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0.193.501 ΓÇó Statut des Internationalen Gerichtshofs vom 26. Juni 1945
0.193.501Multilateral International Treaty28.07.1948
Von der Bundesversammlung genehmigt am 12. März 19481
Schweizerische Beitrittsurkunde hinterlegt am 28. Juli 1948
In Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 1948
(Stand am 15. September 2023)
Der durch die Satzung der Vereinten Nationen2als richterliches Hauptorgan der Organisation geschaffene Internationale Gerichtshof soll nach den Bestimmungen des vorliegenden Statuts errichtet werden und seine Tätigkeit ausüben.
Der Gerichtshof setzt sich zusammen aus unabhängigen Richtern, die ohne Rücksicht auf ihre Staatsangehörigkeit aus den die höchste sittliche Achtung geniessenden Personen gewählt werden, welche die nötigen Voraussetzungen zur Ausübung der höchsten richterlichen Ämter in ihrem Lande erfüllen oder Rechtsgelehrte von anerkannter Bedeutung auf dem Gebiete des internationalen Rechts sind.
Es wird jeder nationalen Gruppe empfohlen, vor Bezeichnung ihrer Kandidaten den obersten Gerichtshof des Landes sowie die juristischen Fakultäten und Schulen und die sich mit dem Rechtsstudium befassenden nationalen Akademien und Sektionen internationaler Akademien zu Rate zu ziehen.
Die Generalversammlung und der Sicherheitsrat schreiten getrennt zur Wahl der Mitglieder des Gerichtshofs.
Bei jeder Wahl werden die Wähler darauf achten, dass die Mitglieder des Gerichtshofs die gestellten Bedingungen erfüllen und in ihrer Gesamtheit die Vertretung der hauptsächlichsten Formen der Zivilisation und der hauptsächlichsten Rechtssysteme der Welt sicherstellen.
Bleiben nach der ersten Wahlversammlung noch Sitze frei, so wird auf die gleiche Art und Weise zu einer zweiten und, wenn nötig, zu einer dritten geschritten.
Die Wiederbesetzung erledigter Sitze findet unter Vorbehalt folgender Bestimmung nach dem für die erste Wahl befolgten Verfahren statt: Im Laufe des auf die Erledigung folgenden Monats hat der Generalsekretär die im Artikel 5 vorgeschriebene Einladung zu erlassen, und der Zeitpunkt der Wahl wird vom Sicherheitsrat festgesetzt.
Das an Stelle eines Mitgliedes, dessen Mandat noch nicht abgelaufen ist, gewählte Mitglied des Gerichtshofs beendigt die Amtsperiode seines Vorgängers.
Die Mitglieder des Gerichtshofs geniessen bei der Ausübung ihres Amts die diplomatischen Vorrechte und Immunitäten.
Vor Antritt seines Amts muss jedes Mitglied des Gerichtshofs in öffentlicher Sitzung die feierliche Erklärung abgeben, dass es seine Befugnisse unparteiisch und gewissenhaft ausüben werde.
Jedes von einer der in den Artikeln 26 und 29 vorgesehenen Kammern ausgesprochene Urteil gilt als Urteil des Gerichtshofs.
Die in den Artikeln 26 und 29 vorgesehenen Kammern können, mit Zustimmung der Parteien, anderswo als im Haag tagen und ihre Tätigkeit ausüben.
Zum Zwecke der raschen Erledigung der Angelegenheiten bestellt der Gerichtshof jährlich eine Kammer von fünf Richtern, die berufen sind, auf Ansuchen der Parteien in abgekürzten Verfahren zu entscheiden. Überdies werden zwei Richter bezeichnet, die einen an der Teilnahme an einer Sitzung verhinderten Richter zu ersetzen hätten.
Die Kosten des Gerichtshofs werden von den Vereinten Nationen in einer durch die Generalversammlung zu bestimmenden Weise getragen.
Ist in einem bestehenden Vertrag oder in einer bestehenden Übereinkunft die Überweisung an ein vom Völkerbund zu errichtendes Gericht oder an den Ständigen Internationalen Gerichtshof vorgesehen, so bildet zwischen den Teilnehmern am vorliegenden Statut der Internationale Gerichtshof dieses Gericht.
