftfahrt gegründet wurde, bestimmt wird. Der Sitz kann durch Beschluss des Rates vorübergehend und – falls es sich nicht um eine vorübergehende Massnahme handelt – durch Beschluss der Versammlung an einen anderen Ort verlegt werden, wobei der Beschluss von der durch die Versammlung festgesetzten Stimmenanzahl zu fassen ist. Die so festgesetzte Stimmenanzahl hat mindestens drei Fünftel der Gesamtzahl der Vertragsstaaten zu betragen.
Die erste Tagung der Versammlung ist vom Interimsrat der vorgenannten Vorläufigen Organisation einzuberufen, sobald das Übereinkommen in Kraft getreten ist, und findet zu einem Zeitpunkt und an einem Ort statt, die vom Interimsrat zu bestimmen sind.
Die Organisation geniesst im Hoheitsgebiet jedes Vertragsstaates die zur Ausübung ihrer Tätigkeiten notwendige rechtliche Stellung. Wo immer es mit der Verfassung und den Gesetzen des betreffenden Staates vereinbar ist, wird ihr volle Rechtspersönlichkeit zuerkannt.
Die Befugnisse und Aufgaben der Versammlung sind:
Der Rat wählt seinen Präsidenten für eine Amtsdauer von drei Jahren. Der Präsident kann wiedergewählt werden. Er hat kein Stimmrecht. Der Rat wählt aus seinen Mitgliedern einen oder mehrere Vizepräsidenten, die ihr Stimmrecht behalten, wenn sie das Amt des Präsidenten ausüben. Der Präsident muss nicht aus den Vertretern der Mitglieder des Rates gewählt werden; falls aber ein Vertreter gewählt wird, gilt sein Sitz als frei und ist von dem Staat, den er vertreten hat, zu besetzen. Die Aufgaben des Präsidenten sind:
Beschlüsse des Rates bedürfen der Zustimmung der Mehrheit seiner Mitglieder. Der Rat kann seine Vollmacht für jede bestimmte Angelegenheit einem aus Ratsmitgliedern bestehenden Ausschuss übertragen. Gegen die Beschlüsse eines Ausschusses des Rates kann jeder interessierte Vertragsstaat beim Rat Berufung einlegen.
Jeder Vertragsstaat kann ohne Stimmrecht an der durch den Rat, seine Ausschüsse und Kommissionen erfolgenden Prüfung aller Fragen, die seine Interessen besonders berühren, teilnehmen. Bei der Prüfung einer Meinungsverschiedenheit durch den Rat darf ein daran beteiligtes Mitglied des Rates nicht abstimmen.
Der Rat hat:
Der Rat kann:
Die Luftfahrtkommission setzt sich aus 19 Mitgliedern zusammen, die vom Rat aus den von Vertragsstaaten namhaft gemachten Personen ernannt werden. Diese Personen müssen über die entsprechende Befähigung und Erfahrung auf den wissenschaftlichen und praktischen Gebieten der Luftfahrt verfügen. Der Rat hat alle Vertragsstaaten zu ersuchen, Bewerber namhaft zu machen. Der Präsident der Luftfahrtkommission wird vom Rat ernannt.
Die Luftfahrtkommission hat:
Vorbehaltlich der von der Versammlung festgelegten Regeln und der Bestimmungen dieses Übereinkommens hat der Rat das Verfahren für die Anstellung und Kündigung, Ausbildung, Besoldung und Zulagen sowie die Arbeitsbedingungen des Generalsekretärs und des anderen Personals der Organisation zu bestimmen und kann Staatsangehörige jedes Vertragsstaates anstellen oder ihre Dienste in Anspruch nehmen.
Der Präsident des Rates, der Generalsekretär und das andere Personal dürfen bei der Erledigung ihrer Aufgaben von einer Stelle ausserhalb der Organisation keine Weisungen verlangen oder entgegennehmen. Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, den internationalen Charakter der Aufgaben des Personals voll zu achten und nicht zu versuchen, einen seiner Staatsangehörigen bei der Erledigung seiner Aufgaben zu beeinflussen.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, soweit es nach seinen verfassungsrechtlichen Bestimmungen möglich ist, dem Präsidenten des Rates, dem Generalsekretär und dem anderen Personal der Organisation die Immunitäten und Privilegien zu gewähren, die dem entsprechenden Personal anderer öffentlicher internationaler Organisationen eingeräumt werden. Wenn ein allgemeines internationales Übereinkommen über die Immunitäten und Privilegien internationaler Beamter zustandekommt, sind dem Präsidenten, dem Generalsekretär und dem anderen Personal der Organisation die auf Grund dieses allgemeinen internationalen Übereinkommens gewährten Immunitäten und Privilegien einzuräumen.
Der Rat hat der Versammlung jährliche Haushaltspläne, jährliche Rechnungsabschlüsse und Voranschläge für alle Einnahmen und Ausgaben vorzulegen. Die Versammlung hat über die Haushaltspläne mit den ihr zweckmässig erscheinenden Änderungen abzustimmen und die Ausgaben der Organisation – mit Ausnahme der in Kapitel XV vorgesehenen Beiträge von Staaten, die damit einverstanden sind – in dem von ihr jeweils bestimmten Verhältnis auf die Vertragsstaaten aufzuteilen.
Die Versammlung kann das Stimmrecht eines Vertragsstaates, der seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Organisation innerhalb eines angemessenen Zeitraumes nicht nachkommt, in der Versammlung und im Rat aufheben.
