Verfassung der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO)
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16.11.1945
(Übersetzung)
Die Verfassung der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO).
StF: BGBl. Nr. 49/1949
Englisch, Französisch
*Afghanistan 49/1949 *Ägypten 49/1949, 256/1958 *Albanien 26/1959 *Algerien 48/1987 *Andorra III 125/2001 *Angola 48/1987 *Antigua/Barbuda 48/1987 *Äquatorialguinea 48/1987 *Argentinien 49/1949 *Armenien III 125/2001 *Aserbaidschan III 125/2001 *Äthiopien 196/1955 *Australien 49/1949 *Bahamas 48/1987 *Bahrain 48/1987 *Bangladesch 48/1987 *Barbados 48/1987 *Belarus 186/1954 *Belgien 49/1949 *Belize 48/1987 *Benin 60/1961, 82/1961, 48/1987 *Bhutan 48/1987 *Bolivien 49/1949 *Bosnien-Herzegowina III 125/2001 *Botsuana 48/1987 *Brasilien 49/1949 *Brunei III 150/2008 *Bulgarien 230/1956 *Burkina Faso 82/1961, 48/1987 *Burundi 48/1987 *Cabo Verde 48/1987 *Chile 186/1954 *China 49/1949 *Costa Rica 47/1951 *Côte d’Ivoire 60/1961, 82/1961, 48/1987 *Dänemark 49/1949 *Deutschland/BRD 41/1952 *Deutschland/DDR 48/1987 *Dominica 48/1987 *Dominikanische R 49/1949 *Dschibuti III 125/2001 *Ecuador 49/1949 *El Salvador 49/1949 *Eritrea III 125/2001 *Estland III 125/2001 *Eswatini 48/1987 *Fidschi 48/1987 *Finnland 196/1957 *Frankreich 49/1949 *Gabun 82/1961, 48/1987 *Gambia 48/1987 *Georgien III 125/2001 *Ghana 26/1959 *Grenada 48/1987 *Griechenland 49/1949 *Guatemala 47/1951 *Guinea 60/1961, 82/1961, 48/1987 *Guinea-Bissau 48/1987 *Guyana 48/1987 *Haiti 49/1949 *Honduras 49/1949 *Indien 49/1949 *Indonesien 47/1951 *Irak 47/1951 *Iran 49/1949 *Irland 159/1962, 48/1987 *Island 48/1987 *Israel 47/1951 *Italien 49/1949 *Jamaika 48/1987 *Japan 41/1952 *Jemen/AR 48/1987 *Jemen/DVR 48/1987 *Jordanien 47/1951 *Jugoslawien 47/1951 *Jugoslawien/BR III 125/2001 *Kambodscha 41/1952 *Kamerun 82/1961, 48/1987 *Kanada 49/1949 *Kasachstan III 125/2001 *Katar 48/1987 *Kenia 48/1987 *Kirgisistan III 125/2001 *Kiribati III 125/2001 *Kolumbien 49/1949 *Komoren 48/1987 *Kongo 60/1961, 82/1961, 48/1987 *Kongo/DR 82/1961, 48/1987 *Korea/DVR 48/1987 *Korea/R 47/1951 *Kroatien III 125/2001 *Kuba 49/1949 *Kuwait 82/1961, 48/1987 *Laos 41/1952 *Lesotho 48/1987 *Lettland III 125/2001 *Libanon 49/1949 *Liberia 49/1949 *Libyen 186/1954 *Litauen III 125/2001 *Luxemburg 49/1949 *Madagaskar 82/1961, 48/1987 *Malawi 48/1987 *Malaysia 256/1958, 60/1961 *Malediven 48/1987 *Mali 82/1961, 48/1987 *Malta 48/1987 *Marokko 196/1957 *Marshallinseln III 150/2008 *Mauretanien 159/1962, 48/1987 *Mauritius 48/1987 *Mexiko 49/1949 *Mikronesien III 125/2001 *Moldau III 125/2001 *Monaco 47/1951 *Mongolei 48/1987 *Montenegro III 150/2008 *Mosambik 48/1987 *Myanmar 47/1951 *Namibia 48/1987 *Nauru III 150/2008 *Nepal 186/1954 *Neuseeland 49/1949, III 125/2001 *Nicaragua 186/1954 *Niederlande 49/1949 *Niger 82/1961, 48/1987 *Nigeria 82/1961, 48/1987 *Nordmazedonien III 125/2001 *Norwegen 49/1949 *Oman 48/1987 *Pakistan 47/1951 *Palau III 125/2001 *Panama 47/1951 *Papua-Neuguinea 48/1987 *Paraguay 196/1955 *Peru 49/1949 *Philippinen 49/1949 *Polen 49/1949 *Portugal 48/1987 *Ruanda 48/1987 *Rumänien 230/1956 *Salomonen III 125/2001 *Sambia 48/1987 *Samoa 48/1987 *San Marino 48/1987 *São Tomé/Príncipe 48/1987 *Saudi-Arabien 49/1949 *Schweden 47/1951 *Schweiz 47/1951 *Senegal 82/1961, 48/1987 *Seychellen 48/1987 *Sierra Leone 159/1962, 48/1987 *Simbabwe 48/1987 *Singapur 48/1987 K, III 150/2008 *Slowakei III 125/2001 *Slowenien III 125/2001 *Somalia 82/1961, 48/1987 *Spanien 186/1954 *Sri Lanka 47/1951 *St. Christopher/Nevis 48/1987 *St. Lucia 48/1987 *St. Vincent/Grenadinen 48/1987 *Südafrika 49/1949, 156/1959 K, III 125/2001 *Sudan 196/1957 *Suriname 48/1987 *Syrien 49/1949 *Tadschikistan III 125/2001 *Tansania 159/1962, 48/1987 *Thailand 47/1951 *Timor-Leste III 150/2008 *Togo 82/1961, 48/1987 *Tonga 48/1987 *Trinidad/Tobago 48/1987 *Tschad 82/1961, 48/1987 *Tschechische R III 125/2001 *Tschechoslowakei 49/1949 *Tunesien 196/1957 *Türkei 49/1949 *Turkmenistan III 125/2001 *Tuvalu III 125/2001 *UdSSR 186/1954 *Uganda 48/1987 *Ukraine 186/1954 *Ungarn 49/1949 *Uruguay 49/1949 *USA 49/1949, 48/1987 K, III 150/2008 *Usbekistan III 125/2001 *Vanuatu III 125/2001 *Venezuela 49/1949 *Vereinigte Arabische Emirate 48/1987 *Vereinigtes Königreich 49/1949, 48/1987 K, III 125/2001 *Vietnam 41/1952 *Zentralafrikanische R 82/1961, 48/1987 *Zypern 159/1962, 48/1987
Der Bundespräsident der Republik Österreich erklärt, dem in London am 16. November 1945 unterzeichneten Abkommen, enthaltend die Verfassung der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Constitution of the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation – Convention créant une organisation des Nation Unies pour l’éducation, la science et la culture) welches also lautet:
...
namens der Republik Österreich beizutreten und verspricht in deren Namen die gewissenhafte Erfüllung des Abkommens.
Zu Urkund dessen ist die vorliegende Beitrittsurkunde vom Bundespräsidenten unterfertigt, vom Bundeskanzler, vom Bundesminister für Unterricht und vom Bundesminister für die Auswärtigen Angelegenheiten gegengezeichnet und mit dem Staatssiegel der Republik Österreich versehen worden.
Geschehen zu Wien, den 9. Juli 1948.
Die Ratifikationsurkunde wurde am 13. August 1948 bei der Regierung des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland hinterlegt.
Gemäß Artikel XV, Absatz 3, der Verfassung der UNESCO ist daher der Beitritt Österreichs am 13. August 1948 wirksam geworden.
Die Verfassung der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) ist bis zum 15. September 1948 von folgenden Staaten angenommen worden:
Ägypten, Afghanistan, Argentinien, Australien, Belgien, Bolivien, Brasilien, Canada, China, Columbien, Cuba, Dänemark, Dominikanische Republik, Ecuador, Frankreich, Griechenland, Honduras, Haiti, Indien, Iran, Italien, Libanon, Liberia, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Neu-Seeland, Norwegen, Peru, Philippinen, Polen, Salvador, Saudisch-Arabien, Südafrikanische Union, Syrien, Tschechoslowakei, Türkei, Ungarn, Uruguay, Venezuela, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Vereinigte Staaten von Amerika.