Die Verhandlungen werden vom Präsidenten und, wenn dieser dazu nicht in der Lage ist, durch den Vizepräsidenten geleitet; im Falle der Verhinderung Beider übernimmt der älteste anwesende Richter den Vorsitz.
Die Sitzung ist öffentlich, wenn nicht der Gerichtshof anders beschliesst oder beide Parteien verlangen, dass das Publikum nicht zugelassen werden soll.
Der Gerichtshof erlässt Verfügungen betreffend die Leitung des Prozesses und die Festsetzung der Formen und der Fristen, innerhalb welcher jede Partei ihre Schlussanträge zu stellen hat; er trifft alle auf die Beweisaufnahme bezüglichen Massnahmen.
Der Gerichtshof kann, sogar vor jeder Verhandlung, von den Agenten die Vorlegung jeder Art von Dokumenten und irgendwelche Auskunft verlangen. Im Falle der Verweigerung wird davon Vormerk genommen.
Der Gerichtshof kann jederzeit irgendeine Person, eine Körperschaft, ein Büro, eine Kommission oder ein anderes Organ, deren Wahl ihm freisteht, mit der Vornahme einer Untersuchung oder einer Expertise beauftragen.
Während der Verhandlungen werden den Zeugen und den Sachverständigen alle angebracht scheinenden Fragen unter den Bedingungen vorgelegt, die der Gerichtshof in dem in Artikel 30 vorgesehenen Reglement festsetzt.
Nachdem der Gerichtshof innerhalb der von ihm festgesetzten Fristen die Beweismittel und Zeugenaussagen erhalten hat, kann er alle neuen Aussagen oder Urkunden zurückweisen, die ihm eine der Parteien ohne die Zustimmung der andern vorlegen möchte.
Ist der Entscheid in seiner Gesamtheit oder zum Teil nicht der Ausdruck der einstimmigen Meinung der Richter, so ist jeder Richter berechtigt, dem Entscheid die Darlegung seiner persönlichen Meinung beizufügen.
Der Entscheid wird vom Präsidenten und vom Gerichtsschreiber unterzeichnet. Er wird, nach in gehöriger Form erfolgter Anzeige an die Agenten, in öffentlicher Sitzung eröffnet.
Der Entscheid des Gerichtshofs ist nur für die streitenden Parteien verbindlich, und zwar nur für den Fall, über den entschieden worden ist.
Der Entscheid ist endgültig; Berufung ist ausgeschlossen. Bei Meinungsverschiedenheiten über den Sinn oder die Tragweite des Entscheides steht dem Gerichtshof auf Ansuchen irgendeiner Partei das Recht zu, ihn auszulegen.
Wenn der Gerichtshof nicht anders beschliesst, trägt jede Partei ihre Prozesskosten.
Der Gerichtshof gibt seine Gutachten in öffentlicher Sitzung ab, nachdem der Generalsekretär und die Vertreter der Mitglieder der Vereinten Nationen sowie der andern Staaten und internationalen Organisationen, die es unmittelbar angeht, vorher benachrichtigt worden sind.
In der Ausübung seiner gutachtlichen Tätigkeit wird sich der Gerichtshof ausserdem an die Bestimmungen des vorliegenden Statuts halten, die auf das Streitverfahren Anwendung finden, soweit er sie für anwendbar erachtet.
Änderungen des vorliegenden Statuts erfolgen nach dem gleichen Verfahren, das für die Änderungen der Satzung der Vereinten Nationen7vorgesehen ist, jedoch unter Vorbehalt der Bestimmungen, die die Generalversammlung auf Empfehlung des Sicherheitsrates annehmen könnte, um die Beteiligung derjenigen Staaten an diesem Verfahren zu regeln, die Teilnehmer am vorliegenden Statut, aber nicht Mitglieder der Vereinten Nationen sind.