Jeder Vertragsstaat hat für die Aufwendungen seiner Delegation bei der Versammlung und für das Entgelt, die Reisekosten und anderen Aufwendungen der von ihm in den Rat entsandten Personen und der von ihm vorgeschlagenen Beauftragten oder seiner Vertreter in Unterausschüssen oder Kommissionen der Organisation selbst aufzukommen.
Die Organisation kann in Luftfahrtangelegenheiten, die in ihre Zuständigkeit fallen und die Weltsicherheit unmittelbar berühren, durch Beschluss der Versammlung entsprechende Vereinbarungen mit jeder allgemeinen Organisation eingehen, die von den Nationen der Welt zur Erhaltung des Friedens gegründet wurde.
Der Rat kann im Namen der Organisation mit anderen internationalen Körperschaften Abkommen über die Unterhaltung gemeinsamer Dienste und über gemeinsame Vereinbarungen betreffend das Personal abschliessen und mit Zustimmung der Versammlung andere Vereinbarungen eingehen, welche die Arbeit der Organisation erleichtern.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, dass seine internationalen Fluglinienunternehmen dem Rat gemäss den von ihm festgelegten Anforderungen Verkehrsberichte, Kostenstatistiken und finanzielle Aufstellungen übermitteln, aus denen unter anderem alle Einnahmen und deren Herkunft ersichtlich sind.
Jeder Vertragsstaat kann vorbehaltlich der Bestimmungen dieses Übereinkommens die Strecken, die innerhalb seines Hoheitsgebietes von den internationalen Fluglinien einzuhalten sind, und die Flughäfen, die von diesen Fluglinien benutzt werden dürfen, bezeichnen.
Wenn der Rat der Ansicht ist, dass die Flughäfen oder andere Luftfahrteinrichtungen eines Vertragsstaates einschliesslich des Funk‑ und Wetterdienstes nicht in angemessener Weise für den sicheren, regelmässigen, leistungsfähigen und wirtschaftlichen Betrieb der bestehenden oder geplanten internationalen Fluglinien ausreichen, hat er sich mit dem unmittelbar betroffenen Staat und den anderen beteiligten Staaten zu beraten, um Wege zu finden, dem Zustand abzuhelfen, und kann zu diesem Zweck Empfehlungen erteilen. Ein Vertragsstaat macht sich keiner Verletzung dieses Übereinkommens schuldig, wenn er es unterlässt, diese Empfehlungen durchzuführen.
Ein Vertragsstaat kann bei Vorliegen des in Artikel 69 vorgesehenen Sachverhaltes mit dem Rat eine Vereinbarung zur Durchführung solcher Empfehlungen abschliessen. Der Staat kann sich entschliessen, alle mit einer solchen Vereinbarung verbundenen Kosten zu tragen. Wenn sich der Staat hiezu nicht entschliesst, kann sich der Rat auf Ersuchen des Staates einverstanden erklären, die Kosten ganz oder teilweise zu übernehmen.
Auf Ersuchen eines Vertragsstaates kann sich der Rat einverstanden erklären, alle oder einen Teil der Flughäfen und anderen Luftfahrteinrichtungen einschliesslich des Funk‑ und Wetterdienstes, die in dessen Hoheitsgebiet für den sicheren, regelmässigen, leistungsfähigen und wirtschaftlichen Betrieb des internationalen Fluglinienverkehrs der anderen Vertragsstaaten erforderlich sind, bereitzustellen, mit Personal zu besetzen, instand zu halten und zu verwalten; er kann für die Benutzung bereitgestellter Einrichtungen gerechte und angemessene Gebühren festsetzen.
Wenn für Einrichtungen, die der Rat auf Ersuchen eines Vertragsstaates ganz oder teilweise finanziert, Grundstücke benötigt werden, hat dieser Staat entweder die Grundstücke, falls er es wünscht unter Vorbehalt des Rechtstitels, selbst zur Verfügung zu stellen oder die Benutzung der Grundstücke durch den Rat unter gerechten und angemessenen Bedingungen und gemäss seinen Gesetzen zu erleichtern.
Der Rat kann im Rahmen der ihm von der Versammlung nach Kapitel XII zur Verfügung gestellten Geldmittel laufende Ausgaben für die Zwecke dieses Kapitels aus dem allgemeinen Fonds der Organisation bestreiten. Der Rat hat Beiträge zu den für die Zwecke dieses Kapitels erforderlichen Geldmitteln nach einem im Voraus vereinbarten Verhältnis über einen angemessenen Zeitraum den damit einverstandenen Vertragsstaaten aufzuerlegen, deren Fluglinienunternehmen die Einrichtungen benutzen. Der Rat kann auch Beiträge zu erforderlichen Arbeitsfonds den damit einverstandenen Staaten auferlegen.
Wenn der Rat auf Ersuchen eines Vertragsstaates Geldmittel vorstreckt oder Flughäfen oder andere Einrichtungen ganz oder teilweise bereitstellt, kann die Vereinbarung mit Zustimmung dieses Staates technischen Beistand bei der Aufsicht und beim Betrieb der Flughäfen und anderen Einrichtungen sowie die Bezahlung der Betriebskosten der Flughäfen und der anderen Einrichtungen, der Zins‑ und Tilgungsaufwände aus den durch den Betrieb der Flughäfen und der anderen Einrichtungen erzielten Einnahmen vorsehen.
Ein Vertragsstaat kann sich jederzeit von einer Verpflichtung, die er nach Artikel 70 eingegangen ist, befreien und Flughäfen und andere Einrichtungen, die der Rat in seinem Hoheitsgebiet auf Grund der Bestimmungen der Artikel 71 und 72 bereitgestellt hat, übernehmen, indem er an den Rat einen Betrag zahlt, der nach Ansicht des Rates den Umständen angemessen ist. Wenn der Staat den vom Rat festgesetzten Betrag für unangemessen hält, kann er bei der Versammlung gegen die Entscheidung des Rates Berufung einlegen, und die Versammlung kann die Entscheidung des Rates bestätigen oder ändern.