Die Regierungen der an dieser Verfassung beteiligten Staaten erklären im Namen ihrer Völker:
daß Kriege ihren Ursprung in der Seele des Menschen haben und daher die Schutzwehr des Friedens gleichfalls in der Seele des Menschen errichtet werden muß;
daß das mangelnde gegenseitige Verstehen der Völker im Laufe der Geschichte stets Argwohn und Mißtrauen zwischen den Nationen hervorgerufen hat, so daß ihre Meinungsverschiedenheiten allzuoft zu Kriegen geführt haben;
daß der große und schreckliche Krieg, der soeben zu Ende gegangen ist, nur dadurch möglich wurde, daß das demokratische Ideal der Würde, der Gleichheit und der gegenseitigen Achtung des Menschen verleugnet wurde, um an seine Stelle, unter Ausbeutung von Unwissenheit und Vorurteilen, die Lehre von der Ungleichheit der Rassen und der Menschen zu setzen;
daß weite Ausbreitung der Kultur und Erziehung aller zu Gerechtigkeit, Freiheit und Friedfertigkeit für die Würde des Menschen unerläßlich sind und eine heilige Verpflichtung bedeuten, die alle Völker im Geiste gegenseitiger Hilfeleistung und eines gemeinsamen Anliegens zu erfüllen haben;
daß ein Frieden, der nur auf wirtschaftlichen und politischen Vereinbarungen der Regierungen beruht, sich nicht der einstimmigen, dauernden und aufrichtigen Zustimmung der Völker zu erfreuen vermag, vielmehr der Frieden auf der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit aufgebaut werden muß.
Aus diesen Überlegungen und im Glauben an den Wert ungeschmälerter und gleicher Bildungsmöglichkeit für alle, uneingeschränkter Erforschung objektiver Wahrheit und des freien Austausches von Ideen und Kenntnissen, sind die an dieser Verfassung beteiligten Staaten übereingekommen und entschlossen, Mittel und Wege des geistigen Verkehrs zwischen ihren Völkern zu entwickeln und zu vermehren und sie zum Zwecke wechselseitigen Verstehens und tieferen und vollständigeren Kennenlernens des Völkerlebens zu verwenden.
Infolgedessen begründen sie hiermit die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, um auf diese Weise, durch die Mitarbeit der Völker der Welt auf den Gebieten der Erziehung, der Wissenschaft und der Kultur, Schritt für Schritt, die Ziele des internationalen Friedens und der gemeinsamen Wohlfahrt der Menschheit zu verwirklichen, um deretwillen die Organisation der Vereinten Nationen, wie in deren Satzung ausdrücklich hervorgehoben ist, ins Leben gerufen wurde.
Die Organisation umfaßt eine Generalkonferenz, einen Exekutivrat und ein Sekretariat.
Jeder Mitgliedstaat soll in einer von der Generalkonferenz näher zu bestimmenden Weise, der Organisation in regelmäßigen Zeitabständen Bericht erstatten über seine Gesetze, Verordnungen und Statistiken, die sich auf seine Einrichtungen und seine Tätigkeit auf den Gebieten der Erziehung, Wissenschaft und Kultur beziehen, sowie über die Maßnahmen, die er auf Grund der in Artikel IV, Paragraph 4, vorgesehenen Empfehlungen und Abkommen ergriffen hat.
Die Organisation soll sobald als möglich mit der Organisation der Vereinten Nationen in Verbindung gebracht werden, und zwar als eine Spezialorganisation gemäß Artikel 57 der Satzung der Vereinten Nationen. Diese Verbindung soll auf dem Wege eines Übereinkommens mit der Organisation der Vereinten Nationen gemäß Artikel 63 der Satzung erfolgen, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Generalkonferenz dieser Organisation. Das Übereinkommen soll die Mittel wirksamer Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen bei der Verfolgung ihrer gemeinsamen Ziele vorsehen. Es soll gleichzeitig die Autonomie dieser Organisation im Bereiche ihrer Zuständigkeit, wie sie in dieser Verfassung geregelt ist, anerkennen. Es kann namentlich auch Bestimmungen über die Genehmigung des Budgets und die Finanzierung der Organisation durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen enthalten.
Die Bestimmungen der Artikel 104 und 105 der Satzung der Organisation der Vereinten Nationen über die rechtliche Stellung der Organisation, ihre Vorrechte und Immunitäten, finden in gleicher Weise auf die vorliegende Organisation Anwendung.
Zu Urkund dessen haben die Unterzeichner, zu diesem Zwecke ordnungsmäßig bevollmächtigt, diese Verfassung in englischer und französischer Sprache unterzeichnet, deren beide Texte in gleicher Weise maßgebend sind.
Geschehen zu London, am sechzehnten November 1945, in einem einzigen Exemplar, in englischer und französischer Sprache. Beglaubigte Abschriften sollen den Regierungen aller Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen von der Regierung des Vereinigten Königreiches übermittelt werden.
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