Der Gerichtshof kann die Änderungen des vorliegenden Statuts, die er als notwendig erachtet, auf dem Wege einer schriftlichen Mitteilung an den Generalsekretär vorschlagen, damit sie nach den Bestimmungen von Artikel 69 geprüft werden.
| Teilnehmerstaaten | Teilnahme seit | Datum der Hinterlegung der letzten Erklärung über die Anerkennung der obligatorischen Gerichtsbarkeit ge mäss Artikel 36 des Statuts | ||
|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 19. November | 1946 | ||
| Ägypten | 24. Oktober | 1945 | 22. Juli | 1957 |
| Albanien | 14. Dezember | 1955 | ||
| Algerien | 8. Oktober | 1962 | ||
| Andorra | 28. Juli | 1993 | ||
| Angola | 1. Dezember | 1976 | ||
| Antigua und Barbuda | 11. November | 1981 | ||
| Äquatorialguinea* | 12. November | 1968 | 21. August | 2017 |
| Argentinien | 24. Oktober | 1945 | ||
| Armenien | 2. März | 1992 | ||
| Aserbaidschan | 2. März | 1992 | ||
| Äthiopien | 13. November | 1945 | ||
| Australien* | 1. November | 1945 | 22. März | 2002 |
| Bahamas | 18. September | 1973 | ||
| Bahrain | 21. September | 1971 | ||
| Bangladesch | 17. September | 1974 | ||
| Barbados* | 9. Dezember | 1966 | 1. August | 1980 |
| Belarus | 24. Oktober | 1945 | ||
| Belgien* | 27. Dezember | 1945 | 17. Juni | 1958 |
| Belize | 25. September | 1981 | ||
| Benin | 20. September | 1960 | ||
| Bhutan | 21. September | 1971 | ||
| Boliviena | 14. November | 1945 | ||
| Bosnien und Herzegowinab | 22. Mai | 1992 | ||
| Botsuana* | 17. Oktober | 1966 | 16. März | 1970 |
| Brasiliena | 24. Oktober | 1945 | ||
| Brunei | 21. September | 1984 | ||
| Bulgarien* | 14. Dezember | 1955 | 2. Dezember | 2015 |
| Burkina Faso | 20. September | 1960 | ||
| Burundi | 18. September | 1962 | ||
| Chile | 24. Oktober | 1945 | ||
| China | 25. Oktober | 1971 | ||
| Hongkongc | 1. Juli | 1997 | ||
| Macaud | 20. Dezember | 1999 | ||
| Costa Rica* ** | 2. November | 1945 | 20. Februar | 1973 |
| Côte d’Ivoire | 20. September | 1960 | 29. August | 2001 |
| Dänemark | 24. Oktober | 1945 | 10. Dezember | 1956 |
| Deutschland* | 18. September | 1973 | 1. Mai | 2008 |
| Dominica* | 18. Dezember | 1978 | 24. März | 2006 |
| Dominikanische Republik* | 24. Oktober | 1945 | 30. September | 1924 |
| Dschibuti* | 20. September | 1977 | 2. September | 2005 |
| Ecuador | 21. Dezember | 1945 | ||
| El Salvador* | 24. Oktober | 1945 | 27. November | 1978 |
| Eritrea | 28. Mai | 1993 | ||
| Estland* | 13. September | 1991 | 21. Oktober | 1991 |
| Eswatini* | 24. September | 1968 | 26. Mai | 1969 |
| Fidschi | 13. Oktober | 1970 | ||
| Finnland | 14. Dezember | 1955 | 25. Juni | 1958 |
| Frankreiche | 24. Oktober | 1945 | ||
| Gabun | 20. September | 1960 | ||
| Gambia* | 21. September | 1965 | 22. Juni | 1966 |
| Georgien* | 31. Juli | 1992 | 20. Juni | 1995 |
| Ghana | 8. März | 1957 | ||
| Grenada | 17. September | 1974 | ||
| Griechenland* | 25. Oktober | 1945 | 14. Januar | 2015 |
| Guatemalaa | 21. November | 1945 | ||
| Guinea | 12. Dezember | 1958 | 4. Dezember | 1998 |
| Guinea-Bissau | 17. September | 1974 | 7. August | 1989 |
| Guyana | 20. September | 1966 | ||
| Haiti* | 24. Oktober | 1945 | 4. Oktober | 1921 |
| Honduras* | 17. Dezember | 1945 | 6. Juni | 1986 |
| Indien* | 30. Oktober | 1945 | 27. September | 2019 |
| Indonesien | 28. September | 1950 | ||
| Irak | 21. Dezember | 1945 | ||