Geldmittel, die der Rat durch Rückzahlung nach Artikel 75 und aus Zins- und Tilgungserträgen nach Artikel 74 erhält, sind, falls es sich um ursprünglich von Staaten nach Artikel 73 geleistete Vorschüsse handelt, im Verhältnis ihrer vom Rat bestimmten Beiträge den Staaten zurückzuerstatten, die ursprünglich einen Beitrag leisteten.
Keine Bestimmung dieses Übereinkommens hindert zwei oder mehrere Vertragsstaaten, Luftverkehrsbetriebsgemeinschaften oder internationale Betriebsstellen zu bilden und ihre Fluglinien auf beliebigen Strecken oder in beliebigen Gebieten im Pool zu betreiben; diese Betriebsgemeinschaften oder Betriebsstellen und der Poolverkehr unterliegen jedoch allen Bestimmungen dieses Übereinkommens, einschliesslich jener über die Registrierung von Abkommen beim Rat. Der Rat hat zu bestimmen, in welcher Weise die Bestimmungen dieses Übereinkommens über die Staatszugehörigkeit von Luftfahrzeugen auf Luftfahrzeuge anzuwenden sind, die von internationalen Betriebsstellen betrieben werden.
Der Rat kann den in Betracht kommenden Vertragsstaaten nahe legen, Gemeinschaften für den Betrieb von Fluglinien auf beliebigen Strecken oder in beliebigen Gebieten zu bilden.
Ein Staat kann sich an Betriebsgemeinschaften oder Poolvereinbarungen entweder durch seine Regierung oder durch eine oder mehrere von dieser Regierung bezeichnete Flugliniengesellschaften beteiligen. Die Gesellschaften können nach alleinigem Ermessen des betroffenen Staates ganz oder teilweise Staatseigentum oder Privateigentum sein.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, unmittelbar nach dem Inkrafttreten dieses Übereinkommens das in Paris am 13. Oktober 1919 unterzeichnete Abkommen über die Regelung des Luftverkehrs oder das in Havanna am 20. Februar 1928 unterzeichnete Abkommen über die gewerbliche Luftfahrt zu kündigen, falls er Partei eines dieser Abkommen ist. Zwischen den Vertragsstaaten ersetzt dieses Übereinkommen die vorgenannten Abkommen von Paris und Havanna.
Alle Luftfahrtabkommen, die bei Inkrafttreten dieses Übereinkommens zwischen einem Vertragsstaat und einem anderen Vertragsstaat oder zwischen einem Fluglinienunternehmen eines Vertragsstaates und einem anderen Staat oder dem Fluglinienunternehmen eines anderen Staates bestehen, sind unverzüglich beim Rat zu registrieren.
Die Vertragsstaaten anerkennen, dass dieses Übereinkommen alle zwischen ihnen bestehenden Verpflichtungen und Abmachungen, die mit dessen Bestimmungen unvereinbar sind, aufhebt, und verpflichten sich, keine derartigen Verpflichtungen und Abmachungen einzugehen. Ein Vertragsstaat, der, bevor er Mitglied der Organisation wurde, gegenüber einem Nichtvertragsstaat oder einem Staatsangehörigen eines Vertragsstaates oder eines Nichtvertragsstaates Verpflichtungen übernommen hat, die mit den Bestimmungen dieses Übereinkommens unvereinbar sind, hat unverzüglich Schritte zu unternehmen, um sich von den Verpflichtungen zu befreien. Wenn ein Fluglinienunternehmen eines Vertragsstaates derartige unvereinbare Verpflichtungen eingegangen ist, hat der Staat, dessen Staatszugehörigkeit es besitzt, sein Bestes zu tun, um die sofortige Beendigung der Verpflichtungen zu erlangen, und hat in jedem Fall deren Beendigung zu veranlassen, sobald es nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens rechtlich möglich ist.
Vorbehaltlich der Bestimmungen des vorhergehenden Artikels kann jeder Vertragsstaat Vereinbarungen treffen, die nicht mit den Bestimmungen dieses Übereinkommens unvereinbar sind. Jede derartige Vereinbarung ist unverzüglich beim Rat zu registrieren, der sie so bald wie möglich zu veröffentlichen hat.
Wenn eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei oder mehr Vertragsstaaten über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens und seiner Anhänge nicht auf dem Verhandlungswege beigelegt werden kann, ist sie auf Ersuchen eines an der Meinungsverschiedenheit beteiligten Staates vom Rat zu entscheiden. Bei Prüfung eines Streitfalles durch den Rat darf ein daran beteiligtes Mitglied des Rates nicht abstimmen. Jeder Vertragsstaat kann vorbehaltlich des Artikels 85 gegen die Entscheidung des Rates bei einem zu diesem Zweck gebildeten Schiedsgericht, auf das sich die Parteien des Streitfalles geeinigt haben, oder bei dem Ständigen Internationalen Gerichtshof7Berufung einlegen. Eine derartige Berufung ist dem Rat innerhalb von sechzig Tagen nach Eingang der Mitteilung über die Entscheidung des Rates anzuzeigen.
Wenn ein Vertragsstaat, der an einem Streitfall beteiligt ist, in dem gegen die Entscheidung des Rates Berufung eingelegt wurde, die Satzungen des Ständigen Internationalen Gerichtshofes8nicht angenommen hat und wenn die an dem Streitfall beteiligten Vertragsstaaten sich über die Wahl des Schiedsgerichtes nicht einigen können, hat jeder der an dem Streitfall beteiligten Vertragsstaaten einen Schiedsrichter namhaft zu machen, die ihrerseits einen Oberschiedsrichter benennen. Wenn es einer der an dem Streitfall beteiligten Vertragsstaaten unterlässt, innerhalb von drei Monaten nach dem Zeitpunkt der Berufung einen Schiedsrichter namhaft zu machen, ist ein Schiedsrichter im Namen dieses Staates vom Präsidenten des Rates aus einer vom Rat geführten Liste geeigneter und verfügbarer Personen zu benennen. Wenn sich die Schiedsrichter innerhalb von dreissig Tagen nicht auf einen Oberschiedsrichter einigen können, hat der Präsident des Rates aus der vorgenannten Liste einen Oberschiedsrichter zu bezeichnen. Die Schiedsrichter und der Oberschiedsrichter bilden dann zusammen ein Schiedsgericht. Ein nach diesem oder dem vorhergehenden Artikel gebildetes Schiedsgericht hat sein Verfahren selbst festzulegen und seine Entscheidungen mit Stimmenmehrheit zu treffen, wobei jedoch der Rat im Falle einer nach seiner Ansicht übermässigen Verzögerung über Verfahrensfragen bestimmen kann.
Sofern der Rat nicht anders entscheidet, bleibt eine Entscheidung des Rates, ob ein internationales Fluglinienunternehmen seinen Betrieb in Übereinstimmung mit den Bestimmungen dieses Übereinkommens durchführt, in Kraft, wenn sie nicht auf Grund einer Berufung aufgehoben wird. In jeder anderen Angelegenheit werden Entscheidungen des Rates, gegen die Berufung eingelegt wurde, so lange aufgehoben, bis über die Berufung entschieden ist. Die Entscheidungen des Ständigen Internationalen Gerichtshofes und eines Schiedsgerichtes sind endgültig bindend.
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, den Betrieb eines Fluglinienunternehmens eines Vertragsstaates im Luftraum über seinem Hoheitsgebiet nicht zu gestatten, wenn der Rat entschieden hat, dass das betreffende Fluglinienunternehmen eine gemäss dem vorhergehenden Artikel ergangene endgültige Entscheidung missachtet.
Die Versammlung hat das Stimmrecht eines Staates, der nachweislich die Bestimmungen dieses Kapitels nicht befolgt, in der Versammlung und im Rat aufzuheben.
Im Kriegsfall beeinträchtigen die Bestimmungen dieses Übereinkommens nicht die Handlungsfreiheit eines der betroffenen Vertragsstaaten, ob als Kriegführende oder Neutrale. Der gleiche Grundsatz gilt für den Fall, dass ein Vertragsstaat den nationalen Notstand ausruft und diese Tatsache dem Rat bekanntgibt.
Andere als die in den Artikeln 91 und 92 a) vorgesehenen Staaten können, vorbehaltlich der Zustimmung durch eine von den Nationen der Welt zur Erhaltung des Friedens gegründete allgemeine internationale Organisation, mit Vierfünftelmehrheit der Stimmen der Versammlung und unter den von der Versammlung vorgeschriebenen Bedingungen zur Teilnahme an diesem Übereinkommen zugelassen werden, wobei jedoch in jedem Fall die Zustimmung aller Staaten erforderlich ist, die während des gegenwärtigen Krieges von dem um Zulassung ersuchenden Staat überfallen oder angegriffen wurden.
Für die Zwecke dieses Übereinkommens bedeutet der Ausdruck:
Zu Urkund dessen unterschreiben die unterzeichneten, hiezu gehörig befugten Bevollmächtigten dieses Übereinkommen im Namen ihrer Regierungen an den neben ihren Unterschriften stehenden Daten.Geschehen zu Chicago am siebenten Dezember tausendneunhundertvierundvierzig in englischer Sprache. Die Fassungen dieses Übereinkommens in französischer, englischer, spanischer und russischer Sprache sind gleichermassen verbindlich. Diese Fassungen werden in den Archiven der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hinterlegt, und beglaubigte Ausfertigungen sind von dieser Regierung den Regierungen aller Staaten zu übermitteln, die dieses Übereinkommen unterzeichnen oder ihm beitreten werden. Dieses Übereinkommen wird in Washington D.C. zur Unterzeichnung aufgelegt.9(Es folgen die Unterschriften)
1. Nachfolgend aufgeführte Anhänge zum Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt sind in Kraft:
Vierzehnte Auflage, Juli 2018, anwendbar seit 3. November 2022Letzte Änderung: Nr. 179, anwendbar seit 28. November 2024
Zehnte Auflage, Juli 2005Letzte Änderung: Nr. 48, anwendbar seit 28. November 2024