| Iran* | 24. Oktober | 1945 | 26. Juni | 2023 |
| Irland* | 14. Dezember | 1955 | 15. Dezember | 2011 |
| Island | 19. November | 1946 | ||
| Israelf | 11. Mai | 1949 | ||
| Italien* | 14. Dezember | 1955 | 25. November | 2014 |
| Jamaika | 18. September | 1962 | ||
| Japan* | 18. Dezember | 1956 | 6. Oktober | 2015 |
| Jemeng | 30. September | 1947 | ||
| Jordanien | 14. Dezember | 1955 | ||
| Kambodscha* | 14. Dezember | 1955 | 19. September | 1957 |
| Kamerun* | 20. September | 1960 | 3. März | 1994 |
| Kanadah | 9. November | 1945 | ||
| Kap Verde | 16. September | 1975 | ||
| Kasachstan | 2. März | 1992 | ||
| Katar | 21. September | 1971 | ||
| Keniai | 16. Dezember | 1963 | ||
| Kirgisistan | 2. März | 1992 | ||
| Kolumbienj | 5. November | 1945 | ||
| Komoren | 12. November | 1975 | ||
| Kongo (Brazzaville) | 20. September | 1960 | ||
| Kongo (Kinshasa) | 20. September | 1960 | 8. Februar | 1989 |
| Korea (Nord-) | 13. September | 1991 | ||
| Korea (Süd-) | 13. September | 1991 | ||
| Kroatienb | 22. Mai | 1992 | ||
| Kuba | 24. Oktober | 1945 | ||
| Kuwait | 14. Mai | 1963 | ||
| Laos | 14. Dezember | 1955 | ||
| Lesotho* | 17. Oktober | 1966 | 6. September | 2000 |
| Lettland* | 13. September | 1991 | 24. September | 2019 |
| Libanon | 24. Oktober | 1945 | ||
| Liberia* | 2. November | 1945 | 20. März | 1952 |
| Libyen | 14. Dezember | 1955 | ||
| Liechtenstein* | 29. März | 1950 | 29. März | 1950 |
| Litauen* | 13. September | 1991 | 26. September | 2012 |
| Luxemburg* | 24. Oktober | 1945 | 15. September | 1930 |
| Madagaskar* | 20. September | 1960 | 2. Juli | 1992 |
| Malawi* | 1. Dezember | 1964 | 12. Dezember | 1966 |
| Malaysia | 17. September | 1957 | ||
| Malediven | 21. September | 1965 | ||
| Mali | 28. September | 1960 | ||
| Malta* | 1. Dezember | 1964 | 1. September | 1983 |
| Marokko | 12. November | 1956 | ||
| Marshallinseln* | 13. September | 1991 | 24. April | 2013 |
| Mauretanien | 27. Oktober | 1961 | ||
| Mauritius* | 24. April | 1968 | 23. September | 1968 |
| Mexiko* | 7. November | 1945 | 28. Oktober | 1947 |
| Mikronesien | 13. September | 1991 | ||
| Moldau | 2. März | 1992 | ||
| Monaco | 28. Mai | 1993 | ||
| Mongolei | 27. Oktober | 1961 | ||
| Montenegro*k | 28. Juni | 2006 | 25. April | 1999 |
| Mosambik | 16. September | 1975 | ||
| Myanmar | 19. April | 1948 | ||
| Namibia | 23. April | 1990 | ||
| Nauru* | 29. Januar | 1988 | 29. Januar | 1993 |
| Nepal | 14. Dezember | 1955 | ||
| Neuseeland* | 24. Oktober | 1945 | 22. September | 1977 |
| Nicaragua* | 24. Oktober | 1945 | 24. April | 1929 |
| Niederlande* | 10. Dezember | 1945 | 27. Februar | 2017 |
| Niger | 20. September | 1960 | ||
| Nigeria* | 7. Oktober | 1960 | 30. April | 1998 |
| Nordmazedonienb | 8. April | 1993 | ||
| Norwegen* | 27. November | 1945 | 24. Juni | 1996 |
| Oman | 7. Oktober | 1971 | ||
| Österreich* | 14. Dezember | 1955 | 19. Mai | 1971 |
| Pakistan* | 30. September | 1947 | 29. März | 2017 |
| Palau | 15. Dezember | 1994 | ||
| Panama* | 13. November | 1945 | 25. Oktober | 1921 |
| Papua-Neuguinea | 10. Oktober | 1975 | ||
| Paraguay* | 24. Oktober | 1945 | 25. September | 1996 |
| Peru* | 31. Oktober | 1945 | 7. Juli | 2003 |
| Philippinen* | 24. Oktober | 1945 | 18. Januar | 1972 |
| Polen* | 24. Oktober | 1945 | 25. März | 1996 |
| Portugal* | 14. Dezember | 1955 | 25. Februar | 2005 |