Zwanzigste Auflage, Juli 2018Teil II: Beilage und ZusätzeLetzte Änderung: Nr. 82, anwendbar seit 27. November 2025
Elfte Auflage, Juli 2009Letzte Änderung: Nr. 62, anwendbar seit 28. November 2024
Fünfte Auflage, Juli 2010, anwendbar seit 18. November 2010Letzte Änderung: –
Teil I: Internationaler kommerzieller Lufttransport – FlugzeugElfte Auflage, Juli 2018, anwendbar seit 8. November 2018Letzte Änderung: Nr. 49, anwendbar seit 28. November 2024Teil II: Internationale allgemeine Luftfahrt – FlugzeugElfte Auflage, Juli 2022, anwendbar seit 3. November 2022Letzte Änderung: Nr. 41, anwendbar seit 28. November 2024Teil III: Internationale Flüge von HelikopternElfte Auflage, Juli 2018, anwendbar seit 3. November 2022Letzte Änderung: Nr. 25, anwendbar seit 28. November 2024
Sechste Auflage, Juli 2012Letzte Änderung: Nr. 7, anwendbar seit 2. November 2023 und ab 26. November 2026
Dreizehnte Auflage, Juli 2022, anwendbar seit 3. November 2022Letzte Änderung: –
Sechzehnte Auflage, Juli 2022, anwendbar seit 18. November 2022Letzte Änderung: Nr. 30, anwendbar seit 11. Juli 2025
Volume I: RadionavigationshilfenSiebte Auflage, Juli 2018Letzte Änderung: Nr. 94, anwendbar seit 27. November 2025Volume II: Kommunikationsverfahren, inkl. jener mit Eigenschaften der FlugsicherungsverfahrenSiebte Auflage, Juli 2016Letzte Änderung: Nr. 94, anwendbar seit 27. November 2025Volume III: Kommunikationssysteme (Teil 1 – Kommunikationssysteme digitaler Daten; Teil 2 – Sprachgestützte Kommunikationssysteme)Zweite Auflage, Juli 2007Letzte Änderung: Nr. 93, anwendbar seit 27. November 2025Volume IV: Überwachungs- und AntikollisionssystemeFünfte Auflage, Juli 2014Letzte Änderung: Nr. 91, anwendbar seit 3. November 2022Volume V: Anwendungsspektrum aeronautischer FrequenzenDritte Auflage, Juli 2013, anwendbar seit 14. November 2013Letzte Änderung: Nr. 91, anwendbar seit 27. November 2025
Fünfzehnte Auflage, Juli 2018Letzte Änderung: Nr. 54, anwendbar seit 27. November 2025
Achte Auflage, Juli 2004Letzte Änderung: Nr. 19, anwendbar seit 28. November 2024
Zwölfte Auflage, Juli 2020, anwendbar seit 5. November 2020Letzte Änderung: Nr. 19, anwendbar seit 28. November 2024
Volume I: Konzeption und technischer Betrieb von FlugplätzenNeunte Auflage, Juli 2022, anwendbar seit 3. November 2022Letzte Änderung: Nr. 18, anwendbar seit 27. November 2025Volume II: HelikopterlandeplätzeFünfte Auflage, anwendbar seit 5. November 2020Letzte Änderung: –
Sechszehnte Auflage, Juli 2018Letzte Änderung: Nr. 44, anwendbar seit 27. November 2025
Volume I: FlugzeuglärmAchte Auflage, Juli 2017Letzte Änderung: Nr. 13, anwendbar seit 1. Januar 2021Volume II: Triebwerk-EmissionenVierte Auflage, Juli 2017Letzte Änderung: Nr. 10, anwendbar seit 1. Januar 2021Volume III: CO2-Emissionen der FlugzeugeErste Auflage, Juli 2017Letzte Änderung: Nr. 1, anwendbar seit 1. Januar 2021Volume IV: CORSIAErste Auflage, Oktober 2018, anwendbar seit 1. Januar 2019Letzte Änderung: –
Zwölfte Auflage, Juli 2022, anwendbar seit 18. November 2022Letzte Änderung: –
Vierte Auflage, Juli 2011Letzte Änderung: Nr. 12, anwendbar seit 12. November 2015
Zweite Auflage, Juli 2016, anwendbar seit 7. November 2019Letzte Änderung: –2. Die Anhänge und ihre Änderungen werden nicht in der Amtlichen Sammlung des Bundesrechts veröffentlicht und werden nicht in die Landessprachen übersetzt. Eine Ausnahme bildet das Französische, welches eine offizielle Sprache der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) ist.3. Die Anhänge werden auf der Website des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL)10publiziert. Sie können zudem bei der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) kostenpflichtig bezogen werden.
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) | Inkrafttreten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 4. April | 1947 | 4. Mai | 1947 | |||
| Ägypten | 13. März | 1947 | 12. April | 1947 | |||
| Albanien | 28. März | 1991 B | 27. April | 1991 | |||
| Algerien | 7. Mai | 1963 B | 6. Juni | 1963 | |||
| Andorra | 26. Januar | 2001 B | 25. Februar | 2001 | |||
| Angola | 11. März | 1977 B | 10. April | 1977 | |||
| Antigua und Barbuda | 10. November | 1981 B | 10. Dezember | 1981 | |||
| Äquatorialguinea | 22. Februar | 1972 B | 23. März | 1972 | |||
| Argentinien | 4. Juni | 1946 B | 4. April | 1947 | |||
| Armenien | 18. Juni | 1992 B | 18. Juli | 1992 | |||
| Aserbaidschan | 9. Oktober | 1992 B | 8. November | 1992 | |||
| Äthiopien | 1. März | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Australien | 1. März | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Bahamas | 27. Mai | 1975 B | 26. Juni | 1975 | |||
| Bahrain | 20. August | 1971 B | 19. September | 1971 | |||
| Bangladesch | 22. Dezember | 1972 B | 21. Januar | 1973 | |||
| Barbados | 21. März | 1967 B | 20. April | 1967 | |||
| Belarus | 4. Juni | 1993 B | 4. Juli | 1993 | |||
| Belgien | 5. Mai | 1947 | 4. Juni | 1947 | |||
| Belize | 7. Dezember | 1990 B | 6. Januar | 1991 | |||
| Benin | 29. Mai | 1961 B | 28. Juni | 1961 | |||
| Bhutan | 17. Mai | 1989 B | 16. Juni | 1989 | |||
| Bolivien | 4. April | 1947 | 4. Mai | 1947 | |||
| Bosnien und Herzegowina | 13. Januar | 1993 | 12. Februar | 1993 | |||
| Botsuana | 28. Dezember | 1978 B | 27. Januar | 1979 | |||
| Brasilien | 8. Juli | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Brunei | 4. Dezember | 1984 B | 3. Januar | 1985 | |||
| Bulgarien | 8. Juni | 1967 B | 8. Juli | 1967 | |||
| Burkina Faso | 21. März | 1962 B | 20. April | 1962 | |||
| Burundi | 19. Januar | 1968 B | 18. Februar | 1968 | |||
| Chile | 11. März | 1947 | 10. April | 1947 | |||
| China* | 20. Februar | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Hongkonga* | 3. Juni | 1997 | 1. Juli | 1997 | |||
| Macaub* | 6. Oktober | 1999 | 20. Dezember | 1999 | |||
| Cook-Inseln | 20. August | 1986 B | 19. September | 1986 | |||
| Costa Rica | 1. Mai | 1958 | 31. Mai | 1958 | |||
| Côte d’Ivoire | 31. Oktober | 1960 B | 30. November | 1960 | |||
| Dänemark | 28. Februar | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Deutschland | 9. Mai | 1956 B | 8. Juni | 1956 | |||
| Dominica | 14. März | 2019 B | 13. April | 2019 | |||
| Dominikanische Republik | 25. Januar | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Dschibuti | 30. Juni | 1978 B | 30. Juli | 1978 | |||
| Ecuador | 20. August | 1954 | 19. September | 1954 | |||
| El Salvador | 11. Juni | 1947 | 11. Juli | 1947 | |||
| Eritrea | 17. September | 1993 B | 17. Oktober | 1993 | |||
| Estland | 24. Januar | 1992 B | 23. Februar | 1992 | |||
| Eswatini | 14. Februar | 1973 B | 16. März | 1973 | |||
| Fidschi | 5. März | 1973 B | 4. April | 1973 | |||
| Finnland | 30. März | 1949 B | 29. April | 1949 | |||
| Frankreich | 25. März | 1947 | 24. April | 1947 | |||
| Gabun | 18. Januar | 1962 B | 17. Februar | 1962 | |||
| Gambia | 13. Mai | 1977 B | 12. Juni | 1977 | |||
| Georgien | 21. Januar | 1994 B | 20. Februar | 1994 | |||
| Ghana | 9. Mai | 1957 B | 8. Juni | 1957 | |||
| Grenada | 31. August | 1981 B | 30. September | 1981 | |||
| Griechenland | 13. März | 1947 | 12. April | 1947 | |||
| Guatemala | 28. April | 1947 | 28. Mai | 1947 | |||
| Guinea | 27. März | 1959 B | 26. April | 1959 | |||
| Guinea-Bissau | 15. Dezember | 1977 B | 14. Januar | 1978 | |||
| Guyana | 3. Februar | 1967 B | 5. März | 1967 | |||
| Haiti | 25. März | 1948 | 24. April | 1948 | |||
| Honduras | 7. Mai | 1953 | 6. Juni | 1953 | |||
| Indien | 1. März | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Indonesien | 27. April | 1950 B | 27. Mai | 1950 | |||
| Irak | 2. Juni | 1947 | 2. Juli | 1947 | |||
| Iran | 19. April | 1950 | 19. Mai | 1950 | |||
| Irland | 31. Oktober | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Island | 21. März | 1947 | 20. April | 1947 | |||
| Israel | 24. Mai | 1949 B | 23. Juni | 1949 | |||
| Italien | 31. Oktober | 1947 B | 30. November | 1947 | |||
| Jamaika | 26. März | 1963 B | 25. April | 1963 | |||
| Japan | 8. September | 1953 B | 8. Oktober | 1953 | |||
| Jemen | 17. April | 1964 B | 17. Mai | 1964 | |||
| Jordanien | 18. März | 1947 B | 17. April | 1947 | |||
| Kambodscha | 16. Januar | 1956 B | 15. Februar | 1956 | |||
| Kamerun | 15. Januar | 1960 B | 14. Februar | 1960 | |||
| Kanada | 13. Februar | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Kap Verde | 19. August | 1976 B | 18. September | 1976 | |||
| Kasachstan | 21. August | 1992 B | 20. September | 1992 | |||
| Katar | 5. September | 1971 B | 5. Oktober | 1971 | |||
| Kenia | 1. Mai | 1964 B | 31. Mai | 1964 | |||
| Kirgisistan | 25. Februar | 1993 B | 27. März | 1993 | |||
| Kiribati | 14. April | 1981 B | 14. Mai | 1981 | |||
| Kolumbien | 31. Oktober | 1947 | 30. November | 1947 | |||
| Komoren | 15. Januar | 1985 B | 14. Februar | 1985 | |||
| Kongo (Brazzaville) | 26. April | 1962 B | 26. Mai | 1962 | |||
| Kongo (Kinshasa) | 27. Juli | 1961 B | 26. August | 1961 | |||
| Korea (Nord-) | 16. August | 1977 B | 15. September | 1977 | |||
| Korea (Süd-) | 11. November | 1952 B | 11. Dezember | 1952 | |||