| Ruanda | 18. September | 1962 | ||
| Rumänien* | 14. Dezember | 1955 | 23. Juni | 2015 |
| Russland | 24. Oktober | 1945 | ||
| Salomoninseln | 19. September | 1978 | ||
| Sambia | 1. Dezember | 1964 | ||
| Samoa | 15. Dezember | 1976 | ||
| San Marino | 2. März | 1992 | ||
| São Tomé und Príncipe | 16. September | 1975 | ||
| Saudi-Arabien | 24. Oktober | 1945 | ||
| Schweden* | 19. November | 1946 | 6. April | 1957 |
| Schweiz* | 28. Juli | 1948 | 28. Juli | 1948 |
| Senegal* | 28. September | 1960 | 22. Oktober | 1985 |
| Serbien*k | 1. November | 2000 | 25. April | 1999 |
| Seychellen | 21. September | 1976 | ||
| Sierra Leone | 27. September | 1961 | ||
| Simbabwe | 25. August | 1980 | ||
| Singapur | 21. September | 1965 | ||
| Slowakei* | 19. Januar | 1993 | 28. Mai | 2004 |
| Slowenienb | 22. Mai | 1992 | ||
| Somalia* | 20. September | 1960 | 11. April | 1963 |
| Spanien* | 14. Dezember | 1955 | 29. Oktober | 1990 |
| Sri Lanka | 14. Dezember | 1955 | ||
| St. Kitts und Nevis | 23. September | 1983 | ||
| St. Lucia | 18. September | 1979 | ||
| St. Vincent und die Grenadinen | 16. September | 1980 | ||
| Südafrikal | 7. November | 1945 | ||
| Sudan* | 12. November | 1956 | 2. Januar | 1958 |
| Suriname* | 4. Dezember | 1975 | 31. August | 1987 |
| Syrien | 24. Oktober | 1945 | ||
| Tadschikistan | 2. März | 1992 | ||
| Tansania | 26. April | 1964 | ||
| Thailanda | 16. Dezember | 1946 | ||
| Timor-Leste* | 27. September | 2002 | 4. Oktober | 2012 |
| Togo* | 20. September | 1960 | 24. Oktober | 1979 |
| Trinidad und Tobago | 18. September | 1962 | ||
| Tschad | 20. September | 1960 | ||
| Tschechische Republik | 19. Januar | 1993 | ||
| Tunesien | 12. November | 1956 | ||
| Turkmenistan | 2. März | 1992 | ||
| Türkeim | 24. Oktober | 1945 | ||
| Uganda* | 25. Oktober | 1962 | 3. Oktober | 1963 |
| Ukraine | 24. Oktober | 1945 | ||
| Ungarn* | 14. Dezember | 1955 | 22. Oktober | 1992 |
| Uruguay* | 18. Dezember | 1945 | 19. Januar | 1921 |
| Usbekistan | 2. März | 1992 | ||
| Vanuatu | 15. September | 1981 | ||
| Venezuela | 15. November | 1945 | ||
| Vereinigte Arabische Emirate | 9. Dezember | 1971 | ||
| Vereinigte Staatenn | 24. Oktober | 1945 | ||
| Vereinigtes Königreich* | 24. Oktober | 1945 | 22. Februar | 2017 |
| Vietnam | 20. September | 1977 | ||
| Zentralafrikanische Republik | 20. September | 1960 | ||
| Zypern* | 20. September | 1960 | 3. September | 2002 |
| * Vorbehalte, Erklärungen und Erklärungen nach Art. 36 des Statuts. ** Einwendungen. Die Vorbehalte, Erklärungen und Einwendungen sowie die Erklärungen nach Artikel 36 des Statuts werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme der Erklärungen der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinten Nationen:http://treaties.un.org/> Enregistrement et Publication > Recueil des Traités des Nations Unies eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. | ||||
| a Die von Bolivien, Brasilien, Guatemala (in der AS nicht veröffentlicht) und Thailand (AS 1959 296) befristet abgegebenen Erklärungen sind infolge Zeitablaufs gegenstandslos geworden. b Am 28. Mai 1999 haben die Regierungen von Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Slowenien undNordmazedonien eine Mitteilung betreffend die Erklärung der Bundesrepublik Jugoslawien (heute: Serbien) betreffend Art. 36 Abs. 2 vom 25. April 1999 gemacht. c Vom 20. Juni 1997 bis zum 30. Juni 1997 war das Statut auf Grund einer Ausdehnungserklärung des Vereinigten Königreichs in Hongkong anwendbar. Seit dem 1. Juli 1997 bildet Hongkong eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 20. Juni 1997 ist das Statut seit dem 1. Juli 1997 auch in der SAR Hongkong anwendbar. d Vom 13. Dezember 1999 bis zum 19. Dezember 1999 war das Statut auf Grund einer Ausdehnungserklärung Portugals in Macau anwendbar. Seit dem 20. Dezember 1999 bildet Macau eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 13. Dezember 1999 ist das Statut seit dem 20. Dezember 1999 auch in der SAR Macau anwendbar. e Die französische Regierung hat am 10. Januar 1974 dem Generalsekretär der Vereinten Nationen die Aufhebung ihrer Erklärung vom 20. Mai 1966 (AS 1970 1340) notifiziert. Diese Aufhebung ist am 10. Januar 1974 in Kraft getreten. f Die Erklärung von Israel vom 17. Oktober 1956 (AS 1959 281, 1984 977) wurde am 19. November 1985 mit Wirkung vom gleichen Tag zurückgezogen. g 22. Mai 1990: Vereinigung der Jemenitischen Arabischen Republik und der Demokratischen Volksrepublik Jemen zur Republik Jemen. h Die Erklärung Kanadas vom 10. Mai 1994 (AS 2005 993) wurde am 28. August 2023 aufgehoben. Die Aufhebung ist am 28. August 2023 wirksam geworden. i Die Erklärung von Kenia vom 12. April 1965 (AS 1965 148) wurde am 24. September 2021 zurückgezogen. Der Rückzug ist am 24. September 2021 wirksam geworden. j Die kolumbianische Regierung hat am 5. Dezember 2001 dem Generalsekretär der Vereinten Nationen die Aufhebung ihrer Erklärung vom 30. Oktober 1937 (AS 1970 1340) notifiziert. Diese Aufhebung ist am 5. Dezember 2001 in Kraft getreten. k Die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien war bis zu ihrer Aufteilung eines der ursprünglichen Mitglieder der Vereinten Nationen nach Artikel 3 der Charta (RS 0.120 Ratifikation: 19.10.1945/Inkrafttreten: 24.10.1945) und dieses Statuts (Teilnahme seit 24.10.1945). Am 4. Febr. 2003 wird die Bundesrepublik Jugoslawien zu Serbien und Montenegro. l Die Erklärung der Südafrikanischen Union vom 12. September 1955 (AS 1959 295) wurde am 12. April 1967 mit Wirkung vom gleichen Tag zurückgezogen. m Die von der Türkei (AS 1959 , 992, 1970 1339) befristet abgegebenen Erklärungen sind infolge Zeitablaufs gegenstandslos geworden. n Die Erklärung der Vereinigten Staaten von Amerika vom 26. Aug. 1946 (AS 1959 298, 1984 977) wurde am 7. Oktober 1985 mit Wirkung ab 7. April 1986 zurückgezogen. |
Schweiz
Der Schweizerische Bundesrat, zu diesem Zwecke durch einen am 12. März 19488von der Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft gefassten Bundesbeschluss, der am 17. Juni 1948 in Kraft getreten ist, gehörig ermächtigt,
erklärt hiermit, dass die Schweizerische Eidgenossenschaft von Rechts wegen und ohne besonderes Abkommen gegenüber jedem in gleicher Weise sich verpflichtenden Staat die Gerichtsbarkeit des Internationalen Gerichtshofes in allen nachfolgenden Arten von Streitigkeiten rechtlicher Natur als obligatorisch anerkennt:
Diese Erklärung, die auf Artikel 36 des Statuts des Internationalen Gerichtshofes beruht, ist vom Tage an gültig, an dem die Schweizerische Eidgenossenschaft Teilnehmerin dieses Statutes wird, und bleibt so lange in Kraft, als sie nicht durch eine ein Jahr im voraus erfolgte Kündigung aufgehoben wird.