| Kroatien | 9. April | 1992 B | 9. Mai | 1992 | |||
| Kuba | 11. Mai | 1949 | 10. Juni | 1949 | |||
| Kuwait | 18. Mai | 1960 B | 17. Juni | 1960 | |||
| Laos | 13. Juni | 1955 B | 13. Juli | 1955 | |||
| Lesotho | 19. Mai | 1975 B | 18. Juni | 1975 | |||
| Lettland | 13. Juli | 1992 B | 12. August | 1992 | |||
| Libanon | 19. Juni | 1949 | 19. Oktober | 1949 | |||
| Liberia | 11. Februar | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Libyen | 29. Januar | 1953 B | 28. Februar | 1953 | |||
| Litauen | 8. Januar | 1992 B | 7. Februar | 1992 | |||
| Luxemburg | 28. April | 1948 | 28. Mai | 1948 | |||
| Madagaskar | 14. April | 1962 B | 14. Mai | 1962 | |||
| Malawi | 11. September | 1964 B | 11. Oktober | 1964 | |||
| Malaysia | 7. April | 1958 B | 7. Mai | 1958 | |||
| Malediven | 12. März | 1974 B | 11. April | 1974 | |||
| Mali | 8. November | 1960 B | 8. Dezember | 1960 | |||
| Malta | 5. Januar | 1965 B | 4. Februar | 1965 | |||
| Marokko | 13. November | 1956 B | 13. Dezember | 1956 | |||
| Marshallinseln | 18. März | 1988 B | 17. April | 1988 | |||
| Mauretanien | 13. Januar | 1962 B | 12. Februar | 1962 | |||
| Mauritius | 30. Januar | 1970 B | 1. März | 1970 | |||
| Mexiko | 25. Juni | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Mikronesien | 27. September | 1988 B | 27. Oktober | 1988 | |||
| Moldau | 1. Juni | 1992 B | 1. Juli | 1992 | |||
| Monaco | 4. Januar | 1980 B | 3. Februar | 1980 | |||
| Mongolei | 7. September | 1989 B | 7. Oktober | 1989 | |||
| Montenegro | 12. Februar | 2007 B | 14. März | 2007 | |||
| Mosambik | 5. Januar | 1977 B | 4. Februar | 1977 | |||
| Myanmar | 8. Juli | 1948 B | 7. August | 1948 | |||
| Namibia | 30. April | 1991 B | 30. Mai | 1991 | |||
| Nauru | 25. August | 1975 B | 24. September | 1975 | |||
| Nepal | 29. Juni | 1960 B | 29. Juli | 1960 | |||
| Neuseeland | 7. März | 1947 | 6. April | 1947 | |||
| Nicaragua | 28. Dezember | 1945 | 4. April | 1947 | |||
| Niederlande | 26. März | 1947 | 25. April | 1947 | |||
| Aruba | 1. Januar | 1986 | 1. Januar | 1986 | |||
| Curaçao | 1. Oktober | 2010 | 1. Oktober | 2010 | |||
| Karibische Gebiete (Bonaire, Sint Eustatius und Saba) | 1. Oktober | 2010 | 1. Oktober | 2010 | |||
| Sint Maarten | 1. Oktober | 2010 | 1. Oktober | 2010 | |||
| Niger | 29. Mai | 1961 B | 28. Juni | 1961 | |||
| Nigeria | 14. November | 1960 B | 14. Dezember | 1960 | |||
| Nordmazedonien | 10. Dezember | 1992 B | 9. Januar | 1993 | |||
| Norwegen | 5. Mai | 1947 | 4. Juni | 1947 | |||
| Oman | 24. Januar | 1973 B | 23. Februar | 1973 | |||
| Österreich | 26. August | 1948 B | 25. September | 1948 | |||
| Pakistan | 6. November | 1947 B | 6. Dezember | 1947 | |||
| Palau | 4. Oktober | 1995 B | 3. November | 1995 | |||
| Panama* | 18. Januar | 1960 B | 17. Februar | 1960 | |||
| Papua-Neuguinea | 15. Dezember | 1975 B | 14. Januar | 1976 | |||
| Paraguay | 21. Januar | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Peru | 8. April | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Philippinen | 1. März | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Polen | 6. April | 1945 | 4. April | 1947 | |||
| Portugal | 27. Februar | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Ruanda | 3. Februar | 1964 B | 4. März | 1964 | |||
| Rumänien | 30. April | 1965 B | 30. Mai | 1965 | |||
| Russland | 15. Oktober | 1970 B | 14. November | 1970 | |||
| St. Kitts und Nevis | 21. Mai | 2002 B | 20. Juni | 2002 | |||
| St. Lucia | 20. November | 1979 B | 20. Dezember | 1979 | |||
| St. Vincent und die Grenadinen | 15. November | 1983 B | 15. Dezember | 1983 | |||
| Salomoninseln | 11. April | 1985 B | 11. Mai | 1985 | |||
| Sambia | 30. Oktober | 1964 B | 29. November | 1964 | |||
| Samoa | 21. November | 1996 B | 21. Dezember | 1996 | |||
| San Marino | 13. Mai | 1988 B | 12. Juni | 1988 | |||
| São Tomé und Príncipe | 28. Februar | 1977 B | 30. März | 1977 | |||
| Saudi-Arabien | 19. Februar | 1962 B | 21. März | 1962 | |||
| Schweden | 7. November | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Schweiz* | 6. Februar | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Senegal | 11. November | 1960 B | 11. Dezember | 1960 | |||
| Serbien | 14. Dezember | 2000 B | 13. Januar | 2001 | |||
| Seychellen | 25. April | 1977 B | 25. Mai | 1977 | |||
| Sierra Leone | 22. November | 1961 B | 22. Dezember | 1961 | |||
| Simbabwe | 11. Februar | 1981 B | 13. März | 1981 | |||
| Singapur | 20. Mai | 1966 B | 19. Juni | 1966 | |||
| Slowakei | 15. März | 1993 N | 14. April | 1993 | |||
| Slowenien | 9. April | 1992 B | 9. Mai | 1992 | |||
| Somalia | 2. März | 1964 B | 1. April | 1964 | |||
| Spanien | 5. März | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Sri Lanka | 1. Juni | 1948 B | 1. Juli | 1948 | |||
| Südafrika | 1. März | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Sudan | 29. Juni | 1956 B | 29. Juli | 1956 | |||
| Südsudan | 11. Oktober | 2011 B | 10. November | 2011 | |||
| Suriname | 5. März | 1976 B | 4. April | 1976 | |||
| Syrien | 21. Dezember | 1949 | 20. Januar | 1950 | |||
| Tadschikistan | 3. September | 1993 B | 3. Oktober | 1993 | |||
| Tansania | 23. April | 1962 B | 23. Mai | 1962 | |||
| Thailand | 4. April | 1947 | 4. Mai | 1947 | |||
| Timor-Leste | 4. August | 2005 B | 3. September | 2005 | |||
| Togo | 18. Mai | 1965 B | 17. Juni | 1965 | |||
| Tonga | 2. November | 1984 B | 2. Dezember | 1984 | |||
| Trinidad und Tobago | 14. März | 1963 B | 13. April | 1963 | |||
| Tschad | 3. Juli | 1962 B | 2. August | 1962 | |||
| Tschechische Republik | 4. März | 1993 N | 3. April | 1993 | |||
| Tunesien | 18. November | 1957 B | 18. Dezember | 1957 | |||
| Türkei | 20. Dezember | 1945 | 4. April | 1947 | |||
| Turkmenistan | 15. März | 1993 B | 14. April | 1993 | |||
| Tuvalu | 19. Oktober | 2017 B | 18. November | 2017 | |||
| Uganda | 10. April | 1967 B | 10. Mai | 1967 | |||
| Ukraine | 10. August | 1992 B | 9. September | 1992 | |||
| Ungarn | 30. September | 1969 B | 30. Oktober | 1969 | |||
| Uruguay | 14. Januar | 1954 | 13. Februar | 1954 | |||
| Usbekistan | 13. Oktober | 1992 B | 12. November | 1992 | |||
| Vanuatu | 17. August | 1983 B | 16. September | 1983 | |||
| Venezuela | 1. April | 1947 B | 1. Mai | 1947 | |||
| Vereinigte Arabische Emirate | 25. April | 1972 B | 25. Mai | 1972 | |||
| Vereinigte Staaten | 9. August | 1946 | 4. April | 1947 | |||
| Vereinigtes Königreich* | 1. März | 1947 | 4. April | 1947 | |||
| Vietnam | 13. März | 1980 B | 12. April | 1980 | |||
| Zentralafrikanische Republik | 28. Juni | 1961 B | 28. Juli | 1961 | |||
| Zypern | 17. Januar | 1961 B | 16. Februar | 1961 | |||
| * Vorbehalte und Erklärungen. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinigten Staaten:www.state.gov/convention-on-international-civil-aviation-chicago eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. a Vom 4. April 1947 bis zum 30. Juni 1997 war das Übereink. auf Grund der Zugehörigkeit zum Hoheitsgebiet des Vereinigten Königreichs in Hongkong anwendbar. Seit dem 1. Juli 1997 bildet Hongkong eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 3. Juni 1997 ist das Übereink. seit dem 1. Juli 1997 auch in der SAR Hongkong anwendbar. b 1. März 1947: Inkrafttreten. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 8. Dez. 1999 ist das Übereink. seit dem 20. Dez. 1999 auch in der SAR Macau anwendbar. | |||||||
| Schweiz Bei der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am 6. Februar 1947 gab die Schweiz die folgende Erklärung ab:Meine Regierung hat mich beauftragt, Ihnen bekanntzugeben dass die schweizerischen Behörden mit den Behörden des Fürstentums Liechtenstein vereinbart haben, dass das Abkommen ebenfalls auf das Fürstentum Liechtenstein Anwendung findet, solange der Vertrag vom 29. März 192311über den Anschluss des Fürstentums Liechtenstein an das schweizerische Zollgebiet in Kraft steht. |
SR 0.120 ↩
SR 0.232.01 ,SR 0.232.02 ↩
Bereinigt durch das Prot. vom 14. Juni 1954, genehmigt durch die BVers am 12. März 1956 (AS 1957 202; BBl 1955 II 495) und vom 15. Sept. 1962, genehmigt durch die BVers am 19. Juli 1963, für die Schweiz in Kraft seit 11. Sept. 1975 (AS 1976 496; BBl 1963 II 192). ↩
Fassung gemäss Prot. vom 14. Juni 1954, genehmigt durch die BVers am 12. März 1956, für die Schweiz in Kraft seit 12. Dez. 1956 (AS 1957 202; BBl 1955 II 495). ↩
Fassung des zweiten Satzes gemäss Prot. vom 26. Okt. 1990, für die Schweiz in Kraft seit 28. Nov. 2002 (AS 2004 3999). ↩
SR 0.748.111.2 ↩
Heute: Internationaler Gerichtshof (Art. 37 des Statuts des Internationalen Gerichtshofs –SR 0.193.501 ). ↩
Heute: Internationaler Gerichtshof (Art. 37 des Statuts des Internationalen Gerichtshofs –SR 0.193.501 ). ↩
Fassung gemäss Prot. vom 30. Sept. 1977, von der BVers genehmigt am 12. Dez. 1979, für die Schweiz in Kraft seit 17. Aug. 1999 (AS 2004 3999,3993;BBl 1979 II 1). ↩
www.bazl.admin.ch> Themen > Rechtliche Grundlagen > Internationale Zivilluftfahrt Organisation > Anhänge zur Konvention der ICAO. ↩
SR 0.631.112.514 ↩
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